Youtube versteckt neuerdings Video-Links

31 12 2007

Ein Fuchs muss tun, was ein Fuchs tun muss. Soeben musste ich am Telefon feststellen, dass YouTube offenbar seit kurzem seine Video-Links relativ aufwändig versteckt. Zumindest funktionieren die üblichen Video-Downloader nicht mehr, u.a. das grandiose vixy.net scheitert momentan kläglich.

Aber wie? YouTube macht das so ähnlich wie schon der Spiegel: Statt dem Youtube-Player einen Link zu einer FLV-Datei als Parameter mitzugeben, wird einem Container-SWF die Video-ID übergeben (übrigens benutzt YouTube jetzt auch das gute SWFObject). Dieser Container lädt dann das eigentliche Video innerhalb von Flash herunter, wo man nicht ohne weiteres hereinschauen kann. Kluger Schachzug, aber relativ leicht zu umgehen. Meine soeben benutzte Methode basiert auf der Videodatei im Browser-Cache: Finden und umbenennen, das wars schon. Die Download-Adresse baut sich dabei folgendermaßen auf: http://lax-v82.lax.youtube.com/get_video?video_id=VIDEOID. Mit anderen IDs funktioniert das aber nicht (404-Fehler), was entweder am falschen Server liegt (lax-v82) oder an einem besonderen Schutz, der den Download über einen speziellen HTTP-Header absichert (geraten).

Zur vollständigen Analyse müsste man also den Netzwerkverkehr belauschen und schauen, was der YouTube-Player da genau macht. Im Rahmen des Möglichen ist der Schutz also offenbar allemal nicht blöd implementiert. Ein deutliches Zeichen, dass YouTube das Content-Leeching nicht allzu sehr schätzt. Ich bin mal gespannt, wann die Download-Dienste das Verfahren verstanden haben und wieder funktionieren. Wirklich verhindern kann YouTube das ganze jedenfalls nicht, man soll die Videos ja anschauen können. Nur lästig machen ist drin, davon machen sie jetzt Gebrauch.


Wii so sehr erfolgreich

29 12 2007

Was haben alle doof geglotzt, als Nintendo die Wii vorgestellt hat und allen Ernstes mit einer Hardware ankam, die nur doppelt so schnell wie der Gamecube ist. Und schon der Gamecube war seinen Konkurrenten haushoch unterlegen. Völlig gegen den Trend immer fotorealistischer Spielwelten kam Nintendo mit einer "Revolution" der Videospiele, völlig neue Zielgruppen sollten angesprochen und vom Medium Videospiel gefangen werden. Nur wie sollte das klappen mit einer so schwachbrüstigen Hardware? Wie sollen Videospielverweigerer an das Medium herangeführt werden, wenn schon der Realismus wegfällt. Ganz und gar undenkbar. Und dann auch noch der Verzicht auf einen "richtigen" Controller… Die müssen verrückt sein, besoffen oder so. Bewegungssteuerung? Das hat noch nie geklappt und es haben viele versucht: Zu kompliziert, zu unpräzise, langweilig, blöde Spielkonzepte.

Die Realität ein Jahr nach Verkaufsstart sieht anders aus: Die Wii verkauft sich wie geschnitten Brot, Amazon behauptet sogar, 17 Wii pro Sekunde verkauft zu haben, wenn sie lieferbar war. Das wären 1.468.800 pro Tag. Offenbar war die Wii immer nur für ein paar Stunden lieferbar. Wie auch immer, das sind krasse Zahlen, die die Wii als phänomenal erfolgreich dastehen lassen. Nintendo hat sogar die Werbung für die Wii in einigen Ländern nicht mehr ausgestrahlt. Wozu auch, wenn man auch so mehr verkauft als man herstellen kann?

Am deutlichsten zeigt sich für mich der Erfolg der Wii aber im Basteltrieb von Forschern rund um die Welt. Dabei steht die WiiMote stets im Mittelpunkt. Nicht mal Nintendo selber war wohl klar, was man mit der WiiMote Hardware alles anstellen kann: Dass sie auch mit Kinoleinwänden faszinierend präzise funktioniert ist ja noch langweilig, dass sie sich per Bluetooth mit jedem PC koppeln lässt und zur Steuerung von wasauchimmer nutzen lässt ist schon spannender. Als beste dieser Nutzungsformen empfinde ich das synthetische Orchester, das man als Dirigent steuern kann. Man kann aber auch die WiiMote festschnallen und die Sensorleiste bewegen und damit faszinierende Dinge machen. Das Head-Tracking in folgendem Video ist zum Beispiel einfach genial:

Link zum zugehörigen Blog.


Bachelor of Arts... und jetzt?

21 12 2007

So, seit gestern bin ich also frisch gebackener Bachelor of Arts (B.A.). Juhu, ein akademischer Grad. Für meine Thesis habe ich eine 1,8 bekommen und für das Kolloquium eine 1,7, damit bin ich ziemlich zufrieden. Insgesamt ist das eine 2,01, wenn ich richtig gerechnet und alle Modulnoten korrekt eingetragen habe. Auch damit bin ich zufrieden. Aber anders, als ich immer gedacht habe, bin ich jetzt gar nicht so froh darüber, dass mein Studium vorbei ist. Komisch. Auch dass mein mies bezahlter HiWi-Job vorbei ist, stimmt mich wider Erwarten gar nicht froh. Gerade wurde es wirklich lustig da (neue Rechner, Podcast-Equipment). Blöd.

Und jetzt? In einer Agentur will ich definitiv nicht arbeiten, soviel weiß ich nach zwei Wochen Schnupperjob in einer Agentur für digitale Kommunikation. Nächster Halt Arbeitsamt? Nein, natürlich nicht. Eher Steuerberater (Freiberufler vs. Gewerbe), Finanzamt, Krankenversicherung und natürlich Kunden und Projekte. Ein fast schon unschön großer Berg spannender Herausforderungen liegt jetzt vor mir.

Und Alkanimus? Ja, das ist so ne Sache… Ein Henne-Ei-Problem, leider. Sprich: Ich muss meine Miete bezahlen und bis das Ding meine Miete tragen kann, müsste ich ne Menge Arbeit da reinstecken. Also bleibt das spannende Projekt im Hinterkopf und vorerst verdinge ich mich als freier Webmensch.

Freier Webmensch nenne ich mich also. Trifft es irgendwie noch am besten finde ich. Webdesigner, Webentwickler/Webdeveloper, Webberater/Web-Consultant finde ich scheiße, bin ja schließlich alles davon und noch etwas mehr (bzw. Designer i.e.S. bin ich ja eben nicht). Der ganzheitliche Ansatz halt, auch wenn ich das kaum schreiben mag, weil es von Buzzword-Granaten-Agenturen schon reichlich verbrannt ist.

Was noch in absehbarer Zeit kommt ist eine kräftige Überarbeitung meiner Webpräsenz: Mein Blog bekommt ein eigenes Outfit und wird um die ein oder andere statische Seite ergänzt und Visitenkarten wird es geben (gruselige Vorstellung, aber geht praktisch nicht ohne). Also seid gespannt.


Aldi-Gutschein

16 12 2007

Gestern auf einer Party kam eine wirklich witzige Geschenkidee auf: Der Aldi-Gutschein, der aber auch mit jedem (beinahe) beliebigen anderen Laden funktioniert. Und zwar ganz simpel: Man sammelt einen Berg (Einweg-)Pfandflaschen und füttert den Leergutautomaten des gewünschten Ladens damit. Den Pfandbon verschenkt man dann als Gutschein. Der Vorteil ist, dass man den Gutschein in 25¢-Schritten (oder gar noch kleiner bei Mehrwegflaschen) steuern kann und nicht mit evtl. gar nicht vorhanden Verkäufern über ggf. gar nicht vorhandene Gutscheinprogramme diskutieren muss. Nachteil: Man kann den Gutschein nur in exakt dieser Filiale einlösen.

Weil man aber eh schon so cool ist mit dem Gutschein, kann man dem Glückskind auch noch eine Zwangsreise in die Nachbarstadt mitschenken, vielleicht sogar zum anderen Aldi. Und Solingen oder Haan sind bekanntlich immer eine Reise wert…


Twitter von außen /

08 12 2007

Von außen betrachtet erscheint Twitter (in der Wikipedia) auf den ersten Blick überflüssig, dämlich, doof und bescheuert. Da fallen dann so Begriffe wie Mikro-Blogging für einen Dienst, bei dem man 140 Zeichen in die Welt pusten kann. Wer da an SMS denkt liegt gar nicht so falsch, denn auch per SMS lässt sich das ganze füttern und verfolgen. Man soll da immer kurz posten, was man gerade macht. Profan, oder?

Warum aber fahren die ganzen hippen Webmenschen so darauf ab? Warum sind sie alle dabei, die sonst in schönster Schandmaul-Manier ihre privaten Internet-Klowände bekritzeln und eigentlich sowas wie Twitter total doof und profan finden müssten? Ich weiß es auch nicht so recht, denn ich meide das ganze. Ich glaube, ich habe das einfach verpasst und jetzt ist es zu spät, da noch einzusteigen. Obwohl andererseits in meinem Bekanntenkreis noch niemand twittert, ich also doch irgendwie trendsetten würde. Hier ein schöner Text von einem Twitter Konvertiten.

Was ich aber eigentlich loswerden wollte ist dieser witzige Twitter-Auszug zum Thema Percanat (von unten nach oben lesen). In meinen Augen (Außenstehender) ein typischer Chat-Auszug, könnte so auch aus dem IRC stammen oder sonstwo her. Ich glaube aber genau das ist der springende Punkt bei Twitter: Es ist öffentliches, webgestütztes Instant-Messaging. Man schreibt also nicht einzelne Leute auf seiner Kontaktliste an oder lädt sie zu einer Konferenz ein, sondern bläst seine tendenziell eher unwichtigen Nachrichten (kann ja gut sein, dass sie niemand liest) in den persönlichen Channel und jedermann oder nur die Freunde (ist einstellbar, wenn ichs richtig verstanden habe) können das lesen und mitreden (wiederum in ihren Feeds, richtig?). Den ganzen Kram abboniert man per RSS und liest das ganz modern in seinem Twitter-Widget in der Vista-Sidebar ;) oder natürlich im Apple-Dashboard oder bei einer personalisierten Startseite.

Komisch an der ganzen Sache kommt mir aber vor, dass viele der größten Twitterer mir stets Chat- und IM-Verweigerer gewesen zu sein schienen. Ist das so? Wenn das irgendwie die gleiche Baustelle ist, wundert mich das schon. Ist die Chat-Verweigerung also keine prinzipielle Weigerung, sondern aus anderen Gründen motiviert? Zugang verpasst und die anderen sind so viel weiter? Ich bin so frei, ich kann auch mal auf etwas verzichten? Ich weiß es nicht. Ich schau mir Twitter mal an, demnächst…


Lass uns mal über Kotze reden

07 12 2007

In diesem Beitrag geht es um Kotze; und damit meine ich nicht diese Lodenumhänge oder DJ Koze von Fishmob (der sich auch ganz anders schreibt und nicht aus dem berühmten Adelsgeschlecht stammt), sondern echte ekelhafte Kotze.

Also lest nicht den erweiterten Beitrag, wenn ihr zu den Lutschern gehört, die keine ekelhaften Sachen lesen und hören wollen.


"Lass uns mal über Kotze reden" vollständig lesen


Die SPD versucht mit der iGeneration anzubandeln

06 12 2007

Ein Kommentar:

Sowas. Nachdem sich neben der CDU auch die SPD erst vor wenigen Wochen endgültig als für die Internet-Generation faktisch unwählbar geoutet hat (Stichwort Vorratsdatenspeicherung), startet man jetzt den "Internet-Wahlkampf 2.0" und beweist damit, dass man durchaus in der Lage ist das ein oder andere Buzzword zu antizipieren. So startet man also ein (weiteres) soziales Netz in der Hoffnung, die Internet-Eingeborenen an sich zu binden. Dass man dabei mit offenem Visier unterwegs ist, ist an sich ja durchaus löblich. Leider passt diese ganze "wir sind ja sowas von Netz"-Nummer nun wirklich nicht zum politischen Output dieser ehemaligen Arbeiterpartei, die durch immer weniger Arbeiter (im klassischen sozialistischen Sinne) im Lande irgendwie an abnehmender Daseinsberechtigung krankt. Wenn sie doch solche Internet-Versteher sind, warum zeigen sie dann per Fraktionszwang so ein Unverständnis der modernen Welt und hauen die Vorratsdatenspeicherung nicht weg? Diese Frage sollte das Gesicht (hat die SPD noch ein Gesicht?) hinter dem offenen Visier eigentlich mit voller Wucht treffen.

Alles in allem ist dieser Vorstoß aber der richtige Weg, deswegen wünsche ich der Partei einen Erfolg dieser Plattform. Vielleicht regt die Plattform auch die Köpfe zum umdenken an.

Warung: Ich werde wohl bis zur nächsten Wahl in lockerer Folge auf die Verfehlungen von CDU und SPD in der Frage der Vorratsdatenspeicherung hinweisen. Sorry wenn das nervt, aber ich glaube, dieser Umstand sollte sich im nächsten Wahlergebnis niederschlagen und nicht in Vergessenheit geraten.


HTML-Elemente raten

06 12 2007

Momentan geht ein interessanter Test durch die Webdesign-Blogs: Wieviele HTML-Tags kannst Du ungestützt in 5 Minuten nennen? Mir sind 55 Elemente eingefallen. Damit fehlen mir allerdings immer noch 36 Elemente.

Hier gehts zum Test, los gehts (via praegnanz.de).

Im erweiterten Beitrag gibts mein Ergebnis, ich will ja nicht spoilern.


"HTML-Elemente raten" vollständig lesen


Flash mit H.264 ist da

04 12 2007

Adobe hat heute endlich den versprochenen Flash-Player mit H.264-Unterstützung veröffentlicht. Sehr zukunftsweisend, weil man nun endlich brauchbare Qualität mit akzeptablen Datenraten an den Start bringen kann. Das ging zwar ansatzweise mit VP6 schon, aber befriedigende kostenlose Encoder für diesen Codec gab es nicht und der wirklich alte H.263-Codec vom alten Flash-Video ist nun wirklich heutzutage reichlich ungeeignet. Quicktime, RealVideo, Windows Media und DivX sind keine breitenwirksamen Alternativen in meinen Augen.

Lästig ist, dass es eine Weile dauern dürfte, bis dieses Update bei den meisten Usern angekommen ist. Einen Lösungsansatz bietet das von mir gerne eingesetzte SWFObject mit seinem ExpressInstaller. Damit kann man die installierte Flash-Version checken und im Bedarfsfall direkt einen Installer anbieten (ab Version 9.0.115 klappt das ganze Mopped). Sehr gut, das funktionierte in einem ersten Test auf Anhieb unter Windows XP im Firefox 2 und auf dem Mac im Firefox. Nach dem Update kann man eingebundene H.264-Videos sehen. Wie schön!

Ich habe das direkt mal ausprobiert und ein gerade greifbares Video mit x264nach H.264 gewandelt (die Qualität ist mittelmäßig, aber das liegt am Ausgangsmaterial). Das ist übrigens mein ferngesteuertes Boot mit Standardmotor an 6 Zellen GP 3300er. Geht ganz gut, wie ich finde. Leider ruckelt das Video auf zu langsamen Rechnern, sorry. Mein Rechner im Büro packt es gar nicht, schon gar nicht im Vollbild. Das XviD von der Kamera (Samsung NV-10) war fast dreimal so groß übrigens.

Mit JavaScript und Flash würde hier ein Video zu sehen sein.

Leider startet der Film erst, wenn das komplette Video da ist. Da muss ich noch mal nach einer Lösung Ausschau halten.

Heute ist ein guter Tag. Jetzt braucht man für gutes Webvideo doch kein Silverlight. Man vermeidet also proprietäre Scheiße durch andere proprietäre Scheiße, deren einziger Vorteil darin besteht, dass sie früher am Markt war. Naja. Egal. Besser als RealVideo oder gar Quicktime, dass wegen seiner gefährlichen Sicherheitslücke gestern endgültig von meinem Rechner verschwunden ist.


Voll versaute Kritzeleien

04 12 2007

Ich habe leider vergessen, ob ich folgendes Video schon mal gepostet habe. Fall ja, verzeiht es mir, denn es ist total versaut lustig.