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30 04 2008

WTF? Das sagt mein weiblicher Personal Trainer zu mir. Sowas lässt man sich natürlich gerne gefallen, auch wenn es sich nur um einen Avatar vom wirklich grandiosen Wii Fit handelt. Da hat Karin einen guten Kauf getan, ich war zuerst nämlich wirklich skeptisch.

Nintendo scheint sowieso gerade eine Strähne guter Spiele zu haben: Nach dem absolut genialen Mario Kart jetzt Wii Fit und demnächst Smash Bros Brawl.

Apropos: Der Bohl kam heute mit seinem nagelneuen Beamer vorbei und wir haben den ganzen Abend Mario Kart mit 2,5m Bilddiagonale gezockt. Ich sag nur so viel: Probiert das unbedingt mal aus, wenn ihr irgendwo nen Beamer zur Hand habt. In der Uni zum Beispiel ;). So kann man sogar brauchbar zu viert zocken, was auf dem Fernseher irgendwie nicht so ne gute Idee ist.

Nachtrag: Wo bleibt der Nude-Patch für Wii Fit?


Auch ne interessante Software-Lizenz

30 04 2008

Gerade stolpere ich über eine interessante Software-Lizenz der Software GlovePIE:

NOTE! You may not use this software on military bases, or for military purposes, or in Israel (until they end the occupation of Palestine). Violation of the license agreement will be prosecuted. See the readme for the license agreement.

So kann man politische Statements auch verbreiten. Ich glaube, ich mach sowas auch. Also jetzt nicht mit der Israel-Bedingung, aber mir fällt sicher was spannendes ein. Mal schauen. Ob sowas in Deutschland wohl rechtlich Bestand hat? Warum eigentlich nicht?


Nicht immer ist der Anbieter schuld

29 04 2008

Seit Sonntag war unser DSL-Anschluss stark gestört. Alle paar Minuten wurde die Verbindung neu aufgebaut und wenn sie mal lief, dann nur sehr schwankend (zwischen laaaaaaangsam und langsam). Als das am Montag noch immer der Fall war, wollte ich schon bei Alice anrufen, hab mich dann aber entschieden, etwas zu experimentieren. Flugs mal die Fritz!Box direkt an die Leitung gehängt und das Leitungsspektrum anzeigen lassen: Autsch! Wirklich schlechte Werte, noch schlechter sogar als bei der Störung vor ein paar Wochen, Synchronisation mit nur 5MBit/s (statt sonst 12). Also mal das bescheuerte Störungsformular im Kundencenter bemühen. Tipp, tipp, tipp, absenden, wieder Verbindung weg. Grr. Was ist da los? Vielleicht Probleme mit der Anschlussleitung? Lieber mal vorher checken, die an der Hotline fragen ja sowieso als erstes danach.

Ich ziehe also meine Schlafcouch vor und schau mir das Kabel an. Bingo! Das arme Kabel zwischen Wanddose und Spharion-Box ist in die Klappmechanik der Couch geraten (wie auch immer) und bis auf die blanke Ader gequetscht worden. Kein Wunder, dass die Dämpfungswerte plötzlich so schlecht sind. Also Kabel wieder zurecht gebogen und neu isoliert, schon fluppt die Leitung wieder mit den gewohnten 12MBit/s. Gut, dass ich nicht die Hotline bemüht habe.

Bei Gelegenheit muss ich mal ein neues Anschlusskabel beschaffen. Muss ich sowieso, denn bei meinen Eltern muss auch der neue DSL-Anschluss verlegt werden, momentan hängt das Modem mitten im Flur rum. Apropos: Ich finde es echt ein Unding, dass bei der Umstellung auf den T-Home Complete Tarif ungefragt die T-Net-Box aktiviert wird. Meine Eltern können schon ihren eigenen Anrufbeantworter nicht bedienen und wundern sich, wieso da keine Nachrichten mehr eintreffen. Mein Bruder hatte das selbe Problem und hatte seinerzeit bei der Hotline angerufen, um das abzustellen. Dort erfuhr er, dass man das schriftlich (per Fax) machen muss! Was soll das? Am besten noch Kohle dafür nehmen, das wärs echt noch.


Die fehlenden Wii-Play Spiele

28 04 2008

Heute war bei schutzgeld.de eine Wii für 218€ drin, die natürlich sofort ausverkauft war. Aber schutzgeld.de wäre nicht schutzgeld.de, wenn sie nicht die Ware wunderschön beschrieben hätten. Dieses mal sogar mit zwei Videos, wovon eins die fehlenden Wii-Play Spiele zeigt. Sehenswert!


Chips in der Zwischendurch-Portion

27 04 2008

Es gibt tatsächlich Firmen, die bei der Marktforschung die richtigen Fragen stellen oder zur Abwechslung auch mal die Antworten auf die offenen Fragen auswerten. Nur so kann ich mir erklären, was ich gestern bei Penny gekauft habe: Ein Viererpack Chipsfrisch Chips in 45g Tüten. Also genau eine Portion, die man sich mal so bei Gelegenheit reinzieht. Und das beste: Ich habe nur 1,49€ für zusammen 180g Chips bezahlt. Dass das billiger ist als die 175g Tüte mag dem Aktionscharakter der Ware geschuldet sein, aber es zeigt in die richtige Richtung: Warum sollte man für 4x45g nennenswert mehr bezahlen, als für 175g?

Fazit: Weiter so, gute Idee! Jetzt braucht das nur noch Lorentz mit seinen Naturals zu machen und deren Absatz würde sich allein durch mich in ungeahnte Höhen aufschwingen. Mein Bauch aber leider auch, also vielleicht doch lieber lassen… ;) Obwohl, dafür haben wir ja Wii Fit! (schreib ich auch noch mal was zu.)


Hoffentlich ein letztes mal DRM

27 04 2008

Ich hab schon lange keine Lust mehr. Meine aufklärerische Arbeit (sichselbstwichtigmach) und die Arbeit vieler anderer zum Thema DRM hat ja offensichtlich gefruchtet: Das Thema DRM für Musikdownloads ist weitgehend durch. Spätestens wenn demnächst Amazon auch auf dem deutschen Markt am Start ist, wird DRM-Fesselmusik wie Steine in den virtuellen Regalen liegen. Gut so. Lasst Euch nicht verarschen!

Also kleiner Digest zu aktueller Presse: Die Musikindustrie hat einen offenen Brief an die Kanzlerin veröffentlicht, in dem sie rumheult und fordert, dass die Bundesregierung etwas tut. Ich frage mich, was sie denn noch tun sollen? Reicht Euch die aktuelle für die Konsumenten sehr unangenehme Lage noch nicht? René von Nerdcore hat alles, was dazu zu sagen ist, in eine offene Antwort verpackt. Ja genau. Was können die Konsumenten und die Regierung (die diese irgendwie schon noch vertritt) dafür, dass Euch Euer Geschäftsmodell wegbricht? Wollt ihr noch analog zum Kohlepfennig einen Musikpfennig haben? Das wär ja ne geile Idee! Da löst sich die Grundlage einer ganzen Industrie auf (was bei der Musik so einfach nicht stimmt), und der Staat muss Arbeitsplätze mit hohen Subventionen sichern. Kennt man ja.

Allein: Eure Probleme sind Hausgemacht. Die Kunden haben plötzlich das Zepter in der Hand. Und die Kunden wollen durchaus Musik und sie wollen auch durchaus dafür bezahlen, ehrlich! Die Welt ändert sich. Heult der Lebensmittel-Einzelhandel rum, dass der Trend zu Convenience-Produkten geht und kaum noch jemand einfach nur Mehl kauft oder die Brauereibranche, dass der Bierabsatz ins Bodenlose fällt? Nein, denn man kann sich auch als Industrie durchaus an veränderte Situationen anpassen: Kommt man bei Rewe rein, empfängt einen eine Convenience-Kühltruhe und im Bierregal stapeln sich zig verschiedene Biermixgetränke, denn die sind tierisch en vogue und verkaufen sich blendend.

Und was macht ihr? Statt den Konsumenten schon seit zehn Jahren Musik im bevorzugten MP3-Format zu verkaufen zu Preisen, die nicht über denen von CDs liegen (aus denen man sich übrigens ganz einfach und noch immer legal eigene MP3s machen kann), und zu Konditionen, die denen von Tauschbörsenmusik mindestens ebenbürtig sind. Sprich: Ein Album für 10 Euro ohne Fußfesseln. Im Spiegel-Online steht übrigens dieser Tage ein gut zusammengefasster Abgesang auf DRM: Microsoft lässt Playsforsure-Musik, die Kunden im msn Musicstore gekauft haben, einfach auslaufen. Ab Mitte des Jahres kann man diese Musik nicht mehr auf andere Rechner (etwa seinen eigenen neuen PC) umlizenzieren. Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen! Nicht nur, dass man seine bezahlte Musik überhaupt umlizenzieren muss, wenn man sie auf seinen neuen Rechner kopiert. Nein, das reicht noch nicht: Man stellt diese Möglichkeit einfach ab und nimmt seinen Kunden die bezahlte Musik damit praktisch wieder weg. Nach maximal drei Jahren.

Zur Erinnerung: Selbstgerippte Musik zum gleichen Preis (inkl. CD) und kostenlos aus dem Netz kopierte Musik läuft ohne jedes Haltbarkeitsdatum einfach weiter, man ist also der Gefickte, weil man für Download-Musik bezahlt hat, obwohl man die gleiche Musik auch für lau aus dem Netz hätte ziehen können. Verkerhte Welt. Und dann heulen diese Leute unserer Bundesregierung die Ohren voll.

Mir ist das inzwischen gleichgültig: Ich habe schon lange meine Musikkäufe auf ein Minimum reduziert. Einer Branche, die so scheiße ist, gebe ich echt nur ungern irgendwelche Kohle. Gibt genug bessere Alternativen für mein beschränktes Medienbudget. Überhaupt: Wie vermessen ist das ganze eigentlich? Die Leute versenken ihr Medienbudget inzwischen schlicht woanders und die Musikindustrie will Schutz davor? Wie? Meinen die im ernst, die Leute kaufen wieder mehr Musik, wenn man rechtlich gegen sie vorgeht und das mit harten Bandagen? Ganz offensichtlich schmecken den Leuten die aktuellen Konditionen oder die Inhalte nicht mehr. Was macht man als Geschäftsmann: Man dreht genau daran. Naja, ist ja gut jetzt. Schönen Sonntag noch.


Kommentar via Voicemail

26 04 2008

Huch!? Heute bekomme ich einen Kommentar zu meinen Alice-Einträgen auf meine im Impressum angegebene Voicemailbox. Leider ist die Sprachqualität nicht die beste, so dass ich nicht alles verstanden habe. Wenn ich richtig gehört habe, ging es um jemanden, dem Alice seine Europa-Telefon-Flatrate-Option wegen Vielnutzung gekündigt hat. Der Herr ärgert sich darüber sehr und fühlt sich "verarscht" und wägt nun ab zwischen ganz kündigen und gerichtlich vorgehen.

Was soll ich jetzt dazu sagen? Momentan ist er da wohl in bester Gesellschaft. Man schaue mal bei heise.de oder in anderen einschlägigen Quellen nach: Es scheint gerade eine Flut von anbieterseitigen Kündigungen wegen Vielnutzung von Flatrates aller Art zu geben. Halte ich für mindestens bemerkenswert, wenn nicht gar fragwürdig. Wenn man eine Flatrate anbietet, ist das eine Flatrate. Andererseits spricht nichts dagegen, wenn man auch als Anbieter vom eingeräumten (fristgerechten) Kündigungsrecht Gebrauch macht. Der Kunde kann ja auch kündigen, wenn er keine Lust mehr auf den Anbieter hat. Und nicht zu vergessen: Bei ausführlicher Vielnutzung günstiger Flatrates zahlt der Anbieter im Zweifel massiv drauf und das macht niemand gerne. Trotzdem bleibt ein fahler Beigeschmack.

Da ist mir der Fair-Flat-Ansatz der Mobilfunk-Netzbetreiber lieber: 5GB für einen gewissen Preis, und wer mehr als ausnahmsweise drüber liegt, zahlt dafür. Das ist allen Beteiligten transparent und keiner von beiden wird abgezockt. Oder Skype mit seiner Pseudo-Flatrate, wo (ich glaube) 10000 Minuten pro Monat enthalten sind. Das sollte für die meisten reichen und wer tatsächlich darüber liegt, sollte nicht erwarten, mit unter 10€ davon zu kommen.

Aber was anderes: Kommentare sind grundsätzlich in der Kommentarfunktion besser aufgehoben, als auf meiner Mailbox. Die ist schwer zu verstehen und macht mir einige Arbeit. Und wie soll ich am Ende reagieren? Abtippen ins Kommentarfeld? In Zukunft werde ich jedenfalls keine eigenen Beiträge dafür aufmachen.

Nachtrag 27.04.2008: Offenbar gibt es Fälle, in denen die Kündigung außerordentlich ausgesprochen wird. Ist die Kündigung wegen vertragsgerechter Nutzung eines Vertrags schon innerhalb der Kündigungsfristen (vor allem kommunikativ) fragwürdig, so ist es tatsächlich ein Unding, wenn außerordentlich gekündigt wird, weil ein Kunde die beworbene Flatrate tatsächlich nutzt. Die Ausrede, dass sein Telefonieverhalten eine gewerbliche Nutzung vermuten lässt, ist zwar vielleicht(!) rechtlich haltbar: Bei Vertragsabschluss wird diese von den Anbietern meist ausgeschlossen. Aber man kann das schlicht nicht bringen, jemanden mit einer Flatrate zu locken und dann zu kündigen, wenn diese tatsächlich genutzt wird; das gilt ganz besonders in Anbetracht von 24 monatigen Laufzeiten, die den Kunden aufgezwungen werden. Faire Lösungen gibt es ja genug für das Problem (siehe oben). Die Kunden werden dies bei einer Entscheidung für oder gegen einen Anbieter sicher berücksichtigen: Ich habe von Fällen bei Base, Arcor und Congster gelesen und oben genannter Leser ist (ich kann das nicht prüfen!) bei Alice betroffen.


Alice nicht kündigen

25 04 2008

Noch immer ist mein Beitrag mit dem Titel Alice Kündigen vom letzten Jahr mein meistgelesener Artikel. Das wundert wenig, bin ich doch inzwischen sogar auf Platz 1 bei Google damit für den Suchstring "alice kündigen". Schön. Momentan geistert eine Nachricht von einer extrem hohen Kündigungsquote (im Bereich 25% über das Jahr gesehen) bei Alice durch die Computerpresse. Irgendwie fühle ich mich durch meine gute Google-Platzierung mit einem Alice-kritischen Artikel verpflichtet, dazu etwas zu sagen:

Mir fällt spontan ein sehr guter Grund ein für eine solch hohe Kündigungsquote (sind 25% über ein Jahr eigentlich wirklich viel?) ein: Die Übernahme des AOL-Zugangsgeschäfts hat auf einen Schlag eine wirklich große Menge Kunden ins Unternehmen gespült, was für viele offenbar überraschend kam. Ich kann mir gut vorstellen, dass etliche ehemalige AOL-Kunden damit ganz und gar nicht einverstanden waren und offensichtlich gab es auch verschiedentliche Probleme bei der Umstellung. Mit diesem Umstand im Hinderkopf sehen die 25% wieder gar nicht so schlecht aus. Zumal Alice mehr oder weniger der einzige Provider am deutschen Markt mit fairen Kündigungsfristen ist.

Ein zweiter kolportierter Vorwurf ist der einer großen Fehlerquote in der Telefonie bei Alice. Dieser Umstand wird seitens Alice dementiert. Ich habe keine Ahnung, was da stimmt. Mein Telefonanschluss (VoIP/Analog mit Spharion-Box) jedenfalls funktioniert bis auf die bereits genannten prinzipiellen Einschränkungen sehr zuverlässig. Dass ich damit nicht faxen kann und der Rufaufbau, ganz besonders zu Genion-Homezones, lästig lange dauert, ist aber tatsächlich ein markantes Problem. Mitunter sitze ich 30 Sekunden vor einem schweigenden Telefon, bis nach dem letzten Wählton ein Rufzeichen ertönt, wobei davon etwa 10 Sekunden auf das Konto von O2 und das Routing aufs Handy gehen. Aber durchschnittlich 13 Sekunden für einen Rufaufbau ins Festnetz sind eine merkliche Verzögerung und nicht weg zu diskutieren, wie es die Hotline-Mitarbeiter auf meine wiederholten Nachfragen stets versucht haben. Dass kein einziges Fax durch die Leitung geht steht auch nirgendwo (ich hab bisher – außer in Foren – zumindest nichts darüber gefunden).

Dafür muss ich der Kundenbetreuung inzwischen wieder wirklich gute Noten geben: Eine kostenlose Störungshotline, bei der man im Problemfall ohne allzu viel Rumgequatsche in die Technik durchgestellt wird, wo einen durchaus kompetente Mitarbeiter erwarten, macht mir ehrlich Spaß. Weiter so.

Alles in allem werde ich momentan Alice ganz sicher nicht kündigen. Sicher, es gibt das ein oder andere Problem und die Internetleitung könnte zuverlässiger sein (unsere Kabel sind leider wirklich sehr schlecht), aber würde ich anderswo besser bedient? Bei Ish/Unitymedia, die uns immer noch gerne die 45€ Hotlinegebühren für den von ihnen verschuldeten 5-tägigen Internetausfall im letzten Jahr erstatten dürfen (auf unser Schreiben mit eben diesem Verlangen wurde übrigens gar nicht geantwortet), fühle ich mich nicht wohler. Auch wenn der nette "Ansprechpartner" von denen, der heute meine Eltern wegen ihrer Kündigung persönlich besucht hat, noch so hartnäckig ist: Das Kapitel Ish/Unitymedia ist für mich und in meinem Bekanntenkreis momentan durch.

Und sonst? Arcor? Oder gar Vodafone? Versatel, die 5€ für eine Umstellung der Rufnummernunterdrückung nehmen? Freenet, deren Drücker freie Außendienstler (so oder so: mit Freenet-Jäckchen an) hier regelmäßig hausieren gehen und uns trotz schlechter Kabel "auf jeden Fall die vollen 16MBit" versprechen? Zwei Jahre an irgendeinen fragwürdigen Laden binden und im Zweifel kleben bleiben? Immerhin bekommt man bei 1&1 dafür noch eine feine Fritz!Box in die Hand gedrückt. Dann kann ich aber auch zur Telekom zu T-Home (wie auch immer), aber da ist man für die gleichen Eckdaten (plus die geniale Hotspot-Flatrate und der echte Telefonanschluss) gleich 20€ mehr los, als bei Alice. Und die Festnetz-Flatrate kostet 0,1¢/min für Gespräche in "Fremdnetze", also eigentlich zu fast allen, mit denen ich so telefoniere. Das ist zwar nicht viel, aber Flatrate ist anders und das nenne ich schlicht eine miese Verarsche fragwürdige und überflüssige Irreführung. Also alles Käse.

Der einzige Wechselkanditat ist für mich momentan Alice Comfort, aber das bekommt man leider aktuell nicht in Düsseldorf (ich warte ja – nicht ganz –täglich auf einen Anruf, dass ich das ändert). Zehn Euro Aufpreis für mehr Service und einen echten ISDN-Telefonanschluss mit garantiert kurzfristiger Störungsbehebung (Business Class-Service) würde ich ohne Zögern bezahlen. Auch eine 100MBit-Leitung wie die von Netcologne in Köln oder Hansenet/Alice in Hamburg würde ich durchaus nehmen. V-DSL eigentlich auch, aber 65€ sind doch etwas mehr als 30€ und die Telekom will ja auch bekanntlich keine Fremdkunden abwerben (eigentlich fair von denen). Es bleibt also spannend.


Die Telekom möchte keine Neukunden mit VDSL gewinnen

22 04 2008

Die Telekom hat die Preise für VDSL reichlich gesenkt, so dass man inzwischen schon für 65€ monatlich in den Genuss einer 50MBit Leitung mit bis zu 10MBit Upstream kommt. Nicht schlecht an sich. Die Verfügbarkeitsprüfung auf der VDSL-Website funktioniert allerdings nur für Telekom-Kunden. Wer eine Telefonnummer eines anderen Anbieters eingibt (und das schlecht lesbare Captcha überwunden hat), bekommt die Meldung, dass man ohne Festnetzanschluss der Telekom erst mal VDSL bestellen muss, um zu erfahren, ob die Schaltung in Frage kommt. Das fand ich derart verwegen, dass ich sofort bei der Bestellhotline angerufen habe: Siehe da, das ist tatsächlich deren voller Ernst. Auf meine anschließende Frage, ob sie denn keine Neukunden gewinnen wollten, antwortete die Dame an der Hotline etwas pikiert, dass man natürlich sehr an Neukunden interessiert sei. Sehe ich anders: Wer Wechselwilligen eine 2-Jahres-Vertrag (oder einen Wechsel zu einem analogen Telefonanschluss mit 60€ Einrichtungskosten) aufnötigt, nur damit sie erfahren können, ob sie die für sie spannende Leistung überhaupt bekommen können, hat ganz offensichtlich kein Interesse an diesen Leuten.

Die Dame hat mich nicht mal gefragt, wo ich wohne! Dass man in einer Stadt und einem Stadtteil wohnt, wo VDSL überhaupt möglich ist, ist ja schon ein seltener Fall. Die könnten einem also wenigstens sagen, dass VDSL in Düsseldorf Flingern-Nord grundsätzlich verfügbar ist, man aber für eine genauere Prüfung erst bestellen muss. Fände ich schon dreist genug. Aber gar nichts zu sagen kann nur zweierlei bedeuten: "Bloß keine Wechselkunden" oder "Möglichst viele Vertragsabschlüsse generieren mit einem Lockvogelangebot". Beides wenig schmeichelhaft.

Ich gehe also davon aus, dass ich hier VDSL bekommen kann (immerhin steht der Kasten direkt zwei Häuser weiter). Trotzdem werde ich nicht auf gut Glück Alice kündigen und einen mehr als doppelt so teuren 2-Jahres-Vertrag machen, nur um vielleicht VDSL zu bekommen. Irgendwie geht es mir dabei auch ums Prinzip. Ach ja, und den komischen TV-Kram will ich nicht und brauche ich nicht. Ich brauche nur viel Upstream, das ist alles. Mein Bruder kann übrigens in Köln eine 100MBit Leitung für 40€ im Monat bekommen.


3-2-1 Ignition in der Tonhalle

17 04 2008

Am Dienstag war ich bei der 3-2-1 Ignition in der Tonhalle. Das ist ein jugendkompatibles Konzert der Düsseldorfer Symphoniker mit visueller Unterstützung des IMM (Institut für Musik und Medien) der FH Düsseldorf und der Robert-Schumann-Musikhochschule Düsseldorf. Um etwas geheimnisvoll zu bleiben: Es lohnt sich! Recht junges, aber gemischtes Publikum (Schüler, Studenten, andere übliche Tonhallen-Besucher), gute Stimmung, gute Musik, alles stimmt. Und nicht zuletzt der quasi geschenkte Eintritt von 5€ und die Garderobe ist umsonst in der Tonhalle. Der Intendant der Tonhalle – der den Abend moderiert – kann zu Recht stolz auf das volle Haus sein. Wir kommen gerne wieder.

Die nächste Ignition findet am 03.06.2008 statt. Hingehen.

Ich frage mich, wer das ganze wie stark suventioniert? 5€ sind verdammt wenig für die (2005 renovierte) Tonhalle mit vollem Personaleinsatz an Platzeinweisern und Garderobenleuten, die kompletten Symphoniker und etliche Studenten für den Videoteil.