100.000km Honda Jazz

17 03 2010

Mein eisblau-metallic-farbener Honda Jazz wird dieses Jahr 8 Jahre alt und hat gerade 100.000km hinter sich gebracht, Zeit also für ein kleines Resumé. Die Tankauswertung von 2007 stimmt in etwa auch weiterhin, die aktuellen Zahlen sind folgende: 5,8l/100km (ungewichtet gemittelter vom Bordcomputer abgelesener) Durchschnittsverbrauch bei überwiegend Kurzstrecken und Stadtverkehr, 90-120km/h auf der Autobahn, allgemein niedertouriger Fahrweise und bei etwa 20-30% Klimaanlageneinsatz. 7% der Laufleistung habe ich nicht vollständig erfasst, der Fehler ist aber geringer, weil ich häufig nur die gefahrenen Kilometer nicht erfasst habe, den Tankwert aber schon. Das Versprechen von 5,7l auf 100km wurde also durchaus eingehalten, gute Verbrauchwerte also.

Schäden hatte ich in all den Jahren lediglich einen: Der Kabelzug der Heizungsregelung war irgendwann einmal abgesprungen und musste für ein paar Euro neu eingehängt und justiert werden. Dann hat mir der Honda-Techniker vor anderthalb Jahren bei der Inspektion gesagt, dass der Kompressor der Klimaanlage ungesunde Geräusche macht und wohl demnächst ausfallen würde. Ein Austausch kostet zwischen 1000 und 1300€, also bin ich ganz froh, dass der Ausfall noch immer auf sich warten lässt. Dann leuchtete irgendwann einmal die Motorkontrolleuchte, was sofort mit einem Diagnosecomputer ausgelesen und abgeschaltet und bei der nächsten Inspektion ein paar Wochen später durch Justage der Motorsteuerung gefixt wurde. Das war wohl auch die Ursache für das Stottern bei niedrigen Drehzahlen unter wenig Last gewesen, das danach verschwunden war. Ansonsten ist der Wagen einmal jährlich bei der Inspektion gewesen, wo nach Bedarf TÜV/ASU gemacht wird und Bremsklötze, Öl und andere Flüssigkeiten, sowie der Pollenfilter der Klimaanlage und andere Verschleißteile gewechselt werden; das kostet so zwischen 150 und 300€. Zusammen mit einem Satz Reifen für 330€ vor ein paar Jahren sind das erfreulich geringe Betriebskosten und vor allem wenig Sorgen und Probleme gewesen. Mein Honda-Händler ist zudem sehr nett und bemerkenswert problemfrei. Sehr gut.

Die Fahrleistungen sind mit 83PS durchaus ausreichend, man kommt sich fast nie untermotorisiert vor. Also vollbepackt und mit Klimaanlage muss man den Jazz durchaus auch mal etwas hochtouriger fahren und Ampelrennen wird man auch eher selten gewinnen. Aber wie mit einem Opel Corsa auf Teneriffa im ersten Gang die Berge hochschleichen muss man mit dem Jazz wirklich nicht und im vierten Gang auf der Autobahn wird man Jazz-Fahrer auch eher selten antreffen.

Der Fahrkomfort ist einem Kleinwagen durchaus angemessen. Mein Jazz stammt aus der ersten nach Deutschland gelieferten Serie von 2002, die noch reichlich hart abgestimmt war und angeblich ein Rostproblem hat. Von Rost ist bei mir keine Spur und die harte Abstimmung finde ich durchaus sportlich. Neuere Baujahre ab 2003 sind wohl deutlich komfortabler gefedert, die neuen Modelle haben als Ausgleich auch ESP an Bord. Meiner hat das nicht, fährt sich aber auch völlig unkritisch. Die geringe Länge von 3,83m (deutlich weniger als ein Polo von 2002) ist trotz kleinem Wendekreis beim Einparken aber nicht wirklich vorteilhaft nutzbar, weil man den Wagen überhaupt nicht einschätzen kann; hinten nicht, aber auch vorne nicht, weil die Schnauze unglaublich kurz ist. Sowieso fühlt man sich innen wie in einem um ein paar Plätze geschrumpften Familienvan. Die Einparkhilfe bei neuen Modellen gibt es leider nur für hinten und nur bei teureren Modellen, trotzdem ein wichtiges Extra.

Apropos Kosten: Für einen Kleinwagen ist der Jazz auf den ersten Blick reichlich teuer. Die 10.000€ Basisversion ist sehr dürftig ausgestattet, mit allen Extras landet man bequem bei 20.000 und mehr Euro. Das klingt teuer, aber gemessen an der Ausstattung und an vergleichbaren Autos ist das gar nicht mal so viel. Man kann einen Jazz eben nicht mit einem Opel Corsa, einem Peugeot 207, einem Daihatsu oder ähnlichen Fahrzeugen vergleichen, sondern eher mit einem VW Polo. Ein klassischer Kleinwagen ist der Jazz wirklich nicht, die Geräumigkeit im Innenraum spielt locker in der Kompaktklasse von Golf und Co. mit, der Kofferraum ist sogar größer als im aktuellen Golf. Und das Killerfeature ist sogar auch nach acht Jahren noch einzigartig: Die genial simple und unfassbar praktische Rückbank ist der Hammer. Ich bin immer noch geflasht, wenn ich mit zwei Handgriffen mit nur einer Hand die Rückbank versenke und einen unglaublichen Laderaum hervorzaubere. Auch die Möglichkeit, kleinere Gepäckstücke unter den Rücksitzen zu platzieren hat uns schon den ein oder anderen Urlaub vereinfacht. Man kann also durchaus bequem zu viert unterwegs sein, wobei hier ganz klar hintere Boxen eingebaut werden sollten. Mit 160€ ist das nicht wirklich teuer und ich frage mich, wieso ich das erst nach fast acht Jahren habe machen lassen. An dem gemessen, was man für sein Geld bekommt und gemessen an den insgesamt über die Jahre angefallenen Betriebskosten, ist der Jazz alles andere als teuer, was auch den geradezu unfassbar hohen Preis auf dem Gebrauchtmarkt erklärt.

Kurzum: Der Honda Jazz ist insgesamt ein geniales Auto und verkauft sich laut meinem Honda-Händler fast von selbst. Werben muss Honda jedenfalls fast nicht und für den Seltenheitswert der Marke Honda auf deutschen Straßen sieht man erstaunlich viele Jazz herumfahren. Leider sind gefühlte 80% dieser Fahrzeuge in der Farbe Eisblau-metallic verkauft worden, was das Wiederfinden des eigenen Fahrzeugs im Parkgewirr nicht gerade leichter macht. Apropos Äußerlichkeiten: Ich finde den Jazz nicht wirklich schön, das aktuelle Modell erst recht nicht; aber er ist auch nicht hässlich, immerhin. Wer ein wirklich schönes Auto haben will, muss etwas anderes kaufen oder zumindest eine schönere Farbe wählen: In Schwarz etwa sieht der Jazz sogar wirklich fesch aus.

Ich vermisse übrigens auch etwas an meinem Jazz: Für das alte Modell gab es kein Tempomat, was ich wirklich bitter finde, hätte ich sowas doch wirklich gerne gehabt. Das Radio meines Modells bot leider auch keine Möglichkeit, Musik aus externen Quellen zu beziehen. Mit dem Klang war ich immer zufrieden, aber immer Audio-CDs brennen zu müssen oder den rauschenden FM-Transmitter von meinem TomTom zu benutzen, hat mich immer sehr gestört. Das neue Modell gibt es mit MP3-Wiedergabe, USB-Anschluss und Bluetooth-Freisprechen, das Problem ist also inzwischen behoben. Ich habe meinem Jazz gestern zum 100.000km Jubiläum ein neues Radio von Alpine mit Bluetooth-Freispreche und Bluetooth-Audioübertragung spendiert. Dafür musste erst ein DIN-Schacht besorgt und eingebaut werden, was den Umbau immens verteuert hat: 480€ für alles ist ein happiger Preis, aber der Gewinn beim Sound ist wirklich großartig. Das hätte ich gar nicht gedacht, weil ich die Boxen gar nicht ausgetauscht habe und das eingebaute Radio nie für so schlecht gehalten hatte. Weit gefehlt, der Car-Audio-Spezialist hat mir nicht zu viel versprochen: Ein Alpine-Radio holt auch aus mäßigen Boxen noch einiges raus und der Bluetooth-Kram funktionierte auf Anhieb inkl. Zugriff auf das Telefonbuch meines Windows-Mobile Handys. Wow.

Ach ja: Der Test des aktuellen Modells in der F.A.Z. ist übrigens durchaus lesenswert. Wobei ich mich über deren horrenden Benzinverbrauch wundere.


Oops, Rollcontainerunfall

18 01 2010

Unser Plus gegenüber wird gerade umgebaut. Wahrscheinlich wird ein Netto City daraus, wie auch aus dem Plus in der Hoffeldstraße, der dadurch ganz klar sehr gewonnen hat. Auch wenn ich Netto nicht mag, Fortschritt schadet nicht und unser Plus wird hoffentlich auch besser. Ich war übrigens, seit der Rewe vor ein paar Wochen aufgemacht hat, nur ein einziges mal bei Plus, auch wenn er inzwischen auch bis 22:00 Uhr auf hat. Das wollte ich aber gar nicht erzählen, sondern Euch folgendes Foto zeigen:

Ein Rollcontainer fiel vom Lastwagen und begrub ein Auto unter sich Oops, Rollcontainerunfall. Wär das mein Auto, wäre ich durchaus angefressen.


Urlaub machen

28 12 2009

Ich mache Urlaub, ich weiß, es ist kaum zu glauben. Denn ich fahre nicht gerne in den Urlaub, erst recht nicht, wenn ich knapp bei Kasse bin. Und schon gar nicht eine ganze Woche. Nun haben wir aber schon seit Jahren vor, zu Sylvester ein Haus am Meer mit Sauna klar zu machen. Und weil über Sylvester alle Häuser eine Mindestmietzeit von einer Woche haben, oder wenn sie weniger zulassen, das gleiche kosten, wie andere Häuser eine ganze Woche, sind wir jetzt gleich eine ganze Woche am Start. Naja und knapp bei Kasse bin ich zur Zeit glücklicher Weise (zumindest theoretisch) auch nicht so wirklich. Da wir nicht irgendwo hin fliegen, ist das Ganze sogar umwelt- und geldbeutelmäßig vertretbar.

Bleibt die dritte Einschränkung: Online sein im Urlaub. Bisher hieß Urlaub für mich, weitgehend auf Internetzugriff zu verzichten. Erst fiel diese Grenze durch sowieso gebuchte Datenflatrates bei Deutschland-Kurztrips, jetzt sind wir auch im Haus in Holland für 20€ Aufpreis online. Ich bin gespannt, wie das da realisiert wird; dabei hoffe ich auf einen WLAN-Router im Haus, rechne aber irgendwie mit einer Telefondose, an der man ein Modem anschließen kann und für 9¢/min online gehen kann. So habe ich das nämlich in Krankenhäusern und Reha-Buden in den letzten Jahren immer wieder gesehen. Wie auch immer, ich nehme vorsichtshalber eine Fritz!Box mit. Wär doch gelacht. Eine Woche ohne Online-Zugriff geht für mich nun mal nicht, zumindest nicht freiwillig. Ich weiß, dass andere das als befreiend empfinden; ich tue das nicht. Ich finde auch barfuß in der Stadt laufen nicht befreiend oder auf papierdünnen Strohmatten auf Steinböden in irgendwelchen abgeschiedenen Klöstern zu nächtigen. Weil man da so zu sich findet und so. Fuck Leute: Man kann sich seinen Alltag auch so einrichten, dass man genug Möglichkeiten zum in sich kehren hat. Stress vermeiden und vielleicht gelegentlich mal ein Joint sind da schon sehr hilfreich. Oder man macht zweimal die Woche Yoga oder was auch immer. Für mich ist Urlaub jedenfalls selten befreiend gewesen, sonder eher eine stressige Angelegenheit. Wenn man nach Hause kommt und vor Anstrengung erst mal pennen muss, um danach ein paar Tage damit zu verbringen, wieder auf den aktuellen Stand zu kommen, dann kann ich da keine echte Entspannung erkennen. Um es mit Deichkind zu sagen: Urlaub vom Urlaub". Andere lassen sich die Zeitung in den Urlaub nachschicken, ich brauche eben Internetzugang. So einfach ist das. Keine Ahnung, wieso ich mich da immer rechtfertigen muss.

Es gibt noch eine vierte Einschränkung: Nach Weihnachten ist bei mir seit 10 Jahren traditionell Weihnachts-Netz angesagt, die ich jetzt schweren Herzens sausen lassen muss. Sehr schade. Aus diesem Grund kam bisher auch für mich nie ernsthaft ein Besuch beim Chaos Communication Camp in Frage. Jetzt ist es so weit: Ich kaufe mir einen langärmligen und langbeinigen Spießer-Pyjama und fahre statt mit den Jungs (und Mädels) die Nächte mit Killerspielen und so zu durchzechen in den Sylvester-Urlaub. Ja, ich gehe ganz offensichtlich auf die 30 zu. Und was soll ich sagen? Ist gar nicht so doof, wie das immer dargestellt wird.

Jetzt muss ich mich aber schnell fertig machen und packen, denn gleich geht es schon los. Zu viert in meinem Jazz, das wird kuschelig.


Ein stressiges Wochende und gesundheitliche Folgen

21 11 2009

Wo ich das hier gerade noch mal lese, schnell mal ein Nachtrag. Da es um meine Krankengeschichte geht, ist das hinter dem üblichen Passwort versteckt.


"Ein stressiges Wochende und gesundheitliche Folgen" vollständig lesen


Flucht aus Berlin

30 09 2009

Wo wir gerade bei Kindheitserinnerungen waren: Irgendwer hatte meinem Vater Anfang der 1990er den genialen Comic Flucht aus Berlin von Gerhard Seyfried geschenkt, der leider zwischenzeitlich verschollen ist. Diesen Comic habe ich damals zig mal gelesen und fand ihn schon total lustig, ohne dass ich die politischen Zusammenhänge des Berlins der 1980er auch nur ansatzweise verstanden hatte.

Apropos Berlin der 1980er: In meiner Grundschulzeit, die 1992 endete, war der Ostblock, der Kalte Krieg, die Wende und das alles keinerlei Thema. Erdkundliches Material hörte irgendwie am eisernen Vorhang auf und als ich die Maueröffnung live im Fernsehen verfolgt habe, habe ich zwar gefühlt, dass da gerade etwas wirklich großes abging, aber ohne dass ich ich das intellektuell hätte fassen können. Wie auch, ich wusste ja im Grunde nichts über die DDR und all das Zeugs. Pershing Raketen waren böse und Amis Imperialisten oder so, das hatte man mir immer eingetrichtert. Die Demo auf die man mich mal mitgeschleppt hat und von der ich bisher immer dachte, da wäre es um Abrüstung gegangen, war aber wohl eher eine Anti-Atom-Demo. Das muss 1986 gewesen sein, da war ich vier; erinnern tue ich mich nur an ein buntes Klettergerüst mit Blick auf eine längliche Parkanlage (Poppelsdorfer Allee?) mit unendlich vielen Leuten drauf, Transparente und eine eigentümliche Stimmung, die nicht so recht meine war. Irgendwie waren Abrüstung, Anti-Atom und Dritte Welt damals wichtigere Themen als die DDR; über die wurde scheinbar lieber geschwiegen, zumindest mir als Kind gegenüber. Meine Lehrerin auf der Montessori-Schule war auch Friedensaktivistin und auch von ihr kamen keine Infos zum anderen Deutschland. Ich kann mich an Kartenmaterial erinnern, auf dem Ostpreußen zu Deutschland gehörig ausgewiesen war und zu dem gesagt wurde, dass diese Grenzen seit irgendeinem Krieg nicht mehr gültig seien. War das nur bei mir so? Jemand, der in der DDR aufgewachsen ist, erzählte mir neulich, dass man sich bei ihm in der Grundschule auf haltlose Lügen über den Westen hinreißen ließ, da ist mir Totschweigen dann doch lieber. Wobei es Totschweigen nicht ganz trifft, beim Thema DDR wurde nur irgendwie abgewiegelt und irgendwas von Stasi und Mauer geredet; es wurde ein "da geht man besser nicht hin" vermittelt und dass die DDR etwas diffus negatives ist.

P.S. Einen Gerhard Seyfried Sammelband habe ich nun in meine Amazon-Wunschliste aufgenommen und freu mich schon darauf. Vielleicht will mir ja kurzfristig jemand ein Buch schenken und einem Selbstkauf zuvorkommen…


Ulrich Roski, der Held

30 09 2009

In meinem Elternhause existierte eine mysteriöse blaue Musik-Kassette scheinbar ostdeutscher Herstellung, von der niemand wusste, wie sie ihren Weg in unser trautes Heim gefunden hatte. Eine rote oder orangefarbene Schwesterkassete gab es auch, aber an deren Inhalt kann ich mich nicht erinnern. Auf der blauen Kassette waren ein paar geniale Lieder zu hören deren Interpret ebenfalls niemandem bekannt war. Ich sage ja, mysteriös. Die Kassette habe ich als Kind bestimmt 300 mal gehört und mich ob der genialen Texte köstlich amüsiert. Das Internet war dann 15 Jahre später so freundlich, mir anhand einiger memorierter Textfetzen Interpret und Titel eines der Lieder zu nennen: Ulrich Roski heißt der Mann, und der hat noch viel mehr gute Lieder mit feinen Texten gemacht. Das Lied, an das ich mich am besten erinnern kann heißt Des Pudels Kern und ist es sicher wert, ihm ein paar Minuten Gehör zu schenken. Großartig das. Das andere Lied heißt Die ungemeine Prominenz und ist ähnlich gut. Leider kann man das nirgendwo als MP3 kaufen oder bei YouTube anhören.

Hier noch ein paar erheiternde Zeilen aus dem Lied Das macht mein athletischer Körperbau (leider auch ohne Link):

Ich kam aus Marokko, die Taschen voll Hasch
Das entdeckte der Zöllner dann auch ziemlich rasch
Dann stellt er sich blöde und schnüffelt am Gras
Und fragt scheinheilig: „Na, was ist denn das?“


Feedabonnenten zählen

08 09 2009

Seit heute Nacht zähle ich neben den Zugriffen auf meine Website auch die Zugriffe auf meinen RSS Feed. Bisher hatte ich keinen blassen Schimmer, wieviele Leser ich über diesen Kanal habe. Der Blog als Website und der Lifestream haben täglich um die 100 Besucher (die Suchmaschinenrobots nicht mitgezählt), die meisten davon kommen über Google mit verschiedenen Suchbegriffen. Favorit ist im bisherigen Jahresverlauf eindeutig "alice kündigen" in verschiedenen Abwandlungen mit weit über 500 Zugriffen vor "taxiteller" und "spackmat" mit je etwas über 180 und 120 Zugriffen. Darauf wollte ich aber gar nicht hinaus.

Damit ich die einzelnen Abonnenten auseinander halten kann, habe ich schon vor einer ganzen Weile die URLs meiner Feeds mit einem Parameter "?subscription=13stellige_ID" versehen. Wer innerhalb des letzten Jahres einen meiner Feeds abonniert hat, sollte so eine eindeutige ID schon bekommen haben (sofern er sie nicht entfernt hat). Einfach alle Aufrufe der Feeds zu zählen, sagt leider nichts aus, weil Feedreader die ja regelmäßig selbstständig abholen und ich so eine viel zu hohe Zahl messen würde. Da offenbar überraschend viele Leute meinen Feed schon länger abonniert haben und keine ID mitsenden, habe ich in den letzten 20 Stunden schon 400 Zugriffe von nicht identifizierbaren Abonnenten gezählt.

Deswegen bin ich auf Eure Mithilfe angewiesen: Überprüft bitte die URL Eures Feedabos, ob hinten so eine eindeutige ID dran klebt. Falls nicht, hängt den Parameter entweder einfach dran oder abonniert den Feed neu. Ihr könnt auch eine beliebige Zeichenkette mit 3 bis 32 Zeichen als ID benutzen, wenn es individueller zugehen soll. Erlaubte Zeichen sind A-Z, Dezimalziffern, der Unterstrich und der Punkt, alle anderen Zeichen führen zur Zählung als nicht identifiziert. Bei der Gelegenheit möchte ich für an meinem Leben interessierten Leuten auch nochmal auf meinen Lifestream hinweisen, den man auch als Feed abonnieren kann. Dort landen alle Blogeinträge, Kommentare, Dents/Tweets, Mister Wong Bookmarks und Qype Beiträge von mir.

Zum Datenschutz: Ich speichere bei den Feeds absichtlich keine IP-Adressen oder sonstige Informationen, die Euch unfreiwillig identifizieren könnten. Die ID wird zufällig erzeugt und dient lediglich dem Auseinanderhalten der einzelnen Abos. Jeder Zugriff Eures Feedreaders wird mit einem Zeitstempel geloggt, damit ich ausfiltern kann, wenn jemand den Feed nicht mehr bezieht. Jeder kann die ID in der Feed URL in seinem Feedreader entfernen, wenn er als unidentifizierter Abonnent gezählt werden will. Da ich meine Leser gerne kennen oder wenigstens zählen können möchte, bitte ich aber, die ID stehen zu lassen.

Warum benutze ich kein Feedburner? Ich benutze Feedburner aus dem gleichen Grund nicht, warum ich auch Google Analytics nicht benutze: Die mitunter personenbezogenen Daten meiner Benutzer werde ich nicht an Google verraten, Google muss ja nicht alles wissen.

Nachtrag 09.09.09: Oha, danke an die ganzen Leute, die ihre Feedadresse schon umgestellt haben. Besonderen Dank an den einen, der zudem seinen Namen da eingetragen hat. Ich werde zwar selten direkt in die Datenbank gucken, aber wenn, freue ich mich darüber.

Nachtrag 01.10.09: Inzwischen kann ich auf halbwegs verlässliche Zahlen zugreifen und erste Schlüsse ziehen. Ich habe momentan etwa so viele Feedabonnenten wie ich tägliche Besucher auf Blog und Lifestream habe, was deutlich mehr ist, als ich dachte. Je nach Zählweise sind das auch mehr, deswegen habe ich mal die Zugriffe analysiert und die Auswertung der Realität angepasst: Zuerst habe ich einfach IDs mit nur einem oder zwei Zugriffen nicht mitgezählt, weil das offensichtlich (noch) keine Abonnenten sind. Aber dann habe ich festgestellt, dass ich eine erkleckliche Zahl von IDs mit jeweils über 10 Zugriffen innerhalb von 6 Stunden, aber danach gar nicht mehr habe. Was auch immer das ist, als Abonnent zähle ich das nicht. Momentan zählt also jede eindeutige ID, die zwei oder mehr Zugriffe in einem Zeitfenster von mehr als 24 Stunden und davon den letzten innerhalb der letzten 7 Tage erzeugt hat. Ich denke, das ist ein realistisches Bild und die Verzögerung von 24 Stunden, bis ein neuer Abonnent gezäht wird, geht auch OK. Alle IDs, die länger als 30 Tage keinen Zugriff hatten oder deren sämtliche Zugriffe vor mehr als sieben Tagen innerhalb von nur 24 Stunden stattfanden, werden täglich aus der Datenbank entfernt. Ich werde berichten, falls sich noch was ändert. Ach so, Lifestream zu Blog verhält sich etwa im Verhältnis 1:4.


Mein Abibuch

28 07 2009

Neulich habe ich in meinem alten Zimmer bei meinen Eltern aufgeräumt und da fiel mir mein Abibuch in die Hände. Acht Jahre ist das jetzt her, meine Herren. Ich erinnere mich gerne an die Oberstufe zurück, hat wirklich Spaß gemacht. Was ich völlig vergessen hatte, waren die Rankings, deren Ergebnisse durchaus schmeichelhaft für mich ausgefallen waren. Hier meine Platzierungen:

  • Stufenking (Platz 1 mit 59%)
  • Kanzlerkandidat (Platz 3 mit 24%)
  • Freak (Platz 1 mit 57%)
  • Spaßvogel (Platz 3 mit 22%)
  • Entertainer (Platz 1 mit 50%)
  • Genie (Platz 3 mit 12%)

Das Genie hab ich nicht verdient (deswegen auch nur 12%), es gab genug Leute, auf die das eher zutrifft. Auf den Entertainer und den Stufenking bin ich im Nachhinein echt ein bisschen stolz

Den Freak habe ich mir allerdings redlich verdient. Wer mich erst viel später kennengelernt hat, wird dem vielleicht zustimmen können. Für die, die mich schon länger kennen, komme ich hingegen heute im Vergleich zu damals wie der letzte Spießer rüber. Ein Wunder, dass ich früher für so viel Freakigkeit so wenig gedisst wurde und nur ein mal aufs Maul bekommen habe; übrigens nicht von irgendwelchen Asis, nein von Ronnie mit der dicken Backe persönlich; und nicht mal für Spacko sein, sondern weil der mir mein TeLMI abziehen wollte.

Angesaugt worden bin ich auf der Straße übrigens ständig, weil ich offensichtlich ein ziemlicher Spacko war – manche würden es "individuell" nennen. Nur handgreiflich wurde das nie. Eine Zeit lang haben so Typen aus der Stufe unter mir sich mich als Oper ausgesucht und mich immer wieder ernsthaft genervt. Das habe ich ganz nebenbei im CB-Funk (jaja, ich weiß, aber da gabs noch kein Internet für alle) einem echt netten Typen erzählt, von dem ich erst danach erfahren habe, dass er ein berüchtigter Schlägertyp war. Der Häuptling dieser Typen und Initiator der Disserei war praktischerweise dessen Lieblingsfeind und mir war er wohlgesonnen. Das traf sich offenbar gut, denn das Problem hatte sich damit schlagartig erledigt. Fragt mich nicht, was da hinter den Kulissen gelaufen ist, ich war ihm jedenfalls dankbar dafür. Sowieso hatte der Typ mit seinen Kumpels so einen "sauber halten" Komplex. Die waren immer auf der Suche nach Leuten, die andere terrorisieren, um denen das dann mit Knüppeleinsatz auszutreiben. Leute, die ihre Pubertäts-Aggressionen in dieser Form kanalisieren, sind mir ehrlich gesagt deutlich lieber als die, die unschuldige damit behelligen. Leute, die ohne Gewalteinsatz auskommen, sind mir allerdings noch lieber.


Ein paar Häuser weiter brennt es

24 07 2009

Feuerwehreinsatz 24.07.2009 Ackerstraße von meinem Arbeitszimmer aus gesehen Gerade kommen wir vom Essen nach Hause und beim Weg durch die Lindenstraße sehen wir Rauch in unserem Hinterhof (gemeint ist das Innere unseres Blocks). Ich bleibe kurz stehen und überlege, ob ich die Feuerwehr rufen soll, aber der Rauch ist zu wenig und zu hell. Also lasse ich es und gehe weiter in die Ackerstraße, vom Balkon kann man ja noch mal gucken. Aber Nix da! Straße gesperrt und alles voll mit Feuerwehr, Polizei und Krankenwagen. Feuerwehrmänner mit Sauerstoffflaschen machen sich bereit und fette Schläuche liegen auf der Straße. OK, da brennt es offensichtlich doch. Unschön. Vor Wohnungsbränden habe ich schon seit meiner Kindheit eine übersteigerte Angst. Beruhigend, dass die Feuerwehrleute relativ gelassen aussehen. Immerhin. Auf unserem Balkon stinkt es jedenfalls ziemlich. Das Bild ist aus dem Fenster meines Arbeitszimmers aufgenommen, nicht viel zu sehen.

Nachtrag 25.07.2009 01:19 Uhr: Die meisten Feuerwehrleute standen in voller Montur etwa eine Stunde herum, dann wurde zusammengepackt. Gut: Scheinbar ist nichts weiter passiert, vielleicht(!) weiß die Zeitung ja in ein paar Tagen mehr.

Nachtrag 27.27.2009: Inzwischen steht etwas zu dem Brand in der Zeitung: Die unsachgemäße illegale Stromabzapfungsinstallation einer 400m² Hanfplantage war die Brandursache. Na sowas: Da hat man eine riesige Hanfplantage vor der Haustür und erfährt auf diese traurige Weise davon.


Ein kalter Sommer mit Abrisslärm

11 07 2009

Na prima, seit ein paar Tagen sind ja Sommerferien und pünktlich dazu regnet es quasi in einem durch und es ist eiskalt. Nicht, dass mich die Sommerferien persönlich interessieren würden, aber sie bringen eben einige Begleiterscheinungen mit sich. Eine davon ist die gefühlt gesteigerte Wahrscheinlichkeit für schlechtes Sommerwetter, eine andere sind die allgegenwärtigen Baustellen. In Düsseldorf sind alle Straßen betroffen, scheint es.

Abrissbagger auf Bunker LindenstraßeViel schlimmer aber ist die Baustelle auf dem Bunker hinter unserem Haus. Da er genau zwischen zwei Schulen steht, werden die lauten Abrissarbeiten daran nämlich jetzt in den Sommerferien getätigt. Das Dingen steht 130m Luftlinie entfernt von unserem Balkon (und Schlafzimmer) und die beiden Bagger, die oben drauf stehen und ihre Arbeit verrichten, lärmen ziemlich. Und da das ein Bunker ist, wird sich dieser Lärm wohl noch eine unangenehme Weile lang fortsetzen. Hier mal ein halbwegs brauchbares Foto davon. Auf 130m Entfernung mit einer Kompaktkamera geschossen, deswegen in mittelmäßiger Qualität; dafür mit Geotags in den Exif-Informationen. Dazu schreibe ich demnächst mal was.

Ach ja, noch mal zum Thema Wetter: Ich bin, seit ich aus der Schule raus bin, ein überzeugter Schönwetterradler. Schon in der Schule habe ich es unglaublich gehasst, bei Regen Rad zu fahren. Aber da gab es keine Alternative, denn eine Busfahrkarte für vor 9 Uhr hatte ich nicht und der Bus zur Schule war sowieso immer total überfüllt, gerade bei Regen. Kaum war ich erwachsen und aus der Schule raus, habe ich das Rad stehen lassen und bin fortan mit Bus und Bahn und Regenschirm unterwegs gewesen, oder zur Not mit dem Auto. Ha! Dem Regen ein Schnippchen geschlagen. Bis neulich: Ich bin für ein paar Wochen in einer Firma um die Ecke am Start, es ist Sommer und die Entfernung ist genau zu weit zum zu Fuß gehen, also Rad fahren. Ergebnis: Ich bin schon zwei mal völlig durchnässt zu Hause angekommen und fühlte mich genau so scheiße wie früher. Ich hasse es, nass zu sein und Radfahren macht einfach keinen Spaß bei Regen. Ich würde einen Sommer bevorzugen, der sich irgendwo zwischen den Extremen Hagelschauer und schwüler Bruthitze einpendelt.