DRM Digest

29 08 2006

Also seit meinem letzten Eintrag zu DRM und Kopierschutz hat sich die Welt ganz schön fix weiter gedreht. Ich habe eine Hausarbeit zum Thema "Ökonomische Konsequenzen von DRM für den Vertrieb digitaler Medien" geschrieben. Auch das ist schon wieder ne Weile her. Was gibt es also neues?

Microsoft DRM "geknackt"

Also die augenfälligste Neuerung ist sicherlich, dass man jetzt recht easy seine verschissene DRM-Kaufmusik auch ohne Qualitätsverlust von ihrem Schutz befreien kann. Das geht heute durch die Medien (SPON: Microsofts Musik-Kopierschutz geknackt, golem.de: Tool befreit Kauf-Musik von Microsofts DRM-Schutz). Das Tool an sich ist nicht neu und man benötigt eine gültige Lizenz für wenigstens ein Lied. Aber durch die einfache Oberfläche statt einer unschönen Kommandozeile rückt diese Möglichkeit doch plötzlich in die Sphäre vieler normaler User.

Klar, das umgehen von wirksamen Kopierschutzmaßnahmen ist (nicht nur) in Deutschland offen gesetzeswidrig. Aber sein wir mal ehrlich und nüchtern: Da kauft man für ziemlich viel Geld Musikstücke ein und bemerkt meistens erst später, dass man sie auf seinem Handy oder seinem MP3-Player oder auf einem der inzwischen zahlreichen MP3-fähigen Geräte gar nicht abspielen kann. Möp. Ach ja, auf die Party vom Nachbarn kann man die Mucke auch nicht mitbringen. Immerhin darf man sie sich begrenzt oft auf eine CD brennen, fürs Auto etwa.

Das ist auch irgendwie nötig, weil man da seine gekauften CDs inzwischen ja immer häufiger wegen des Abspielschutzes Kopierschutzes gar nicht mehr abspielen kann. Der Weg zu einer problemlos abspielbaren Audio-CD führt also heutzutage über einen kostenpflichtigen Download und den CD-Brenner und nicht in den CD-Laden. Paradox, oder?

Zurück zum "geknackten" DRM. Da das plötzlich so durch die Medien geht, hat das sicherlich auch Auswirkungen auf den Markt. Wie also kann die Musikindustrie reagieren? Was sind ihre Handlungsalternativen?

1. Nichts tun, abwarten. Darin sind die Jungs ganz gut. Allerdings steht zu befürchten, dass das Befreien von DRM-Maßnahmen eine ähnliche Popularität erreicht, wie das Brennen von CDs und das Downloaden aus illegalen Quellen. Dazu gleich mehr.

2. Neue DRM-Version nachschieben. Für den Kunden denkbar schlechteste Lösung, da dann alle aktuellen Geräte die neue Musik wahrscheinlich nicht mehr abspielen können. Das wäre ein massiver Fehler, steht doch die ganze DRM-Kiste eh schon auf tönernen Füßen.

3. Den DRM-Scheiß aufgeben und die Musik im MP3-Format verkaufen (wie eMusic und der illegale Laden aus Russland). Eine Lösung, die sicherlich für alle gut wäre. Die Kunden bekommen ihre Musik so, wie sie sie wollen und können sie so benutzen, wie ihnen das lieb ist: ohne Einschränkungen. Und die Anbieter werden sich a) über ne Menge gutes Karma und b) rasant steigende Verkaufszahlen freuen. Scheiß egal, ob 50% der Leute ihre Musik kopiert: Dabei entsteht kein direkter Schaden. Und die Verkaufsausfälle durch die (wenigen) Leute, die sich wegen des Kopierens die Musik nicht kaufen, lassen sich durch den Verkauf an entsprechend viele andere Leute locker kompensieren. Postuliere ich mal so.

Wieviele Eurer kopierten Musikstücke und Filme hättet ihr nicht, wenn ihr dafür hättet zahlen müssen? Das ist der Knackpunkt. Die "Schadens"-Rechnungen basieren auf der völlig weltfremden Annahme, dass alle kopierte Musik auch gekauft worden wäre. Irgendwie ist doch die Lächerlichkeit dieser Annahme so auffällig, dass ich mich frage, wie man sie ernsthaft vertreten kann.

Wenn ich so recht darüber nachdenke, gleichen sich in den Folgen die erste und die letzte Variante frappierend. Ob die Musikindustrie nun das Verhalten einiger oder vieler Kunden nicht verhindern kann, oder ob sie direkt offen auf alle Kunden zugeht ist im Endeffekt für die einigen oder vielen Kunden das gleiche. Der Unterschied besteht darin, dass man bei ersterer Variante seine eigenen Kunden in die Illegalität treibt und sich weiterhin völlig fehlendes schlechtes Gewissen seitens der Kunden sichert. Vielleicht habe ich ein krankes Marketing-Verständnis, aber worin liegt noch mal der Vorteil, wenn man sich seine eigenen (potenziellen) Kunden zu Feinden macht?

DRM-Freie Musik

Eine weitere gute Nachricht: Verschiedene Läden machen versuche mit DRM-freier Musik. Yahoo hat neulich einen personalisierten Track vertickt, ganz ohne DRM. Ich bin mir Sicher, bei einem groß anlegelegten Feldversuch würde man bemerken, dass man letztlich an DRM-freier Musik mehr verdient.

Windows Vista

In Vista für 32 Bit Computer gibt es auch nicht signierte Treiber, in der Ausgabe für 64 Bit hingegen nur signierte. Im Prinzip eine ganz kluge Lösung. Basieren viele Angriffe auf Windows doch auf dem Einspielen von bösen Treiberkomponenten. Dass die Signierung Geld kostet und für Open-Source-Projekte dadurch und auch möglicherweise aus anderen (politischen) Gründen nicht zur Verfügung steht, stelle ich jetzt mal hinten an. Es bedeutet aber, dass die Player-Hersteller große Schwierigkeiten haben werden, in 32 Bit Versionen von Vista den von der Filmindustrie geforderten "sicheren Pfad" zu implementieren. Ich bin wirklich gespannt, wie und ob sich das Problem lösen lässt, oder ob die Filmindustrie einsieht, dass ihre sichere Kopierschutz-Festung eine ziemliche Sackgasse ist. Also ganz ehrlich: Ich habe keinen Bedarf für das tolle ultra hochauflösende Filmerlebnis. Und schon gar nicht, wenn ich massive Klimmzüge veranstalten muss, um es nutzen zu können. Ich werde eine 32 Bit Version von Windows einsetzen, weil ich tatsächlich zwei 32 Bit Computer besitze. Ganz schön frech von mir, oder? Und noch frecher: Ein Flachbildfernseher mit HDTV-Auflösung und HDMI-Eingang steht die nächsten fünf bis zehn Jahre nicht auf meiner Einkaufsliste, so ich nicht doch mal im Lotto gewinne. Und damit steht auch nicht eine einzige Blu-Ray-Disc oder HD-DVD auf meinem Wunschzettel. Ich weiß, ich schäme mich ja auch.

Fazit

Also abschließend kann ich nur sagen: Endlich! Endlich kann ich auch mal Kaufmusik erwerben. Wenn ich die scheiß Mukke von ihrem miesen DRM befreien kann, könnte ich mir vielleicht auch mal den ein oder anderen Track kaufen. Nicht, weil ich ihn weitergeben will oder so. Das auch. Aber vor allem, weil ich verschiedene Geräte habe, die mit DRM-Musik nichts anfangen können. Mit WMA leider auch nicht, also wird wohl doch nichts draus. Schade eigentlich.

Welcher Laden verkauft mir Musik, die ich haben will, als MP3? Hallo? Ich will Geld ausgeben! Hier, ich! Hier, ich geb Euch nen Euro für einen Track (was ich viel finde)! Warum will mir denn niemand was verkaufen?

Ach endlich, da ist ja einer. Was für ein freundlicher Russe. Spricht viele Sprachen und verkauft mir Musik. Spottbillig. Und ich kann mir auch noch das Format aussuchen! Danke Gott. Aber stopp. Moment mal. Das ist ja illegal. Hmm, ich bezahle doch kein Geld, um dann doch illegale Musik zu kaufen. Da kann ich auch gleich die Mule anwerfen…


Hör mal an

25 08 2006

Schöner Song über Werbefuzzis, wie sie von so vielen gehasst werden. Schöne Selbstironie auf jeden Fall.


Wer braucht schon Klofrauen?

24 08 2006

Irgendwie habe ich das Gefühl, dass die Uni in den Semesterferien der vorlesungsfreien Zeit an den Klofrauen spart. Das Klo hier stinkt von Tag zu Tag mehr nach Pisse und die wasserlosen Urinale versiffen auch immer mehr. Bah, so langsam kann man gar nicht mehr in Ruhe scheißen gehen, weil einem dann die Ratten über die Füße springen würden. Aber für die paar Mitarbeiter der Uni und FH braucht man ja die Klos nicht zu putzen. Irgendwie scheinen auch fast alle im Urlaub zu sein. Aber dafür bekommen wir trotzdem alle Nase lang die Mülltüten im Büro ausgewechselt. Super, was? Leider wird dafür der Boden offenbar niemals gewischt.

Aber so ist das halt in einem Verwaltungsjob.


Versandhandel-Wut

17 08 2006

Versandhandel ist an sich ne tolle Sache. Man bekommt günstig an waren, die man lokal gar nicht oder nur deutlich teurer bekäme. Bei machen Sachen ist man leider auf den Versandhandel angewiesen, weil die Branche selbst in einer Stadt wie Düsseldorf nur unzureichend abgedeckt wird. Beispiel Computerzeugs und Modellbauzeugs. Beides sind Dinge, die ich sehr häufig bestellen muss. Mein Stammhändler PC Store and more, wegen dem ich extra nach Flingern gezogen bin ;), hat halt nicht alles und einen vernünftigen Modellbauladen gibt es hier auch nicht.

Jetzt kommt die Wut: Versandhändler brauchen manchmal eine halbe Ewigkeit und haben dabei eine wirklich miese Informationspolitik. Aktuelles Beispiel: Ich habe letzte Woche Dienstag etwas bei einem Modellbauladen bestellt das als lieferbar gekennzeichnet war. Als Bezahlung habe ich aus Schnelligkeitsgründen Bankeinzug gewählt. Gestern gegen 11:00 Uhr, also über eine Woche später kam endlich ein Lebenszeichen von dem Laden: Eine Mail mit einer Statusänderung der Bestellung auf bezahlt (im Hinterkopf: Bankeinzug). Gegen 19:00 Uhr kam noch eine Mail mit einer Statusänderung auf "an die Versandabteilung übergeben". Keine Trackingnummer, keine Infos, ob das Paket noch raus geht oder noch eine Woche in der Versandabteilung rumliegt. Heute ist bisher kein Lieferwagen vorgefahren.

Ich habe absolut keinerlei Verständnis für so ein Verhalten. Der Versandhandel hat ein massives Problem gegenüber dem stationären Handel: Dass die Ware nicht sofort zur Verfügung steht. Diesen Makel gleichen gute Händler aus, indem sie den Käufer über jeden Schritt informieren, ihm eine Trackingnummer in die Hand geben und vor allem den Scheiß so schnell wie möglich abwickeln. Schlechte Händler machen gar nichts davon. Ich warte also seit bald einer Woche jeden tag auf den Paketboten und sorge dafür, dass jemand da ist, wenn ich nicht da bin. Alles für den Arsch, weil der Laden rumtrödelt und mich nicht informiert. Ich hasse es.


Bio-Produkte Krimi

15 08 2006

Krasse Sache! Ich lese gerade beim Shopblogger über einen krassen Bio-Produkte Krimi. Liebe Leser, das ist ein Lesebefehl!

Kurz zusammen gefasst: Bio-Produkte boomen derzeit. Die großen LEH-Ketten sind mittenmang dabei und alle kaufen Bio-Produkte. Leider machen diese Ketten genau das, was Handel mit Einkaufsmacht so zu tun pflegt: Einkaufskonditionen in ihrem Sinne drücken und eigene Handelsmarken aufbauen, bei denen die Quellen beliebig getauscht werden können. So kommt es, dass Produkte (häufig aus dem EU-Ausland), die das verhältnismäßig leicht zu bekommende Biosiegel gerade so einhalten, den Markt überschwemmen und die "echten" einheimischen Bioprodukte im Vergleich sehr sehr teuer da stehen. Direkt ausgedrückt kann man von einer Zweiklassengesellschaft der Bioprodukte reden. Das wäre an sich nicht so schlimm, besser mittelmäßige Bioprodukte als gar keine Bioprodukte am Massenmarkt.

Der Shopblogger ist nach eigener Beschreibung einer der Pioniere im Vertrieb echter, fairer und einheimischer Bioprodukte mit seinem kleinen Spar-Markt in Bremen. Jetzt kommt der Krimi ins Spiel: Die Bioladen-Konkurrenz, obwohl von ihm immer partnerschaftlich angegangen, übt Druck auf die Lieferanten aus, dass sie ihn nicht mehr beliefern. Warum und wie das so ist, müsst ihr selber in der Quelle nachlesen. Ich will nur ein paar Gedanken dazu aufschreiben:

Der kleine, innovative und selbstständige Kaufmann hat ein Problem. Er hat nicht die Marktmacht im Rücken bzw. nur für das Sortiment, das ihm die Einkaufsgenossenschaft verschaffen kann. Innovative Eigenlösungen müssen auf eigene Faust beschafft werden und das macht mitunter Probleme. Nun mag man sagen, dass genau dies der Job des selbstständigen Kaufmannes ist. Gut gekontert. Aber es ist schon schade zu sehen, wie in diesem Biomarkt mit harten Bandagen gekämpft wird. Geht es denn bei Bioprodukten nicht mehr um die Sache? Um fairen und umweltverträglichen Umgang mit dem Primärsektor? Müssen dann die Hauptakteure an diesem Markt genau das Verhalten an den Tag legen, das so oft an den großen Ketten kritisiert wird? Warum muss die Einkaufsmacht beim Großhandel genutzt werden, um missliebige Konkurrenten aus dem Markt zu drängen? Weil die Margen so schön hoch sind? Denn sonst kommen die gleichen super Bioprodukte im Supermarkt zu vertretbaren Preisen? Ja, das ist eine wirklich attraktive Konkurrenz und ja, die muss man fürchten.

Also meine Schlussfolgerungen daraus: Jetzt gehe ich erst recht nicht mehr in einen dieser überteuerten Bioläden. Nichts gegen ökologisch verantwortungsvollen Anbau und alles, was hinter der Bio-Idee an sich sonst noch steckt. Gerne. Aber die überhebliche Idee des Biosupermarktes ist mir zuwider. Da wird versucht eine Bio-Elite zu schaffen, an der man sich dumm und dämlich verdienen kann. Nein, das kann nicht im Sinne der Öko-Idee sein. Im Sinne der Öko-Idee ist meiner Meinung nach, dass möglichst der gesamte Bedarf an Agrarprodukten in der Volkswirtschaft aus ökologisch verantwortungsvollem Anbau gedeckt wird, von einheimischen Bauern. Nur das kann das Ziel sein. Es soll nicht darauf hinaus laufen, dass sich ein paar Freaks als Weltretter fühlen und die anderen 90% der Verbraucher weiterhin ökologisch zweitklassige Produkte nachfragen. Also liebe Bio-Supermärkte: Regelt das im direkten Wettbewerb und nicht über Marktmacht-Methoden. Arbeitet zusammen, der Markt ist (momentan) groß genug. Für Verdrängungswettbewerb ist noch immer Zeit, wenn der Markt gesättigt ist. Bis dahin sollte gerade bei Öko-Kram die Idee im Vordergrund stehen. Für Euren Aufpreis verlangt der Kunde etwas: Ihr müsst real sein! Ihr müsst für die Idee einstehen, denn dafür verlangt ihr die satten Aufpreise.

Gute Öko-Produkte für alle! Ich kaufe also weiterhin mit gutem Gefühl und gerne die Bioprodukte bei den Ketten ein, wenn es sich ergibt. Und wenn ich dort noch bessere Öko-Produkte bekommen, kaufe ich auch die. Wenn ich die Ware mag, sonst nehme ich halt doch die Markennudeln... Mal schauen.


Opera-Wut

15 08 2006

Aaaaaaaaaaarghhh. Ich hasse es! Gerade ist es schon wieder passiert. Wenn ich hier einen Blog-Eintrag schreibe oder irgendwas in irgendwelchen Foren, dann passiert es mit ab und an, dass ich meine kompletten Eingaben verliere. Warum? Nein, mein Rechner stürzt nicht mehr ab, seitdem ich neuen Speicher habe (und ihn nicht mehr übertakte). Nein! Opera hat eine wirklich lästige Angewohnheit. Bekanntermaßen kann man mit der Tastenkombination Strg-Links und Strg-Rechts in Texteingabefeldern (nicht nur im Browser) ganze Wörter überspringen. Ich mache seit Jahren sehr sehr intensiv Gebrauch davon, wenn ich etwas schreibe. Diese Tastenkombination ist leider in Opera mit "Zurück" belegt. Nur nicht, so lange man in der Textbox unterwegs ist. Wenn man allerdings im Eifer des Gefechtes erst Strg-Oben oder Strg-Unten drückt und dann Strg-Links, dann verlässt man erst einmal die Textbox und geht dann zurück. Und bums! Wenn man wieder zurück kommt, ist manchmal der Inhalt der Textbox weg, manchmal nicht. Keine Ahnung wovon das abhängt.

Ich hasse es seit ich Opera benutze und das ist seit Version 3.21. Aber nun ist Schluss, endgültig. Denn die gute Nachricht ist, dass man in Opera alle Tastaturkürzel anpassen kann, und das habe ich getan. Nie mehr aus Versehen die Textbox löschen…


HP Wut

07 08 2006

HP war mir schon immer suspekt. Aber heute habe ich mal wieder einen tierischen Hassanfall bekommen. In der Software, die man zwangsweise installiert bekommt, funktioniert mal wieder irgendwas nicht. Beim letzten mal war es die Scanfunktion, dieses mal ist es die Faxfunktion. Auch das Faxprotokoll ist nicht aufrufbar. Also ab in den wirklich lässigen Support-Chat. Standard-Fragen abgenickt (welches Betriebssystem, welcher Anschluss, welche IE Version, was für ein USB Controller etc.) und das Problem eingekreist. Naja, wohl eher die üblichen Ursachen ausgeschlossen. Also sitze ich hier und verbrate mal wieder die ein oder andere Stunde damit, diese Miese HP Software zu installieren. Der ganze Vorgang einer Neuinstallation dauert übrigens über eine Stunde. Das weiß ich noch von den letzten beiden Versuchen.

Also auf den Rat der Dame im Chat deaktiviere ich den Virenscanner und die Windows-Firewall, melde mich als Admin an (obwohl der andere User Adminrechte hat) und probiere noch mal eine Installation. Gut, dass der Rechner hier nicht direkt am Internet hängt. Und ich freue mich schon jetzt darauf, zu sehen, was dieses mal nicht funktioniert.

Ach ja: Laut der Dame ist wahrscheinlich der VIA-USB Controller schuld. Hmm. Leider ist mir erst nach dem Chat aufgefallen, dass das Gerät (Officejet 7310) via Netzwerk angeschlossen ist... Alles andere funktionierte übigens, sogar der Faxtest in der Software.

Mal schauen.


Instant Messaging und so

03 08 2006

Ich bin auf der Suche nach dem perfekten Chat- und IM-System. Die porprietären Protokolle haben ihre deutlichen Schattenseiten, funktionieren aber sonst prima. Aber mir ist nicht ganz wohl, wenn alle Kommunikation (unverschlüsselt) über Server eines großen Anbieters läuft. Nicht nur Google hat Interesse an allen möglichen persönlichen Daten. AOL (AIM und ICQ) nimmt die Nutzungsdaten sicher auch gerne mit, Yahoo und Microsoft ebenfalls. Gefällt mir nicht.

Eine Alternative könnte Jabber sein. Offenes System, leicht zu implementieren, Verschlüsselung möglich (sowohl die Verbindung zum Server via SSL/TLS, als auch Ende-zu-Ende mit GnuPG oder OTR).

Was gibt es also noch? CSpace ist ein Open Source Messenger, der auf Kademilia basiert. Also der gleichen Technik, die auch eMule und Azureus für die serverlose P2P-Kommunikation nutzen. Ein modernes System, das ohne Server auskommt und prinzipiell über ein offenes Private-Key Verfahren abgesichert ist. Eigentlich genial! Fragt sich nur, ob es auch so leicht zu integrieren ist, wie Jabber.

Denn die Anbindung von Webdiensten an Jabber ist ne echt feine Sache. Das phpBB 3 wird die Benachrichtugungen über neue Nachrichten nicht nur via E-Mail, sondern auch via Jabber absetzen können. Und das wird nur der Anfang sein. Geil wäre ja auch eine Anbindung der eigenen Website an Jabber. Also Besucher können sehen, ob man gerade online ist und über eine Shoutbox mit einem in Kontakt treten. Oder die Website bindet einen Jabber-Chatraum ein, den man auch mit einem Jabber-Client betreten kann. Das geht zwar theoretisch auch mit IRC, aber irgendwie konnte ich bisher nicht eine brauchbare und praktikable Lösung für die Anbindung einer Website an einen IRC-Channel finden. Warum ist das so? Jabber bzw. das Protokoll XMPP ist ja angeblich sehr leicht via XML zu integrieren, also voll Web 2.0 mäßig. Mehr davon!

Naja, ich behalte das mal im Auge und bin gespannt wie es weiter geht. Mal schauen.