Hin und wieder wechsle ich meinen DSL-Anbieter. Selten, weil ich unzufrieden bin, meistens aus verschiedenen anderen Gründen. Diesmal aber ganz klar, weil ich mehr als unzufrieden mit #1&1 bin. Ich will nicht schon wieder langweilen mit den gefühlt 1.000.000 systematischen Unverschämtheiten, die mir bei 1&1 begegnet sind, aber ganz klar, 1&1 musste weg. Also der Reihe nach.

Leider gar nicht so leicht. #VDSL bekomme ich hier nämlich nur von Telekom und 1&1. Alice/O2 und Vodafone haben inzwischen zwar auch VDSL im Angebot und ich wäre auch liebend gerne zu Alice/O2 zurückgekehrt, aber leider bauen die beiden VDSL nicht bis in die Outdoor-DSLAMs aus, sondern bedienen nur Kunden, die nah genug am nächsten Hauptverteiler sind, ein freundlicher Mitarbeiter hat wahrscheinlich sein Gelübde gebrochen, als er mir das erklärt hat, da war die Rede von 400 oder 500m Leitungslänge ab Hauptverteiler als Grenze. Da liege ich knapp drüber, was man nach etwas Google-Recherche herausfinden kann. Zu #Alice wäre ich liebend gerne zurück gekehrt, das war der einzige Provider in meiner langen Laufbahn bisher, bei dem ich durchweg zufrieden war und nur gewechselt habe, weil ich eine schnelle Leitung haben wollte. Kabel von #Unitymedia kommt übrigens nicht in Frage, weil das Haus hier keinen Kabelanschluss hat und ich immer noch stinkig auf Unitymedia bin wegen der Sache damals (5 Tage offline, 45€ nicht erstattete Telefongebühren und ein in einer Minute lösbares und von Unitymedia verschuldetes Problem).

Also hatte ich drei Optionen:

a) Zu Alice/O2 wechseln und von 50/10MBit/s auf 12-16/1MBit/s herabstufen. Wäre meine letzte Option gewesen, denn vor allem den großen Upload schätze ich sehr. Davon abgesehen hätte mir #O2-DSL eine Festnetz-Flat ins Deutsche O2-Netz beschert, nicht unattraktiv.

b) Bei 1&1 bleiben. Wäre sogar in die Tüte gekommen und ich habe auch bei 1&1 angerufen, um mir ein Angebot machen zu lassen. Haarsträubenderweise ließ der Tarifmensch absolut gar nicht mit sich reden und unterbreitete mir folgendes Angebot: Ich verlängere meinen Vertrag zu weitgehend gleichen Konditionen um weitere 24 Monate, bekomme aber statt neuer Hardware 70€ Gutschrift. Ich bekomme also das schlechte aus zwei Welten: 24 Monate Laufzeit und trotzdem keine Boni. Dazu beim verhassten 1&1 bleiben. Ne, ganz und gar nicht. Neukunden zahlen etwas weniger und haben dazu die Wahl zwischen keine Boni und einer subventionierten #Fritz!Box 7390 für 50€ bei 24 Monaten Laufzeit.

c) T-Home-Entertain mit VDSL 50. Zugegeben, die Dokukanäle und der Festplatten-Receiver sind nicht unattraktiv. Aber der monatliche Aufpreis ist nicht ohne und ich muss mich für 24 Monate binden. Dazu kommt, dass die Telekom ab 200GB im Monat die Leitung auf 6MBit/s drosselt, was ich ärgerlich finde, obwohl ich da meistens gar nicht mehr dran komme (früher mit der WG schon manchmal). Aber schlimmer ist, dass ich die #Telekom noch nie ausstehen konnte, schon viele krasse Stories in meinem Umfeld gehört und auch selbst miterlebt habe. Ein Dilemma: Hasse ich 1&1 mehr oder die Telekom? Von der #YouTube-Bremse war ich bei 1&1 ebenfalls betroffen, aber in letzter Zeit habe ich das gar nicht mehr bemerkt. Ob die Telekom die Bremse gelöst hat? Naja, das ist ein anderes Thema.

Ich war also kurz davor, das geringste Übel T-Home-Entertain (mit zusätzlichem TV-Mehrwert) zu buchen. Die Konditionen sind unübersichtlich und klar mehr, als ich zur Zeit bezahle, deswegen bin ich lange davor zurückgeschreckt. Zur Zeit gilt: #Entertain Comfort mit VDSL50 in den ersten 12 Monaten inkl. Media Receiver 50€ pro Monat, danach ca. 60€, wenn man den Receiver behält. Abzüglich 10% Online-Rabatt, dessen Konditionen mir nicht ganz klar sind und den ich deshalb lieber nicht einrechne. Hinzu kommen noch mal 4€ pro Monat Aufpreis für einen ISDN-Anschluss, weil meine Wechsel-Situation wohl keinen IP-basierten Anschluss zulässt (hat man mir gesagt). 120€ Gutschrift gibt es zudem, wenn man wechselt, was bei mir laut Support-Chat nicht zutrifft, weil ich schon selber gekündigt habe. Aus dem gleichen Grund kann ich angeblich auch meine Rufnummern nicht mitnehmen, was mittelschwer wiegt, da ich die wohlweislich eh nicht kommuniziert habe. Alles in allem ein teurer Spaß gegenüber den 40€, die ich momentan bezahle, über die volle Laufzeit gerechnet komme ich auf 1368€ ggü. 960€, wenn ich 1&1 weiter führe. Nun, das ist nicht wenig.

Der rettende Gedanke kam mir beim Lesen des lokalen Saturn-Prospekts: Bei #Saturn gibt es einen 240€-Saturn-Gutschein, wenn man bei denen T-Home-Entertain abschließt. Also bin ich da hin und die Dame konnte es so drehen, dass ich 1. meine Nummern behalten kann, 2. die 120€ Wechselgutschrift von der Telekom bekomme und 3. den 240€-Saturn-Gutschein. Damit bin ich bei 1008€ bzw. 42€ Durchschnittspreis pro Monat. Das ist attraktiv, ich zweifle aber an allen dreien und richte mich auf Ärger ein. Naja, wir werden es Ende des Jahres sehen, notfalls ärgere ich mich halt und bezahle trotzdem frohen Gemüts durchschnittlich 57€ im Monat, nur um von 1&1 weg zu sein. Ihr seht, mein Hass sitzt tief.

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