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    <title>spackblog</title>
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    <description>Meyer, erzähle uns von dir</description>
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    <title>Online-Backup im Jahr 2010</title>
    <link>http://spackmat.de/spackblog/archives/713-Online-Backup-im-Jahr-2010.html</link>
            <category>Computer-und-Technik</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Gregor Nathanael Meyer)</author>
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    &lt;p&gt;Online-Backup ist eine unglaublich naheliegende Idee, wenn es um die aushäusige Datensicherung geht. Als man noch 30MB Webspace hatte und ein analoges Modem, war das nicht so recht praktikabel. Auch die 256kBit/s, die ein Gros der DSL-Anschlüsse in Deutschland als Geschwindigkeit nach außen anbieten, sind nicht so viel, dass man seine Daten darüber gerne sichert. Über den Daumen gerechnet sind das nämlich nur 2,7GB in 24 Stunden oder magere 112,5MB pro Stunde. Damit wird man seine Bildersammlung und die eigenen Dateien nur unter Blut und Schweiß in ein Online-Backup bekommen. Bei 1MBit/s Upload wird es langsam interessant, das ist der übliche Wert bei DSL-Anschlüssen mit 16MBit/s. Das sind schon 450MB pro Stunde und über 10GB pro Tag. Mein VDSL50-Anschluss transportiert 10MBit/s ins Netz und würde 100GB in einem Tag schaffen. Damit erreichen wir recht klar die Zone der Praktikabilität für den Alltag.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Meine Eigenen Dateien (inkl. Fotos) nehmen ca. 12GB ein, nachdem ich dort mal gründlich aufgeräumt habe und die TomTom Kartenbackups mit inzwischen 8GB ausklammere. Meine Musik liegt zur Zeit bei 70GB und wächst gelegentlich. Mit 100GB käme ich also für meine wichtigsten Daten durchaus hin, aber Luft nach oben schadet nicht. Manche Leute haben deutlich mehr Musik, andere weniger, wiederum andere würden auch gerne ihr Videoarchiv sichern und dann sind da noch die, die ihren Rechner nicht aufräumen und deswegen im Terabyte-Bereich unterwegs sind.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Backup muss sein, darüber brauchen wir hoffentlich nicht reden. Leider kenne ich zu viele Leute bei denen ein Ausfall der Festplatte oder der Verlust ihres Laptops sich eher tragisch auswirken würde. Offensichtlich machen sich zu wenige Leute klar, dass da ihre gesamte Fotosammlung der letzten Jahre schlummert, ihre (bezahlte oder wenigstens mühsam zusammengesammelte) Musik, ihre digitale Identität. Eine externe Festplatte ist aber wenigstens einem Großteil als Backup-Medium bekannt und einige Leute machen sogar gelegentlich, vielleicht einmal im Jahr ein Backup ihrer nötigsten Daten. Immerhin.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Doch was wenn es brennt (man denke auch an Löschwasser vom brennenden Dachgeschoss)? Wenn eingebrochen wird? Oder eine Hausdurchsuchung einem die gesamte IT-Infrastruktur aus der Wohnung trägt (ob berechtigt oder nicht)? Es führt kein Weg dran vorbei, man muss ein Backup seiner Daten auch außerhalb der Wohnung bzw. des Büros aufbewahren. Fein raus, wer seine Daten aus dem Büro auf Festplatten mit nach Hause nehmen kann, um sie dort zu archivieren. Dann kann einem wirklich nur noch eine Hausdurchsuchung in die Suppe spucken, die gerne mal in Büro und Privaträumen räubert. Oder eine Atombombe, aber dann hat man ganz andere Probleme am Hals. Aber nicht jeder hat ein Büro oder einen vetrauenswürdigen Lebenspartner in separater Wohnung.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Zudem ist es eine feine Sache, wenn man selbst oder auch andere uf Einladung auch von unterwegs via Notebook an die eigenen Daten herankäme. Auftritt Online-Backup. Das Kernproblem hier ist das Vertrauen in den Betreiber des Cloudspeichers. Mitunter hat man sensible Daten auf der Festplatte, sei es die Privatpornosammlung, Daten von Kunden oder was auch immer man als sensibel einstuft. Ohne eigene Verschlüsselung muss man dem Betreiber des Cloud-Speichers einiges an Vertrauen entgegenbringen. Immerhin arbeiten da Menschen, die 1. naturgemäß Zugriff auf die Daten haben und 2. Menschen sind und somit gelegentlich böse sind oder auch mal Fehler machen. Da kann noch so schön der Transport verschlüsselt laufen, die Daten verschlüsselt abgelegt sein, wenn man sich nicht selbst darum kümmert, wird es Dritte geben, die Zugriff auf die Daten haben. Und sei es ein Einbrecher im Rechenzentrum oder ein geschickter Hacker. Also bleiben einem vier Lösungen:&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Man natürlich den großen roten Ignore-Button drücken und dem Anbieter vertrauen. Wenn man jemandem Geld bezahlt, mag das durchaus eine praktikable Lösung sein, für paranoide Menschen wie mich aber nicht. Alternativ kann man Online-Backup ganz bleiben lassen, verzichtet aber auf die Vorteile. Die dritte Lösung ist für Pragmatiker: Geht es um Musik und je nach Privatheitsanspruch um die Fotosammlung, jedenfalls um wenig sensible Daten, spricht nichts gegen irgendeinen dahergelaufenen Cloud-Anbieter. Doch was ist, wenn sensible Daten gesichert werden müssen, etwa Daten von Kundenprojekten? Als vierte Lösung bleibt einem die Verschlüsselung in Eigenregie.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;TrueCrypt zum Beispiel ist eine hervorragende Lösung, um einen verschlüsselten Dateicontainer als Laufwerksbuchstaben ins System einzubinden. Leider hat diese Lösung zwei ganz dicke Pferdefüße: Zum einen muss man sich bei der Erstellung des Containers für eine Größe entscheiden, klein anfangen und mitwachsen ist nicht. Die Ersteinrichtung des Online-Backups wird also in jedem Fall ab einer gewissen Menge der zu speichernden Daten zum Problem, für dass es nur halbwegs gute Lösungen gibt. Zum anderen aber braucht man einen Online-Speicher, der sich als Blockdevice einbinden lässt. Das bedeutet, dass man wahlfrei auf einzelne Teile einer Datei zugreifen kann, um nicht bei jedem Zugriff die gesamte Datei übertragen zu müssen. Eine kleine Änderung einer 100GB Containerdatei sollte nicht dazu führen, dass ein VDSL50-Anschluss 24 Stunden beschäftigt ist. Das trifft leider auf die wenigsten Cloud-Speicher zu, so dass die Auswahl deutlich eingeschränkt wird.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Sowieso ist der Zugriff auf den Cloud-Speicher ein Problem. Viele Anbieter (wie 1&amp;amp;1) bieten lediglich über das WebDAV-Protokoll Zugriff auf die Dateien, was unter Windows die praktisch handhabbare Dateigräße auf ca. 50MB beschränkt, mit Tricks oder speziellen Programmen sind auch mehr drin, bei 1&amp;amp;1 ist etwa bei 512MB Schluss. &lt;a href=&quot;http://spackmat.de/spackblog/archives/698-Das-11-SmartDrive-ist-eher-enttaeuschend.html&quot;&gt;Hier habe ich mich mal ausführlich über die Beschränkungen bei 1&amp;amp;1 ausgelassen&lt;/a&gt;. WebDAV, FTP und Konsorten sind kein Blockdevice, also fällt ein großer TrueCrypt-Container als Lösung auf solchen Cloud-Speichern flach.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die zur Zeit attraktivste Lösung in dieser Hinsicht bietet zur Zeit ausgerechnet Strato, bei deren Namen ich und viele Bekannte noch heute (über 10 Jahre seit dem letzten Kontakt) kurz schaudern. Strato war damals so unglaublich scheiße, das lässt sich kaum in Worte fassen. Im Jahr 2010 könnte man darüber mal hinwegkommen, denn das Produkt HiDrive klingt äußerst attraktiv: 100GB für 3,90€ pro Monat, 500GB für 9,90€, 1TB für 39,90€, bis hin zu 5TB für 149€. Das ist überschaubar, auch im professionellen Kontext. Zum Vergleich: Bei Amazon S3 kostet jedes GB 15 US¢ pro Monat zuzüglich Traffic (150€ für 1TB). Strato bietet dabei Zugriff via Windows-Netzwerkfreigabe (über sicheres OpenVPN) mit voller TrueCrypt Unterstützung. In der c&#039;t stand, dass man sogar eine Festplatte per Post ins Rechenzentrum schicken kann, die dann eingespielt wird. Wenn das stimmt, würde das sogar die lästige Ersteinrichtung praktikabel machen. Einen 1TB TrueCrypt-Container übers Netz zu schicken, dauert auch bei VDSL50 10 Tage und würde auch alle 24 Stunden durch die Zwangstrennung unterbrochen. Da ist der Postweg doch irgendwie angemessener.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Ich habe jetzt einen kostenlosen 90-Tage-Testaccoung bei Strato bestellt und werde über meine Erfahrungen berichten. Vielleicht werde ich auch genaueres über Alternativen schreiben.&lt;/p&gt; 
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    <pubDate>Thu, 26 Aug 2010 17:15:33 +0200</pubDate>
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    <category>1und1</category>
<category>Backup</category>
<category>Mal abchecken</category>
<category>Online-welt</category>
<category>Selbstreferenz</category>
<category>Strato</category>

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    <title>Kurztest: Smartbook Surfer</title>
    <link>http://spackmat.de/spackblog/archives/712-Kurztest-Smartbook-Surfer.html</link>
            <category>Computer-und-Technik</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Gregor Nathanael Meyer)</author>
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    &lt;p&gt;Vor zwei Wochen ging im Netz die Nachricht um, Marktkauf biete für 179€ das 7&quot; Android-Tablet &lt;a href=&quot;http://www.smartbook.de/Content/produktseiten/details.aspx?produkt=22fd4c3f-d5a2-4288-8fca-66679455bc63&quot;&gt;Smartbook Surfer&lt;/a&gt; an. &lt;a href=&quot;http://www.heise.de/mobil/meldung/Android-Tablet-fuer-180-Euro-Update-1049091.html&quot;&gt;Sogar bis in die News von heise.de hat es das Gerät geschafft&lt;/a&gt;. Es war im Online-Shop sofort ausverkauft und der nächste Marktkauf von hier ist in Gelsenkirchen, also legte ich den Gedanken erst mal ad acta. So ein Gerät reizt mich grundsätzlich aber schon, vor allem, weil ich mit Android rumspielen und vor allem ausloten möchte, wofür man sowas produktiv einsetzen könnte. Letzten Donnerstag war im Online-Shop von Marktkauf dann eine kleine Charge verfügbar, also habe ich direkt mal so ein Ding bestellt.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die übergreifende Fragestellung lautet dabei: Was taugt ein Tablett für 180€? Ich vermutete nichts gutes und um das vorweg zu nehmen: Es taugt wirklich nichts. Ein paar lose Punkte:&lt;/p&gt;

&lt;ul&gt;
  &lt;li&gt;Das Ding ist unglaublich träge. Alles fühlt sich langsam an, sehr unerquicklich. Ein &lt;q&gt;Leistungsstarker Arbeitsprozessor mit 800MHz&lt;/q&gt; soll da laut Packung drin stecken, auf der Website steht &lt;q&gt;Telechips TTC8902 720MHz Prozessor&lt;/q&gt;. So oder so, das Ding ist quälend langsam.&lt;/li&gt;
  &lt;li&gt;Der resistive Touchscreen ist eine Unverschämtheit. Davon abgesehen, dass man mitunter sehr viel Druck ausüben muss, um eine Reaktion hervorzurufen, schwankt der nötige Druck auch noch ständig. Manchmal reicht ein jovialer Tipper mit der Fingerkuppe (wie bei meinem HTC Touch HD), manchmal muss man aber wirklich mehrmals so kräftig auf das Display eindrücken, dass man Angst bekommt, seinen Finger auf der anderen Seite wieder zu sehen. Wischen (also vor allem scrollen) wird so zum Glücksspiel, selbst mit dem billig wirkenden und sehr fest im Gehäuse steckenden Plastikstift.&lt;/li&gt;
  &lt;li&gt;Lahmer Prozessor plus hakeliger Touchscreen sind eine schlimme Kombination, die sich vor allem bei der virtuellen Tastatur auswirkt: Es ist unmöglich, auf dem Ding auch nur halbwegs flüssig zu tippen. In den Einstellungenm lässt sich ein leiser Tastenquittungsklick einschalten, der aber genau so unzuverlässig abgespielt wird, wie die Tastendrücke angenommen werden. Um eine Twiter-Nachricht in der TweetDeck Beta zu tippen, brauche ich über eine Minute. Die Texteingabe ist also völlig unbrauchbar. Hatte ich erwähnt, dass man trotz ca. 6mm hoher Tasten und spitzem Eingabestift ständig Tasten aus einer Reihe weiter oben auslöst? Setzen, sechs!&lt;/li&gt;
  &lt;li&gt;Aber das reicht noch nicht an Unpraktikabilität: Die Android-Tasten Menü, Suche, Home und Zurück liegen auf der Rückseite. Das ist OK, wenn man das Ding in der Hand hält, aber selbst dann sind die kleinen Tasten fummelig zu bedienen und man muss sich die Reihenfolge merken. Liegt das Ding auf dem Tisch oder hält man es irgendwie anders, muss man für jeden Klick auf eine der Tasten erst mal fummelig suchen gehen. Super lästig, vor allem, weil man diese Tasten bei Android ständig braucht. Aber auch das reicht noch nicht, denn die schwergängigen Tasten wollen mit viel Gefühl gedrückt werden, was aber auch dann nicht immer auf Anhieb angenommen wird. Fast noch schlimmer als der Touchscreen. Und weil das Ding so träge ist, bemerkt man das Ignorieren den deutlich hörbaren Tastendrucks erst eine Bedenksekunde später.&lt;/li&gt;
  &lt;li&gt;Der dämlichste Designfehler kommt aber noch: Das Gerät lädt nicht über USB, sondern nur mit dem beiliegenden Netzteil m(. Was soll man dazu noch sagen?&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;

&lt;p&gt;Das sind meine Hauptkritikpunkte, aber auch sonst glänzt das Ding nicht sonderlich:&lt;/p&gt;

&lt;ul&gt;
  &lt;li&gt;Die Verarbeitung ist mäßig, aber für den Preis OK.&lt;/li&gt;
  &lt;li&gt;Die Webcam macht grausige Bilder, das Mikrofon funktionierte in Zusammenhang mit der Fritz!App Fon nicht.&lt;/li&gt;
  &lt;li&gt;Das Display zeigt ein immerhin brauchbares Bild.&lt;/li&gt;
  &lt;li&gt;Die vorinstallierte Skype-Betaversion ist ein schlechter Witz und nutzt zudem nur einen Bruchteil des Bildschirms (wahrscheinlich 320x240 im Querformat oben in der Mitte des 800x480er Displays).&lt;/li&gt;
  &lt;li&gt;Der Audio-Ausgang ist eine 2,5mm Klinke, ohne, dass dafür ein Grund ersichtlich wäre.&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;

&lt;p&gt;Alles in allem ist das Tablet-Computing zum abgewöhnen. Man kann nur hoffen, dass es ein offizielles oder zumindest inoffizielles Android 2.2-Update geben wird, damit zumindest die Geschwindigkeit etwas erhöht wird. Ich glaube aber nicht daran. Immerhin kann das Ding angeblich 1080p-Videos dekodieren und sogar über seinen Mini-HDMI-Ausgang ausgeben. Das wär ja was. GPS gibt es übrigens keins, Lagesensor und Kompass scheinbar ebenfalls nicht.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Fazit: Finger weg vom Smartbook Surfer! Und generell von Android-Tablets mit resistivem Touchscreen und fragwürdigen Prozessoren: Es macht keinen Spaß und ist rausgeschmissenes Geld. Mal schauen, ob ich einen sinnvollen Platz dafür finde.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Dass der Android-Market seit ich das Gerät habe nicht funktioniert ist ärgerlich, aber dafür kann das Gerät wahrscheinlich nichts. Angeblich soll der inzwischen wieder laufen, bei mir ist davon noch nichts zu sehen: Ich starre weiterhin auf ein meine lustigen &quot;Download wird gestartet&quot; Meldungen. Möglicherweise funktioniert der Market auch einfach wegen Nichterfüllung der Hardwareanforderungen (kein Lagesensor, kein Kompass, kein GPS, kein Mobilfunk) gar nicht, das wäre aber sehr komisch, denn er ist installiert und liegt als Verknüpfung auf dem Startbildschirm.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Nachtrag 18.08.2010&lt;/strong&gt;: Der Android-Market funktioniert bei mir weiterhin nicht. Ich wollte mein Google-Konto entfernen und neu eintragen, vielleicht hilft ja da. Aber dazu müsste man das ganze Gerät in den Auslieferungszustand zurücksetzen, was alle installierten Programme (unklar, ob nur über den Market oder auch direkt installierte) und Einstellungen entfernt. Da ich noch nicht viel gemacht habe und man ohne Market keinen Spaß haben wird, habe ich das in den Datenschutzeinstellungen versucht. Und siehe da: Nicht mal das klappt. Sprich: ich kann die Einstellungen und mein verknüpftes Google-Konto nicht mal loswerden, weil diese essentielle Funktion beim Smartbook Surfer schlicht nicht funktioniert. Aaaaah!&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Noch ein Nachtrag vom 18.08.2010&lt;/strong&gt;: Der Zugang zum Android Market funktioniert tatsächlich schlicht nicht, obwohl er vorinstalliert ist. Man kann den Zugang mit Tricks freischalten, aber Spaß ist anders. &lt;a href=&quot;http://www.ivhp.de/Smartbook_Surfer/info/static.php?page=static100815-030353&quot;&gt;Eine tolle Quelle für solcherlei Informationen findet sich hier.&lt;/a&gt;. Dort steht auch, dass der Prozessor nur mit 600MHz arbeitet.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Nachtrag 08.09.2010&lt;/strong&gt;: In der aktuellen c&#039;t ist ein Kurztest vom Smartbook Surfer, dessen Beobachtungen sich frappierend mit meinen decken. Ich habe also keine Ausnahme mit kaputtem Touchscreen, das ist serienmäßig. In der Zwischenzeit habe ich mal den Support kontakiert, vor allem wegen des nicht zurücksetzen können Problems. Selbstverständlich habe ich nach der Eingangsbestätigung am 18.08.2010 keine weitere Antwort mehr bekommen.&lt;/p&gt; 
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    <pubDate>Wed, 18 Aug 2010 17:05:17 +0200</pubDate>
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    <title>Solche Sätze</title>
    <link>http://spackmat.de/spackblog/archives/711-Solche-Saetze.html</link>
            <category>Zeitgeist</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Gregor Nathanael Meyer)</author>
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    &lt;p&gt;Solche Sätze sind es, die mir den Tag versüßen:&lt;/p&gt;

&lt;blockquote&gt;&lt;p&gt;Wir wurden älter, wir entdeckten unsere Talente. Die einen konnten gut mit Computern, die anderen gut mit Kindern, wieder andere gut mit Tieren. Manche konnten nicht gut mit sich selbst, weswegen sie sich anschickten, Berufe zu ergreifen, in denen sie ganz viel Geld verdienten, um sich davon abzulenken, dass sie nicht gut mit sich selbst konnten&lt;/p&gt;
&lt;cite&gt;aus &lt;a href=&quot;http://www.spreeblick.com/2010/08/06/pepe-i/&quot;&gt;Frédéric Valin - Pepe I&lt;/a&gt; (auf Spreeblick)&lt;/cite&gt;&lt;/blockquote&gt; 
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    <pubDate>Fri, 06 Aug 2010 11:38:29 +0200</pubDate>
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    <category>Authentizität</category>
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    <title>Online-Banking kompliziert</title>
    <link>http://spackmat.de/spackblog/archives/710-Online-Banking-kompliziert.html</link>
            <category>Zeitgeist</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Gregor Nathanael Meyer)</author>
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    &lt;p&gt;Ich nutze nun seit über zehn Jahren Online-Banking und bin bei meiner 11. TAN-Liste angekommen. Nun bekomme ich bei StarMoney bei jeder Überweisung die Meldung, dass ich auf smsTAN umstellen kann. Die Website meiner Sparkasse verrät, dass das 9ct/smsTAN kostet mit einer Ausnahme bei Premium-Konten. Trotz der zweistelligen Kontoführungsgebühren, die ich monatlich für meine verschiedenen Geschäfts- und Privatkonten, sowie meine Kreditkarte entrichte, gilt das auch für mich. Wieder einmal bleibe ich also beim klassischen (i)TAN-Verfahren, das weiterhin das bequemste bleibt.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Zu WG-Zeiten hatten wir ein gemeinsames WG-Konto für Miete und Nebenkosten bei der 1822direkt in Frankfurt, wofür ich extra einen Klasse-3-Kartenleser und eine HBCI-Karte angeschafft habe. Dieses Verfahren klang sicher und bequem, war es aber nicht. Also sicher schon, aber bequem keineswegs: Bei jedem Start von StarMoney mache ich einen automatischen Kontenrundruf und aktualisiere alle meine Konten. Leider muss man bei HBCI auch für das Abholen der Umsätze immer die PIN eingeben; bei allen TAN-Verfahren lässt sich die PIN hinterlegen, was in Kombination mit Programmpasswort und TAN-Liste ausreichend sicher ist. Das treibt einen in den Wahnsinn und so habe ich das WG-Konto nur alle paar Wochen aktualisiert. Das reicht aber noch nicht an Unbequemlichkeit: Hätte ich meine Konten bei der Düsseldorfer Stadtsparkasse ebenfalls auf HBCI mit Karte umgestellt, hätte ich bei jedem Kontorundruf zwei Karten und zwei PINs eingeben müssen. Es gibt bei HBCI mit Karte zwei inkompatible Kartensysteme und meine beiden Banken (obwohl beides Sparkassen) benutzten unterschiedliche Systeme, also nichts mit nur einer Karte. Diskettenwechsel sind seit dem Aufkommen von Festplatten reichlich out und ich werde mich garantiert nicht als Kartenjockey verdingen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Mein Vater hat inzwischen einige TAN-Verfahren bei seiner (Genossenschafts-)Bank durch, aktuell hat er ein unfassbar kompliziertes chipTAN-Verfahren am Start: Man bekommt vom Bankprogramm zwei Codes angezeigt, die man in einen Kartenleser eintippt, in den man seine Kontokarte steckt. Dann kann man sich eine TAN generieren lassen, die man wiederum vom Winzdisplay des Kartenlesers ablesen und in den Computer eintippen muss. Wow, das bekommt den Preis für das lästigste TAN-Verfahren. Nur meine Mutter treibt mehr Aufwand für Überweisungen, indem sie Überweisungsträger ausfüllt und per Post (und jeweils frankiert) an ihre Bank sendet.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Meine Sparkasse bietet neben dem smsTAN-Verfahren, das sich wohl von selbst erklärt, auch ein chipTAN genanntes Verfahren an. Hierbei kauft man einen Kartenleser für einen geringen zweistelligen Betrag (Ausnahme Premium-Konten, die bekommen das Ding geschenkt), in den man immerhin keine zwei Codes eintippen muss, sondern das Gerät vor ein flackerndes Muster auf dem Bildschirm hält. Bei gesteckter Kontokarte erzeugt das Ding dann eine TAN, die man abtippen muss. Immer noch kompliziert, aber nicht so irre, wie zwei Codes abtippen zu müssen. Trotzdem viel komplizierter als einfach eine TAN von einer Liste abzutippen und durchzustreichen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Es gibt noch etliche weitere mehr oder weniger komplizierte Verfahren für Menschen, die unachtsam genug sind, ihre TANs auf jeder dahergelaufenen Phishingseite einzugeben. Mein Tipp gegen die Angst vorm Phishing oder sonstigen Angriffen: Einfach kein Webbanking machen, StarMoney kostet zwar immer mal wieder Geld und nervt auch ziemlich, aber wer kein Webbanking macht, braucht sich nicht vor dessen Gefahren zu fürchten. HBCI mit PIN/TAN ist nachwievor das bequemste Online-Banking und wer einmal in StarMoney einen bestimmten Umsatz von vor vier Jahren gesucht und auf Anhieb gefunden oder alle Umsätze eines bestimmten Absenders heraus gefiltert hat, wird schon aus Bequemlichkeit kein Webbanking mehr machen wollen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;P.S. Ich tue deswegen so, als gäbe es neben StarMoney keine anderen Bankprogramme, weil ich mir die kostenlosen davon irgendwann einmal angesehen habe: Gruselig bis sehr gruselig. Und die anderen kommerziellen wirkten bei kurzer Betrachtung auch nicht weniger nervig als StarMoney und waren allesamt teurer. Also benutze ich seit Version 3.0 StarMoney und ärgere mich noch immer über die selben Kleinigkeiten. Beispiel: Auf meinem 24&quot; Bildschirm ist massig Platz für die Umsatzliste, aber die beiden letzten Spalten (Buchungsbetrag und Saldo) stellen sich immer wieder auf eine zu schmale Breite zurück, bei der schon die dritte Stelle vor dem Komma nicht mehr ganz zu sehen ist. Anderes Beispiel: Wenn ich bei den Kreditkartenumsätzen eine Kategorie vergeben will, treffe ich häufiger das Feld dafür nicht genau, was die Liste dazu veranlasst, ganz an den Anfang zu springen. Und die Liste ist lang. Anderes Beispiel: In verschiedenen Listen (u.a. der Kategorienliste) kann man nicht mit dem Mausrad scrollen. Anderes Beispiel: Füllt man bei einer Überweisung nicht zuerst das Nanensfeld aus, werden alle anderen Felder beim ersten Buchstaben, den man in das Namensfeld eintippt automatisch mit den letzten Daten für den betreffenden Namen gefüllt. Man muss also immer zuerst den Namen ausfüllen oder man füllt mehrmals aus. Besonders lästig ist das in Kombination mit der bequemen Übernahmefunktion aus der Zwischenablage, wenn dort kein Name enthalten ist. Letztes Beispiel: Wenn man eine Kontonummer oder Bankleitzahl einfügen möchte, die Leerzeichen enthält, lehnt StarMoney das rundweg ab, statt einfach die Leerzeichen zu entfernen. Ich könnte noch ein paar Absätze lang so weiter machen.&lt;/p&gt; 
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    <pubDate>Tue, 03 Aug 2010 12:02:13 +0200</pubDate>
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    <category>Fehlkonstruktion</category>
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    <title>Irgendwas mit Filmindustrie und Dummheiten</title>
    <link>http://spackmat.de/spackblog/archives/709-Irgendwas-mit-Filmindustrie-und-Dummheiten.html</link>
            <category>Zeitgeist</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Gregor Nathanael Meyer)</author>
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    &lt;p&gt;Ich muss leider etwas ausholen, sorry. Gelegentlich gehe ich ins Kino, vor zehn bis fünfzehn Jahren teilweise mehrmals wöchentlich, heute etwa einmal im Jahr. Immer wieder waren da Filme bei, die mich begeistern konnten. Als ein Kinobesuch noch ein paar Mark kostete – konkrete Erinnerungen habe ich an 2,99 Mark im Europa kurz vor dessen Schließung – habe ich solche guten und beeindruckenden Filme mitunter mehrmals besucht. Dazu muss man sagen, dass ich minderjährig war und deswegen keinen Zutritt zur örtlichen Videothek hatte. Ich hatte also die Alternativen weiterer Kinobesuche (seinerzeit preislich machbar), dem Warten auf die Ausstrahlung im Fernsehen (irgendwann in zwei Jahren bis praktisch nie) und dem Warten auf eine Veröffentlichung auf VHS (zum Preis von seinerzeit 3-10 Kinobesuchen). Eine dauerhaft unbefriedigende Situation, die sich in zweierlei Richtungen auflöste: Volljährigkeit und Internet.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Denn irgendwann wurde man volljährig und konnte endlich den begehrten Mitgliedsausweis aller Videotheken der Umgebung bekommen. Wenn man den Film bzw. die Filme am selben Abend noch zurück brachte, war das ein wirklich günstiger Spaß, zumal man den Preis bequem durch die Anwesenden teilen, auf dem Weg noch bei bei MCs, Hallo Pizza oder sonstigen Fressbuden vorbei und wunderschön im begrenzten Angebot stöbern konnte. Das war alles ein ganz brauchbarer Zustand, aber zwei Probleme blieben: Wenn man einen bestimmten Film sehen wollte, fuhr man von Videothek zu Videothek und ging doch gelegentlich leer aus, vor allem, wenn es um Streifen abseits des Mainstreams ging. Das zweite Problem hat wiederum mit den Kinos zu tun: Immer, wenn man heiß auf einen Film war, konnte man ihn nur im Kino sehen. Wie oft kam ich aus dem Kino und hätte direkt eine menge Kohle gegeben, um den Film direkt auf DVD mitzunehmen. Gute Filme will ich besitzen, ich will sie immer wieder sehen, wenn ich möchte. Aber das geht nicht, weil die Veröffentlichung der DVD einige Monate verzögert wird.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Diese Verzögerung ist das dümmste, was die Filmindustrie tun kann. Die Bereitschaft, eine Ware zu kaufen ist bekanntlich in der Buzz-Zeit am höchsten, deswegen macht man ja PR ohne Ende, pusht das Interesse, wo es nur geht. Und dann? Läuft der Film im Kino und spielt den ein oder anderen Euro ein. Wenn die DVD herauskommt, ist der Buzz fast immer bereits abgeklungen und der Effekt verpufft weitgehend. Warum? Um die Kinos zu schützen? Ich würde das anders herum sehen: Die Kinos werden künstlich am Leben gehalten, auf hohe Kosten von geringeren DVD-Verkäufen. Würde tatsächlich niemand mehr ins Kino gehen, wenn die DVDs gleichzeitig herauskämen? Ich bin kein Experte auf dem Gebiet, aber ausprobieren könnte man es ja mal. Wie die Merchandising-Stände auf Konzerten, die angeblich horrende Umsätze machen, könnte man auch nach dem Film im Kino direkt die DVD anbieten. Ich würde zuschlagen (wenn der Preis nicht völlig irre ist). Aber ich gehe sowieso kaum noch ins Kino. Zu viel Aufwand und vor allem viel viel zu teuer. Für das Geld eines Kinobesuchs zu zweit kann ich die DVD des Films ein- bis zweimal erwerben oder fünf- bis zehn mal ausleihen. Oder mehr als drei Monate Rapidshare-Premium oder Firstload oder was auch immer gerade angesagt ist bezahlen. Denn so siehts aus, Augen auf!./p&gt;

&lt;p&gt;Schlimmer noch: Bevor ich moviepilot.de kannte, habe ich sogar regelmäßig vergessen, welche Filme ich vor drei bis neun Monaten gerne gesehen hätte, als mir ein Kinobesuch zu aufwändig und teuer war. Die Filmindustrie hat mir mit ihrem dämlichen Kinoschutz schon so viel Geld gespart, eigentlich müsste ich dankbar sein.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Und dann gibt (oder gab?) es da noch die im Kino abgefilmten und illegal bereitgestellten Filmdownloads: Schmuddelig in der Bild- und Tonqualität, bei weitem nicht von jedem Film zu haben, aber immerhin zu dem Zeitpunkt verfügbar, wenn man den Film gerade sehen wollte. Von diesem Angebot habe ich seltenst Gebrauch gemacht, da war mir ein Kinobesuch oder unbestimmt langes Warten doch lieber. Aber es führt einem vor Augen, was man eigentlich vorenthalten bekommt. Um die Kinos zu schützen. Ich bin froh und dankbar, dass das Internet hier für einen gewissen Interessenausgleich sorgt: Plötzlich ist der Paradiesapfel da: Billiger bis kostenloser, vor allem aber wahlfreier Zugriff auf fast alle existierenden Filme, jederzeit, bequem und sofort. Das ist es doch, was man als Konsument haben will. Die Filmindustrie konnte lange Genug die Marktbedingungen diktieren, jetzt sind die Konsumenten am Drücker und können Forderungen stellen. Etwa nach angemessenen Preisen für DVDs oder rascher Veröffentlichung. Man tut als Anbieter gut daran, seine Filme schnellstmöglich in legaler Form auf den Markt zu bringen und die künstliche Verzögerung kurz zu halten, wenn in den Tauschbörsen qualitativ hochwertige Kopien bereitstehen. Letztlich profitiert davon auch der Anbieter, wenn die DVD-Veröffentlichung noch am PR-Buzz partizipieren kann. Gut: Der durchschnittliche Abstand zwischen Kinostart und DVD-Veröffentlichung ist in den letzten Jahren schon deutlich gesunken.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Für die Kinos eröffnet sich aus einer gleichzeitigen Veröffentlichung auf DVD kein grundsätzlich neues Problemfeld, denn die Tauschbörsen veröffentlichen Filme schon jetzt gleichzeitig im Netz. Die Frage ist, wie viel größer das Problem wird, wenn die Filme auch in offiziellen Kanälen gleichzeitig erscheinen. Und daran schließt sich direkt die Frage an, ob Kinos nicht vielleicht einfach die Verlierer des Strukturwandels sind und Pech gehabt haben. Und das wiederum führt uns zu der Frage, ob Kinos zu Recht untergehen würden oder man traurig darum sein müsste. Für die Beantwortung der letzten Frage bietet sich die Lektüre der Preislisten für Eintritt und Verpflegung in den bombastischen Multiplex-Kinopalästen an.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Sei es drum, momentan habe ich das Konstrukt Kino für mich weitgehend abgehakt und konzentriere mich auf den Online-Bezug von Filmen. Doch da lauert der nächste Wahnsinn. 4 bis 5 Euro Leihgebühr für einen Film in Online-Videotheken ist ein schlechter Scherz. Gemessen an den Preisen in der Videothek um die Ecke ist das sogar eine Unverschämtheit sondergleichen. Videotheken bezahlen Ladenmiete, Mitarbeiter und vor allem Anschaffung, Schwund und Verschleiß der auszuleihenden Medien. Eine Online-Videothek bezahlt Lizenzgebühren und etwas Traffic (der, wie Rapidshare und Konsorten zeigen, eher im zu vernachlässigenden Kostenbereich liegt). Dazu müssen ein paar Redakteure ein paar Handgriffe tätigen und die Website will natürlich auch betrieben werden. Ohne die Kostenstrukturen zu kennen, wäre ich dennoch bass erstaunt, wenn die Grenzkosten für die Online-Leihe tatsächlich auch nur in der Nähe derer von herkömmlichen Videotheken kämen. Warum also muss man hier das Doppelte bezahlen? Ich jedenfalls bin dazu nicht bereit, um den BWler auf meiner Schulter zu beruhigen, der einwendet, dass sich der Preis nach der Zahlungsbereitschaft und der Nachfrage richtet und nicht nach den Kosten. Zudem ist die Auswahl nicht mal größer. Im Gegenteil: Etwa die Hälfte der Filme, die ich bisher in Online-Videotheken gesucht habe, waren nicht zu bekommen. Eine wirklich beschämende Quote. Und wieder muss man mit der illegalen Konkurrenz vergleichen: Fast alle Filme, die ich in Online-Videotheken nicht finden konnte, ließen sich ohne große Mühe und binnen überschaubarer Zeit aus dem Netz besorgen. Nun ist das Angebot nicht legal, aber in Ermangelung (attraktiver) legaler Alternativen, hat man keine echte Wahl. Ach ja, hatte ich erwähnt, dass man in der einen Online-Videothek Filme von diesen, in der anderen Online-Videothek aber nur Filme von jenen Major-Labels bekommt? Aber alle werben mit toller Filmauswahl, was für eine Farce. Ernsthaft: Wollt Ihr, dass ich Filme gegen Geld ausleihe oder nicht?&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die Musikindustrie hat das Problemfeld übrigens inzwischen ganz gut im Griff, wie man hört. Vor allem seit auf DRM verzichtet wird, ist der Absatz von legalen MP3-Musikdownloads um Größenordnungen gestiegen. Die Leute wollen eben nicht alles für lau, sie wollen alles zu angemessenen Preisen und zu angemessenen Bedingungen. &lt;a href=&quot;http://saschalobo.com/2010/07/08/die-bescheuerte-musikindustrie-und-die-egoistischen-filesharer/&quot;&gt;Sascha Lobo hat da einen feinen Text zu geschrieben&lt;/a&gt;, sehr lesenswert.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;P.S. Eine Staffel einer Sitcom oder eine halbe Staffel einer längeren Serie kostet gerne mal 40€. Das ist mir persönlich eine Spur zu teuer, vor allem da die DVDs zumeist erst nach der Ausstrahlung im Free-TV erscheinen. Auch hier: Mehr Absatz und weniger Ausweichen auf Festplattenrecorder oder illegale Quellen würde man meiner Ansicht nach durch eine Halbierung der Preise erreichen. In das Modell der Preis-Absatz-Funktion sollte man alle relevanten Parameter einbeziehen. Aber rumheulen und darauf warten, dass das Internet verschwindet klingt auch recht erfolgversprechend.&lt;/p&gt; 
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    <pubDate>Fri, 30 Jul 2010 16:02:02 +0200</pubDate>
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    <title>Deutsche, der Sinn für Humor und YouTube-Kommentare</title>
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    <author>nospam@example.com (Gregor Nathanael Meyer)</author>
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    &lt;p&gt;YouTube-Kommentare, wie die weitaus meisten Kommentare unter irgendwelchen Websites, sind ein Hort der Unerträglichkeit, die &lt;q&gt;Heimat der Lobotomierten&lt;/q&gt;, &lt;a href=&quot;http://spackmat.de/spackblog/archives/371-Heimat-der-Lobotomierten.html&quot;&gt;wie ein Kommentar bei Winfuture.de einmal treffend feststellte&lt;/a&gt;. Gut also, dass man bei YouTube inzwischen immerhin erst mal die zwei am besten bewerteten Kommentare vorgelegt bekommt. Die sind manchmal sogar geistreich, so dass man doch versucht ist, sich in die Niederungen der chronologischen Kommentare herabzulassen. Dass auch das nicht immer ein bitterer Fehler ist, zeigt ein Beitrag zur Diskussion über die Humorlosigkeit der Deutschen angesichts der Bühnenperformance von Kraftwerk (&lt;a href=&quot;http://www.youtube.com/watch?v=68C-r9kSLNE&quot;&gt;hier zu finden&lt;/a&gt;):&lt;/p&gt;

&lt;blockquote&gt;&lt;p&gt;Well, there&#039;s a kind of humour without a big fat label telling you it&#039;s humour. Germans usually won&#039;t add &quot;just kidding&quot;﻿ so as to make sure you know when to laugh. Also, if you consider seriousness and humour to be mutually exclusive, you&#039;ve missed something important about both of them. Seriously! :D (&lt;cite&gt;YouTube Kommentar von &lt;a href=&quot;http://www.youtube.com/user/synkyb&quot;&gt;synkyb&lt;/a&gt; zu &lt;a href=&quot;http://www.youtube.com/watch?v=68C-r9kSLNE&quot;&gt;Kraftwerk - Autobahn&lt;/a&gt;&lt;/cite&gt;)&lt;/p&gt;&lt;/blockquote&gt;

&lt;p&gt;Fand ich irgendwie erwähnenswert. Das Außenbild der Deutschen ist sowieso immer wieder interessant. So habe ich neulich mehrere Versionen der Ode an die Freude von verschiedenen Interpreten gekauft. Die Version der Fischer-Chöre ist sehr weich und kitschig (und nebenbei in meinen Augen die schönste), die Version vom London Philharmonic Orchestra hingegen erinnert in ihrer Härte und Zackigkeit an einen Militärmarsch (&lt;span style=&quot;white-space: pre-wrap; font-family: monospace;&quot;&gt;Freu|de  |schö|ner |Gött|er  |fun |ken&lt;/span&gt;). Denken Engländer, dass man so dieses großartige Werk zu intonieren hat? Weil es auf Deutsch gesungen wird und Deutsch halt hart und marschig ist? Sieht für mich so aus und ich bin mir nicht sicher, ob ich diese eigentümliche Mischung aus Ehrfurcht und Verarchtung eher lustig oder schmeichelhaft finden soll. Denn böse gemeint ist das zumindest in dem Fall sicher nicht: Die Ode an die Freude ist schlicht inkompatibel zu bösen Kon- und Subtexten.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Apropos Kontext, die &lt;a href=&quot;http://www.youtube.com/watch?v=-vKhGa393WA&quot;&gt;Koreanische Swing-und-mitklatsch-Version der Ode an die Freude&lt;/a&gt; ist eine besondere Perle, auch wenn sich nur die erste Strophe immer wieder in verschiedenen Stilen wiederholt. Über die zweite Strophe, Abstrahierung und Konkretisierung, sowie über meine erste Spaß gemacht habende Deutsch-Interpretation gibt es demnächst was zu lesen; oder zu hören, ich will mal wieder einen Podcast klar machen.&lt;/p&gt; 
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    <pubDate>Thu, 15 Jul 2010 09:04:38 +0200</pubDate>
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    <title>Zensursula als Bundespräsidentin?</title>
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            <category>Zeitgeist</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Gregor Nathanael Meyer)</author>
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    &lt;p&gt;Da tritt überraschend ein Bundespräsident zurück, den keiner so richtig scheiße fand, was das bestmögliche realistische Ergebnis für einen Bundespräsidenten ist. Und natürlich wird sofort ein Nachfolger gesucht, soweit alles nachvollziehbar. Aber warum zur Hölle favorisiert man dann zwei Personen, die bei einer nicht zu unterschätzenden Bevölkerungsgruppe die meistgehassten Politiker der letzten 10 Jahre sind? Herr Schäuble wäre von den beiden noch der tragbarere, aber Frau von der Leyen als Bundespräsidentin zu favorisieren ist nicht nur ein Schlag ins Gesicht all derer, die sie bei sich unter dem Buchstaben Z wie Zensursula eingeordnet haben, sondern auch ein klares Zeichen für die Geringschätzung des Bundespräsidenten als Insititution. &lt;a href=&quot;http://www.malte-welding.com/2010/06/02/ursula-von-der-leyen/&quot;&gt;Malte Welding hat das sehr schön formuliert&lt;/a&gt;, ein Auszug daraus:&lt;/p&gt;

&lt;blockquote cite=&quot;http://www.malte-welding.com/2010/06/02/ursula-von-der-leyen/&quot;&gt;&lt;p&gt;Es reicht nicht, durch Kindergärten zu ziehen und Vergewaltigungen von Kindern schlecht zu finden. Das tut jeder, er tourt damit bloß nicht durch die Republik, weil es selbstverständlich ist und den politischen Aussagegehalt hat von Facebookgruppen, die sich gegen AIDS, Krieg und Umweltverschmutzung richten. Dass sie ihren politischen Gegnern implizit unterstellt hat, Kinderpornographie gutzuheißen, zeugt hingegen von einer Skrupellosigkeit, die selten zu finden ist. Spalten und Verhöhnen mögen eine erfolgreiche Populistin machen, eine Bundespräsidentin kann man so vielleicht werden, aber nicht sein.&quot;&lt;/p&gt;&lt;/blockquote&gt;

&lt;p&gt;Dem Artikel ist nicht viel hinzuzufügen, &lt;a href=&quot;http://twitter.com/saschalobo/status/15241571687&quot;&gt;Sascha Lobo fasst das auf Twitter prägnant zusammen&lt;/a&gt;:&lt;/p&gt;

&lt;blockquote cite=&quot;http://twitter.com/saschalobo/status/15241571687&quot;&gt;&lt;p&gt;&quot;Ursula von der Leyen ist im Volk beliebt.&quot; WHILE ($volk = ($alle - $internet))&lt;/p&gt;&lt;/blockquote&gt;

&lt;p&gt;Frau von der Leyen ist ein für mich derart unerträglicher Gedanke, dass ich sogar Schäuble oder Stoiber lieber sehen würde (und davon abgesehen für sogar durchaus geeignet halte). Und das muss wirklich etwas heißen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Und weil alle so schön ihre Favoriten ins Spiel bringen: Hans-Jürger Papier, der vor kurzen ausgeschiedene Präsidenten des Bundesverfassungsgerichts klingt nicht schlecht, bei aller Kritik auch Joschka Fischer. Frau Käßmann gehört auch nicht zu den schlechten Vorschlägen. Wie auch immer, &lt;a href=&quot;http://twitter.com/haekelschwein/status/15187682079&quot;&gt;um es mit Herrn Häkelschwein&lt;/a&gt; zu sagen:&lt;/p&gt;

&lt;blockquote cite=&quot;http://twitter.com/haekelschwein/status/15187682079&quot;&gt;&lt;p&gt;Liebes Internet, du hast jetzt 30 Tage Zeit, um Frau von der Leyen als Bundespräsidentin zu verhindern. Enttäusche Deutschland nicht!&lt;/p&gt;&lt;/blockquote&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Wed, 02 Jun 2010 12:29:14 +0200</pubDate>
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    <title>Flattr ist keine Lösung für alles, aber gerade deswegen so schön</title>
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    <author>nospam@example.com (Gregor Nathanael Meyer)</author>
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    &lt;p&gt;Als ich den Vortrag von Peter Sunde auf der re:publica 2010 (&lt;a href=&quot;http://youtube.com/watch?v=IyGCsCpofVk&quot;&gt;Mitschnitt auf YouTube&lt;/a&gt;) gesehen habe, war ich sofort geflasht. Peter redete erst mal ein paar Minuten locker flockig über die Vergangenheit von Pirate-Bay, dass es einem Warm ums Herz werden konnte. Wenn etwas Punk ist, dann das. Dann wechselte das Thema zum neuen Projekt der Schweden: Flattr ist eine Art Micropayment-Dienst, dessen Idee so simpel wie genial ist. Oder sollte man kongenial sagen? Denn ähnliche bis sehr ähnliche Ideen gibt es auch anderswo, etwa bei &lt;a href=&quot;http://www.kachingle.com/&quot;&gt;Kachingle&lt;/a&gt;. Wie auch immer, der Einführungsfilm auf der &lt;a href=&quot;http://flattr.com&quot;&gt;Flattr-Homepage&lt;/a&gt; sagt in zwei Minuten eigentlich alles, was man wissen muss, also schnell mal anschauen:&lt;/p&gt;

&lt;div id=&quot;YouTubeFlattr&quot;&gt;&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;http://www.youtube.com/watch?v=9zrMlEEWBgY&quot;&gt;Youtube: Hier das Flattr-Intro auf YouTube.&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;
&lt;script type=&quot;text/javascript&quot; src=&quot;/videos/swfobject2/swfobject.js&quot;&gt;&lt;/script&gt;
&lt;script type=&quot;text/javascript&quot;&gt;
	// &lt;![CDATA[
	var flashvars = {};
	var params = {
		AllowScriptAccess: &quot;always&quot;,
		AllowFullScreen: &quot;true&quot;
	};
	var attributes = {};
	swfobject.embedSWF(&quot;http://www.youtube.com/v/9zrMlEEWBgY&quot;, &quot;YouTubeFlattr&quot;, &quot;500&quot;, &quot;310&quot;, &quot;9.0.124&quot;, &quot;/videos/swfobject2/expressInstall.swf&quot;, flashvars, params, attributes);
	// ]]&gt;
&lt;/script&gt;

&lt;p&gt;Inzwischen habe auch ich meine Invite-Codes bekommen und habe einen Flattr-Button in meinem Blog. Wer mir also seine Wertschätzung zeigen möchte, kann dies nun auch via Flattr tun. Da sind wir auch schon beim Knackpunkt: Ich erwarte keine nennenswerten Einnahmen auf diesem Kanal, aber das ist auch gar nicht das, wofür Flattr gedacht ist. Für mich ist Flattr eine lang vermisste Möglichkeit, guten Inhalten im Netz meine Wertschätzung auch finanziell zu zeigen. PayPal Spendenbuttons haben das Problem, dass man den angemessenen Betrag bestimmen muss. Man will weder knausrig sein, noch 100€ im Monat an Spenden raushauen, also spendet man nur sehr selten für etwas. Ich habe zuletzt 25$ an Brian Dunning von &lt;a href=&quot;http://skeptoid.com&quot;&gt;Skeptoid&lt;/a&gt; gespendet, nachdem ich etwa 150 der 200 Episoden geradezu verschlungen habe. Solche Spenden sind aber eher die Ausnahme denn die Regel, wo nun Flattr ins Spiel kommt. Flattr löst das Problem, indem es die Sache einfach umdreht: Ich lege monatlich fest, wieviel ich insgesamt spenden möchte und alle Klicks auf irgendwelche Flattr-Buttons im Netz bekommen einen gleichen Anteil an dieser Summe. Die Flatrate-idee ist großartig, denn so sitzt mein Spendenfinger sehr locker. Jeder gute Text (und davon gibt es viele im Netz) bekommt so eine kleine Wertschätzung von mir. Damit wird niemand reich, aber die Geste zählt; es ist wie das Bier, das man jemandem ausgibt. Genau darauf habe ich gewartet.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Großartig wäre natürlich, wenn man seine &lt;q&gt;Things I have flattred&lt;/q&gt; per RSS abrufen und in seinen Lifestream packen könnte, so als Premium-Empfehlungen. Großartig wäre auch, wenn die Kohle automatisch abgebucht würde und man nicht jeden Monat wieder manuell Geld überweisen müsste. Aber Flattr steckt noch in der Beta-Phase und dafür funktioniert es schon ganz prächtig.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Und weil ich das Wort Großartig noch nicht oft genug benutzt habe, hier noch einmal: Das großartige an Flattr ist gerade, dass man damit nicht reich wird, sondern auf einfachstmögliche Art ein paar Kröten verteilen kann. Auf der anderen Seite ist so ein Flattr-Button keine Anmaßung, eine wunderschön unaufdringliche Art, Besuchern eine kleine Wertschätzungsäußerungsmöglichkeit zu bieten. Eben keine Universallösung. Genau deswegen wird es erfolgreich sein.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;P.S. Hatte nicht Facebook sowas schon seit Ewigkeiten in der Pipeline? Was ist daraus eigentlich geworden?&lt;/p&gt; 
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    <pubDate>Wed, 19 May 2010 13:18:08 +0200</pubDate>
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    <title>Einige Gedanken zur Geschlechterfragendiskussion bei den und um die Piraten</title>
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    <author>nospam@example.com (Gregor Nathanael Meyer)</author>
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    &lt;p&gt;Anlässlich des Bundesparteitags der Piratenpartei am letzten Wochenende kocht gerade wieder mal die Gender-Suppe. Konkret geht es um die Frage pro oder contra Frauenquote bei den Piraten und es wird heiß diskutiert. &lt;a href=&quot;http://www.malte-welding.com/2010/05/17/die-piraten-und-die-wirklichkeit&quot;&gt;Malte Welding hat einen interessanten Einwurf parat&lt;/a&gt;, man lese da auch und vor allem die Kommentare. Ich selbst habe ausnahmsweise auch mal kommentiert und mich – für mich überraschend – für eine Frauenquote ausgesprochen. Ich sehe zwar keinen echten Sinn in einer und auch manifeste Nachteile durch eine Frauenquote, aber was hat man zu verlieren? Mit ein wenig Pech ein paar nicht so brauchbare Frauen in Positionen? Ja nu, wenns weiter nichts ist? Positionen werden auch stetig mit Männern schlecht besetzt, also kein echter Verlust an dieser Front. Fragt sich, was eine Frauenquote an Nutzen bringen könnte. Ich zweifle stark an, dass das im Falle der Piraten wirklich hilft; aber die Idee dahinter ist ja, Frauen anzulocken und zu motivieren, sich in der Partei zu engagieren. Wenn das klappt – ich lasse mich ja gerne eines besseren belehren – wäre den Piraten viel geholfen. Frauen interessieren sich gewöhnlich leider einen Scheiß für die Kernthemen der Piraten, die Reaktionen variieren meist zwischen demonstrativem Desinteresse und aggressivem Ablehnen der Thematiken. Jede Frau, die da anders drauf ist, ist &lt;del&gt;hoch&lt;/del&gt;&lt;ins&gt;höchst&lt;/ins&gt;willkommen; nicht nur bei den Piraten, sondern in der ganzen Bewegung und überhaupt der IT-Branche. Wir leiden unter massivem Frauenmangel, so sieht die Realität aus. &lt;a href=&quot;http://www.mela.de/archives/1236-Warum-ich-mich-fuer-kein-Amt-innerhalb-der-Piratenpartei-zur-Verfuegung-stellen-werde.html&quot;&gt;Ein feiner Text von Mela Eckenfels&lt;/a&gt; (deren Kochbuch für Geeks ich in meinem Regal stehen habe) beleuchtet die Problematik sehr gut. Unbedingt lesen, bevor man die Piraten von Außen mit Gendergranaten bewirft.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Wenn nun eine Frauenquote hilft, die Befindlichkeiten zu heilen, die Frauen von einem Engagement bei den Piraten abhalten, dann her damit. Nochmal: Ich behaupte, dass bei den Piraten schon jetzt keiner Frau des Frauseins wegen Steine in den Weg gelegt werden, ganz im Gegenteil. Eine Frauenquote liefe meiner Erwartung nach also massiv ins Leere. Na und? Dann kann man sie auch einführen, um die lähmende Diskussioin hinter sich zu bringen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Vielleicht gibt es aber noch andere Nachteile bei einem Bekenntnis zu Instrumenten, wie der Frauenquote. &lt;a href=&quot;http://technoprogressiverpirat.posterous.com/die-piratenpartei-von-gender-und-multitude&quot;&gt;Christophe Chan Hin hat einen lesenswerten Text verfasst&lt;/a&gt;, der sich etwas von der Genderproblematik entfernt und gute Gründe liefert, wieso Konzepte wie Frauenquoten bei den Piraten einfach nicht passen. Letztlich liefert der Text einen recht plausiblen Erklärungsansatz, wieso die Piraten die Frauenquote mehrheitlich ablehnen. Und der Grund ist kein Machogehabe oder Maskulinismus in der breiten Basis, auch keine Angst vor guten Frauen in Führungspositionen (allein diese Unterstellung ist in meinen Augen eine Unverschämtheit). Die Piraten sind eine Manifestation eines Konzeptes der vorurteilsfreien Zusammenarbeit. Gerade dass hier kein Sündenbock gesucht wird, kein &lt;q&gt;die Anderen sind schuld&lt;/q&gt; gelebt wird, macht die Stärke der Piraten aus. Zusammenarbeit unter dem Leitstern der Vernunft der Individuen lässt keinen Raum für Geschlechter- und sonstige Lager. Wozu auch? Ist das zielführend? Eher nicht. Daher die Ablehnung dieser lähmenden ideologischen Thematik. Folgende Absätze sind sehr erhellend bei der Frage nach dem Wesen der Piratenpartei:&lt;/p&gt;

&lt;blockquote cite=&quot;http://technoprogressiverpirat.posterous.com/die-piratenpartei-von-gender-und-multitude&quot;&gt;
  &lt;p&gt;Die Piratenpartei ist keine Ein-Themen Partei. Sie ist der politische Ausdruck einer vernetzten Gesellschaft. Geradezu rücksichtslos entern die Piraten die ganz wesentlichen Themen, die von den Linken und Liberalen schon längst vergessen wurden. Die Austauschbarkeit der anderen Parteien, die alle in eine &lt;q&gt;Mitte&lt;/q&gt; wollen, hat mit der Erodierung ihrer eigenen Prinzipien und einer die Gesellschaft spaltende Sündenbockpolitik zu tun. Im Gegenteil unterscheiden sich die Parteien mittlerweile nur noch in der Wahl ihres Sündenbocks, und mit offenen Armen wird jede Möglichkeit, einen neuen Schuldigen zu finden, auch wenn sie noch so Menschenverachtend ist, empfangen. Hier setzt die Piratenpartei an, um eine Gesellschaft zu verhindern, die sich gegenseitig misstraut und dabei nicht merkt, dass in ihrer Spaltung das Kontrollinstrument liegt.&lt;/p&gt;
  &lt;p&gt;…&lt;/p&gt;
  &lt;p&gt;Aber in Momenten, wo 160.000 Menschen eine Petition gegen Zensursula unterschreiben, wo fast 150.000 Menschen gegen Atomkraft auf die Strasse gehen, wo bundesweit 85.000 Menschen für den Bildungsstreik eintreten, da bekommt die Politik eine Ahnung, wie instabil ihre Kontrolle ist, sobald Menschen ihre Klasse, Rasse, ihr Geschlecht und ihre Leitkultur mal links und rechts liegen lassen und sich zusammenschließen.&lt;/p&gt;
&lt;/blockquote&gt;

&lt;p&gt;P.S. Passt nicht wirklich hier her, aber ist auch interessant: &lt;a href=&quot;http://beckstage.volkerbeck.de/2010/05/18/wer-hat-uns-verraten-die-piraten-wer-war-mit-dabei-die-linkspartei/&quot;&gt;Volker Beck gibt den doofen Piratenwählern (und Linksparteiwählern) die Schuld daran, dass nun vielleicht Rüttgers Ministerpräsident bleibt&lt;/a&gt;. &lt;q&gt;Wer hat uns verraten? Die Piraten! Wer war mit dabei? Die Linkspartei!&lt;/q&gt; Wow, interessante Negierung der Problematik, wenn auch inzwischen auf Kritik reagierend mit IRONIE-Hinweisen versehen. Die Haltung habe ich unter Grünen aber schön das ein oder andere Mal vernommen. Tatsächlich ist es so, dass ohne die Piratenpartei und unter der nicht ganz ungültigen Annahme, dass die dann freiwerdenden Stimmen primär der SPD und den Grünen zufließen würden, Rot-Grün in NRW die sehr knappe Mehrheit hätte. Meine Schlussfolgerung daraus ist, dass diese fehlenden Stimmen ein bitterer Schlag ins Gesicht von Rot-Grün ist. Beide Parteien haben ihre ursprünglichen Linien verlassen und verlieren massiv Stimmen an Piraten und Linkspartei. Aber statt das als Schuss vor den Bug zu sehen oder als Volltreffer im Fall der 2010er NRW-Wahl, wird den abtrünnigen Wählern trotzig ein Vorwurf hinterhergeworfen. Liebe Grüne: Wie wäre es mal mit einem Reality-Check? Eine Analyse, wieso ein wahlentscheidender Teil der eigenen Wähler sich bei den Piraten besser aufgehoben fühlt? Wer ist hier der Verräter? Eure verdammte überwältigende Enthaltungsfraktion bei der Abstimmung zu Zensursula war eine Zäsur für nun wohl auf längere Zeit ehemalige Grünwähler wie mich. Klarer kann man sich beim Themenkomplex Bürgerrechte in der Informationsgesellschaft kaum auf der falschen Seite positionieren. OK, die SPD hat sich die Hände noch schmutziger gemacht, aber die waren eh schon verlorenes Land. Wenn hier einer trotz allem Schwarz-Gelb in NRW ermöglicht hat, dann sind das SPD und Grüne, die konsequent Wähler vergraulen. Und das auf eigenem Terrain, sind Bürgerrechte doch eigentlich mal Kernthema der Grünen gewesen. Genau diese Arroganz hat mich bei meinen letzten drei Wahlentscheidungen von den Grünen ferngehalten. Würden die Grünen ihren Job wieder ernst nehmen, bräuchte es keine Piratenpartei. Im Grunde ließe sich gar sagen, dass die Piratenpartei die Linkspartei der Grünen ist. Das wäre aber arg vereinfacht, speist sich die Linke zumindest im Westen doch zu guten Teilen auch aus enttäuschen Grünwählern.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Nachtrag 24.05.2010&lt;/strong&gt;: Schnell noch ein &lt;a href=&quot;http://caevye.wordpress.com/2010/05/24/und-wieder-grust-die-genderdebatte/&quot;&gt;interessanter Beitrag zur Gendersache an sich und Lena Simons Nichtwahl im Speziellen&lt;/a&gt; nachgeschoben. Nicht die erste Stimme, die ich höre, die angesichts von Lena Simon (der einzigen Vorstandskandidatin) ganz froh ist, dass es bei den Piraten keine Quote gibt. Laut polternde und polarisierende Leute brauchen die Piraten einfach nicht. Die Trolle in den Foren sind schon schädlich genug für das Außenbild der Partei, Polarisatoren haben in der Parteileitung nichts zu suchen. Vor allem nicht angesichts der Parteilinie der aufgeklärten Besonnenheit.&lt;/p&gt; 
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    <pubDate>Tue, 18 May 2010 23:32:23 +0200</pubDate>
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    <title>Das Wepad ist vielleicht sogar ein PR-Trick von Apple</title>
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            <category>Computer-und-Technik</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Gregor Nathanael Meyer)</author>
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    &lt;p&gt;Ganz wilde Verschwörungstheorie zum Wepad (oder Wetab oder wie auch immer): Es wäre durchaus möglich, dass das Wepad eine Erfindung von Apple ist, um von anderen Tabletts in Deutschland abzulenken. Immerhin hat Apple bei den Tabletts nicht annähernd den Technologievorsprung, den sie seinerzeit beim iPhone hatten. Etliche Hersteller haben etwas ähnliches im Anschlag und vor allem unter den vielen Android-Tabletts sind einige vielversprechende Kandidaten zu finden. Nun hat aber das Wepad in Deutschland irgendwie alle Aufmerksamkeit auf sich gezogen, die das iPad übrig gelassen hat, und wie es zur Zeit aussieht, wird das Wepad aber auf ganzer Linie enttäuschen. Cui bono? Apple natürlich, denn wenn der scheinbar einzige ernst zu nehmende Wettbewerb derart enttäuscht, steht das iPad umso besser da und niemand mag mehr von dessen Einschränkungen reden. Denn der Wettbewerb ohne Einschränkungen fällt ja offenbar aus. Vielleicht hat Apple aber auch einfach nur Glück gehabt.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Oder aber um das Wepad wird so ein Eiertanz veranstaltet, auf dass man hinterher umso überraschter ist, wie gut es letztlich geworden ist. Lowered expectations und so. Wer weiß. Ich bin vor allem auf dieses 100$ Android-Tablett gespannt, dessen Video ich mal verlinkt hatte.&lt;/p&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Thu, 13 May 2010 23:44:00 +0200</pubDate>
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    <category>Android</category>
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<category>Verschwörungstheorien</category>

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    <title>Fliegender Gerichtsstand</title>
    <link>http://spackmat.de/spackblog/archives/699-Fliegender-Gerichtsstand.html</link>
            <category>Zeitgeist</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Gregor Nathanael Meyer)</author>
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    &lt;p&gt;Beim Vortrag von Udo Vetter auf der re:publica kam die Sprache auf den fliegenden Gerichtsstand bei Rechtsstreitigkeiten mit Internetbezug. Websites sind auch in Hamburg abrufbar, deswegen kann der &quot;Angreifer&quot; die berühmte Pressekammer des OLG Hamburg anrufen, um eine Entscheidung in seinem Sinne zu bewirken. Davon abgesehen, dass sich auch diese Pressekammer nicht auf Dauer so vehement vor der Realität verstecken kann, kam mir eine verwegene Idee für eine kleine Demonstration. Man könnte doch über Geo-Targeting dafür sorgen, dass seine Seite nicht (ohne Tricks) aus Hamburg und Umland abrufbar ist, mithin also die Zuständigkeit der Hamburger Pressekammer vermeiden. Sicher kann man das umgehen, aber die Frage ist, ob eine aktive Umgehung einer solchen Sperre die Nichtzuständigkeit heilen kann. Das wäre doch mal interessant herauszufinden und pressewirksam wäre es allemal. Man stelle sich mal vor, was passieren würde, wenn ein bemerkbarer Teil an Blogs, Foren und sonstigen gefährdeten Angeboten nicht mehr in Hamburg abrufbar wäre. Für die Hamburger Internetnutzer wäre das nicht schön, soviel ist klar. Und fair ist es auch nicht, die falschen zu bestrafen. Aber als Aktion, um die kaputte Pressekammer und ihre bemerkenswerten Entscheidungen in eine größere Öffentlichkeit zu ziehen, wäre das vielleicht sogar wirksam; egal, ob das vorrangige Ziel erreicht wird, oder nicht.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Im Grunde müsste man es echt mal drauf ankommen lassen. Zumindest, wenn man bereits abgemahnt wurde und nicht reagiert, könnte man schnell noch Hamburg rauswerfen und dann vor Gericht die Zuständigkeit der Pressekammer in Hamburg ablehnen. Probieren kann man es ja mal.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;So oder so, es ist eine Schande für das deutsche Rechtssystem, dass sich ein Angreifer ein Gericht seiner Wahl aussuchen kann; dass zudem dieses Gericht nicht davon abgehalten werden kann, immer und immer wieder fragwürdige – und von höherer Instanz immer wieder korrigierte – Entscheidungen im Sinne der Angreifer zu treffen, macht diesen Zustand im Grunde unhaltbar. Was spricht dagegen, auch für internetbezogene Klagen als Gerichtsstand den Wohnort des Angreifers oder, noch naheliegender, den des Angegriffenen vorzuschreiben? Eine Parteien wird wohl einen Sitz in Deutschland haben.&lt;/p&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Wed, 12 May 2010 20:19:00 +0200</pubDate>
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    <category>*boing*</category>
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<category>Recht</category>

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    <title>Objektorientierte Entwicklung vs. PHP 4</title>
    <link>http://spackmat.de/spackblog/archives/703-Objektorientierte-Entwicklung-vs.-PHP-4.html</link>
            <category>Web-hinteres-Ende</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Gregor Nathanael Meyer)</author>
    <content:encoded>
    &lt;p&gt;Zur Zeit arbeite ich an einem Wordpress-Projekt und bin nach der Umstellung auf PHP 5.3 (vorher war versehentlich PHP 4 auf dem Webspace aktiv) über etliche Deprecated-Warnungen gestolpert. Die explizite Zuweisung von Objekten per Referenz (also mit =&amp;amp; statt dass das Objekt mit = geklont wird) in der wp-settings.php ist schuld, denn dieses im Grunde erwartungskonforme Verhalten ist seit PHP 5 der Normalfall, Objekte werden jetzt nur noch geklont, wenn man explizit clone benutzt, so dass die explizite Zuweisung per Referenz überflüssig ist und angemahnt wird.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Nun ist es bei einem guten Hoster ein Handgriff ein, die E_DEPRECATED-Warnungen in der php.ini zu unterdrücken, von daher ist das alles halb so wild. Die Sache ist aber ein Symptom eines großen Dilemmas: Will man – aus welchen Gründen auch immer – kompatibel zu PHP 4 bleiben, muss man manchmal Code schreiben, der in PHP ab 5.3 eine Deprecated-Warnung wirft. Das TYPO3-Backend beispielsweise warf bis vor kurzem (vielleicht auch immer noch) ebenfalls Unmengen an Deprecated-Warnungen, weil es intensiven Gebrauch von eregi-Funktionen macht. Die kann man mit gutem Geschwindigkeitsgewinn und ohne Schwierigkeiten mit PHP 4 gegen preg-Funktionen austauschen, hier ist es also lediglich eine Sache von Fleiß; ganz davon abgesehen, dass TYPO3 sowieso seit Jahren kein PHP 4 mehr unterstützt. Die Sache bei Wordpress und einigen anderen Projekten mit Objektorientierten Elementen ist aber eine Zwickmühle.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Wobei es in meinen Augen keineswegs eine Zwickmühle ist, da die Lösung auf der Hand liegt: Man wirft einfach den PHP 4 Support über Bord und hält die Anfeindungen einiger Ewiggestriger aus, die nicht wissen, wie sie bei ihren Webspace eine aktuelle PHP-Version umstellt. Diese Anfeindungen kommen leider vor, und sind einer der Gründe, wieso ich zu Serendipity keinen Code mehr beitrage. Serendipity bewahrt wie Wordpress noch immer die PHP 4 Kompatibilität und steht einer zukunftsgerichteten Weiterentwicklung damit massiv im Weg. Wordpress wird wohl ab Version 3.0 (also ab demnächst) PHP 5 vorraussetzen, damit es endlich nach vorne gehen kann. Das ist im Falle von Wordpress auch bitter nötig, wenn man sich den mitunter grauenerregenden Code anguckt. Die aktuelle Beta 1 wirft aber leider immer noch die Deprecated-Warnungen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Es gibt so etwas wie Codehygiene. Ich frage mich, wieso sich so viele Softwareprojekte mit aller Macht dagegen stemmen, ihren Code ein wenig zu warten. Eregi-Funktionen gelten schon seit mindestens fünf Jahren als um Größenordnungen langsamer, als ihre preg-Pendants. Wieso zur Hölle liest man dann als Abhilfe für Deprecated-Meldungen immer und überall, dass man die Warnungen ausschalten soll? Wo ist das Problem, sich einmal eine Nacht hinzusetzen und die veralteten und langsamen eregi-Funktionen zu eliminieren? Wieso wird unter Verzicht auf fundamental wichtige Programmiertechniken der Objektorientierung auch mehrere Jahre nach Einstellung des Supports für PHP 4 so sehr daran geklebt? PHP 4 ist veraltet, langsam und behindert massivst eine saubere Programmierung. Das ist sogar so offensichtlich, dass es jedem auffallen müsste, der nur ansatzweise objektorientiert mit PHP programmiert. PHP 4 fehlt es an fundamentalen Funktionalitäten an allen Ecken und Enden, nicht nur bei der Objektorientierung. Bitte, hört auf mit der falsch verstandenen Rückwärtskompatibilität und blickt mal nach vorne.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;P.S. Ich bin übrigens latent auf der Suche nach einem neuen Blogsystem. Serendipity möchte ich den Rücken kehren, weil sich an der Front scheinbar nichts mehr tun wird. Auf PHP 5 umstellen? Neue Programmierkonzepte zulassen? Nix da, alles bleibt, wie es ist. Ein System, dessen Core so ungerne angefasst wird, ist nicht meins. Davon abgesehen, dass der Core in meinen Augen sowieso gar kein HTML ausgeben sollte. S9Y ist super stabil und funktioniert bei mir seit nunmehr fast sechs Jahren ohne jedes nennenswerte Problem vor sich hin, aber in etwa so lange hat sich auch nicht mehr wirklich etwas nennenswertes weiter entwickelt; das stimmt zwar nicht ganz, aber die Änderungen blieben insgesamt doch sehr dezent. Wordpress ist leider keine Alternative, auch wenn das Backend großartig ist. Ein Blick in den Core an beliebiger Stelle sollte ausreichend Anlass geben, das System nicht zu wollen. Was ist eigentlich aus Habari geworden?&lt;/p&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Wed, 05 May 2010 19:26:51 +0200</pubDate>
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    <category>Grr</category>
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    <title>Warum ich wieder Piraten wähle</title>
    <link>http://spackmat.de/spackblog/archives/702-Warum-ich-wieder-Piraten-waehle.html</link>
            <category>Zeitgeist</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Gregor Nathanael Meyer)</author>
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    &lt;p&gt;Ich habe meine Wahlentscheidung für die NRW-Landtagswahl 2010 getroffen, nachdem ich lange hin und her gerissen war. Letztlich habe ich mich wieder für die Piratenpartei entschieden und möchte einige Gedanken dazu niederschreiben.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Nach der Bundestagswahl war ich davon ausgegangen, dass es für die Piratenpartei auf Landesebene keinen wirklichen Bedarf gibt, da sich das zentrale Kernthema der Bürgerrechte in der Informationsgesellschaft auf Landesebene nicht sonderlich auswirkt. Doch weit gefehlt, mit dem JMStV (&lt;a href=&quot;http://www.netzpolitik.org/tag/jmstv/&quot;&gt;Ein guter Einstiegspunkt zum Thema JMStV ist netzpolitik.org&lt;/a&gt;) kommt der Wahnsinn über die Länderebene ins Spiel. Ich will jetzt nicht viele Worte zu speziellen Themen wie dem Jugendmedienschutzstaatsvertrag verlieren (Stichwort Internet-Sendezeiten), nur so viel: Keine in irgendeinem Land regierungsbeteiligte Partei hat sich bei dem Thema positiv hervortun können, jede dieser Parteien hätte die Möglichkeit dazu gehabt, federführend war nicht die CDU, sondern die SPD. Das zeigt mir eindrucksvoll, wie wenig vom letzten Jahr tatsächlich bei diesen fünf Parteien angekommen ist und wie wichtig nachwievor die Piratenpartei als Impulsgeber ist.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Es ist schön, dass der Impact der Piratenpartei (in manifesten Wählerstimmen messbar) bzw. der gesamten Bewegung in der Regierung so groß ist. Die hetzige Stimmung ist einem offenen Dialog gewichen, oder zumindest der Simulation eines offenen Dialogs. &lt;a href=&quot;http://www.faz.net/s/Rub475F682E3FC24868A8A5276D4FB916D7/Doc~EFFAEE25C77904268839A0D0E4B61B2E9~ATpl~Ecommon~Scontent.html&quot;&gt;Constanze Kurz hat einen tollen Artikel dazu in der FAZ geschrieben&lt;/a&gt;, lest den unbedingt. Ich bin der Überzeugung, dass Frau von der Leyen und Herr Schäuble in erster Linie wegen des offensichtlichen Impacts der Piratenpartei heute auf Ministerposten sitzen, auf denen sie möglichst weit weg vom Geschehen sind und keinen Schaden mehr anrichten können. Die CDU hätte vom herben Verlust der SPD profitieren müssen; wenn man nun nach Gründen sucht, warum das ausgeblieben ist, könnte man schon mal auf die Idee kommen, dass das Nettowahlergebnis der beiden Ministerien für die CDU wohl doch eher negativ ausgefallen sein dürfte. Das ist Spekulation, aber bis ich einleuchtendere Gründe für die – im Falle von Frau von der Leyen sogar nachträglich bei der erstbesten Gelegenheit durchgeführten – Versetzung höre, bleibe ich dabei.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Zurück zum Thema: Die Dialogbereitschaft des Innenministeriums in Sachen Netzpolitik ist leider nur etwas Honig ums Maul, &lt;a href=&quot;http://www.taz.de/1/politik/deutschland/artikel/1/keine-no-go-area-im-internet/&quot;&gt;die Agenda ist offensichtlich die gleiche geblieben, wie Herr de Maizière im Interview mit der taz offenbart&lt;/a&gt;. Kuschelkurs nur so weit, um der Piratenpartei (und der ganzen Bewegung, nie vergessen!) genug Wind aus den Segeln zu nehmen. Für mich ist jede Stimme für die Piratenpartei, egal ob sie die 5%-Hürde knackt oder nicht, eine Stimme, die erstens den etablierten Parteien fehlt und zweitens eine klare Position in die Diskussion einbringt. Man mag die Piraten für Spinner halten, aber dann wird die Message noch dringlicher: Da sind überwiegend gebildete und aufgeklärte Leute, die eine Spinnerpartei wählen, weil ihnen deren Kernthema so wichtig erscheint und sie offensichtlich bei keiner der anderen Parteien ein Zuhause finden. Oder anders herum: Würden die Piraten nicht überwiegend für Spinner gehalten, wäre die 5%-Hürde kein Thema gewesen. Die FDP hat ordentlich abgeräumt in diesem Klientel, vielleicht auch die Grünen und die Linken. Wir reden hier von 800.000 Menschen, denen das Thema derart wichtig ist, dass sie ihre Stimme an eine so fragwürdige Partei wie die Piraten verschenken.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Was sollte man auch sonst wählen?&lt;/p&gt;

&lt;ul&gt;
  &lt;li&gt;Die CDU? Den Feind, der für alles steht, was scheiße ist? Ich könnte Bücher füllen mit Gründen, warum die CDU nun wirklich ganz und gar nie und nimmer geht. Es gibt tatsächlich auch gute Gründe, die CDU zu wählen oder sich dort zu engagieren, die kömmen aber in meinen Augen nicht über Bodensatz an Scheiße hinaus. Echt mal, CDU? &lt;abbr title=&quot;seriously&quot;&gt;srsly&lt;/abbr&gt;?&lt;/li&gt;
  &lt;li&gt;Die SPD, für die der Name Verräterpartei noch schmeichelhaft ist? Die, die alles durchwinken und deren einzige Linie der letzten Jahre war, eben keine Linie zu haben? Nene, da braucht es schon klare Bekenntnisse statt so Brüllern wie dem JMStV oder der Zustimmung zur Internetzensurinfrastrukturgesetz oder zur Vorratsdatenspeicherung. Hinterher dann stets das Gegenteil zu behaupten ist in etwa so glaubwürdig, wie jemanden &quot;mein Freund&quot; zu nennen, dem man gerade aus Jux eine gezimmert hat.&lt;/li&gt;
  &lt;li&gt;Die FDP? Die mit den Apothekern und Hoteliers? Die, deren Vortänzer so unerträglich gegen die sozial schwachen hetzt? Keine Frage hat sich die FDP überraschend stark bei informationsgesellschaftlichen Themen positioniert. Wegen Personen wie Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (&lt;a href=&quot;http://www.stuttgarter-zeitung.de/stz/page/2474119_0_9223_-die-freiheit-des-internets-bewahren.html&quot;&gt;aktuell mit tollem Text in der Stuttgarter Zeitung&lt;/a&gt;) und Gerhart Baum habe ich auch mal die FDP gewählt und ich denke nachwievor, dass dieser Flügel ein ziemlich guter Grund ist, die FDP nicht so kategorisch abzulehnen, wie viele Leute das tun. Leider sind die anderen Flügel in der FDP in der Überzahl und bewegen sich zwischen &quot;schlimmer als die CDU&quot; und &quot;recht bauchbar&quot;. Ich schätze die FDP, würde sie aber nicht mehr wählen.&lt;/li&gt;
  &lt;li&gt;Die Linke? Ich schätze die Linke als Impulsgeber und der eine Teil, der so rührig an Sozialem im engeren Sinne interessiert ist, ist mir sogar sympathisch. Ehemalige Grünwähler, für die der Einsatz im Kosovo seinerzeit eine Zäsur war, für die allgemein die Rot-Grüne Politik eine der dicksten Enttäuschungen ihres Lebens war. Nachvollziehbar. Mit den anderen Seiten der Linken will ich aber nichts zu tun haben. Als Impulsgeber für eine nach allen Seiten offene politische Diskussion gerne, von hier kommen immer wieder klare und gute Einwürfe. Eine Wählerstimme von mir? Ganz sicher nicht. Erst recht nicht für die auffällige Stillheit, wenn es um dieses Internet geht.&lt;/li&gt;
  &lt;li&gt;Die Grünen? Ich wäre mal fast Mitglied geworden und habe lange Grün gewählt. So wie Ende der 90er etliche Grüne Stammwähler enttäuscht waren, bin ich nachhaltig von den Grünen beim Thema Bürgerrechte und Informationsgesellschaft enttäuscht. Das wäre eigentlich ein Stammthema der Grünen, doch halten sie sich sehr bedeckt dazu. Ich erwarte von den Grünen, dass die in der ersten Reihe stehen, wenn es gegen die Einführung von Zensurinfrastruktur geht. Wie aber sieht die Wirklichkeit aus? Enthaltungen zum Thema, wohin das Auge reicht. Nichts zu sagen hat man scheinbar bei den Grünen, wenn es um dieses Internet geht. Scheiße, wacht mal endlich auf!&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;

&lt;p&gt;Für mich ist der gesamte Basiskomplex der Piraten (Bürgerrechte, Informationsgesellschaft) das wichtigste Zukunftsthema und die Piraten sind die einzigen mit einer halbwegs sinnvollen Vision dafür. Fuck, deswegen sind die überhaupt erst gegründet worden. Traurig, dass die Existenz der Piratenpartei überhaupt eine Grundlage hat und es wäre mir lieber, wenn die Piraten so schnell wie möglich überflüssig würden. Die Realität zeigt leider in eine andere Richtung. In der Zwischenzeit hat sich die Piratenpartei übrigens &lt;a href=&quot;http://www.piratenpartei-nrw.de/microsite/index.html&quot;&gt;ein veritables Parteiprogramm für die NRW-Wahl&lt;/a&gt; parat gemacht, bei dem von Spinnerei nicht viel zu sehen ist. Ich gehe nicht überall konform mit diesem Programm, vor allem geht mir die Drogenpolitik nicht weit genug, aber es ist geprägt vom Glauben an das Richtige, so wie ich es verstehe. Der Link zeigt auf die Kurzversion des Programms, das bedenklich im Revier der Grünen wildert. Man schaue sich nur mal &lt;a href=&quot;http://youtube.com/watch?v=o_4VAl5TKjc&quot;&gt;den offiziellen Wahlwerbespot&lt;/a&gt; an, ebenfalls interessant ist &lt;a href=&quot;http://www.youtube.com/watch?v=PDsFh_xDe0g&quot;&gt;dieser inoffizielle Wahlwerbespot&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Also, 5%-Hürde hin oder her, die Auswirkungen jeder Stimme für die Piratenpartei treffen unabhängig davon die richtigen. Wenn einem die Themen der Piraten wichtig sind und wenn man diese in den anderen Parteien nicht abgedeckt sieht, sollte man sich einfach mal was trauen. Auch für mich war es eine Überwindung, den Piraten meine Stimme zu geben, ich habe es aber bisher nicht bereut. Es wird wohl ein Kopf-an-Kopf-Rennen bei der Landtagswahl und mir gefällt keine der zur Diskussion stehenden Koalitionen so wirklich, also geht meine Stimme wieder an die Piraten. Eine prima Alternative zum aus Verzweiflung Nichtwählen allemal.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Nachtrag 10.05.2010&lt;/strong&gt; (ein Tag nach der Wahl): Die Piraten haben gut 1,5% der Zweitstimmen einsammeln können, das sind absolut gesehen 40.000 Stimmen weniger, als bei der Bundestagswahl 2009 in NRW erreicht wurden. Gemessen daran, dass der große Aufhänger der Piratenpartei momentan signifikant weniger Akut erscheint (aber leider in Wirklichkeit so akut wie eh und je ist), ist das ein hervorragendes Ergebnis; zumal die Thematik auf Länderebene sowieso eher wenig relevant ist. Nur 40.000 Stimmen weniger als während der aufgeheizten Bundestagswahl ist weitaus besser, als ich gedacht hätte. Viel mehr ist auch nicht drin beim aktuellen Zustand der Piraten, &lt;a href=&quot;http://carta.info/27170/antrag-auf-umbenennung-der-piratenpartei/&quot;&gt;bei Carta und anderswo werden Rufe laut, nun endlich mal einen ernsthaften Namen zu wählen&lt;/a&gt;, um als echte Alternative ernst genommen zu werden, statt als lustiges Protestmittel. Ich habe diese Meinung vor einem Jahr ebenfalls vertreten, bin mir inzwischen aber gar nicht mehr so sicher, ob nicht der Name Piratenpartei noch eine ganze Weile hervorragend funktionieren könnte. Ernst genommen wird man, wenn man Flagge und Gesicht zeigt und kluge Sachen sagt. Ein komischer Name ist da nicht zwingend hinderlich, wie man an Sascha Lobo sieht, dessen Frisur in allen Talkshows mit einem Thema in der Nähe von diesem Internet auftaucht. Stellt sich natürlich die Frage, wie ernst Sascha Lobo allgemein genommen wird, aber er hat eine Stimme, die gehört wird.&lt;/p&gt; 
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    <pubDate>Tue, 04 May 2010 10:09:06 +0200</pubDate>
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    <category>Aktivismus</category>
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    <title>Markenauthentizität und die Second-Hand-Coolness</title>
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            <category>Zeitgeist</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Gregor Nathanael Meyer)</author>
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    &lt;p&gt;Gestern war ich in einem dieser alternativen Straßencafés. Eins dieser, wo es Bionade gibt, Chai Latte und selbstgemachten Kuchen auf alten Tellern mit Goldrand. An Authentizität solcher Etablissements könnte man sich wunderbar reiben, ich möchte aber jetzt mal zwei Marken in den Vordergrund zerren, deren Authentizität mir auf den ersten Blick eher fadenscheinig erscheint: &lt;a href=&quot;http://www.lemon-aid.de/&quot;&gt;LemonAid&lt;/a&gt; und &lt;a href=&quot;http://www.charitea.com/&quot;&gt;CharyTea&lt;/a&gt; von der Firma Lemonaid Beverages GmbH aus Hamburg. Beide Getränke bedienen so unglaublich präzise die Bionade-Zielgruppe, dass es einen gruselt. Keine Frage, der Auftritt ist durch und durch cool (wenn auch arg dick aufgetragen), die Produkte toll (LemonAid schmeckt wirklich gut). Das alles ist eben so gestaltet, dass es die Zielgruppe, ich definiere sie mal der Einfachheit halber als die Leute, die Nido lesen und/oder Apple Fans sind, genau abholt. Präzise die Zielgruppe abzuholen ist der feuchte Traum jedes Produktmanagers und genau so kommen mir die beiden Marken vor: Allein orientiert an der Zielgruppe.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Nehmen wir mal Bionade zum Vergleich. Bionade bedient die gleiche Zielgruppe, mit dem Unterschied, dass die Zielgruppe in einem mehrjährigen Prozess Bionade gefunden hat und nicht umgekehrt und von jetzt auf gleich. Ich bin immer skeptisch, wenn so perfekt passende Produkte plötzlich am Markt auftauchen. Wahre Coolness speist sich in meinen Augen in erster Linie aus Realness, oder anders herum: Ohne Realness kann keine echte Coolness entstehen. Coole Leute – und da kann man nun auch wieder sehr schön über Definitionen streiten – zeichnen sich durch ihren Sinn für Trends und ihre Spürnase für die Authentizität ebendieser aus.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Damit will ich nicht sagen, dass Bionade besonders cool ist. Im Gegenteil ist Bionade schon derart in den Mainstream gesickert, dass die Coolness schon bald in zweiter Welle kommt: Es ist bald wieder cool, Bionade zu trinken, gerade weil der gentrifizierte Bionade-Biedermeier (&lt;a href=&quot;http://spackmat.de/spackblog/archives/499-Bionade-Biedermeier.html&quot;&gt;dazu habe ich mal was geschrieben&lt;/a&gt;) – qua definitionem uncool – es trinkt und man selber so cool ist, dass man das aushalten kann. Ihr wart ja alle mal Teenager, also solltet Ihr das Prinzip von Euch selbst oder den coolen Anderen kennen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Zurück zum Thema: LemonAid und CharyTea sind mir einfach zu… Ja was eigentlich? Zu betont cool? Ich habe dabei das Gefühl, zum Spielball einer Marketing-Kampagne zu werden. Ich habe 3,30€ für eine Pulle LemonAid bezahlt, das war in dem Café so ziemlich das teuerste verfügbare Getränk. Doch was habe ich da bezahlt? Wasser, fair gehandelten Limettensaft, fair gehandelten Zucker, Kohlensäure? Wohl eher nicht, selbst bei sehr fair gehandelten Rohstoffen komme ich über ein paar Cent Aufpreis nicht hinaus. Ich bezahle das Markenversprechen? All die flockigen Texte, das Design, dafür, einer der ersten zu sein, die das Produkt ganz selbstverständlich kaufen?&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Das kommt mir zu billig vor, also billig nicht im monetären Sinne. Da verdient jemand gerade echt viel Geld mit dem Wunsch einiger Leute, besonders cool zu sein, ohne dabei wirklich besonders cool zu sein. Das soll keine Kritik sein, einen herzlichen Glückwunsch von mir zu dieser Leistung. Aber damit sind wir wieder bei Nido, dem Magazin für gutverdienende junge Eltern, denen man allerlei Kinderzubehör und Eltern-Lifestyle andrehen muss; oder Apple, mit deren Produkten jetzt anzufangen so ziemlich das bitterste Armutszeugnis der eigenen Hinterherrennerei ist. Das sind Produkte für Menschen, die an der Coolness irgendwie durch Einsatz von Geld teilhaben wollen. Tragischer weise funktioniert das nur vor Leuten, die ebenfalls nicht vorne dabei sind, was wiederum eine ganz eigene Second-Hand-Coolness begründet: Die Coolness-Victims leben einen szenigen Lifestyle vor, der immer und immer wieder nach unten wegsickert und erneuert werden muss. Und dann kommen da Produkte auf den Markt, die die erste Stufe glatt überspringen und direkt im Sickermodus starten. Funktioniert sowas? Man wird sehen, aber die Chancen stehen nicht schlecht, woher soll die anvisierte Zielgruppe auch wissen, was wirklich cool war und was nur über den PR- und Marketing-Weg auf cool getrimmt wurde? Und sind das nicht eigentlich die echt coolen Produkte, also die, die nie durch die Hände der Coolness-Victims gelaufen sind und gerade durch die PR-Manipulationen der ganzen Lifestyle-Verkaufsblättchen den Coolness Anstrich errungen haben? Das kommt auf den Betrachter an, denn immerhin wähnt sich jeder auf der Seite der wahren Coolness.&lt;/p&gt; 
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    <pubDate>Sun, 02 May 2010 11:19:46 +0200</pubDate>
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    <category>Authentizität</category>
<category>Bemerkenswertes</category>
<category>Coolness</category>
<category>Gesellschaft</category>
<category>Gruppenzwang</category>
<category>Kaufentscheidungen</category>
<category>Öko</category>
<category>Phänomene</category>
<category>Werbung</category>

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    <title>Wordpress macht jQuery-Code in Posts kaputt</title>
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            <category>Web-hinteres-Ende</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Gregor Nathanael Meyer)</author>
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    &lt;p&gt;Heute musste ich in einem Wordpress-Eintrag ein kleines jQuery Script einbauen, wofür ich erst mal ein DIV an den BODY anhängen musste. Im Grunde macht man sowas in jQuery mit folgendem Code:&lt;/p&gt;

&lt;pre&gt;&lt;code class=&quot;html&quot;&gt;&amp;lt;script&amp;gt;
  jQuery(&#039;&amp;lt;div id=&quot;soundso&quot; class=&quot;undsoso&quot;&amp;gt;&amp;lt;/div&amp;gt;&#039;).appendTo(&#039;body&#039;);
&amp;lt;/script&amp;gt;&lt;/code&gt;&lt;/pre&gt;

&lt;p&gt;Leider fährt einem Wordpress hier an die Karre, wenn man das in den Post-Editor einfügt (davon abgesehen, dass sowieso alles kaputt ist, wenn man den &lt;del&gt;&lt;abbr title=&quot;What you see ist what the fuck&quot;&gt;WYSIWTF&lt;/abbr&gt;&lt;/del&gt;&lt;ins&gt;&lt;abbr title=&quot;What you see ist what you get&quot;&gt;WYSIWYG&lt;/abbr&gt;&lt;/ins&gt;-Editor benutzt). Die Automatik, die Ps um die Absätze macht, grätscht hier rein und fummelt da irgendwie noch ein p mit rein, wo es einem einen JavaScript-Fehler einbringt. Eine andere Weise, dieses DIV zu erzeugen, scheiterte an anderen Randbedingungen oder wäre sehr unelegant gewesen, deswegen musste ich das irgendwie hinbekommen. Da Wordpress normalen JavaScript-Code in Frieden lässt, habe ich letztlich auf die Standard-JavaScript-Methode zurückgegriffen, wie man DOM-Elemente erzeugt. Das sieht dann so aus:&lt;/p&gt;

&lt;pre&gt;&lt;code class=&quot;html&quot;&gt;&amp;lt;script&amp;gt;
  var d = document.createElement(&#039;div&#039;);
  d.id = &#039;soundso&#039;;
  d.className = &#039;undsoso&#039;;
  document.body.appendChild(d);
&amp;lt;/script&amp;gt;&lt;/code&gt;&lt;/pre&gt;

&lt;p&gt;Wenn man es so macht, lässt Wordpress den Code passieren, ohne daran wohlmeinend herumzufummeln. Eine andere Möglichkeit ist &lt;a href=&quot;http://wordpress.org/extend/plugins/text-control/&quot;&gt;das PlugIn Text Control&lt;/a&gt;, das auf Pro-Post-Basis die Textformatierungen abschalten kann. Das Plugin scheint auf den ersten Blick trotz des Alters (es ist von 2005) mit einem aktuellen Wordpress zu funktionieren, aber leider bietet es seine Dienste nur für Posts an und nicht für statische Seiten.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Nachtrag 06.05.2010&lt;/strong&gt;: Man kann auch einfach radikal wie wpautop-Funktion deaktivieren, &lt;a href=&quot;http://urbangiraffe.com/plugins/disable-wpautop/&quot;&gt;etwa mit diesem PlugIn&lt;/a&gt;. Das automatische rein pfriemeln von Absätzen ist nett gemeint, aber es schadet in der Praxis mehr, als es nützt; zumindest in meiner Praxis.&lt;/p&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Thu, 29 Apr 2010 17:13:48 +0200</pubDate>
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    <category>*boing*</category>
<category>Fehlkonstruktion</category>
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