Plötzlich wurden meine Schamhaare schmerzhaft von dem Milchaufschäumer erfasst

11 02 2007

Dies ist nur ein semi autobiographischer Meta-Blogeintrag. Einfach nicht weiter beachten. Und noch eine Weisheit: Je später der Abend, desto freudscher die Versprecher! (Zitat von Karin)


Stimmen wider den Groben Unfug

06 02 2007

Endlich sagt mal einer was. Die Story mit dem Bundestrojaner ist dermaßen grober Unfug, dass einem beim verfolgen der Schlagzeilen glatt schlecht werden kann. Danke Telepolis für diese Aufklärung.

Kurzfassung: So ein "Trojaner" müsste erst mal auf den Rechner kommen, da hakt es schon. Eine schöne Geschichte voller Missverständnisse und unreflektiertem Abschreiben. Lesebefehl für notorische (Medien-)Kritiker.


In Wiesbaden versagt

04 02 2007

Unschön. Leuchtstoff+, unsere Hoffnung beim GWA Junior Agency Wettbewerb hat versagt und keinen Preis mit nach Düsseldorf gebracht. Schade, denn das Ergebnis war echt gut. Nach meinen (dürftigen) Informationen war beim Wettbewerb (Überraschung!) mehr das präsentatible Feuerwerk gefragt, denn eine strategisch saubere Ausarbeitung. Schade, denn am Feuerwerk haben wir alle gespart. So kann man nur sagen, dass ich trotzdem immens stolz auf meine Hochschule bin und meine Kommilitonen, die eine wirklich geile Leistung abgeliefert haben.

Der Kunde war für uns Lacoste und wir sollten ein neues Kommunikationskonzept entwerfen. So mit kultig und Lifestyle und so. Mehr Informationen haben wir von der "betreuenden" Agentur Euro RCSG außer ein paar frei verfügbaren Sachen aus der Wikipedia und der Website von Lacoste nicht bekommen. Weiteren Support ebenfalls nicht, so dass es schon eine Farce ist, dabei von Betreuung zu sprechen. Sei es drum, die Leistungen der Gruppen war auch so sehr gut und wir sind zufrieden mit uns und bekommen gute Noten dafür (hoffe ich zumindest), die durch die immens schlechte Designmanagement-"Vorlesung" leider halbiert wird. Ärgerlich, haben wir alle doch unglaublich viel Arbeit und Herzblut in das Projekt gesteckt, nur um am Ende 5 lausige Credits dafür zu bekommen. Überhaupt war das Verhältnis von Credits und Arbeitsaufwand in diesem Semester etwas in Schieflage geraten. Für das Messeprojekt bekommen wir mit läppischen 2,5 Credits gleich viel, wie für das komische Architekturprojekt. Die Messeklausur (morgen) zählt dann aber wieder 5 Credits. Echt verrückt. Zur Erklärung: Insgesamt bekommen wir für die 6 Semester Studium 180 Credits und jede Veranstaltung geht mit ihrer Note anteilig ihrer Credits in die Endnote ein.

Falls es jemanden interessiert, kann ich auch mal mehr zur Umsetzung der Lacoste Kommunikationsstrategie erzählen.

Bis dann.

Nachtrag: Mein Team hat nur eine 2,3 für das Projekt bekommen. Ich habe das Endergebnis zwar nicht gesehen und wir hatte nach dem Ende unserer Hoffnungen im Dezember auch keine große Motivation mehr, aber alleine die Arbeit bis Dezember ist in meinen Augen mehr als die blöde 2,3 wert. Schade.


Längere Öffnungszeiten ein Segen

03 02 2007

Gerade lese ich im SPON, dass die längeren Ladenöffnungszeiten ein Flop sind. Da frage ich mich intensiv, was die Damen und Herren denn zur Hölle erwartet hatten. Andererseits drückt das genau das Missverständnis aus, weswegen auch so viele Leute der Freigabe der Öffnungszeiten kritisch gegenüber standen. Ich habe noch nie in meinem Leben verstanden, warum Ladenöffnungszeiten in Deutschland gesetzlich reglementiert werden. Dann kamen die 24 Stunden Tanken auf und die Frage wurde umso brennender. Ja haben sich die Gegner denn vorgestellt? Dass durch die Freigabe sofort alle Läden automatisch länger aufhaben müssen? Warum sollten das alle Läden machen? Die Gegenfrage ist aber viel treffender: Warum sollte man dem Handel vorschreiben, wann er Handel treibt und wann nicht? Niemand erwartet von einem Dorfnahversorger, dass man um 22 Uhr dort einkaufen kann. Aber ganz offensichtlich gibt es an verschiedenen Standorten großen Bedarf zu solchen Uhrzeiten einzukaufen.

Warum verbietet man also dem Kaufhof an der Kö und anderen Läden in der Altstadt ihr Geschäft dann zu machen, wenn da auch Leute sind. Weil die armen Verkäufer um acht ins Bett müssen? Das Argument zieht meines Erachtens ganz besonders dort nicht, wo nebenan in der Gastronomie um 20 Uhr Primetime ist. Da arbeiten übrigens auch Menschen – sogar ganz verwegen mitten in der Nacht. Eigentlich müsste man auch der Gastronomie verbieten, nach 20 Uhr zu öffnen, um die Kellner und Köche und Türsteher zu schützen. OK, lassen wir die Polemik.

Was solls also? Der Handel ist nun mal ein Gewerbe, dass seine Kunden Zeit kostet. Und wenn viele Kunden nun mal diese Zeit genau dann haben, wenn sie nicht im Büro sitzen, muss der Handel sich darauf einstellen und den Kunden die Ware auch außerhalb der Bürozeiten anbieten. Was ist denn das auch für eine Anbieter zentrierte Denke? Man muss doch vom Kunden und dessen Bedürfnissen ausgehen. Dienstleistung ist die Befriedigung der Bedürfnisse seiner Kunden, zumindest nach meinem Verständnis. Und da gesetzliche Vorschriften zu machen finde ich befremdlich, womit ich übrigens mit den Bürgern der meisten anderen Länder einer Meinung bin.

Dass durch Freigabe der Öffnungszeiten tendenziell mehr Arbeit entsteht, also entweder mehr Jobs oder längere Arbeitszeiten mit entsprechend mehr Lohn, ist sicher im Sinne einer Gesellschaft, die ein Problem mit nicht vorhandener Vollbeschäftigung hat, oder?

Was natürlich alles immer noch nicht bedeutet, dass sich alle Läden jetzt an neue Öffnungszeiten wagen müssen. Man kann das ja probieren und an den Standorten etablieren, wo sich das auch lohnt. Schön. Alle sind zufrieden, wo ist das Problem?

"Aber Du Arsch! Denk doch mal an die armen Arbeitnehmer! Wenn die Familien haben und so!" Klar kann das lästig sein, das bestreite ich nicht. Aber wenn man gesetzlich einschreitet, kann man ja auch einfach direkt am Problem ansetzen. Wenn man Arbeitnehmer schützen will (was man durchaus sollte), sollte man wirksame Gesetze installieren, die genau das tun. Es gibt dafür ganz sicher mildere Mittel, die besser wirken und deutlich weniger Kollateralschäden verursachen. Warum sollte der Kunde ausbaden, was sogar besser beim Anbieter direkt im Innenverhältnis geregelt werden kann? Mehr Geld ab acht oder Arbeit ab acht muss freiwillig sein, dann muss der Anbieter von sich aus mehr Kohle rausrücken, um einen Betrieb aufrecht erhalten zu können. Und wer sich daran nicht hält, bekommt genau so auffe Omme, wie bisher, wenn er sich nicht an den Ladenschluss gehalten hat. Ich denke mit solchen Regelungen erreicht man mehr und es sind nun wirklich alle zufrieden.

Ich bin zumindest sehr zufrieden und genieße jeden Einkauf nach acht bei Penny nebenan aus vollen Zügen. Ja, ich bin einer von denen und ich liebe es.

Tschüss.


Mobiles Internet

02 02 2007

So. Da wurden allein in Deutschland locker flockig 100 Mrd. € in UMTS-Lizenzen investiert und danach kam das große Jammern: Niemand nutzt die Technik! Wir kriegen die Kohle nie wieder rein. Die User wollen offenbar keine mobilen Datentransfers. Zu kompliziert. UMTS ist eine Totgeburt. Es gibt keine Killerapplikation.

Ich kann es nicht mehr hören. Die E-Plus Discounter offenbar auch nicht und so haben das in meinen Augen einzige Hindernis aus dem Weg geräumt: Die unbezahlbar hohen Kosten für den Endnutzer. Um auch nur eine Startseite von Spiegel.de oder wem auch immer aufzurufen hatte man bisher die Wahl einer recht hohen Grundgebühr mit Vertragsbindung und geringem Inklusivvolumen. Danach wurde es trotzdem teuer. Oder man nahm die Tarife ohne Grundgebühr zu Kosten, über die wir gar nicht erst reden brauchen. Tun wir es trotzdem mal. Bei O2 zahle ich glaube ich für 10kB locker 10ct. Das lässt sich leicht rechnen und sagt mir, dass ein Megabyte 10€ kostet. Zu diesen Kosten konnte man nicht mal übers Handy Chatten, ohne arm zu werden. Eine mobile Flatrate wird von E-Plus nicht mehr beworben und hat 50€ im Monat gekostet, ohne HSDPA versteht sich. Base hat sowas noch im Angebot, aber da ist man auch insgesamt 50€ los und hat noch lange keine UMTS-Karte. Bei den anderen sieht es mit Flatrates ganz und mit bezahlbaren Volumenpaketen ziemlich düster aus. Warum? Wollen die Mobilfunkbetreiber nicht, dass man ihre UMTS-Netze benutzt?

Aber jetzt kommt Bewegung in die Sache: Simyo, blau.de und Aldi (allesamt im E-Plus Netz) nehmen pro Megabyte nur noch 24ct bei einer Taktung von 10kB und einem Mindestbetrag von 1ct pro Verbindungsaufbau. Das nähert sich doch langsam Regionen, wo man mobil ins Netz gehen kann, ohne arm zu werden. Zwar noch nicht zu Surfen mit dem Notebook (bei Seitengrößen von 250kB wird das trotzdem sehr schnell teuer), aber immerhin so Sachen wie ICQ oder Jabber/XMPP auf dem Handy oder WAP-Seiten.

Wenn die anderen Anbieter da nicht schnellstmöglich nachziehen, habe ich demnächst eine UMTS-Karte mit Aldi-Tarif in meinem Notebook stecken (Simyo und blau.de verweigern den UMTS-Zugang, warum auch immer). Also liebe Leute von O2: Denkt darüber nach. Wie wär es mit einem Tarif von 19ct pro Megabyte. Das würde prima zu den 19ct pro Minute passen und mich ganz sicher zum Intensivnutzer machen. Da verdient ihr mehr an mir, wirklich! Meine alberne 5€ WAP-Flatrate käme dann zwar weg, aber ich würde mit dem Handy ständig online sein und am Ende mehr als die 5€ bezahlen.

Die Killerapplikation ist da: Mobiles Internet. Bisher hapert es nur an den drei- bis fünfstelligen Beträgen, die man bei den aktuellen Tarifen bei normaler Benutzung in meiner Größenordnung monatlich los würde. Sorry, so viel verdiene ich nicht mal.

Nachtrag: Wirklich seltsam, dass blau.de und Simyo momentan den Datenzugang nur via GPRS anbieten. Keine Ahnung, was das soll.