Für große Zahlungen ungeeignet: ClickandBuy

03 11 2011

Hinweis: Man beachte vor allem auch die Updates.

Ich bin sehr genervt. Gestern habe ich bei redcoon.de einen Monitor für 264€ bestellt, dort gibt es alternativ zu den üblichen Bezahlmethoden noch PayPal und ClickandBuy. Da PayPal politisch etwas, sagen wir mal, umstritten ist, war ich froh über eine weitere Sofortbezahlmethode und wählte ClickandBuy aus.

Kleiner Exkurs: Warum es sofortueberweisung.de noch gibt, ist mir ernsthaft ein Rätsel. Die Banken drücken sich bezüglich der Weitergabe von PIN und TANs absolut klar aus und der viel zu kleine Skandal im letzten Mai hatte offenbar keinerlei Folgen. Für mich absolut unverständlich, wenn man sich folgendes vor Augen führt (der Einfachheit halber zitiere ich mal den Artikel auf heise.de vom 30.05.2011):

Neben dem Kontostand würden auch die Umsätze der vergangenen 30 Tage, der Dispokredit, die Stände anderer Konten bei der gleichen Bank oder ausgeführte und vorgemerkte Auslandsüberweisungen abgefragt.

Wer sowas macht, gehört für mich sofort aus dem Geschäftsverkehr gezogen, das ist ein eklatanter Missbrauch des u.a. wegen des TÜV-Siegels entgegengebrachten Vertrauens. Andererseits sind die Kunden auch selbst schuld: Wer Dritten entgegen klarer Anweisungen von ungefähr jedem seine Zugangsdaten zum Online-Banking gibt, hat es echt nicht besser verdient.

Zurück zu ClickandBuy. Nach dem Kauf werde ich also, wie von PayPal gewohnt, auf eine Bezahlseite weitergeleitet. Nach einem Login, das ein Captcha von mir ausgefüllt haben will (nerv…) gelange ich auf die Auswahl der internen Zahlvarianten. Ich habe die Wahl zwischen sofortueberweisung.de, GiroPay und Kreditkarte, alle drei sehr prominent platziert. Spannende Frage: Wozu brauche ich ClickandBuy, die hätte ich auch direkt beim Händler haben können. Verschämt ganz am Ende kann ich noch Lastschrift von einem meiner bereits verifizierten Konten wählen. Ah, die eigentliche Funktion gibt es doch noch, schön zu sehen! Einen Schritt weiter kann ich zwischen meinen beiden Konten wählen, um die Einzahlung des geforderten Betrags vorzunehmen.

Einzahlung? Leider stellt sich heraus, dass es 3-5 Tage dauert, bis die Lastschrift abgebucht und die Zahlung dem Händler gegenüber freigegeben wird. Im Ernst? Ich meine wirklich: Im Ernst? Es wird ein Zahlungsdienstleister zwischengeschaltet, dessen einzige Auswirkung ist, den Versand der Ware um 3-5 Tage zu verzögern? redcoon.de bietet sofortueberweisung.de und Kreditkarte selber an, GiroPay bringt mich nicht nach vorne und Vorkasse wäre in jedem Fall schneller als die 3-5 Tage Bearbeitung bei ClickandBuy. Ich wage zu behaupten, dass ClickandBuy damit für Beträge jenseits des Micropayments reichlich überflüssig ist. Ich hätte mein Konto dort sofort gekündigt, wenn ich nicht gelegentlich kleinere Beträge ohne Wartezeit damit bezahlen würde, zuletzt den neuen Duden-Korrektor für 20€.

Geht aber noch weiter: Heute bekomme ich eine Mail von redcoon.de, die mich auffordert, das Geld innerhalb von 7 Tagen zu überweisen, weil sonst die Bestellung storniert würde. Auf meine verwunderte Nachfrage hin erfahre ich folgendes:

Da die Zahlung nicht erfolgreich abgeschlossen wurde, haben wir diese automatisch auf Vorkasse umgestellt.

Na super, das Geld in von ClickandBuy bereits abgebucht worden und bei denen in Bearbeitung, bei redcoon.de wird es aber wohl eher nicht ankommen, denn auf deren Seite ist die Zahlung nicht erfolgreich abgeschlossen worden. ich könnte nun also auf Vertrauensbasis noch mal 264€ anweisen und dann meiner Kohle bei ClickandBuy hinterherlaufen, aber irgendwie habe ich da nur mäßig Lust zu. Ich warte jetzt noch eine Mail vom Support ab und werde die Bestellung dann wohl sauber stornieren und anderswo bestellen. Das ist hoffentlich die Lösung mit dem geringsten Ärger.

Alles in allem werde ich ClickandBuy in Zukunft noch mehr meiden als PayPal, da funktioniert die Abwicklung wenigstens (auf Kundenseite) prinzipiell sauber. Insgesamt äußerst unbefriedigend.

Nachtrag: Ein 01805er-Anruf bei ClickandBuy brachte etwas Licht ins Dunkel: Ich habe nicht bezahlt, sondern eingezahlt. Warum der normale Bezahlprozess dazu geführt hat, ist wohl nicht mehr zu klären, offenbar ist da etwas schief gelaufen bei der Übergabe vom redcoon-Schopsystem zu ClickandBuy. Sehr vertrauenerweckend… Jedenfalls kann ich mir die Kohle bei ClickandBuy in ein paar Tagen wieder ausbezahlen lassen und alles wird gut.

Nachtrag 09.11.2011: Unfassbar, ClickandBuy hat echt mal den Arsch offen: Nach über einer Woche ist meine falsch gelaufene Lastschrift-Einzahlung endlich verbucht. Das alleine ist schon eine Unverschämtheit. Jetzt wollte ich mir die Kohle wieder auf mein Bankkonto auszahlen und erhalte folgende Info:

Ihr für Auszahlungen verfügbarer Kontostand ist niedriger als Ihr aktueller Kontostand, da Sie auf Ihrem ClickandBuy-Konto kürzlich eine Einzahlung per Lastschrift vorgenommen haben. Wenn Sie diese Methode für eine Einzahlung auf Ihrem Konto nutzen, ist der eingezahlte Geldbetrag erst nach einer gewissen Wartezeit zur Auszahlung verfügbar.

Nicht nur, dass die gewisse Wartezeit für alles andere als gewiss ist, muss ich jetzt noch mal länger auf mein eigenes Geld warten, das überhaupt erst wegen einer Fehlfunktion eingezahlt wurde, statt als Bezahlung an den Händler zu gehen.

Nachtrag 19.11.2011: Ich bin nun noch fassungsloser als zuvor. Fast drei Wochen nach der Einzahlung ist wirklich lang, aber noch immer war der Betrag ganz frech eingefroren. Eine ziemlich wütende Mail an den Kundenservice von ClickandBuy später wurde mir kurzfristig ein Termin genannt, ab dem ich mir mein Geld wieder auszahlen lassen kann. Also logge ich mit zum angegebenen Zeitpunkt ein und tatsächlich ist der Betrag zur Auszahlung freigegeben. Doch ich habe die Rechnung ohne die Frechheit von ClickandBuy gemacht, denn ich muss 1,85€, also 0,7% Transaktionsgebühren bezahlen. Wut kocht in mir hoch. Egal, Lehrgeld. Doch dann: Bitte rufen Sie unter folgender kostenpflichtigen Hotline an, um Ihre Transaktion zu bestätigen… Mir fällt echt nichts mehr ein.

Der Mitarbeiter am Telefon ist wieder sehr freundlich, zeigt ein wenig Verständnis für meine Wut, kann aber nichts an der Sache ändern. Immerhin sagt er mir, an wen ich meine Beschwerde richten kann. Es bleibt dabei: Transaktionsgebühren für eine überflüssige und von mir nicht gewollte Transaktion und für die Dreistheit, mein Geld 16 Tage plus wieder 3-5 Tage bis zur Auszahlung einfach einzubehalten. Er erklärt mir dann noch irgendwas von Geldwäscheregelungen und klärt mich darüber auf, dass die fehlgeschlagene Bezahlung daran liegt, das Redcoon für höhere Beträge keine Lastschrift erlaubt und man deswegen intern erst bei ClickandBuy einzahlen muss. Warum der Prozess dann allerdings Redcoon einfach als abgebrochen gemeldet wird, obwohl man sich genau an die Regeln gehalten hat, konnte er mir nicht sagen.

Am Ende stellt sich also raus, dass bei mir überhaupt nichts schief gelaufen ist, sondern ich tatsächlich in einem von Redcoon und ClickandBuy absichtlich so gestalteten Prozess in eine Sackgasse geleitet wurde. Jede Bestellung bei Redcoon (wahrscheinlich oberhalb eines bestimmten Betrags), die über ClickandBuy bezahlt wird, muss dort entweder aus bereits bestehendem Guthaben oder über sofortueberweisung.de, Giropay oder Kreditkarte bezahlt werden. Bis auf Giropay und zuvor eingezahltes ClickandBuy-Guthaben bietet Redcoon diese Zahlungsweisen allerdings sowieso selber an, was a) die Sinnfrage dringender als zuvor stellt und b) die Frage aufwirft, wieso Redcoon auf diesen Umstand nicht deutlich bei der Wahl der Zahlungsmittel hinweist? Denn Giropay kann man auch selber anbieten und höheres Guthaben bei ClickandBuy halte ich für eine irrelevante Randerscheinung. Wobei, wahrscheinlich ist das gar keine Randerscheinung, denn ich werde nicht der einzige sein, dem sowas passiert und in so einem Fall hat man ja mehrere hundert Euro Guthaben, die man sich ohne Internevtion beim Kundendienst nicht so einfach wieder auszahlen kann, wohl aber ausgeben. Un-fass-bar.

Erinnert mich daran: Nie wieder ClickandBuy für Beträge >20€.


Windows Home Server 2011 auf dem Lenovo D400

22 09 2011

Ich habe sehr gute Erfahrungen mit meinem Lenovo D400 Windows Home Server gemacht, der bei mir als NAS und Backup-System dient. Als NAS leistet er gute Dienste, weil er Daten mit über 50MB/s anliefern kann und sich vor allem mit dem Add-In LightsOut automatisch in den Stand-By begibt, wenn kein Rechner an ist und auch wieder aufwacht, wenn es was zu tun gibt. 30W rund um die Uhr mitlaufen lassen ist nicht so nach meinem Geschmack.

Viel besser aber ist die automatische Datensicherung meiner Windows-Rechner. Täglich wird im Hintergrund eine Datensicherung gemacht, die sogar einstellbar weit in die Vergangenheit zurückversioniert. Versehentlich irgendwelche wichtigen Daten gelöscht, fällt aber erst zwei Monate später auf? Kein Problem, einfach eine der älteren Sicherungen öffnen und die Daten wieder rausfischen. Das ganze ist sogar recht Datensparsam, weil identische Daten nur einmal gespeichert werden. Fünf Rechner mit Windows 7 mit je 20 Versionierungsständen sichern die identischen Systemdateien also nur einmal und nicht hundertfach. Das ganze geht ohne irgendwelches Zutun der User, genau so, wie man sich das wünscht. Die tägliche Sicherung bremst den Rechner auch nicht übermäßig aus, man muss keine Programme beenden und sie dauert meist nur wenige Minuten. So ists recht.

Der erste Windows Home Server unterstützte ein auf den ersten Blick cooles Feature namens Drive Extender, bei dem die Freigaben automatisch auf alle angeschlossenen Festplatten verteilt wurden. Praktisch, weil man dann beliebig Festplatten nachstecken konnte und die Freigaben einfach mitwuchsen. Man konnte sogar pro Freigabe anweisen, dass die Daten auf mindestens zwei Platten vorhanden sein sollen, falls mal eine ausfällt. Der Nachfolger Windows Home Server 2011 hat dieses Feature einfach gestrichen, was einerseits ärgerlich ist, andererseits aber einen guten Grund hat: Stimmt mit dem Drive Extender irgendwas nicht, wird die Sache haarig. Genau das ist uns bei einem Home Server passiert (nicht bei meinem zu Hause), wir mussten also die Daten manuell (an einem anderen Rechner) von den beiden Platten zusammenkopieren und den Server komplett neu aufsetzen. Dabei sind etliche Daten abhanden gekommen, die wir auf dem System abgelegt hatten, nachdem der Drive-Extender-Dienst nicht mehr gestartet werden konnte. Ärgerlich, aber immerhin ist uns der Defekt früh genug aufgefallen. Da der Drive Extender offenbar sogar Microsoft zu mulmig ist und wir Ärger damit hatten, haben wir die Gelegenheit ergriffen, auf dem Lenovo D400 direkt mal den neuen WHS 2011 aufzuspielen. Die Lizenz kostet nur noch 40€, das ist ein überschaubares Investment.

In einer der letzten c't-Ausgaben gab es eine Anleitung, wie man den Acer easyStore H340 auf den WHS 2011 migriert, die man vollständig analog auch für den Lenovo D400 anwenden kann (er ist mit den H340 weitgehend baugleich). Man findet aber auch im Netz genug Anleitungen, die den Vorgang erläutern. Kurz gesagt: Ein USB-Stick mit diskpart bootbar machen, den Inhalt der Windows Home Server 2011 DVD da drauf kopieren, eine cfg.ini-Datei mit bestimmten Einstellungen für die bedienungslose Installation darauf ablegen, geleerte Platte in den untersten Slot stecken, den Stick in einen der hinteren USB-Slots stecken, Server anschalten, eine Stunde dem lustigen Blinken zusehen, fertig. Alternativ kann man für 15€ ein Slotblech mit VGA-Buchse bei eBay kaufen und die Installation interaktiv durchziehen, das Ergebnis ist identisch, denn auch dabei kann man die später unabänderliche Arbeitsgruppe "WORKGROUP" nicht ändern (habe ich danach an meinem eigenen Lenovo D400 ausprobiert). Damit muss man also leben.

Nach der Installation muss man den neuen Home-Server-Connector auf allen Clients aufspielen und eine neue (verbilligte) LightsOut-Lizenz muss auch her), alles nicht grundlegend neu. Erwähnenswert ist, dass der Ersatz für den Drive Extender in meinen Augen viel besser ist: Der Home Server wendet die Clientsicherungstechnik einfach auch auf sich selbst an und macht zweimal täglich eine Datensicherung von wählbaren Ordnern auf die zweite Platte, die wahlweise auch eine externe Platte sein darf. So hat man als Benefit auch eine Versionierung der gesicherten Freigaben, was ein Vorteil gegenüber der kaputten Situation ist, dass Freigaben auf dem Server jede versehentliche Löschung gleich auf alle Platten verteilt.

Leider fällt einem schnell auf, dass der Stand-By-Modus nicht funktioniert. Eine kurze Recherche später hatte ich die Lösung: Man muss die ganzen Intel-Treiber installieren, dann darf man endlich einen Stand-By auslösen. Leider wacht der Server immer sofort wieder auf, also noch weiter suchen: Es fehlt noch ein Treiber für die LED-Ansteuerung. Also mit folgenden Treibern läuft bei mir auch der Stand-By mit dem Lenovo D400, man braucht dazu:

  • Den Intel Grafiktreiber für den 945er Chipsatz (bei mir Version 15.12.75.4.64.1930 für Windows 7 64-Bit : "Treiber für Intel® Grafik-Media-Beschleuniger für Windows* 7 64")
  • Den Intel ICH7 RST-Treiber (bei mir Version 10.1.0.1008 vom 15.12.2010 für Windows Server 2008 R2 Standard: "Intel® Rapid-Storage-Technik")
  • Das Intel INF-Update-Utility (bei mir Version 9.2.0.1030 vom 21.04.2011: "INF-Update-Utility - Hauptsächlich für Intel® 6er, 5er, 4er, 3er und 900er Chipsätze")
  • Den Marvell Yukon 88E8071 Treiber für Windows Server 2008 R2 64 Bit (bei mir Version 11.41.3.3 vom 17.02.2011)
  • Den LED-Treiber von einem großartigen engagierten Entwickler, den man in diesem Forum bekommt. Wichtig ist, nach der Installation in der Konfigurationsdatei den Hardware-Erkennungsmodus auf den Acer H340 zu zwingen, sonst wird der D400 nicht erkannt. Readme lesen!

Etwas über 50€ und ein Arbeitstag später hat man also einen aktuellen Windows Home Server ohne fehleranfälligen Drive Extender auf der alten und sehr günstigen Hardware. Wer unbedingt die Drive-Extender-Features haben will, kann eins der beiden verfügbaren Add-Ons benutzen, aber ehrlich gesagt ist mir das zu gefährlich und ich komme mit dem aktuellen Modus super klar: Schlicht, stabil und von überschaubarer Komplexität, beim Thema Storage mache ich keine Experimente mit reingefummelten Tricksereien.

P.S. Die versionierten Clientsicherungen gehen bei der Umstellung natürliuch flöten und die Daten in den Freigaben muss man auch in irgendeiner Form sichern und später wieder aufspielen. Ich hatte es bei meinem eigenen Server leicht, denn alles passte auf die Systemplatte, so dass ich die nach dem Entfernen der zweiten Platte im alten Home Server einfach rausziehen und mit allen Daten drauf beiseite legen konnte. Nach der Installation auf den nun freien zweiten Platte (im untersten Slot) konnte ich die Daten einfach umkopieren und die alte Systemplatte als Sicherungsplatte einrichten.


Neuen politischen Terrorismus braucht das Land

14 09 2011

Vor ein paar Jahren habe ich mal in einem Artikel prophezeit, dass irgendwann eine neue RAF oder etwas ähnliches entsteht. Nun mag man das Phänomen Anonymous, LulzSec und Co. bereits so werten, dass meine Aussage erfüllt ist, auf so etwas wollte ich damals unter anderem auch hinaus, aber das ist noch einiges von dem entfernt, was ich eigentlich meinte. Mit einem neuen politischen Terrorismus meinte und meine ich tatsächlich radikalere Ansätze wie den der (frühen) RAF. Dass das nicht mit Bombenanschlägen und Entführungen einhergehen muss sollte durch den Zeitgeist gedeckt sein, das ist oldschool und an Leib und Leben anderer heranzugehen hat sich als die eine Spur zu krass herausgestellt, dass es selbst hartgesottenen Typen zu weit geht. Davon abgesehen, dass damit auch die Grenze überschritten ist, bis zu der man im Volke noch mit Rückhalt rechnen kann. Da will momentan wohl niemand noch mal hin, was gut ist.

Aber die Radikalität als (letztes) legitimes Mittel der politischen Meinungsäußerung anzusehen ist auch heute noch – oder wieder – in der Jugend herauszuhören. Was Anonymous und LulzSec dieses Jahr in die Medien getragen haben war ein auf mehreren Ebenen wichtiges Signal. Offensichtlich ist, dass endlich jemand wirksam in die Medien trägt, was IT-Experten seit Jahren anprangern, nämlich den absolut unzureichenden Umgang mit dem Thema Datenschutz bei fast allen Institutionen. Das wird seit Jahren gepredigt, angeprangert, immer wieder weisen wir "IT-Experten" auf die Problematik hin, aber es hat einfach niemand zugehört. Nun kommt die Quittung und das kann ich im Sinne des Told-You-So-Karmas nur gut heißen. Das nur am Rande, denn auch darauf will ich nicht hinaus, da ist ja keinerlei Terrorimus in Sicht, sondern in vielen Fällen schlicht Erpressung oder Rache oder auch "nur" Lulz (also Spaß am Vandalismus).

Trotzdem ist bei einigen Angriffen ein gewisses politisches Moment auzumachen, mal mehr, mal kaum bemerkbar. Und hier liegt die Keimzelle zum neuen politischen Terrorismus, wie ich ihn postuliere. Nicht mehr lange, da bin ich mir sicher, und wir werden klar politisch motivierte Aktionen aus den gleichen Kreisen zu sehen bekommen. Die Aufmerksamkeitsmaschine läuft ja bereits, das Motiv Rache/Vergeltung haben wir auch bereits (bei Sony, PayPal und MasterCard) gesehen, nun fehlt nur noch die klare politische Forderung und ein bisschen mehr Sprengkraft als DDoS mit der Low Orbit Ion Cannon (was für ein großartiger Name) oder die Veröffentlichung von schlechtest gesicherten 1.000.000 Kundendaten von irgendeiner Firma. Hervorzuheben sind in diesem Sinne klar das Defacement der GEMA-Website (mit der schönen Meldung "Diese Website ist in Deinem Land nicht verfügbar") und die Veröffentlichung von Mailadressen samt Passwörtern einer großen Porno-Website mit einigen sehr peinlich berührten Mitgliedern in politischen Ämtern der USA. Da geht die Reise hin.

Die Sprengkraft muss sich bei den richtigen Leuten entfalten. Als sich kürzlich Sebastian Edathy von der SPD zu Recht über die absurde Urheberrechtslage in Deutschland aufgeregt hatte, bekam er als Antwort einen lesenswerten offenen Brief und viel Häme aus dem Netz ausgeschüttet, weil es nun eben (endlich) jemanden trifft, der für die ganze netzpolitische Misere mitverantwortlich ist, in der wir stecken. Oder das Thema Hausdurchsuchungen auch nichtigsten Verdachtsmomenten heraus. Ich warte tatsächlich täglich auf Aktionen, die dafür sorgen, dass eben diejenigen, die dem absichtlich keinen Riegel vorschieben, diese Keule abbekommen. Es ist zur Zeit geradezu lächerlich leicht, jemanden in irgendeinen Verdacht zu bringen, der eine Hausdurchsuchung rechtfertigt. Es reicht ja mitunter, dass ein Nachbar meint, verbotene Pflanzen auf dem Balkon gesehen zu haben. Oder man kapert den Rechner einer Zielperson und tritt ausgiebig in die zahlreichen Kinderporno-Honeypots, die die Strafverfolgungsbehörden angeblich betreiben, um Kinderporno-Konsumenten zu fangen. Technisch ist das kein Problem, mit etwas sozialem Geschick bekommt man auch durchaus gezielt bestimmte Rechner mit Bots infiziert. Die naheliegende Idee dahinter ist ja, dass (Innen-)Politiker, nur mal selber direkt oder indirekt von vorschnellen Hausdurchsuchungen und ähnlichen Repressalien betroffen sein müssen, damit die Hürden dafür wieder angemessen hoch gehängt werden.

Und ich wage mal zu behaupten, dass auf solche Ideen nicht nur so friedfertige Leute ohne kriminelle Energie wie ich kommen, sondern eben auch diejenigen, die PayPal DDoSen und Millionen Kundendatensätze von Sony erbeuten und veröffentlichen. Der Netzgeneration auf die Füße treten tun nicht nur Sony und PayPal, sondern dank Vorratsdatenspeicherung, ständig steigender Kriminalisierung der Lebensbereiche, Netzsperren etc. eben vor allem die konservative Politik (wozu bei diesem Themenbereich eben leider auch die Grünen und die SPD zählen, nicht nur die CDU/CSU).

Das meine ich mit neuem politischen Terrorismus. Triff die richtigen wo es ihnen weh tut. Neu ist dabei der dritte Faktor: Bleib auf dem Teppich. Wo man früher entführen musste oder mit Bomben Leute töten, um die nötige Krassheit zu erreichen, hat die Jugend heute ja ein viel subtileres und vor allem nicht lethales Instrumentarium an der Hand, es ist nur eine Frage der Zeit, wann es genutzt wird. Nicht ob.

Das soll übrigens kein Aufruf sein, vielmehr zahle ich hiermit schon mal für später auf mein Told-You-So-Karma-Konto ein. Ich behalte nämlich nur all zu gerne Recht.


Das größte Problem mit Tablets: Vertraulichkeit

25 08 2011

Seit gestern bin ich stolzer Besitzer eines HP TouchPad, das ich mit etwas Glück für 99€ bekommen habe. Viel kann ich dazu noch nicht sagen, aber eins ist mir wieder schmerzhaft aufgefallen, was alle Tablets gleichermaßen betrifft: Es gibt ein Problem mit der Vertraulichkeit.

Bei Smartphones ist die Sache noch einigermaßen klar: Niemand bei Verstand gibt das Ding unbeobachtet aus der Hand, weil man darauf in allen Apps und Webdiensten permanent eingeloggt ist und damit Missbrauch Tür und Tor geöffnet ist. Mails, Twitter, Facebook, Kalender, Google+ und alle anderen Google-Dienste, wasauchimmer, überall ist man eingeloggt und jeder, der das eigene Gerät entsperrt in die Finger bekommt, hat Zugriff auf ungefähr alles private.

Und bei den Tablets? Ein Tablet ist nicht immer am Mann, liegt wohl meistens unbeobachtet irgendwo in der Wohnung herum und wird wohl so gut wie immer von der Familie und Gästen mitgenutzt. Was also tun? Immer überall ausloggen? Unkomfortabel. Sensible Dienste wie E-Mail gar nicht benutzen? Dafür hat man kein Tablet gekauft. Und was bleibt überhaupt – außer Spielen und sonstiger Unterhaltung – wenn man alle sensiblen Dienste vermeidet?

Es gibt prinzipiell zwei Lösungen, die beide irgendwie unbefriedigend sind. Entweder man kauft für jeden ein eigenes Tablet – darauf wird es mittelfristig hinauslaufen – und sperrt es genau so, wie man sein Smartphone sperren würde, hätte man es nicht sowieso immer dabei. Oder die Tablet-Entwickler bringen das Killerfeature Mehrbenutzermodus an den Start, so dass jeder sich sein Benutzerkonto mit Mails, Favoriten, Login-Cookies, Social-Media-Apps und alledem einrichten kann. Darauf warte ich noch.

Bis dahin bleiben die sensiblen Dienste auf meinem Telefon und das Tablet bekommt nur seichte Kost.

P.S. Ich vertraue meinen Mitmenschen durchaus und gehe davon aus, dass die meisten genug Anstand besitzen, die Finger von persönlichen Daten zu lassen. Aber auch mir ist schon passiert, dass gute Freunde auf Partys an meinem Rechner sitzen und einen Blick in meine Eigenen Dateien und meine eMule-History werfen, auf der Suche nach entlarvenden Porn-Suchbegriffen oder wonach auch immer. Seitdem lasse ich Gäste nicht mehr an meinen Rechner, wenn ich nicht daneben stehe. Die können mein Gäste-WLAN benutzen, meinen HTPC, den Laptop in der Küche oder neuerdings mein TouchPad, auf dem ich nirgends eingeloggt bleibe.


Mal wieder ein DSL-Wechsel, diesmal 1&1 zu T-Home

24 08 2011

Hin und wieder wechsle ich meinen DSL-Anbieter. Selten, weil ich unzufrieden bin, meistens aus verschiedenen anderen Gründen. Diesmal aber ganz klar, weil ich mehr als unzufrieden mit 1&1 bin. Ich will nicht schon wieder langweilen mit den gefühlt 1.000.000 systematischen Unverschämtheiten, die mir bei 1&1 begegnet sind, aber ganz klar, 1&1 musste weg. Also der Reihe nach.

Leider gar nicht so leicht. VDSL bekomme ich hier nämlich nur von Telekom und 1&1. Alice/O2 und Vodafone haben inzwischen zwar auch VDSL im Angebot und ich wäre auch liebend gerne zu Alice/O2 zurückgekehrt, aber leider bauen die beiden VDSL nicht bis in die Outdoor-DSLAMs aus, sondern bedienen nur Kunden, die nah genug am nächsten Hauptverteiler sind, ein freundlicher Mitarbeiter hat wahrscheinlich sein Gelübde gebrochen, als er mir das erklärt hat, da war die Rede von 400 oder 500m Leitungslänge ab Hauptverteiler als Grenze. Da liege ich knapp drüber, was man nach etwas Google-Recherche herausfinden kann. Zu Alice wäre ich liebend gerne zurück gekehrt, das war der einzige Provider in meiner langen Laufbahn bisher, bei dem ich durchweg zufrieden war und nur gewechselt habe, weil ich eine schnelle Leitung haben wollte. Kabel von Unitymedia kommt übrigens nicht in Frage, weil das Haus hier keinen Kabelanschluss hat und ich immer noch stinkig auf Unitymedia bin wegen der Sache damals (5 Tage offline, 45€ nicht erstattete Telefongebühren und ein in einer Minute lösbares und von Unitymedia verschuldetes Problem).

Also hatte ich drei Optionen:

a) Zu Alice/O2 wechseln und von 50/10MBit/s auf 12-16/1MBit/s herabstufen. Wäre meine letzte Option gewesen, denn vor allem den großen Upload schätze ich sehr. Davon abgesehen hätte mir O2-DSL eine Festnetz-Flat ins Deutsche O2-Netz beschert, nicht unattraktiv.

b) Bei 1&1 bleiben. Wäre sogar in die Tüte gekommen und ich habe auch bei 1&1 angerufen, um mir ein Angebot machen zu lassen. Haarsträubenderweise ließ der Tarifmensch ab solut gar nicht mit sich reden und unterbreitete mir folgendes Angebot: Ich verlängere meinen Vertrag zu weitgehend gleichen Konditionen um weitere 24 Monate, bekomme aber statt neuer Hardware 70€ Gutschrift. Ich bekomme also das schlechte aus zwei Welten: 24 Monate Laufzeit und trotzdem keine Boni. Dazu beim verhassten 1&1 bleiben. Ne, ganz und gar nicht. Neukunden zahlen etwas weniger und haben dazu die Wahl zwischen keine Boni und einer subventionierten Fritz!Box 7390 für 50€ bei 24 Monaten Laufzeit.

c) T-Home-Entertain mit VDSL 50. Zugegeben, die Dokukanäle und der Festplatten-Receiver sind nicht unattraktiv. Aber der monatliche Aufpreis ist nicht ohne und ich muss mich für 24 Monate binden. Dazu kommt, dass die Telekom ab 200GB im Monat die Leitung auf 6MBit/s drosselt, was ich ärgerlich finde, obwohl ich da meistens gar nicht mehr dran komme (früher mit der WG schon manchmal). Aber schlimmer ist, dass ich die Telekom noch nie ausstehen konnte, schon viele krasse Stories in meinem Umfeld gehört und auch selbst miterlebt habe. Ein Dilemma: Hasse ich 1&1 mehr oder die Telekom? Von der YouTube-Bremse war ich bei 1&1 ebenfalls betroffen, aber in letzter Zeit habe ich das gar nicht mehr bemerkt. Ob die Telekom die Bremse gelöst hat? Naja, das ist ein anderes Thema.

Ich war also kurz davor, das geringste Übel T-Home-Entertain (mit zusätzlichem TV-Mehrwert) zu buchen. Die Konditionen sind unübersichtlich und klar mehr, als ich zur Zeit bezahle, deswegen bin ich lange davor zurückgeschreckt. Zur Zeit gilt: Entertain Comfort mit VDSL50 in den ersten 12 Monaten inkl. Media Receiver 50€ pro Monat, danach ca. 60€, wenn man den Receiver behält. Abzüglich 10% Online-Rabatt, dessen Konditionen mir nicht ganz klar sind und den ich deshalb lieber nicht einrechne. Hinzu kommen noch mal 4€ pro Monat Aufpreis für einen ISDN-Anschluss, weil meine Wechsel-Situation wohl keinen IP-basierten Anschluss zulässt (hat man mir gesagt). 120€ Gutschrift gibt es zudem, wenn man wechselt, was bei mir laut Support-Chat nicht zutrifft, weil ich schon selber gekündigt habe. Aus dem gleichen Grund kann ich angeblich auch meine Rufnummern nicht mitnehmen, was mittelschwer wiegt, da ich die wohlweislich eh nicht kommuniziert habe. Alles in allem ein teurer Spaß gegenüber den 40€, die ich momentan bezahle, über die volle Laufzeit gerechnet komme ich auf 1368€ ggü. 960€, wenn ich 1&1 weiter führe. Nun, das ist nicht wenig.

Der rettende Gedanke kam mir beim Lesen des lokalen Saturn-Prospekts: Bei Saturn gibt es einen 240€-Saturn-Gutschein, wenn man bei denen T-Home-Entertain abschließt. Also bin ich da hin und die Dame konnte es so drehen, dass ich 1. meine Nummern behalten kann, 2. die 120€ Wechselgutschrift von der Telekom bekomme und 3. den 240€-Saturn-Gutschein. Damit bin ich bei 1008€ bzw. 42€ Durchschnittspreis pro Monat. Das ist attraktiv, ich zweifle aber an allen dreien und richte mich auf Ärger ein. Naja, wir werden es Ende des Jahres sehen, notfalls ärgere ich mich halt und bezahle trotzdem frohen Gemüts durchschnittlich 57€ im Monat, nur um von 1&1 weg zu sein. Ihr seht, mein Hass sitzt tief.


Produkt-zwischenzeitlich-abverkauft-Wut

21 07 2011

Ich bestelle viel online. Genug jedenfalls, um seit über 10 Jahren in allen Umfragen zum Thema E-Commerce die häufigste Kategorie bei Haben Sie schon mal etwas in diesem Internet bestellt ankreuzen zu können. Mit etwas Umsicht und Achtung der Händlerbewertungen bei gh.de bin ich dabei in 90% der Fälle gut gefahren. Zuletzt habe ich zwei mal für einige hundert Euro bei anobo.de bestellt: Verbuchung der Vorkasse-Überweisung nach zwei Stunden, Ware am nächsten Tag da. Fantastisch. Auch andere Händler wie hardwareversand.de lassen sich von Vorkasse-Überweisungen nicht ausbremsen und liefern fast genau so fix, wie bei Zahlung mit PayPal oder Kreditkarte. Amazon bucht sowieso bequem ab und versendet meistens sofort, mit Prime sogar eigentlich immer und auch noch versandkostenfrei.

Nun begab es sich aber, dass eine bestimmte Produktkonstellation nur bei e-bug.de kurzfristig lieferbar war, ohne gleich 20-30% mehr dafür auszugeben, also habe ich schweren Herzens dort bestellt. Schweren Herzens, weil der Laden auf mich noch nie einen sonderlich seriösen Eindruck gemacht hat. Wenn man die ungefragt hinzugefügte Premium-Abwicklung für 5€ extra wieder aus dem Warenkorb entfernt hat, kann man die Bestellung ohne schwere Komplikationen aufgeben. Übrigens nicht als Gast, man muss also erst mal ein Konto anlegen.

Nach Bestätigungsmail zu meiner Bestellung am Samstag und prompter Überweisung, die meine Sparkasse sofort am Montag gebucht hat, höre ich nichts mehr von e-bug.de. Unbefriedigend. Am Donnerstag schaue ich mal wieder im Kundenportal vorbei und stelle erleichtert fest, dass immerhin schon mal mein Zahlungseingang verbucht wurde und die Ware in Kürze versendet wird. Weiter Funkstille. Am Dienstag unveränderte Lage, also frage ich per Chat in der Bestellabwicklung nach: Die Bezahlung hätte zu lange gedauert, das Produkt hätte man zwischenzeitlich abverkauft, Nachschub sei unterwegs. Puh.

Zwischenzeitlich abverkauft? Ist das deren Ernst? Die nehmen verbindliche Bestellungen an und während deren trödelige Bank die Vorkasse-Überweisung noch mal ein paar Tage einbehält, verscheuern die das Produkt an andere Kunden? Ich würde denen glatt unterstellen, das Produkt zwar als lieferbar markiert zu haben, in Wirklichkeit aber erst bei Bestelleingang zu beschaffen, aber das wäre im Grunde genommen weniger dreist und ärgerlich, als ein verbindlich bestelltes und zugesagtes Produkt einfach zwischenzeitlich abzuverkaufen. Unfassbar. Ich bitte also um Stornierung, denn das Produkt kann an diesem Tag nicht mehr versendet werden. Eine Teillieferung lehne ich ab. Der Chatpartner bestätigt meine Stornierung und schickt mir einen Link zu einem bürokratisch anmutenden Formular für die Beantragung einer Rückerstattung des überwiesenen Geldes. Man überweise nur Dienstags, was sich gut trifft, denn es ist Dienstag.

Vorbei? Nein. Am Dienstag Nachmittag steht im Kundenmenü nichts von Stornierung, eine Bestätigung per Mail habe ich auch nicht bekommen, also noch ein Chat. Dieser Chatpartner eröffnet mir, dass er gar keine Stornierungen vornehmen könne, ich solle mich per Mail an eine sales@e-bug.de wenden. Das tue ich, bekomme eine Eingangbestätigung von einem Ticketsystem und höre in den kommenden Tagen wiederum nichts mehr, auch im Kundenmenü ändert sich der Status nicht. Ich finde mich damit ab, wohl meinem Geld hinterherzulaufen und das irgendwann doch versendete Paket wieder zurück zu schicken.

Doch, oh Wunder, am Donnerstag schon wird meinem Konto der volle Betrag gutgeschrieben. Ich habe zwar immer noch keinerlei Kommunikation erfahren, aber das Geld ist da. Immerhin. Übrigens war die Lieferung von Amazon noch vor dem Geld da, denn bei Amazon ist eine Lieferung erst am übernächsten Tag schon auffällig langsam.

Abschließend lässt sich feststellen: Nicht noch mal e-bug.de, wirklich nicht. Läden, deren Abläufe so gestaltet sind, empfinde ich als äußerst unseriös. Wie sich herausstellt, bin ich damit nicht alleine, die Bewertungen bei gh.de sprechen Bände. Andererseits beruhigend, dass mich mein vorheriges Bauchgefühl nicht getrügt hat. Es gibt ja genug Computerläden.

P.S. Heute ist ein Paket von einem anderen Versender angekommen, das ich vor über einem Monat bestellt, am selben Abend aber noch storniert hatte, weil ein anderer (sehr großer) Fahrradversender sich eine Woche nicht gemeldet hatte, dann meine Stornierung ignorniert und das Paket doch noch versandt hatte. Auch der nächste Versender ignorierte meine Stornierung mit einer wirklich dämlichen Ausrede und dann blieb das Paket erst mal einen Monat beim Paketdienst liegen. Das wäre einen eigenen Blogeintrag wert, aber ich will niemanden mit redundanten Geschichten langweilen. Drei völlig verkackte Bestellungen innerhalb weniger Wochen, ich hab echt einen Lauf.


Keine Webcam

12 07 2011

Zuletzt angesichts von Google+Hangout frage ich mich immer wieder die gleiche Frage: Wieso habe ich eigentlich keine Webcam? Genau genommen habe ich ja eine Webcam, eine Phillips ToUCam aus den 90ern, die damals teuer war, weil sie Bewegtbild mit 640x480 verarbeiten konnte. Die liegt als Dauerleihgabe irgendwo rum, denn die produzierten Bilder sind derart schlecht, dass ich das wirklich niemandem zumuten mag.

Weil ich aber theoretisch eine Webcam habe und auch irgendwie nur sehr vereinzelt mal ernsthaft Bedarf für Webcam-Sex (oder was man sonst so mit Webcams macht) hatte, habe ich tatsächlich in den vergangenen 13 Jahren nie eine gute Webcam gekauft. Und ebenfalls seit 13 Jahren denke ich immer wieder, dass ich doch mal eine ordentliche Webcam kaufen sollte, vielleicht kommt der Appetit ja beim Essen oder so. Nur was für eine? Ich bin kein Freund von billigem Scheiß und will immer alle Features haben, aber 50-100€ für etwas ausgeben, das man eigentlich nicht braucht, ist dann auch etwas viel. Und dann ist auch noch die Auswahl groß. Was für ein Dilemma.


Düsseldorf als Android-Hauptstadt. Ein Messfehler?

01 07 2011

Ich bekam gerade Sexkontakte in Frankfurt am Main angeboten. In Form von als Chatanfrage getarnter Werbung unten rechts im Browser. Und ich habe einen VDSL-Anschluss bei 1&1, die VDSL von der Telekom wiederverkaufen, also bin ich leider mittelbar Telekom Kunde. Leider, weil YouTube deswegen für mich in der Mehrzahl der Fälle so unbrauchbar war, dass ich dort nach 17:00 Uhr nur noch selten versuche, ein Video in 720p anzusehen. Vielleicht ist das inzwischen anders, aber meine Entscheidung, von der Telekom schnellstmöglich weg zu kommen, habe ich bereits getroffen.

Aber was haben die angebotenen Sexkontakte in Frankfurt am Main mit der Telekom zu tun? Nun:

1. Die Sexkontaktwerbung versucht anhand meiner aktuellen IP-Adresse zu erraten, wo ich mich befinde. Das klappt mal mehr, mal weniger gut; in dem Fall wohl weniger. Die IP-Adresse wird vom Provider vergeben. Ist ein bestimmter Adressbereich nicht mit sinnvollen Informationen in der verwendeten Ortsdatenbank verzeichnet, wird ersatzweise der Ort des Providers zurückgeliefert, so gibt es also immer wieder lustige Häufungen in den Städten, in denen die Provider ihre IP-Adressen registriert haben. So ähnlich wie die Nummernschilder von Mietwagen, falls sich mal jemand gefragt hat, wieso in ganz Deutschland so auffällig viele Fahrzeuge aus Hamburg oder Düren unterwegs sind.

2. Vor ein paar Tagen ging die Meldung um, dass auffällig viele Android-Nutzer aus Düsseldorf kommen und auffällig viele iPhone-Nutzer aus Frankfurt am Main, siehe etwa hier. Als Datenbasis dient ein Werbenetzwerk, das Ortsinformationen über die Einblendung mobiler Werbeanzeigen speichert.

3. iPhone-Nutzer sind wegen der jahrelangen Exklusivbindung signifikant häufig auch T-Mobile-Kunden.

4. Mit Vodafone und E-Plus/Base haben gleich zwei der drei anderen Netzbetreiber ihre Zentrale in Düsseldorf.

5. Apps können sich auf Smartphones das Recht einräumen, eine sehr bis mittelgenaue Ortung auf Basis von GPS, WLAN oder Mobilfunkzellen zu benutzen. Websites im Browser haben dieses Recht normalerweise nicht und müssen sich die Ortsinformationen wie beim Desktop-PC über die IP-Adresse herleiten. Hinzu kommt, dass die meisten Mobilfunk-Provider viele UMTS-Kunden hinter wenigen externen IP-Adressen verstecken und überhaupt keine IP-Adressen mit Ortsbezug vergeben. Wer mal eine Klausur bei mir geschrieben hat, sollte wissen: Aha, hier kommt das famose NAT zum Einsatz!

Wenn man nun eins und eins zusammenzählt, könnte man also auf eine naheliegende Erklärung für das Phänomen mit der auffälligen Smartphone-Ungleichverteilung kommen. Das wäre ja mal eine schöne Klausurfrage.

Disclaimer: Ich habe die zugrunde liegende Studie weder gelesen, noch mich überhaupt eingehend damit beschäftigt, also ist mein Einwurf als bloßes Postulat zu werten.


Mein HD-Dilemma

27 06 2011

Ich habe einen großen Full-HD-Fernseher – der ein nach wie vor unfassbares Schnäppchen bei einer Pro-Markt-Eröffnung war – und einen HTPC mit Windows 7. Wer so ein Setup hat, möchte seine Inhalte auch in HD genießen. Da das gestrige Fußballspiel das erste mal seit Monaten war, dass ich den Fernseher als Fernseher benutzt habe, kommen bei mir 99,5% aller Inhalte aus dem angeschlossenen PC oder der Wii. Dass YouTube in HD trotz und dank 1&1/Telekom-VDSL weitgehend unbrauchbar ist, ist schon mal ein Rückschlag. Das echte Dilemma entsteht aber bei kommerziellen Inhalten wie Filmen und vor allem Serien. Ich habe kein Problem damit, einen angemessenen Preis für solche Inhalte zu bezahlen, genau genommen möchte ich sogar gerne dafür bezahlen. Allein: Es geht nicht. Dass US-Inhalte erst verspätet nach Deutschland kommen ist ein Killerargument, darauf möchte ich aber jetzt gar nicht hinaus.

Ich habe ein ganz anderes Problem: Ich kaufe Serienstaffeln und Filme, selbst wenn sie in preislich akzeptablen Bereichen angeboten werden, nicht mehr, wenn es sich nur um DVDs handelt, denn ich will ja HD haben, wenn ich schon Geld ausgebe. Leider bedeutet HD auch Blu-Ray und Blu-Ray bedeutet für mich: Kaufe und installiere eine unglaublich teure und unglaublich nervige, mit Eigenwerbung überflutete Scheißsoftware, weil deine zurückhaltende Open-Source-Playersoftware kein Blu-Ray abspielen darf(!). Solange dieser Zustand anhält, werde ich eher kein Blu-Ray Laufwerk kaufen und folglich auch keine Blu-Ray-Inhalte. Ein extra Gerät ist auch nicht so recht nach meinem Geschmack.

Nun, wenn weder DVD (gibt besseres) noch Blu-Ray (kann und will ich nicht abspielen) in Frage kommen, bleibt nur noch der digitale Vertrieb. Hulu? Netflix? Gibts in Europa alles nicht. Im iTunes Store kann man die ein oder andere Serie kaufen, aber Apple kommt mir nicht ins Haus und bei unserem Serienkonsum ist das auch nicht realistisch bezahlbar. Und sonst? Hier und da gibt es eine Online-Videothek, die teurer als die Videothek nebenan ist und gleichzeitig nur eine praktisch unbrauchbare Teilmenge der im Umlauf befindlichen Inhalte im Sortiment hat. Nenene, so stelle ich mir das nicht vor, wenn ich schon Geld für Inhalte her gebe, die üblicherweise irgendwann im Free-TV ausgestrahlt werden. Digitaler Vertrieb fällt also auch weitgehend aus, von rühmlichen Ausnahmen wie South Park mal abgesehen.

Es gäbe da eine Lösung, nur hat die einen klitzekleinen Haken: Sie ist nicht legal. Bei Sharehostern wie Rapidshare, netload.in und Konsorten (wechselt gelegentlich) bekommt man für unter 10€ im Monat und etwas Recherchearbeit so ziemlich alle Serien und viele Filme, die das Herz begehrt. In HD und ohne Zwangswerbung/GVU-Warnungen vor dem Film und mit vollen 50MBit/s, die der VDSL-Anschluss so hergibt. So sieht die Realität aus und genau daran muss sich ein legales Angebot messen und an sonst nichts. Alternativ kann man auch ein Blu-Ray Laufwerk kaufen, sich die Inhalte halblegal rippen uns dann in befreiter Form im Player der Wahl ansehen und auf dem NAS lagern. Aber das wäre wirklich wirklich wirklich bescheuert, bei aller Liebe zum Bezahlen von Medieninhalten. 79€ für AnyDVD lösen das Problem zwar technisch und sorgen für einen schmerzfreien Wokflow, legal ist das aber immer noch nicht, dafür immerhin ethisch vertretbar.

Aber ich will nicht nur meckern, was hätte ich also gerne?

  • Für absolut maximal 20€, lieber für 10€ im Monat hätte ich gerne eine Flatrate für Serien, Dokus und vielleicht auch Filme.
  • Ich muss die nicht alle besitzen, ein zuverlässiges Streaming in HD (720p ohne Bildstörungen, Hänger und Ruckler) würde mir schon reichen. DRM ist hier zur Durchsetzung des Geschäftsmodells wohl ein notwendiges Übel, steht aber technisch einer möglichst breiten Nutzerbasis entgegen. Windows-PC und Mac sollten aber mindestens unterstützt werden.
  • Alternativ möchte ich die Inhalte für einen geringen Aufpreis auch ohne irgendwelche Abspielverhinderungs-Fesseln ganz erwerben und lokal archivieren können.
  • Die Auswahl muss(!) weitgehend komplett sein. Ich möchte alles, was ich bei Amazon auf DVD/Blu-Ray erwerben kann, auch dort finden. Wenn einzelne Vertriebe ausnahmsweise nicht an der Flatrate teilnehmen wollen, dann sollten deren Inhalte wenigstens einzeln erwerbbar sein oder zumindest als letzte Fallback-Lösung mit einem Link auf einen Shop für die Bestellung einer physischen DVD/Blu-Ray versehen werden. Dem Nutzer eine Recherche in verschiedenen Shops zuzumuten ist nicht drin. Ham wer nich weil Vertrieb nicht will, gibts aber hier und hier als DVD und Blu-Ray ist eine okaye Ansage, ebenfalls Komische Rechtesituation, darf die öffentlich-rechtliche Anstalt trotz DVD-Veröffentlichung nur in ihrer eigenen Mediathek zeigen [LINK]. Die Zeit von exklusiven Inhalten ist aber eigentlich sowieso vorbei.
  • Wenn eine neue Serienfolge in den USA im Fernsehen gelaufen ist, muss sie spätestens eine Woche später, besser sofort oder gar (ggf. gegen Aufpreis) vorab auch in Deutschland abrufbar sein. Wer es synchronisiert haben will, muss natürlich trotzdem noch warten, sollte dann aber auch beide Sprachen bekommen. Gleiches gilt für Filme und DVD-Veröffentlichung. Wenn Sender am System nicht teilnehmen wollen, müssen die Inhalte aber spätestens zur Veröffentlichung der DVD verfügbar sein.

Das ist alles so nicht durchsetzbar, aber mir als Konsumenten ist die komplizierte Rechtslage wirklich schlicht und einfach vollkommen egal. Ich will meine Inhalte haben und ich möchte dafür bezahlen. Wenn es kein attraktives Angebot gibt, dann streiche ich zuallererst die Legalität, wenn es nur daran scheitert. Und ernsthaft schlechtes Gewissen gibt es diesbezüglich erst, wenn ich dabei ein ernsthaftes Angebot links liegen lassen muss. Ein kleiner Blick auf die Musikindustrie zeigt das ganz gut: Ich sauge erst mal unverbindlich bzw. höre bei YouTube und wenn es mir dann gefällt, kaufe ich die MP3s; wenn nicht, wird das Gesaugte wieder gelöscht. Hilfsweise kaufe ich Serienstaffeln auf DVD oder Blu-Ray und stelle sie mir zur Gewissensberuhigung unausgepackt in den Schrank. Reichlich absurd, aber pragmatisch.

Insgesamt: Offenbar ist das alles mein Problem, ein Hardware-Blu-Ray-Player für 70€ würde ohne Generve Blu-Rays abspielen, alle wären glücklich. Allein: Ein extra Gerät nur weil die Contentmafia doof ist? Nö. Die Auswahl an HD-Inhalten ist zudem erschreckend gering, zumindest in Deutschland. Einige Serien, die ich bereits in HD gesehen habe, bekommt man hier nur auf DVD. Ein qualitativer Rückschritt plus nicht zu knapp Geld hergeben allein um der Legalität willen? Irgendwie auch nicht so recht. Und wir wollen nicht vergessen, dass fast alle Serien im Free-TV laufen und zum Hohn die DVDs erst lange nach Ausstrahlung der aktuellen Folgen erscheinen. Eher was für Lieblingsserien wie Big Bang Theory oder Coupling oder Friends oder was auch immer man so fantastisch findet, dass man es mehrmals sehen möchte. Reality Check: Man muss schon wirklich ein Liebhaber sein, wenn man sich eine Serie aktuell in HD aus den USA mangels legaler Alternative "beschafft" hat, um dann später irgendwann noch mal reichlich Geld für eine ggf. schlechtere Qualität hinterher zu werfen, weil man das dann doch irgendwie legalisieren möchte. Das wird kein Massengeschäft, postuliere ich mal.

P.S. Ach ja, ein effektives Austrocknen der illegalen Quellen würde bei mir dafür sorgen, dass ich mein Geld und meine Freizeit anderswo investiere. So lebenswichtig ist mir das alles nicht, dass ich dafür teils absurde Umwege in Kauf nehmen würde. Und zurück zu DVDs will ich auch nicht, seit ich am HD-Apfel genascht habe. Zu DVD-Zeiten war ja irgendwie noch alles in Ordnung. Zumindest eine Zwischenlösung wäre ja, dass ich Blu-Rays legal und ohne Gefrickel mit dem Player meiner Wahl (VLC, Media Player Classic, Windows Media Player) abspielen kann.


Kaputte Prügelpolizisten

20 06 2011

Gerade lese ich die Headline Stuttgart 21: Polizist brutal zusammengeschlagen und stelle spontan wenig Mitgefühl bei mir fest. Wieso eigentlich? Halte ich es für zu rechtfertigen, einen Beamten in Zivil mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus zu befördern? Natürlich nicht, aber wieso bleibt dann trotzdem mein Mitleid weitgehend aus? Nun, ich habe die Bilder vom 30.09.2010 noch recht präsent in Erinnerung, obwohl ich nicht mal dabei war. Dass die Polizei sich dadurch nachhaltig als klares Feindbild bei den Demonstranten etabliert hat, sollte nachvollziehbar sein. Wer in solch unangemessener Härte (auch das sollte nicht strittig sein) gegen Kastanien werfende Demonstranten und Schüler vorgeht, braucht sich in der gleichen Sache auch neun Monate später nun wirklich nicht über eine aggressive bis feindselige Grundstimmung gegenüber den Beamten zu beklagen. Oder um mal die übertriebende Rhetorik der damaligen Berichterstattung aufzugreifen: Mit dem Bürgerkrieg haben nicht die Demonstranten angefangen.

Wobei wir damit bei der spannenden Frage angekommen sind, wer wieviel dafür kann. Klar sollte sein, dass die Polizei hier in erster Linie Befehlsempfänger einer Politik war, die ihre Quittung bereits bekommen hat. Andererseits kann man es sich so bequem nun auch nicht machen, denn der Einsatzbefehl wird wahrscheinlich eher nicht Haut den scheiß Hippes und wer da halt sonst so rumsteht mal so richtig auf die Fresse und lasst es ordentlich krachen gelautet haben. Womit wir wieder bei der Eingangsfrage wären: Wundert sich jemand ernsthaft darüber, dass man als einzelner Beamter vor diesem Hintergrund nicht gerade mit offenen Armen empfangen wird? Natürlich entschuldigt das keine schwere Körperverletzung, erst recht nicht durch einen tobenden Mob. Andererseits frage wahrscheinlich nicht nur ich mich, was das für Typen sind, die schwer gepanzert einen derartigen Gewaltexzess gegen ganz normale Schwaben durchziehen. Ist ja nicht so, als wären da hunderte erlebnisorientierte Jugendliche mit Stein und Molli zugegen gewesen.

Die Situation ist jedenfalls scheiße und verfahren, aber die eklatante Zäsur im Verhältnis Schwabe-Polizei haben sich Polizei und CDU zuzuschreiben; beide stehen vor der großen Aufgabe, das in nur wenigen Tagen (und nicht zu vergessen einem längeren, sehr peinlichen Herumlavieren) so gründlich verspielte Vertrauen der Bürger zurückzugewinnen. Einfach unbeirrt die Abriss- und Bauarbeiten weiter führen zu lassen ist in diesem Sinne jedenfalls sicher nicht die beste Idee. Es geht ja längst nur noch am Rande um den blöden Bahnhof, sondern um die Art, wie Entscheidungen auf herbeigelogener Argumentation herbeigeführt und dann mit beeindruckendem Gewalteinsatz gegen einen erkleckerlichen Teil der eigenen Bürger durchgesetzt werden. Überraschung, dass der Bürger das zur Abwechslung mal nicht mit sich machen lässt.

So oder so, mit schweren Kopfverletzungen sollte dabei niemand im Krankenhaus landen. Auch wenn Innenminister das immer wieder propagieren, Auge um Auge sollte immer noch der Vergangenheit angehören.

Spannender Nachtrag 22.06.2011: Fefe weist auf interessante Umstände hin:

Das wird euch jetzt sicher genau so schockieren wie mich: der "schwerverletzte Polizist" bei S21 war ein Undercover-Provokateur. Es gibt Videos von seinem Handgemenge mit den Demonstranten, und da sieht man von dem angeblichen versuchten Totschlag ... gar nichts. So läuft das also heute, ja? Wenn man die Demonstranten nicht zu Straftaten provoziert kriegt, dann verprügeln sich die Provokateure eben gegenseitig und man schiebt es am Ende den Demonstranten in die Schuhe.