Der Grund für die dreisten iPhone Tarife

26 06 2008

Beim lesen der Kommentare zu Gerrit van Aakens iPhone Wunschtarif ist mir der Frage Antwort eingefallen: 42! Die Lösung hingegen zur Frage, warum in aller Welt T-Mobile einen breiteren Markterfolg des iPhone mit derart geisteskranken Tarifen zu verhindern weiß, muss etwas komplizierter lauten:

T-Mobile bekommt einfach nur wenige Geräte von Apple geliefert und wenn man eh nur 100.000 iPhones absetzen kann (limitierender Faktor), dreht man den Preis eben so weit rauf, bis man etwa auf diese 100.000 Verträge kommen wird. So spart man sich einerseits wütende Leerausgeher und maximiert gleichzeitig den Ertrag. So muss es einfach sein ;), denn bei T-Mobile hat man die Tarife mit Sicherheit durch 1001 MaFos abgesichert und mit dem daraus generierten Wissen im Hinterkopf würde man nicht ohne weiteren Grund so dreiste Tarife am Markt vorbei platzieren. Oder ist das gar nicht am Markt vorbei?

Vielleicht ist der Grund nämlich auch schlicht der, dass die ganzen Apple-Jünger mit ihrer Hirnerektion beim bloßen Gedanken an so ein hocherotisches Gerät jeden Preis bezahlen würden, und sei er noch so dreist (gute Nutten sind allemal teurer). Man kann dann so schöne Kurven malen und einen Preis am Schnittpunkt berechnen, bei dem man am meisten verdient. Und wenn der so hoch ausfällt, ist das ein deutliches Zeichen dafür, dass offenbar genug Idioten unterwegs sind, die solche weltfremden Tarife auch zu zahlen bereit sind. Manchem ist auch Geld in dieser Größenordnung schlicht egal. Pah, wen interessieren schon niedere vierstellige Beträge? Und diese Leute werden es durchaus begrüßen, dass nur jeder 1000ste Deutsche so ein Gerät mit sich herumträgt und zur Schau stellt. Da ich niemanden mit T-Mobile-iPhone-Vertrag kenne, aber einige mit iPhone ist es vielleicht inkl. Dunkelziffer auch nur jeder 500ste Deutsche. Wo kämen wir denn hin, wenn die Prepaid-Kiddies und die Studenten das gleiche Edel-Telefon hätten, wie anständige Leute?

Wir wollen ja bei alledem nicht vergessen, dass das iPhone ein reinrassiges Oberklasse-Produkt ist. Wer Oberklasse haben will, muss auch Oberklasse bezahlen. ABS und Airbags gabs auch zuerst in Autos, die sich kaum jemand leisten konnte. Wo also bleibt das Volks-iPhone?

P.S. Hoffentlich mahnen die Bild-Leute mich jetzt nicht ab, weil ich Volks-XY gesagt habe… Egal: Jehova, Jehova!

Nachtrag: Der 200MB Kommentar zu Gerrit van Aakens Wunschtarif war offenbar sinnlos und ist entfallen.


Direkt mal Döner holen gehen

25 06 2008

…und zur Strafe bis mindestens sechs Uhr hupen fahren.


O2 macht aus der FairFlat eine Flatrate

23 06 2008

O2 wirft das 5GB-FairFlat-Modell über Bord und bietet ab dem 1. Juli für weiterhin 25€ im Monat eine richtige Datenflatrate an, die allerdings wie bei den maßlos überteuerten iPhone-Tarifen von T-Mobile ab einem festgelegten Volumen gedrosselt wird (bei O2 ab 10GB auf 53 KBit/s). Ein fairer Deal in meinen Augen, besonders, weil die Mindestlaufzeit der Flatrate nur drei Monate beträgt. Wer schon das Internet-Pack-L gebucht hat, kann sich ab dem 01. Juli 2008 auf die neuen Konditionen umstellen lassen.

via golem.de.

Noch ein kurzer Linktipp zu den weltfremden iPhone-Tarifen von T-Mobile: Gerrit van Aaken hat die Sache mal wieder prägnant zusammengefasst (und stellt dann auch gleich seinen iPhone Wunschtarif zusammen):

Ich binde mich also auch mit dem neuen Gerät wieder für volle zwei Jahre an einen Anbieter, den niemand mag, der beschissene Tarife anbietet und so wenig zum Apple-Lifestyle passt wie Java-Applets zum Web.

[…]

Aber selbst wenn man akzeptiert, dass man einen Vertrag abschließen muss und sich eine bestimmte Zeit bindet: Müssen die Konditionen so scheiße sein? Die iPhone-Complete-Tarife der Telekom sind ein Witz! Obwohl ich eine fette Grundgebühr mit Mindestumsatz zahle, sind die zusätzlichen Minutenpreise mehr als doppelt so hoch wie beim Prepaid-Anbieter. Da läuft doch etwas falsch! Und dann die zweijährige Zwangsehe, die ich mit der Telekom eingehen muss. Ich kann gar nicht verstehen, dass das so viele Leute mit sich machen lassen! Warum gibt es nicht zumindest eine Alternative in Form von O2 oder e-plus?

Dem ist eigentlich nichts hinzuzufügen. Ich bin gespannt, ob es wieder so elegante Möglichkeiten geben wird, auch ohne doofen Vertrag an ein iPhone zu kommen, das übrigens nicht mehr SIM-gelockt ist, sondern (fast genau so blöd) Net-gelockt. Ansonsten gilt: Erste Android-Geräte kommen Ende des Jahres, wie man hört, dann ist da ja noch das ominöse Nüvi-Phone und vielleicht kommt ja Nokia auch mal irgendwann von seinem Touchscreen-ist-doof-S60-Holzweg ab. Die aktuellen Videos zu den Android-Prototypen lassen ja schon mal viel hoffen.


Zur Abwechslung mal ein brauchbarer MP3-Player

20 06 2008

Vor einiger Zeit hatte ich ja den beschissensten MP3-Player gekauft, den man sich vorstellen kann. Das Ding hat dermaßen laute Nebengeräusche produziert verbrochen, dass die fehlenden Bässe und der miese Klang darin völlig untergegangen sind. Zusätzlich haben die Tasten nur ab und zu funktioniert und ständig hat man eine andere Funktion aktiviert, als man beabsichtigt hatte, weil das schwabbelige Steuerkreuz gerne mal die Nachbarfunktion gedrückt hat. Ich hab das Ding eingetütet und werde es bei Gelegenheit im Rhein versenken oder so. Grr.

Also war ich nochmals bei Conrad und hab nen Verkäufer angequatscht. Er hat mir für mein Anwendungsprofil einen Player von X4-Tech empfohlen, allerdings hatte ich vor zwei Jahren mal einen Vorgänger davon. Diagnose: Unbrauchbar wegen hakeliger Bedienung und störenden Nebengeräuschen. Alternativ empfahl er mir einen 2GB Player von Odys für schlappe 20€, und falls der wieder Nebengeräusche hätte (was er nicht wusste), könnte ich ihm den um die Ohren hauen. Das klang nach einem guten Deal. Und was soll ich sagen? Das Teil ist prima: Fast kein Rauschen, keine Nebengeräusche, brauchbarer Klang, funktionierende Knöpfe, ID3-Tag-Anzeige, alternativ Dateinamen. Und sogar zwei Kopfhörerausgänge, falls man sowas mal braucht (in meiner Jugendzeit hätte ich gerne sowas gehabt). Endlich. Und dann auch noch für lächerliche 20€.

Die erwähnten Vivanco-Dreckskopfhörer habe ich auch durch welche von Panasonic ersetzt. Lästig, dass die Auswahl bei Silikonstöpsel-Ohrhörern mit Umhängeband so klein ist, aber die Dinger klingen ganz brauchbar. Dieser Renkforce-Player und die Vivanco-Ohrhörer haben mich 23€ Lehrgeld gekostet.

P.S. Der Verkäufer hat mich geduzt, ebenso wie der Paketbote neulich. Soll man sich darüber freuen, wie einer auszusehen, den man duzt? Ich finds eigentlich recht cool.


array_merge_recursive_overwrite()

19 06 2008

Update 30.70.2009: Seit PHP 5.3.0 gibt es endlich die Funktion array_replace_recursive(), die genau das kann, was meine array_merge_recursive_overwrite() macht. Ich habe meine Funktion erweitert, so dass sie lediglich array_replace_recursive() aufruft, wenn diese verfügbar ist. Dies dient nur der Abwärtskompatibilität in bestehenden Projekten und macht keinen Sinn, wenn man neu anfängt. Für einen solchen Fall (hoffentlich der Normalfall) habe ich unter obigem Link einen fertigen Code als Kommentar hinterlassen.

Gestern musste ich mit PHP zwei verschachtelte assoziative Arrays zusammenführen, wobei allerdings bestehende Werte im einen Array durch Werte des anderen überschrieben werden sollten. Leider kommt die PHP-Funktion array_merge_recursive() dafür nicht in Frage, weil sie im Konfliktfall die Werte nicht überschreibt, sondern ein Unterarray baut, in dem beide Werte enthalten sind. Einen Schalter zum Überschreiben gibt es nicht, also musste ich eine eigene Funktion für diesen Zweck bauen. Et voilà, hier ist sie:

/**
 * merges two arrays recursively, overwrite existing values in $base with values from $merge
 * array_merge_recursive does not overwrite values, it creates a new sub array with both values in it, so we need this function
 * since PHP 5.3.0 the built in array_replace_recursive() does the same, so it will be called, if available
 * 
 * @author     Gregor Nathanael Meyer <Gregor at der-meyer.de>
 * @param      array $base base array
 * @param      array $merge array to be merged into base array
 * @param      array $merge,... more merge arrays
 * @return     array merged inputs
 */
function array_merge_recursive_overwrite($base, $merge)
{
  // as of PHP 5.3.0 array_replace_recursive() does the work for us
  if (function_exists('array_replace_recursive'))
  {
    return call_user_func_array('array_replace_recursive', func_get_args());
  }
  
  function recurse($base, $merge)
  {
    foreach ($merge as $key => $value)
    {
      // create new key in $base, if it is empty or not an array
      if (!isset($base[$key]) || (isset($base[$key]) && !is_array($base[$key])))
      {
        $base[$key] = array();
      }
      
      // overwrite the value in the base array
      if (is_array($value))
      {
        $value = recurse($base[$key], $value);
      }
      $base[$key] = $value;
    }
    return $base;
  }
  
  // handle the arguments, merge one by one
  $args = func_get_args();
  $base = $args[0];
  if (!is_array($base))
  {
    return $base;
  }
  for ($i = 1; $i < count($args); $i++)
  {
    if (is_array($args[$i]))
    {
      $base = recurse($base, $args[$i]);
    }
  }
  return $base;
}

Genau wie ihre Schwester array_merge_recursive() nimmt sie zwei oder mehr Arrays entgegen und gibt diese verbunden zurück. Viel Spaß damit, falls es wer gebrauchen kann.

Nachtrag: Ich hätte auch einfach mal bei Google suchen können, so ziemlich die gleiche Funktion gibt es auch im Horde Framework, allerdings nur für zwei Arrays (also so wie meine innere Funktion). Mist, da hätte ich mir die verhasste Rekursion gar nicht selber ausdenken müssen.

Nachtrag: Die Kommentare in der PHP-Doku bringen auch etliche Varianten dieses Themas. Man sollte sich von unleserlicher Schreibweise nicht abschrecken lassen, auch wenn man schon müde ist. Naja, wenigstens ist meine Lösung nicht total doof.


Juhu, ich habe das S9Y-Handbuch gewonnen

19 06 2008

Ich gewinne sehr selten etwas, was durchaus daran liegen mag, dass ich auch selten an Gewinnspielen teilnehme. Ein seltener Fall ist dieser Beitrag. Heute bin ich daraufhin als glücklicher Gewinner eines Serendipity-Handbuches ausgelost worden. Juhu, ich freue mich wie ein Schneekönig darüber.


Schutzgeld-Wortspiele nach meinem Geschmack

17 06 2008

Ich als treuer Schutzgeld-Ü-Paket-Kunde habe ja den Schutzgeld.de-Feed abonniert und erfreue mich immer wieder an den spaßerfüllten Beschreibungstexten. Heute haben sich die Jungs (und die Melanie) mal wieder selbst übertroffen:

Technischer Leiter kannste nicht mehr werden. Aber dafür supertechnische Leiter kaufen!

[…]

Der Luigi will nun auch endlich einen eigenen Porno auf DVD raus bringen. Der Titel: "Die ausgezogene Teleskop-Leiter" […]

Echt praktisch für Einbrüche, "Leitertanzen" oder für Spanner ;-)

Wie cool kann man bitte ein so unerotisches Produkt wie eine Alu-Teleskopleiter verkaufen? Respekt, auch der Rest der Produktbeschreibung mach Spaß. Schade, dass ich eine solche Leiter nicht brauche, ich würd sie schon alleine wegen des Textes kaufen. Obwohl, so eine Teleskop-Leiter kann man sich immer mal gebrauchen…

P.S. Falls jemand von Euch Mafia-Typen das hier liest: Euer Feed nervt total und fliegt demnächst aus meinem Feedreader: Ständig sind irgendwelche alten Produkte wieder als ungelesen markiert. Was zur Hölle macht ihr da seit Wochen? Und ein längerer Vorschautext im Feed wär auch mal was, dieser Text bleibt meistens Eure einzige Möglichkeit, mir Produkte schmackhaft zu machen. Quasi kein Text – selten gesteigertes Interesse meinerseits. Nur so als Tipp, nicht dass der Pate das in den falschen Hals kriegt und mir Betonschuhe verpasst.


XDA-Projekt: Ich bin nicht allein

16 06 2008

Wusst ichs Doch! Der lesenswerte Text über den XDA Orbit 2 mit dem zutreffenden Titel "der o2 XDA orbit 2 ist vieles, aber kein iphone" im 01blog stammt ja von Felix Schwenzel (der Typ hinter wirres.net). Und O2 wäre reichlich doof, nur mir so ein hübsches Testpaket in die Hand zu drücken, wo es doch Blogger mit viel größerer Reichweite gibt. Gerade stoße ich auf Umwegen auf die Bestätigung. Warum ich das erzähle? Natürlich, um mich in der Sonne großer Namen (naja, größer als mein Name allemal) zu aalen. Und natürlich weil ich hier so Tagebuch-Mäßig autobiografisches niederschreibe und auch nebenbei auf den thematisch wie die Faust aufs Auge passenden Artikel im hoch geschätzten 01blog hinweisen wollte, dem ich übrigens fast vollständig zustimme.

P.S. in einem Schreiben stand übrigens in einem Nebensatz, wieviele Blogger (und Forentypen?) insgesamt an dem Projekt teilnehmen. Das sage ich Euch aber nicht, ätsch. (Ich weiß auch gar nicht, ob diese Information für die Öffentlichkeit bestimmt ist.) Man könnte aber einen Action-Film daraus drehen: Spüre die anderen Teilnehmer des Geheimprojektes auf… Naja, vielleicht doch lieber nicht.


XDA-Projekt: Mobile Browser

13 06 2008

Mobiler Internetzugang kann an drei Faktoren scheitern: Zum einen kann der Mobilfunkzugang nicht vorhanden, zu langsam oder zu teuer sein, klar. Dann kann einem eine zu schwachbrüstige oder gänzlich ungeeignete Hardware das Leben schwer machen. Ich denke da an die ersten WAP-Telefon mit 128x96 Monochrom-Displays, das ist ohne angepasste und ganz stark beschnittene Inhalte nicht sinnvoll benutzbar. Aber auch die heute gebräuchlichen 320x240 Pixel in Farbe sind noch nicht wirklich viel. Da kommen wir zum dritten Punkt: Der Browser muss sehr ausgefuchst mit dieser niedrigen Auflösung und der schwachen Hardware umgehen können. Daran scheitert nämlich mein XDA Orbit 2 im Auslieferungszustand. Immerhin ermöglicht der Touchscreen inzwischen einen natürlichen und nicht total umständlichen Umgang mit dem mobilen Internet.

Der Pocket Internet Explorer von Windows Mobile 6 ist absolut ungeeignet, um normale Webseiten anzuzeigen. Manchmal erkennt ein Server dieses Meisterstück an unfähiger Rendering-Engine und bietet speziell angepasste Inhalte oder notfalls eine WAP-ähnliche Version an (etwa spiegel.de). Aber selbst dann ist es eine absolute Zumutung, das Ding zu bedienen: Den winzigen und nicht zoombaren(!) Viewport verschieben? Nur mit den winzigen Scrollbalken, ein Ziehen mit Stift oder Finger markiert nämlich lieber Text (wozu!?). Ich will die durch und durch grausige Bedienung gar nicht weiter beschreiben, das ganze Ding ist einfach ein schlechter Witz und wird zukünftig von mir ignoriert.

Das iPhone macht es vor: Webkit funktioniert grundsätzlich hervorragend auf mobilen Geräten und mit kleinen Bildschirmen. Auch Nokia benutzt die Webkit-Engine, allerdings in einer mangels Touchscreen ebenfalls kaum bedienbaren Implementierung. Das kann da nur besser werden. Also habe ich Safari auf dem iPhone gesehen und will etwas auch nur ansatzweise so flüssig bedienbares auch für Windows Mobile haben… Eine Kurze Recherche brachte zwei Webkit basierte Browser ans Tageslicht: Der Iris Browser von Torch Mobile und Wake3. Der Iris Browser hat eine grafisch schicke Website und klingt vielversprechend, für den Privateinsatz ist er kostenlos. Die Beta-Version, die ich vor zwei Wochen ausprobiert habe, war allerdings fast so unbenutzbar, wie der Pocket Internet Explorer. Zwar kann man den Viewport verschieben und (über das Menü) zoomen, allerdings ging das derart langsam vonstatten, dass an eine flüssige Bedienung nicht zu denken war. Verschiebt man den Viewport, zieht ruckelt man sich erst mal ein kariertes Hintergrundmuster ins Bild, das innerhalb von ein bis drei Sekunden mit dem eigentlichen Inhalt gefüllt wird. Alles passiert träge und macht keinen Spaß. Immerhin ist das Rendering-Ergebnis erwartungsgemäß korrekt. Windows Mobile fehlt ganz offensichtlich die tolle Grafikbeschleunigung und das Multitouch des iPhone. Wake3 habe ich nicht ausprobiert (ist der überhaupt schon verfügbar?), wenn ich mich recht erinnere, arbeitet dieser Browser wie Opera Mini mit einem Zwangsproxy, der die Webseiten vorher aufbereitet und komprimiert. Da sehe ich große Datenschutzprobleme, immerhin jagt man ständig irgendwelche Zugangsdaten durchs Netz.

Firefox Mobile macht Fortschritte und zeigt spannende GUI Konzepte (Video dazu). Vielleicht wird das was im nächsten Jahr, es bleibt spannend.

Tja und dann ist da Opera. Geliebter Opera! Opera Mini funktioniert wirklich sehr gut, ist aber ein Java-Programm und braucht daher mindestens vier Klicks zum starten und die Texteingabe ist anders, als man es gewohnt ist. Außerdem auch hier das Datenschutzproblem wegen des zwangsweise mitlesenden Proxys. Dafür ist das Ding kostenlos, schnell, zoomt korrekt, bedient sich gut und flüssig und macht sowieso vor, wie es laufen kann. Opera Mobile hingegen ist aktuell nur in einer älteren Version zu haben, die brauchbar funktioniert, aber 19€ kostet und die schöne neue Bedienwelt noch nicht mitbringt. Ich warte also sehnsüchtig auf die vielversprechende Version 9.5 (Promo-Video dazu), die demnächst irgendwann fertig sein wird, der Nachfolger vom XDA Orbit 2 (HTC Touch Diamond) bringt diesen feinen Browser sogar vorinstalliert mit. Gute Sache, vor allem in Kombination mit einer erhöhten Auflösung von 640x480). Momentan arbeite ich mit der 30-Tage-Trial von Opera Mobile 8.65 und komme durchaus klar, am meisten vermisse ich aber den Doppelklick-Zoom, hier muss man noch über das Menü gehen zum Zoomen. Hoffentlich kommt Opera Mobile 9.5 heraus, bevor meine 30 Tage abgelaufen sind.

In der c't 7/08 war ein Artikel über mobile Browser drin, falls jemand das Thema vertiefen möchte.

Fazit: An Opera Mobile 9.5 führt auf der Windows Mobile Plattform derzeit kein Weg vorbei, bitte bringt die neue Version schnell heraus. Das iPhone hat die Hersteller wachgerüttelt, endlich tut sich was auf dem Markt für mobile Browser. Ein großes Dankeschön an Apple dafür. Ich frage mich nur, warum Microsoft weiter an diesem völlig verkorksten Pocket Internet Explorer festhält? Warum nur? Man muss hier ja keine/kaum Altlasten bedienen und der Nachholbedarf ist so unfassbar groß. Los jetzt. Der Android-Browser (mit Webkit natürlich) steht auch schon in den Startlöchern und macht Spaß.


Bloggende Deutschlandkarte

12 06 2008

Gerade über rivva.de und Robert Basic auf eine spannende Blogkarte von Deutschland gestoßen, erschienen bei der Zeit. Witzig zu sehen, wo die (nach Technorati) meist verlinkten Blogs in Deutschland geschrieben werden. Berlin dominiert hier erwartungsgemäß, Hamburg, Düsseldorf, München und der Mainzer Raum folgen, der Rest verteilt sich. Wobei ja ausgerechnet der einzige Mainz direkt zugesprochene Blog von etlichen kreuz und quer über Deutschland verteilten Autoren gespeist wird. Egal, für mich ist das der Mainzer Raum, sorry an Wiesbaden, Frankfurt und Mannheim.

Das beste aber an der Karte ist die Silhouette von Deutschland im Hintergrund, die mit ASCII-Zeichen gezeichnet wurde. Sehenswert.