Automatische Mail-SPAM-Filter sind zum Scheitern verurteilt
Geschrieben von Gregor Nathanael Meyer um 10:1908 07 2006
Gerade lese ich bei heise.de eine Nachricht zu aktuellen SPAM-Trends. Techniken wie nur eine IP-Adresse pro Empfänger (durch sehr viele SPAM-Zombie-Computer), die Einbindung von Text in Bilder, das fehlen von Links und so weiter liegen gerade sehr im Trend. Und die Zahl der falschen positiven steigen weiter, weil die Mailfilter so strikt ihre Scores vergeben. Und das müssen sie, weil die Schwelle zwischen SPAM und HAM oft nur manuell zu finden ist.
Gerade heute habe ich mal wieder einen Virus bekommen, der durch den Virenfilter und den Spamfilter gefallen ist. Ein Mädel schrieb mir, dass sie interessante Fotos von sich angehängt hat. Klassisch: Sieht aus, wie eine fehlgeleitete Mail. Super! denkt man sich da und die Neugier siegt sicher bei vielen.
Wie sollen automatische Filter heute noch die Flut der inzwischen gut gemachten SPAMs erkennen können? Und noch brennender: Wie sollen sie erkennen können, dass eine Mail, in der nur eine URL steht, HAM sein könnte? Wenn ich Mails schreibe, habe ich inzwischen immer im Hinterkopf, ob ich SPAM-verdächtige Dinge da hinein schreibe. Wenn ich jemandem kurz eine Notiz schreiben möchte, vielleicht eine URL, muss ich immer einen Begleittext mit dran hängen. Auch, wenn derjenige gerade neben mir sitzt oder am anderen Ende der Sprachleitung.>
Also mein Appell: Stellt die automatische Filterung aus und schaltet das Hirn ein. Ja, es nervt. Aber die Front der automatischen Filterung ist ein verlorener Posten. Es müssen neuere Konzepte her. Was ist mit einer breiten Einführung von Techniken wie SPF? Es reicht, wenn nur ein paar große Provider nur noch Mails von SPF "gesicherten" Hosts annehmen. Die anderen müssen SPF-Einträge vornehmen, um mitspielen zu dürfen und Hosts, die durch SPAM auffallen, können dann prima geblockt werden.
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