Zensursula als Bundespräsidentin?

02 06 2010

Da tritt überraschend ein Bundespräsident zurück, den keiner so richtig scheiße fand, was das bestmögliche realistische Ergebnis für einen Bundespräsidenten ist. Und natürlich wird sofort ein Nachfolger gesucht, soweit alles nachvollziehbar. Aber warum zur Hölle favorisiert man dann zwei Personen, die bei einer nicht zu unterschätzenden Bevölkerungsgruppe die meistgehassten Politiker der letzten 10 Jahre sind? Herr Schäuble wäre von den beiden noch der tragbarere, aber Frau von der Leyen als Bundespräsidentin zu favorisieren ist nicht nur ein Schlag ins Gesicht all derer, die sie bei sich unter dem Buchstaben Z wie Zensursula eingeordnet haben, sondern auch ein klares Zeichen für die Geringschätzung des Bundespräsidenten als Insititution. Malte Welding hat das sehr schön formuliert, ein Auszug daraus:

Es reicht nicht, durch Kindergärten zu ziehen und Vergewaltigungen von Kindern schlecht zu finden. Das tut jeder, er tourt damit bloß nicht durch die Republik, weil es selbstverständlich ist und den politischen Aussagegehalt hat von Facebookgruppen, die sich gegen AIDS, Krieg und Umweltverschmutzung richten. Dass sie ihren politischen Gegnern implizit unterstellt hat, Kinderpornographie gutzuheißen, zeugt hingegen von einer Skrupellosigkeit, die selten zu finden ist. Spalten und Verhöhnen mögen eine erfolgreiche Populistin machen, eine Bundespräsidentin kann man so vielleicht werden, aber nicht sein."

Dem Artikel ist nicht viel hinzuzufügen, Sascha Lobo fasst das auf Twitter prägnant zusammen:

"Ursula von der Leyen ist im Volk beliebt." WHILE ($volk = ($alle - $internet))

Frau von der Leyen ist ein für mich derart unerträglicher Gedanke, dass ich sogar Schäuble oder Stoiber lieber sehen würde (und davon abgesehen für sogar durchaus geeignet halte). Und das muss wirklich etwas heißen.

Und weil alle so schön ihre Favoriten ins Spiel bringen: Hans-Jürger Papier, der vor kurzen ausgeschiedene Präsidenten des Bundesverfassungsgerichts klingt nicht schlecht, bei aller Kritik auch Joschka Fischer. Frau Käßmann gehört auch nicht zu den schlechten Vorschlägen. Wie auch immer, um es mit Herrn Häkelschwein zu sagen:

Liebes Internet, du hast jetzt 30 Tage Zeit, um Frau von der Leyen als Bundespräsidentin zu verhindern. Enttäusche Deutschland nicht!



Trackbacks


Keine Trackbacks

Kommentare

Ansicht der Kommentare: (Linear | Verschachtelt)
02 06 2010
#1 Steve (Antwort)

Ich glaube die Regierung will Zensursula auch nur in der aktiven Politik loswerden. Hochbefördern oder so. Kurzes Intermezzo als Arbeitsministerin und nun schnell zur Bundespräsidentin. Trotzdem unerträglich für dieses Amt.
02 06 2010
#2 Steve (Antwort)

Meinte "Wegbefördern"
02 06 2010
#3 Tom (Antwort)

Wer um Gottes Willen in der Welt will diese machtgeile Profilneurotikerin als Bundespräsidentin? Haben die noch alle Tassen im Schrank? "Die brutalst mögliche Beleidigung des höchsten Amtes" konnte man schon lesen und dem kann ich nur zustimmen. Wenn DIE kommt, dann geh ICH! Schämt man sich nicht schon oft genug als Deutscher?
Schön, mit Hilfe des §90 StGB könnte sie sich endlich der ungeliebten "Zensursula"-Rufer entledigen, das wäre dann noch ein weiterer Akt der Zensur. Wie sie sich mit ihrer Propaganda auf den Rücken von Kinderschicksalen [unpassendes Wort, ggf. gar justiziabel] hat ist ekelhaft und widerwärtig. NEIN DANKE! Diese Frau schadet Politik und Ansehen des Staates ganz erheblich.

http://yfrog.com/62stoppnotmypresidentp
http://yfrog.com/jcgemeinsamkeitenmitzensuj

Kommentar schreiben


Die angegebene E-Mail-Adresse wird nicht dargestellt, sondern nur für eventuelle Benachrichtigungen verwendet.
BBCode-Formatierung erlaubt