blockquote, aber richtig
Geschrieben von Gregor Nathanael Meyer um 00:2908 09 2008
Ich zitiere häufig aus verschiedenen Quellen und nutze dafür das vorgesehene <blockquote>-Tag. Um eine logische Verbindung zur Quelle herzustellen, hat dieses Tag ein optionales cite-Attribut, in dem man die URL direkt oder auch eine Quellenangabe im Klartext angeben kann. Eine feine Sache, leider ignorieren die meisten Browser (oder alle?) dieses Attribut. Eigentlich leuchtet das ja auch ein, denn wie sollte ein Browser diese Metainformation auch visualisieren? Um die Quelle also für den Nutzer sichtbar angeben zu können, muss man nun die Quellenangabe immer noch ein zweites Mal (etwa in einem Absatz) machen. Ich habe kein Problem damit und mache das schon lange so, aber aus der Microformats-Ecke kommt eine recht elegante Lösung für das Problem: cite-rel
<p>Folgendes Zitat stammt von
<cite id="quellangabeXY" class="relationship">
<a href="URL">QUELLE</a>
</cite>
</p>
<blockquote cite="#quellangabeXY">
<p>ZITAT</p>
</blockquote>
An sich eine recht elegante Lösung, allerdings sehe ich ein großes Problem dabei: Die Eindeutigkeit der ID muss gewahrt bleiben, was dann zum Problem wird, wenn mehrere Artikel im Volltext auf einer Übersichtsseite erscheinen können. In meinem Blog ist das so und daher muss ich schon bei eingebundenen Videos sehr auf Eindeutigkeit achten (ich löse das über ein Datumsstempel in der ID). Das strengt mein Hirn mehr an, als mal eben die Quelle zwei mal zu nennen, was auch nicht mehr Tipparbeit ist. Gut oder je nach Situation auch mal weniger gut daran ist aber, dass eine mehrfache Zitierung so mit nur einer gemeinsamen Quellenangabe versehen werden kann bzw. muss, wenn man nicht komisch kommen will.
Es spricht also im Fazit nichts dagegen, grundsätzlich beide Varianten zu nutzen und nach Einzelfall die angemessenere Lösung zu wählen. Hauptsache man versieht seine Zitate überhaupt mit einer semantischen Quellauszeichnung, aber da sehe ich wegen der Faulheit der weitaus meisten Autoren keine großen Chancen auf weite Verbreitung. Umso besser fühlt man sich immerhin, wenn man es trotzdem macht.
Wieso? Sieht man doch eh nicht!
Wenn ich diese Begründung für das Weglassen der Quellauszeichnung höre, schwillt mir schon der Hals. Und jede Metaangabe ist überflüssig und Webdesign ist sowieso nur eine visuelle Problemstellung, ganz genau. Wer als Webprofi so denkt oder handelt, hat seinen Beruf verfehlt. Echt mal. Schlimm, wie oft ich Leuten begegne, die so drauf sind.
Kategorien : Web-hinteres-Ende
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