iPhone Tarife eine Unverschämtheit

29 10 2007

Jetzt sind sie offiziell, die iPhone Tarife bei T-Mobile. heise.de fasst das ganz gut zusammen: Los geht es bei 424€ für die Hardware plus Einrichtungsgebühr und 49€ pro Monat für lächerliche 100 Freiminuten (und sagenhafte 40SMS) und die "Datenflatrate" im Mobilnetz und an Hotspots. Die "Flatrate" bezieht sich neben den T-Mobile Hotspots (immerhin) dabei allerdings mangels UMTS im iPhone (sic!) auf den Zugang per GPRS/EDGE mit maximal 220 kBit/s und wird außerdem bei intensiver Nutzung auf sagenhafte 64 kBit/s (Download) und 16 kBit/s (Upload) gedrosselt. Intensive Nutzung bedeutet hier übrigens 200MB im kleinen bis 5GB pro Monat im großen Tarif.

Das halte ich für unglaublich teuer, zumindest für die Telefonie. Wer tatsächlich genau die am Monatsende verfallenden Inklusivminuten und Inklusiv-SMS verbraucht und auch die "Datenflatrate" sinnvoll ausnutzt, der kommt halbwegs erträglich weg bzw. bezahlt beispielsweise bei O2 inkl. Handysubventionierung (im ungünstigsten Fall) in etwa das gleiche, da allerdings mit UMTS und in einem modularen Tarif mit Optionen auf Flatrates, Homezone und allem Pipapo und vor allem mit nur 20€ Fixkostenanteil. Alle anderen dürften reichlich draufzahlen für ein zweifelsohne cooles Gerät mit SIM-Lock und ohne UMTS und ohne GPS und Zwangsbindung an iTunes. Will man das? Ich nicht, vielleicht ja mit UMTS irgendwann…


Enttäuschendes Geotagging im Westen

29 10 2007

Da startet heute mit viel Tamtam der neue Internet-Gesamtauftritt der WAZ-Gruppe (NRZ, WAZ und so) in einem ganz ansehnlich schlichten Web 2.0.1igen Gewand. Darin werden alle Inhalte der lokalen Redaktionen ausm Pott und aus Düsseldorf (etwas Spiegel-like) zusammengeführt. Ganz modern mit Blogs, Kommentaren, Videos, Tags und so weiter. Also eigentlich kaum mehr als alle anderen schon haben.

Kaum mehr? Nein! Das angekündigte Killerfeature nennt sich Geotagging. Wasn das? Geotagging ist nicht mehr und nicht weniger als eine Ortsmarkierung auf einer Karte zu jeder Nachricht. Ein Feature von dem ich mich schon lange frage, warum die Lokalzeitungen das nicht machen (Nintendo hat sowas im Weltmaßstab auf der Wii realisiert, sehr cool übrigens). Man guckt also flugs mal Google-Maps mäßig in seiner Gegend, was so gewesen ist und noch läuft. Dazu ein bisschen lokale Werbung eingestreut und das Leben im Westen ist schon.

Wäre schön, wenn nicht… ja wenn nicht diese tolle Funktion total ohne Eier an den Start gebracht worden wäre. Neben jeder Nachricht ist ein verdammt kleiner Kartenausschnitt mit einem Zeiger. So weit so gut. Wie sieht es aber anders herum aus? Ich suche also nach einer großen Karte auf der Startseite. Nix. Ich klicke auf Städte und sehe eine Liste der Städte und ein graues Kartenfenster, in dem sicher gleich die Karte lädt… hab ich gedacht. Aber in Opera funktioniert das offenbar nicht, also Firefox: Juhu, eine Karte vom Ruhrgebiet zum reinzoomen. Ich zoome mir Düsseldorf heran und will in die Stadtteile eintauchen. Wollen wir doch mal sehen, was hier in Flingern so läuft. Nix? Wie nix? Und woanders? Tatsächlich: Es gibt für ganz Düsseldorf einen Tag. Klickt man da drauf, gelangt man auf die Startseite für Düsseldorfer Lokalnachrichten, ohne Karte übrigens. Toll, das wars schon? Offenbar ja. Na dann gehe ich wohl mal wieder.

Eigentlich wollte ich mich nicht am obligatorischen "Blogs bashen den Westen am ersten Tag"-Gemetzel beteiligen, immerhin bringen die ja die tolle Idee des Geotagging in die Köpfe der Lokalzeitungen. Doch nun muss ich feststellen, dass es bei der Idee geblieben ist und es mit der praktischen Umsetzung nicht weit her ist. Schade, aber immerhin kann man das ganze als Initialzündung sehen und auf die anderen Lokalzeitungen hoffen. Also Rheinische Post? Wie sieht das aus? Eine Stadtteilkarte mit Geotags auf aktuelle Geschehnisse, konfigurierbar vom Nutzer (also wie weit reicht das in der Zeit zurück und vor, ggf. filterbar nach Kategorie) und flüssig in allen modernen Browsern zu benutzen? Die Technologie dafür gibt es bereits, schaut Euch mal Google-Maps an und die ganzen Mashups, die darauf aufbauend alles mögliche geotaggen.

Der Westen ist übrigens nicht total misslungen oder so (nicht dass ich diesen Eindruck hinterlasse). Im Gegenteil ist er ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung (und längst überfällig). Nur hat die WAZ-Gruppe damit lediglich nachgezogen: Der einzige wirkliche Mehrwert gegenüber anderen Nachrichtenseiten verpufft in (momentan noch?) unzulänglicher Umsetzung. Immerhin wirkt das ganze wie aus einem Guss und sehr übersichtlich und modern. Das ist ja immerhin schon ein Ansatz. Die Basis ist also da. Aber um ganz vorne mitzuspielen reicht es (noch?) nicht. So und jetzt lese ich die anderen Blogs zum Thema. Fröhliches Halali.

P.S.: Sorry für die vielen Ellipsen in diesem Beitrag.


Mezzo-Mix Zero schmeckt nicht

24 10 2007

Wo ich gerade die Werbung für Mezzo-Mix Zero sehe: Ich hab das Zeug natürlich vor ein paar Monaten sofort probiert, als es in die Läden kam. Und ich war entsetzt. Wie kann man das Zeug so nach nichts schmeckendes mischen? Coke Zero plus Fanta Zero schmeckt besser als Mezzo-Mix Zero. Warum nur?

Da bleibe ich doch beim besten zuckerfreien Softdrink von allen: Pepsi-Light und Comet Orange (von Penny) zu gleichen Teilen.


Das schlimmste Foto ever von mir

20 10 2007

Iiih, auf der Hochzeit von meinem Bruder lagen an allen Tischen so Wegwerf-Kameras rum, mit denen die Gäste lustige und stimmungsvolle Bilder machen sollten. Als ob nicht heute jeder Hansel seine Digicam dabei hätte... Irgendein Penner hat mit den Dingern wirklich wirklich schlimme Bilder von mir gemacht. Das schlimmste will ich Euch natürlich nicht vorenthalten. Ich sehe aus wie Max Strauß. Normalerweise sehe ich besser aus, wirklich. Zu meiner Ehrenrettung muss ich anbringen, dass ich auf anderen Fotos am gleichen Tag wirklich sweet aussehe: Die Kamera ist schuld! In Wirklichkeit habe ich an dem Tag ausgesehen wie ein junger Adliger mit schelmischen Gedanken ;)

Ich am 07.07.2007, sieht aus wie Max Strauß
Ich als Max Strauß.
Junger Adliger

Ich bin wohl ein Agnostiker

19 10 2007

Sowas: Ich war mit dem Begriff Atheist für mich nie wirklich zufrieden. Die Richtung stimmt, aber es traf die Sache nie ganz. Mario Sixtus stieß mich mit seinem XING-Profil (Dipl. Agnostiker) gerade eben schließlich auf einen passenderen Begriff: Agnostizismus. Aus der Wikipedia dazu:

Der Agnostizismus (latinisierte Form des altgriechischen ἀγνωστικισμός agnōstikismós, von ἀγνoεῖν a-gnoein "nicht wissen"; vergleiche Gnostizismus) bezeichnet die philosophische Ansicht, dass bestimmte Annahmen – insbesondere theologischer Art, welche die Existenz oder Nichtexistenz eines höheren Wesens wie beispielsweise eines Gottes betreffen – entweder ungeklärt, grundsätzlich nicht zu klären oder für das Leben irrelevant sind (letztere Haltung wird auch als Ignostizismus bezeichnet).

[…]

Ein Agnostiker sagt: Ich weiß nicht, ob es irgendwelche Götter gibt. Ein Ignostiker sagt: Ich weiß nicht, ob es irgendwelche Götter gibt, und es würde auch keine Rolle spielen.

Aha, dann bin ich wohl ein Agnostiker, gut zu wissen. Eigentlich vertrete ich sogar häufiger die Idee des Ignostizismus, bin also eigentlich ein Ignostiker (und schwacher Atheist), aber mit diesem Begriff kann dann nun wirklich kaum noch jemand was anfangen. Also wieder einen Schritt weiter bei der Selbstfindung. Ich bin zu Hause! ;) Man beachte auch die (unzureichend belegte) Liste der bekannten Agnostiker im oben verlinkten Wikipedia-Artikel.

Nachtrag 18:32: Nein ihr Bildungsbürger da draußen, ich kannte den Begriff vorher nicht. Wisst ihr auch warum? Weil ich weder FAZ noch Zeit lese und vor allem weil mein Philosophieunterricht offenbar nur haarscharf an dem Begriff vorbei geschrammt ist, als es um Gottesbeweise ging. Vielleicht habe ich auch einfach gerade nicht zugehört.


Alice wieder mit kostenloser Störungshotline

19 10 2007

Gerade gestern hat jemand, der sich als Mitarbeiter der Alice Hotline zu erkennen gab, einen etwas unverschämten Kommentar auf meinen Beschwerde-Post zur Streichung der kostenlosen Alice Störungshotline abgegeben. Dieser Post ist übrigens mit seinen fast 900 Aufrufen seit Beginn der Zähling mit großem Abstand mein meistgelesener Artikel und bringt mir täglich mehrere Nutzer über Google rein. Die Suchbegriffe dazu drehen sich meistens um die beiden Wörter "Alice" und "kündigen". Der Kommentar ist übrigens recht lesenswert und meine ausführliche Antwort darauf ebenfalls.

Und was lese ich gerade eben bei golem.de? Alice führt wieder eine kostenlose Störungshotline ein. Wenn das mal keine gute Nachricht ist… Ich muss also meinen Beitrag mit dem schönen Titel Wieder mit Alice versöhnt nach nur wenigen Tagen ergänzen: Alice teilt sich Platz 1 meiner Empfehlungsliste nun mit T-Home, nur noch der komische NGN-Anschluss und meine Vorsicht wegen der schon einmal bitter enttäuschten Euphorie verhindern einen alleinigen ersten Platz. Golem schreibt einen unglaublich schönen Satz im Anreißer, den ich hier mal gerne zitiere weil er doch so wahr ist:

HanseNet erweitert damit seinen Kundendienst um etwas, das eigentlich selbstverständlich sein sollte.

Wer golem.de nicht glaubt, kann auf der Hansenet-Presseseite die dazugehörige Pressemeldung lesen. Die neue Nummer der Störungshotline lautet übrigens:
0800 52 51 378


Heimat der Lobotomierten

16 10 2007

Winfuture.de ist ein Newsdienst mit Schwerpunkt auf Windows, PC und verwandte Themen, dessen Nachrichten ich täglich lese und als Ergänzung zu heise.de und golem.de sehr schätze. Wie bei den genannten Diensten gibt es aber leider auch hier eine Kommentarfunktion, die leider intensiv von Hirnlosen Idioten und lästigen Trollen heimgesucht wird. Irgendwann nannte jemand winfuture.de einmal Die Heimat der Lobotomierten, was mir noch nach Jahren in Erinnerung geblieben ist. Passender kann man es kaum ausdrücken.

Gerade eben habe ich das erste mal einen wirklich witzigen Kommentar zum Beitrag Kopierschutzfreie Musik bei iTunes billiger *Update* gefunden:

von Dragonir am 16.10.07 um 12:57 Uhr:
Ab 50 Cent würde ich mir die ganze Sache mal angucken, aber 1€ ist mir noch zu viel. Ich bleibe daher erst mal bei meinen Radiostreams.

von Witi am 16.10.07 um 13:54 Uhr:
@Dragonir: Wer will denn schon freiwillig Musik von 50 Cent?

Licht am Ende des Tunnels.


Begrenzt lustig: Pick-Up Werbung im Pulp Ficion Style

13 10 2007

Gestern bekam ich (voll viral, ey!) einen Link zu einem wirklich peinlichen Artikel bei RP-Online über einen begrenzt lustigen viralen Werbefilm für Bahlsen Pick-Up Dark. Peinlich war der Artikel deswegen, weil er gleich mehrere Augenscheinliche Fehler beinhaltet, die einem Journalisten nicht passieren dürfen, ganz besonders nicht bei einem so großen Kulturgut wie dem Film Pulp Fiction. Direkt der erste Satz stimmt schon nicht: Legendär ist die Szene, in der Travolta und Jackson in ein Hotelzimmer fahren, um einen Auftragsmord zu begehen. Hotelzimmer? Ich hab das immer für ein Appartement gehalten und wenn es ein Hotelzimmer wäre (mit Küche und ohne Betten) würde mich das schon sehr wundern. Schlimmer aber und deutliches Zeichen für absolute Unkenntnis des Films auf Seiten des Autors: Drews und Blanco cruisen nicht durch die Straßen von New York, sondern durch die Gassen von Mallorca. Autsch.

Der Spot an sich ist nicht schlecht, aber auch nicht cool genug in meinen Augen. Das Gerede ist so banal, dass man sich einen guten Werbetexter mit etwas Spirit da dran gewünscht hätte; einen Texter, der die unglaubliche Tragweite des Weltdialogs aus Pulp Fiction wenigstens ansatzweise mitgenommen hätte. So aber ist der Spot ein maues Klischee mit lediglich begrenztem viralem Faktor. Aber immerhin genug, dass ich drüber schreibe und brav meinen Link setze. Also schaut rein.

Pick-Up Dark ist sicher ähnlich lecker wie das normale Pick-Up. Aber ich kaufe nie Pick-Up, weil das Preis-Leistungs-Verhältnis nicht stimmt. Für den Preis eines Riegels bekommt man beim Discounter ne ganze Packung Schoko-Butterkekse, die auch nicht viel schlechter schmecken. Oder ne ganze Müllermilch oder was auch immer. Also kein Pick-Up für mich. Maximal 40¢ wären in meinen Augen angemessen.


Wieder mit Alice versöhnt

11 10 2007

Nach meiner Alice-Wut wegen der plötzlich auftauchenden Hotline-Kosten und meiner anschließenden Ernüchterung, dass es fast überall nur noch kostenpflichtige (Störungs-)Hotlines zu geben scheint, bin ich nun wieder versöhnt mit Alice. Alice hat jetzt in allen seinen Tarifen 16MBit/s, so dass für uns die gleiche Leistung wie bisher (16MBit/s und Telefonflat) ab demnächst nur noch 35€ kosten wird (statt 50€). Wir konnten einfach online unseren Tarif ändern. Ohne Gegenwehr und für lediglich 10€ Umstellungsgebühr. Das empfinde ich als faire Lösung wenn man sich vor Augen führt, dass andere DSL-Anbieter mit ihrer blöden 2-Jahres-Bindung Preissenkungen nur für Neukunden anbieten und Bestandskunden auf viel teureren Tarifen sitzen bleiben. Wenn sie eine rechtzeitige Kündigung verpennen sogar um jeweils ein weiteres Jahr verlängert.

Trotzdem kann ich Alice nicht jedem empfehlen. Die Schwächen des NGN-Telefonanschlusses sind einfach zu gravierend (man kann u.a. nicht damit faxen) und die Hotspot-Flatrate der T-Home im (teureren) T-Home Complete Plus Tarif ist ne fette Lösung. Kostenlose Störungshotline und ein echter (ISDN-)Telefonanschluss inklusive. Aber Alice ist wieder auf Platz zwei meiner Empfehlungsliste vorgerückt und auch nur knapp hinter T-Home. Für Alice spricht allemal die fehlende Vertragsbindung als äußerst gewichtiges Argument. Dafür hat 1&1 momentan die nagelneue und extrem heiße Fritz!Box 7270 im Programm, so dass die 2-Jahres Bindung nur noch halb so wild erscheint und sich 1&1 damit auf Platz drei mogelt.


HP OfficeJet Wut

11 10 2007

Mein Bruder hat eine lange Tradition von HP-Druckern und All-in-one Geräten. Seinen LaserJet 4L hat er noch heute als Arbeitsplatzdrucker im täglichen Einsatz (mit Ghostscript für PostScript tauglich gemacht). Auch sein LaserJet 4050 tut angenehm und zuverlässig seinen Dienst. Als Fax und Scanner im Büro hatte er anfangs wie meine Eltern und ein anderer Bruder von mir einen OfficeJet G85, bis dieser irgendwann kaputt gegangen ist (und dessen Software schon nervig genug war). Damit fing das HP-Übel an:

An der Service-Hotline versprach man ihm ein Austauschgerät für um die 200€, lieferte aber einen völlig beschissenen OfficeJet 6110 (oder wie auch immer der hieß), der zudem neu im Netz für um die 180€ zu haben war. Absolut kein Vergleich in Verarbeitung und Bedienung. Nach ein paar Wochen hatten wir die Schnauze voll und haben den wieder abholen lassen. "Aus Kulanz" gab man uns dann einen OfficeJet 7310 für einen Aufpreis (den ich nicht mehr in Erinnerung habe). Dieses Gerät war von der Verarbeitung und dem Funktionsumfang her dem G85 halbwegs ebenbürtig und hatte zudem ein tolles Farbdisplay.

Leider ist die Software vom 7310 eine pure Unverschämtheit. Sie hat nie wirklich korrekt funktioniert (irgendwas war immer) und braucht eine geschlagende dreiviertel Stunde für die Installation und 20 Minuten zur Deinstallation auf einem gar nicht langsamen Rechner. Halb so wild würde man sagen. Aber ich habe diese Software etwa 10 mal neu installieren müssen, weil laut Hotline Chat (sehr cool übrigens) damit die Probleme beim Scannen, Faxen, Drucken oder sonstwie (reihum ein Problem je Installationsversuch) behoben werden können. Blanker Hass stand jedes mal auf meine Stirn geschrieben. Hatte ich erwähnt, dass die Software geschlagende 750MB belegt mit irgendwelchem Scheiß, auch wenn man nur übers Netzwerk drucken will? Ich will keine Image-Zone und den ganzen Rest auch nicht. Aber die Installationsroutine rät einem ja eindringlich von der "nur" 350MB schweren abgespeckten Installationsoption ab. Zahlreiche fragliche, weil gerne abstürzende, Dienste und Autostarts komplettieren das schlechte Bild.

Nun haben wir einen neuen Rechner gekauft u.a. in der Hoffnung, dass die Scanprobleme (Abstürze des Scanmoduls und nicht mehr melden bis zum nächsten Neustart) sich damit auflösen würden. Mitnichten! Auf dem nagelneuen Rechner das gleiche Problem und schlimmer noch: Eine (oder gleich vier bis fünf) Fehlermeldungen von der Datenausführungs-Verhinderung in der svchost.exe bei jedem Rechnerstart. Da war endgültig Schluss! Dass wir keine HP-Geräte mehr kaufen würden, hatten wir schon zuvor beschlossen. Aber nun musste das Ding schnellstmöglich weit weg aus dem Büro verbannt werden.

Ersatz? Wir haben dann heute für entspannte 179€ bei Saturn nebenan einen Brother MFC-465CN gekauft und aufgestellt. Eine Wohltat. Die Software funktioniert einfach auf Anhieb und korrekt und nervt nicht. Es gibt eine Installationsvariante, die nur den Netzwerk-Druckertreiber installiert und die gruselige fragil wirkende Installationsorgie der alten Brother MFC Geräte ist auch durch einen normalen Installer ersetzt worden. Alles in allem bin ich nach ersten Funktionstest fast zu 100% zufrieden. Lediglich die Scan-to-Email Funktion arbeitet nicht mit Thunderbird zusammen, vielleicht lässt sich auch dieses Problem lösen. Ach ja, hatte ich die 3 Jahre Garantie erwähnt?

Fazit: Nie wieder HP-Drucker und Brother hat bei mir einen noch dickeren Stein im Brett.

Nachtrag 11.10.2007 22:52: Mir fällt gerade die Brother Anzeige aus der c't von irgendwann ein, deren Headline alles ziemlich prägnant ausdrückt: Wenn Sie nicht wissen von welchem Hersteller Ihr Abteilungsdrucker ist, ist es wahrscheinlich ein Brother oder so ähnlich lautete sie und trifft voll zu. In der Praxis von meinem Bruder gibt es seit einigen Jahren einen kleinen Brother Laserdrucker nur für Rezepte, der vor allem dadurch auffällt, dass ich ihn nach der leichten Installation und der EInbindung in unseren Ghostscript-Postscript-Wahnsinn nie wieder anfassen musste. Ich habe ihn sogar mal vergessen und leichtsinnig bei irgendeiner Umstellung nicht wieder eingebunden. So muss ein Drucker arbeiten. Wir haben den damals kurzerhand für günstige 100€ gekauft, weil der große HP mit seinen schon etwas abgenutzten Rollen Probleme mit dem Transport der glatten DIN A6-Rezeptblätter hatte. Ich bin jedenfalls gespannt, ob das neue Multifunktionsgerät sich ebenso unauffällig korrekt verhält wie der kleine Laser.

Nachtrag 17.10.2007 12:18: Gestern kam eine Antwort vom Brother Support zu meiner Nachfrage bezüglich der Scan-to-E-Mail Funktion in Thunderbird. Offiziell würde Thunderbird vom Control Center 3 nicht unterstützt, aber vielleicht könne mir dieser Link helfen. Ja, der hilft mir tatsächlich. Jetzt arbeitet das Gerät so wie es soll. Perfekt.
Der lästige HP steht jetzt zu Hause und ließ sich tatsächlich problemlos auf dem stationären Rechner installieren (hat 50 Minuten gedauert). Leider stürzt der Installer (auch der Treiber-Only für Firmenkunden) auf dem Notebook ab, wenn er fast fertig ist, also nach etwa 40 Minuten. Warum? Was ist denn das für eine Scheiß-Software, die sich bei fünf Rechnern nur auf einem problemlos installieren lässt? Ich habe inzwischen fast 10 Stunden mit der (Re)installation dieser Software beschäftigt, eine einzige Unverschämtheit. Die sollten sich mal ein Beispiel an Brother nehmen.