Tschüss Alice, hallo 1&1

04 11 2009

Hier und hier hatte ich schon über das VDSL-Angebot von 1&1 im Vergleich zu T-Home geschrieben. Ich hätte damals bereits fast kurzerhand bestellt, aber 24 Monate Vertragsbindung hasse ich einfach zu sehr, so dass ich noch abwarten wollte, was Alice zum Thema VDSL zu sagen hat. Nun hat Alice seine eigenen VDSl-Tarife gestartet und sie sind leider nicht wirklich attraktiv:

Für sich genommen sind 45€ im Monat für VDSL 50 und Telefonflat kein schlechter Tarif, 10€ Aufpreis für eine Premium-Hotline und einen echten ISDN-Anschluss sind auch fair. Wer keine Vertragsbindung wünscht, zahlt 100€ Einrichtung. Ein VDSL-WLAN-Router ungenannten Typs wird gestellt. Ich könnte mit wenigen Klicks umstellen und ich habe Alice als Provider in den letzten zweieinhalb Jahren zu schätzen gelernt. Es gab Höhen und Tiefen, aber insgesamt gehe ich im Guten aus der Sache raus.

1&1 auf der anderen Seite mochte ich noch nie so wirklich leiden. Aber VDSL 50 (über die volle Mindestvertragslaufzeit) mit Telefonflat für 40€ im Monat, dazu eine Fritz!Box 7390 für lau und keine Einrichtungsgebühr sind über zwei Jahre gerechnet einfach mal etwa 400€ Abstand zu Alice. Dazu kommen gutes Zubehör für günstig (Fritz!Fon MT-D 40€, Fritz!Stick WLAN N 30€, ein HSDPA-Stick für quasi lau mit 3 Monaten UMTS-Flat), 1TB Online-Speicher zum rumprobieren und eine kostenlose Hotline. Die kostenlose Handyflat ins Festnetz interessiert mich nicht und die Maxdome-Online-Videothek werde ich mir mal ansehen, erwarte aber nichts tolles. Für machen mögen die beiden Features aber ebenfalls praktisch sein. Insgesamt hat 1&1 zur Zeit das mit Abstand attraktivste VDSL-Angebot am Markt.

Ich bin also käuflich, mein Preis ist nicht ganz billig, aber das sind um die 400€: 45€*24 plus 100€ Einrichtung sind bei Alice in zwei Jahren 1180€, 40€*24 abzüglich geschätzter 200€ für die Fritz!Box 7390 ergeben bei 1&1 760€, die ganzen anderen Zugaben nicht mal mit eingerechnet. Von der Telekom rede ich lieber mal gar nicht, hier ist der Grundpreis schon für VDSL 25 teurer, es fällt eine Einrichtungsgebühr trotz 24-Monats-Bindung an, VDSL 50 wird (ohne Fernsehen aka Entertain) gar nicht mal mehr beworben und seine Hardware muss man gar selber kaufen oder ab 3€ im Monat mieten. Hatte ich schon die Drosselung nach 100GB (bzw. 200GB bei VDSL 50) im Monat erwähnt? Hier braucht man keinen allzu spitzen Bleistift und auch keine der einschlägigen negativen Erfahrungen mit dem berühmten Telekom-Kundenumgang, um das Angebot doch lieber zu ignorieren. Hoffen wir nur mal, dass ich mit 1&1 nicht in der Vorsicht-Kunde-Rubrik in der c't lande.

Das beruhigende übrigens ist folgendes: Es sieht momentan so aus, als würde 1&1 mir einen Techniker ins Haus schicken, der eine zweite TAE-Dose installiert, über die dann das VDSL geschaltet wird, bevor ich Alice kündige. Wenn das stimmt – und der Mann an der Hotline hat mir das noch mal bestätigt, worauf man zwar nichts geben sollte, aber immerhin – dann muss ich nicht mal Angst haben, ohne DSL dazustehen. Das wäre schlicht großartig, denn beim Wechsel des Anschlusses passieren die meisten gravierenden Fehler. Und maximal zwei Monate die 25€ für den bisherigen Alice-Anschluss zu viel zu bezahlen, geht schon klar.

P.S. In einem mir bekannten Fall (ein Einfamilienhaus in Eller, also mitten im Stadtgebiet) gibt es kein Vodafone UMTS-Netz und das GSM/EDGE-Netz ist dort auch derart langsam, dass die tolle UMTS-Überbrückungsflat von 1&1 leider nicht nutzbar ist. So viel zum Thema, Vodafone hätte so ein tolles Netz. Immerhin bekommt man einen UMTS-Stick faktisch für lau, in den man seine O2-Multicard stecken kann, deren HSDPA-Empfang auch besser sein könne, aber der wenigstens eine halbwegs würdige Nutzung erlaubt. Die Wohnung meiner Eltern befindet sich übrigens Luftlinie etwa 5 Meter (etwa auf gleicher Höhe) von einer O2-UMTS-Basisstation entfernt, was die paradoxe Situation erlaubt, dass man hier mit UMTS wesentlich stabiler und schneller unterwegs ist, als mit dem einen unter 25-30 weiteren (auffindbaren) WLAN-Netzen im 2,4GHz Band. Wir sind hier ja im P.S., da wollte ich das nur mal erwähnen.

Nachtrag 27.11.2009: Vorab schon mal ganz wichtige Neuerungen an der Front, bevor ich mich irgendwann mal zu einem eigenen Beitrag durchringe: Eine zweite TAE-Dose bekommt man von 1&1 nicht, das ist trotz anderslautender Aussage der Bestellhotline und so zu verstehender Option im Bestellprozess ganz und gar nicht vorgesehen, wir mir in mehreren Stunden Hotline-Gesprächen klipp und klar gesagt wurde. Stattdessen kommt scheinbar systematisch gar kein Techniker zum vereinbarten Schaltungstermin und man steht in den meisten Fällen wohl einfach ohne Anschluss da, bis man die Hotline überredet hat, doch mal (wie versprochen) einen dringend benötigten Techniker zu schicken. In der Zwischenzeit schlug man mir allerlei dreiste Dinge vor, mein Liebling war aber, dass ich selbst einen Techniker besorgen soll (oder es gar selbst mache), der illegaler Weise am Hausanschluss der Telekom rumfummeln sollte. Insgesamt kann ich von 1&1 nach diesen Erfahrungen nur allerdingendst abraten, wenn man nicht Lust auf ein sehr ermüdendes und ernüchterndes Spiel beim Anschluss hat. Auf jeden Fall verzichten sollte man auf die vorausgewählte Option, dass sich der 1&1-Anschluss mit dem bestehenden Anschluss überschneidet, denn hier scheint die Wurzel allen Übels zu liegen. Die problemlose und freundlich und sofort bearbeitete telefonische Kündigung bei Alice hat mir dann den Service-Unterschied der beiden Firmen noch mal drastisch in Erinnerung gerufen. Ich hätte bei Alice bleiben sollen.


Telekom VDSL ohne Fernsehen mehr als unattraktiv

08 09 2009

Gerade lese ich die News zu den neuen Telekom VDSL-Tarifen ohne Fernsehen. Was soll man dazu sagen? Gestern habe ich den immens verführerischen 1&1 VDSL Tarif vorgestellt und heute kommt die Telekom mit einem im Vergleich derart unattraktiven Tarif daher, dass man sich nur wundern kann. Also im Detail:

25/5Mbit/s kosten 55€ und 50/10Mbit/s 60€ pro Monat, ISDN kostet 4€ Aufpreis. Wer noch im September bucht, zahlt 10€ weniger und kommt damit immerhin in die Liga von 1&1. Hinzu kommen 60€ Einrichtungsgebühr für den Telefonanschluss und ab 01.10.2009 nochmal 100€ für den DSL-Anschluss, wenn man die nicht vorher schon hatte. Geräte gibt es keine dazu, die muss man entweder teuer kaufen oder ab 3€ im Monat mieten. Aber das ist noch nicht alles, denn die Leistungsbeschreibung, also das ausgelagerte Kleingedrukte zaubert noch eine weitere Überraschung für den geneigten Interessenten aus dem Hut: Ab 100 bzw. 200GB Traffic im Monat wird auf 6/0,6Mbit/s gedrosselt. Selbstverstädlich bindet man sich auch hier 2 volle Jahre.

Also vergleichen wir mal: 1&1 kostet 50€ im Monat für 50/10Mbit/s, bietet einiges an Zusatzfeatures, 10 Rufnummern (allerdings nur als VoIP Anschluss) und man bekommt ohne Einrichtungsgebühr 220€ Gutschrift und eine fette Fritz!Box 7390 für lediglich Versandkosten und verschiedene andere Geräte für wenig Geld in die Hand gedrückt. Das vergleichbare Telekom Produkt kostet ab Oktober im Monat ab 64€ zuzüglich Hardware und bis zu 160€ Einrichtungsgebühr und bringt eine versteckte Datendrosselung mit. Einziger echter Vorteil ist der richtige ISDN-Telefonanschluss. Krasser Unterschied.

Trotzdem habe ich gerade einen Kunden (Telekom Business Bestandskunde) überredet, auf VDSL umgestellt. Er bezahlt das gleiche, wie zuvor (Call and Surf Comfort VDSL Universal mit 50MBit statt zuvor Call and Surf Comfort Plus Universal mit 16MBit), verzichtet auf die Hotspot-Flatrate und günstige Mobilgespräche (nun 19ct/min statt 12,9ct/min), bekommt aber ultra schnelles VDSL. Keine Einrichtungsgebühr, Umstellung laut Hotline binnen sechs Tagen und ein Speedport W920V für 50, 60 oder 70€ (wusste die Hotline-Frau gerade nicht genau zu sagen) dazu. Für kurzentschlossene Bestandskunden ist das Telekom-Paket also gar nicht soo schlecht, vor allem, wenn man dem VoIP Anschluss nicht traut oder sonstwie unbedingt bei der Telekom bleiben will und wenn man an die 200GB im Monat garantiert nicht dran kommt. Übrigens ist der Speedport W920V im Grunde eine Fritz!Box 7270 plus VDSL-Modem im Telekom Kleid und kann sogar mit AVM Firmware ausgestattet werden. Keine 7390, aber immerhin.

So, wie 1&1 und Telekom auf die Tube drücken, müssen sich Alice und Vodafone jetzt mal schleunigst konkret zum Thema VDSL äußern. Die Sonderaktion der Telekom, dass man nur jetzt im September konkurrenzfähige Preise bezahlt, bewirkt eine schnelle Bindung so einiger Kunden an die Telekom für zwei Jahre, also müssen die beiden noch im September mit attraktiven Angeboten kommen. 1&1 hat ja schon mal ordentlich vorgelegt.


VDSL kommt so langsam in Fahrt

06 09 2009

VDSL mit 50Mbit/s Downstram und vor allem viel wichtiger 10Mbit/s Upstream gibt es hier in Düsseldorf schon eine ganze Weile, aber bisher waren die Konditionen vom alleinigen Anbieter T-Home erstens extrem unübersichtlich und zweitens mit mindestens 60€/Monat dank Zwangsbindung an den Fernsehempfang reichlich teuer. Zudem muss man sich 24 Monate binden, muss 60€ Einrichtung für den Telefonanschluss bezahlen, bekommt keinerlei Geräte gestellt (die kann man für sattes Geld mieten oder selber kaufen) und kann als Konkurrenzkunde nicht mal vorab prüfen, ob VDSL überhaupt verfügbar ist. Man muss bestellen, um das herauszufinden und wenn nicht, bekommt man nur maximal 16Mbit/s ADSL, ist aber trotzdem 24 Monate gefangen. Alles in allem kein wirklich attraktives Angebot für jemanden, der zur Zeit 25€/Monat für eine 16Mbit/s ADSL-Leitung ohne Schnickschnack und vor allem ohne Zwangsbindung bezahlt.

Nun kommt Bewegung in die Sache: T-Home hat angekündigt, VDSL auch irgendwann mal ohne Fernsehen für etwas weniger Geld anzubieten, aber bisher ist daraus nichts konkretes erwachsen. Konkret geworden ist nur die IFA-Ankündigung, DSL-Fernsehen auch ohne Internetzugang, dafür nur mit Telefonanschluss ab 30€/Monat anzubieten. Verschiedene Anbieter bauen in verschiedenen Städten an einem Glasfaser bis ins Haus Netz und bieten damit 100Mbit/s (angeblich sogar symmetrisch) an, etwa Netcologne in Köln. Schön, beneidenswert, aber nur mit Pilotcharakter.

Nun bietet die T-Home ihren Konkurrenten aber auch Zugang zum VDSL-Netz an und Vodafone und 1&1 springen bereits auf, 1&1 hat die Pakete sogar schon buchbar am Start. Und was ich da an Konditionen sehe ist wahrlich nicht unattraktiv: 50Mbit/s VDSL mit (VoIP) Telefonflat, 1TB Online-Speicher und verschiedene mehr oder weniger nützliche Zusatzleistungen, dazu eine nigelnagelneue Fritz!Box 7390 für 9,60€ Versand, optional ein UMTS-Stick für 9,60€ und drei Monaten kostenlosem UMTS-Datenzugang und als Hammer noch 220€ Gutschrift oben drauf. Das ganze Paket gibt es dann für 50€/Monat. Meine Herren, da kann man schon schwach werden und sowohl seine Aversion gegen 1&1 überwinden, als auch sich die 24 monatige Vertragsbindung schönsaufen schönrechnen: Wenn man für die Fritz!Box 200€ Straßenpreis annimmt (sie ist noch gar nicht gelistet) und den Bonus von 220€ dazu addiert, drückt einem 1&1 420€ in die Hand, den Gegenwert des vergünstigten UMTS-Sticks noch nicht eingerechnet. Gegenüber unseren jetzigen Ausgaben von 25€/Monat schrumpfen die 600€ Mehrkosten über 24 Monate dann plötzlich auf effektive 180€ zusammen, das sind 7,50€/Monat mehr für VDSL mit 50/10Mbit/s statt 16/1Mbit/s und eine Telefonflat ins deutsche Festnetz statt gar keinem Telefonanschluss. Uff. Da muss ich noch mal in mich gehen.

Die Fragen sind folgende: Was passiert nach 24 Monaten? Ist ein Wechsel von 1&1 zu einem anderen Anbieter dann reibungslos machbar oder steht man wochenlang ohne Internet da? Bietet 1&1 dann attraktive Nachfolgekonditionen für Nichtwechsler an? OK, das war eine rhetorische Frage. Wie sehen die Angebote der Konkurrenz in der näheren Zukunft aus? Bietet gar Alice schnelleres Internet an? Ich würde immerhin gerne bei Alice bleiben und den 1&1 Schnickschnak brauche und mag ich eigentlich nicht wirklich. Zudem: Wie sieht der Service bei 1&1 aus? Wird mir da geholfen oder muss ich zwei Jahre meines Lebens mit latenter Service-Wut im Bauch verbringen? Kann ich eine unserer Festznetz-Nummern reibungslos von Sipgate nach 1&1 portieren? Und zuletzt: Fühle ich mich wohl als 1&1 Kunde? Steht mir dieser Anbieter? Bitte Feedback, Freunde.

Ich schlafe noch mal eine Nacht und rufe da morgen mal an. Vielleicht kann mir die Verkaufshotline einige meiner Fragen schon beantworten und das vor allem auch verbindlich zusichern.

Nachtrag 07.09.2009: Ich habe mich gerade von 1&1 zurückrufen lassen und die Dame konnte mir einige Fragen beantworten, also der Reihe nach. Nach 24 Monaten verlängert sich der Vertrag automatisch um jeweils ein weiteres Jahr, nach Sonderkonditionen für Nichtwechsler habe ich gar nicht erst gefragt. Der VDSL-Anschluss ist ein komplett neuer Anschluss, mit etwas Glück kann man eine Überlappung von Alice und 1&1 hinbekommen, auf jeden Fall muss ich Alice selber kündigen. Ein ordentliches Vabanque-Spiel, da die Schaltungszeiten für VDSL aktuell bei etwa acht Wochen liegen, vielleicht auch mehr. Damit man nicht ohne Internet dasteht, bekommt man von 1&1 einen UMTS-Stick und eine SIM-Karte fürs D2-Netz, mit dem man 3 Monate kostenlos über UMTS ins Netz kommt. Das wäre OK, ein garantiert reibungsloser Wechsel oder sogar eine zugesicherte Überlappung wäre mir aber lieber. Die Störungshotline ist eine 0800er Nummer, also auch vom Handy aus ohne Kosten erreichbar, das ist gut und war durchaus auch mal anders. Bis hierher ein überlegenswertes Angebot. Allein der letzte Punkt macht mir Sorgen und hat mich von einer sofortigen Bestellung abgehalten: 1&1 portiert Rufnummern nur von der Telekom zu sich herüber, unsere Sipgate-Nummer(n) werden also nicht übernommen. Das schmerzt, denn ich möchte wirklich nicht alle Freunde mit noch einer Absendernummer nerven. Leider habe ich nicht gefragt, ob man bei 1&1 eine beliebige Absendernummer eintragen kann, so wie das bei Sipgate möglich ist. Fazit also: Die fehlende Rufnummernportierung von allen Anbietern außer den Telekom ist momentan der Showstopper für mich und in Anbetracht der langen Wartezeiten von momentan acht Wochen habe ich genug Zeit, mir die Marktentwicklung noch mal genauer anzusehen.

Nachtrag 2 07.09.2009: Gerade habe ich mal nachgelesen, Alice führt aktuell Gespräche mit der Telekom und will in den nächsten Wochen auch mit einem VDSL um die Ecke kommen.


Doch bei O2 geblieben

16 02 2009

Die vor einiger Zeit genannten Gründe, warum ich O2 gekündigt hatte, sind weiterhin gültig. Trotzdem habe ich soeben einen Genion L mit 24 Monaten Vertragsbindung abgeschlossen. Warum?

  • Ich habe die Premium-Hotline angerufen und nach mehrmaligem Weiterverbinden bin ich der Hotline für Selbstständige gelandet. Der Typ dort schien mein Problem zu verstehen und bot mir einen Genion-L-Selbstständigen-Tarif für 25,50€/Monat und dazu einen HTC Touch HD für 169€ an. Wenn man das gegenrechnet (ab ca. 580€ für den Touch HD im freien Handel), bekomme ich ca. 17€/Monat Subvention auf das Handy, bezahle für das Genion-L ohne Handy also letztlich 8,50€/Monat. Klar ist das ne Milchmädchenrechnung, wenn man bedenkt, dass ich den Touch HD eigentlich nicht brauche. Aber derart schöngerechnet ist der Tarif echt attraktiv. Der Genion-L-Spezial-Tarif ohne Handy für selbstständige Neukunden würde mich 12,75€/Monat kosten und mich "nur" sechs Monate binden.
  • Ich bin noch bis Ende des Jahres Premium-Kunde, das ist sicherlich vorteilhaft. Bin ich nicht mehr Premium-Kunde, habe ich als Selbstständiger trotzdem eine kostenlose Hotline und gleichzeitig 15% Rabatt auf die Rechnung.
  • Als Selbstständiger bekommt man ferner einen 48-Stunden-Handy-Austauschdienst, falls mal was am Gerät ist.
  • Ich bin schon immer und gerne O2-Kunde, auch wenn die Tarife manchmal schlicht eine Unverschämtheit sind; wie der neue Genion S, der übrigens inzwischen doch nicht mehr 2,50€ Grundgebühr kostet, wenn man ihn online bucht. Das war ja wirklich unhaltbar.
  • Ich glaube nicht ansatzweise, dass ich bei einem anderen Anbieter auch nur einen Tick zufriedener wäre. Irgendwas ist ja immer.
  • Ich kenne ne Menge Leute, die (nicht zuletzt wegen mir) bei O2 sind und Genion L haben. Da können wir uns alle wunderschön inzestös für lau anrufen. Würde ich zu blau.de wechseln, wär Essig damit. Einzige Alternative wäre Alice im O2-Netz für 15¢/min, das bringt mich allerdings nicht wirklich nach vorne, zumal es da keine guten Datentarife gibt, wenn man von den netten 30MB inkl. absieht. Fonic übernimmt leider keine Rufnummern.
  • Der Touch HD ist schon fein und bis es nennenswert bessere iPhone Konkurrenten wie den Palm Pre oder brauchbare(!) Android-Geräte gibt, ist das sicher eine gute Zwischenlösung. Mein XDA Orbit 2 ist ja wirklich nett, aber die 320x240 Mini-Auflösung steht einer echten Nutzbarkeit doch sehr im Weg. Und iPhone-Besitzer lachen einen hoffentlich mit dem Touch HD nicht mehr gar so sehr aus.

Neues aus dem Alice Wunderland

08 01 2009

Wie bereits erwähnt habe ich meinen Alice Fun Anschluss mit Telefonflat auf Alice Light ohne Telefonanschluss umgestellt. Die Gründe hatte ich schon genannt, also in aller Kürze: Miese und stark schwankende Sprachqualität, unfassbar träger Verbindungsaufbau, manche Anschlüsse (vorzugsweise NGN-Anschlüsse von Arcor) gar nicht erreichbar, Fax nicht möglich. Vor der Umstellung hatte ich für viel Geld (einige Euro dank der Warteschleife) die Alice-Kundenhotline angerufen und gefragt, ob so eine Umstellung ein neuer Anschluss ist (mit allen Risiken) oder ob einfach nur die Telefonie abgedreht wird. Die Antwort der freundlichen Dame war unmissverständlich: Der Anschluss wird so beibehalten, es wird nur die Telefonie abgeschaltet. Also habe ich den Tarif umgestellt und telefoniere seitdem mit Sipgate, was ganz formidabel für 1,79¢/min klappt. Also kann ich jeden Tag etwa zehn Minuten telefonieren, bis die monatlichen 5€ für die Alice-Flat aufgebraucht sind.

Gestern bekomme ich früh morgens eine SMS, dass mein Alice-DSL Paket nicht zugestellt werden konnte und ich im Kundencenter genaueres erfahren würde. Dort stand nichts, also habe ich die teure Kundenhotline angerufen und man erklärte mir sehr freundlich, dass mein Paket an meine alte Adresse gegangen wäre, entschuldigte sich und versprach das neue Modem bis voraussichtlich Freitag an meine neue Adresse zu schicken. Ich benutze zwar meine FritzBox, aber von mir aus stelle ich mir ein Notmodem in den Schrank, das ich im Störungsfall anschließe, bevor ich die Hotline belästige. Soweit so gut.

Heute morgen waren wir offline. Grr. Fuck. Ich wusste es. Was war passiert? Die Dame an der Hotline erklärte mir, dass eine solche Umstellung wie ein neuer Anschluss gehandhabt werde, die Umstellung könne bis 16:00 Uhr dauern, sei aber meistens vorher fertig. Auf meine Frage, ob ich die neuen Geräte bräuchte, die gestern an meine alte Adresse verschickt worden waren, bekam ich den entscheidenden Tipp: Nein, aber Sie haben neue Zugangsdaten Die konnte sie mir sogar direkt am Telefon nennen, immerhin. Das erklärt einiges, zack, war ich wieder online. Allein, warum weiß ich nichts davon? Offenbar sind auch die Briefe mit den neuen Zugangsdaten und allen anderen Informationen an meine alte Adresse gegangen. Irgendwer hat also bei meinem Umzugsauftrag gepennt und nicht alle Adresseinträge geändert. Vielen Dank. Tatsächlich kann ich im Kundencenter bei meinen Anschlussdaten einen Bereich mit weiteren Adressen ausklappen und dort stand als Rechnungsadresse und als Anschlussinhaberadresse meine alte Anschrift.

Immerhin ließ sich mein Anliegen mal wieder durch ein Gespräch mit der freundlichen Hotline einfach lösen, aber das ganze hätte nicht sein müssen, wenn man meine Adresse vollständig geändert hätte und die Gesprächspartnerin meines ersten Anrufs nicht behauptet hätte, es würde nur die Telefonie abgeschaltet werden (und man die Alice-Briefe mit der Post schicken würde, die einen Nachsendeauftrag von mir hat). Zwei kleine Schnitzer, wobei ich echt froh bin, dass sich das mal wieder so schnell und simpel lösen ließ. Man liest ja immer wieder von schlimmen Fällen der Fehlkommunikation zwischen DSL-Anbieter und Kunde. Die Telekom zum Beispiel schickt einem, wenn man aus irgendeinem Grund keine Zugangsdaten hat, diese per Brief, so dass man dann halt (auch als Businesskunde) ein bis zwei Tage offline ist – pech gehabt, da hilft auch kein Betteln und Schimpfen an der Hotline.

Die Alice-Warteschlangenmusik mit dem sich alle paar Sekunden wiederholenden "Wir verbinden Sie gleich mit einem unserer Mitarbeiter..." macht mich übrigens total kaputt, spätestens nach 5 Minuten mutiert sie zur Farce. Und fast zehn Minuten Warteschlange sind auch für eine kostenlose Störungshotline zu viel. Immerhin hat man meine Störung dort auch bearbeitet, obwohl ich streng genommen keine Telefonstörung habe, da ich ja gar keinen Telefonanschluss-Surrogat von Alice mehr habe. Überhaupt ist das eine von mir nicht bedachte Konsequenz meiner Umstellung auf Alice Light ohne Telefonanschluss, dass ich ja jetzt keine Telefonstörungen mehr habe und die kostenlose Störungshotline ausdrücklich nur für Telefonstörungen da ist. Aber ich wäre auch Amok gelaufen, wenn ich zur Klärung der von Alice verbockten Störung 69¢/min aus dem O2-Netz hätte bezahlen müssen. Ich werde also weiterhin diese Hotline anrufen, wenn ich eine Internetstörung habe. Mal schauen, ob die mir in Zukunft tatsächlich 69¢/min aus dem Mobilnetz abknöpfen wollen oder meine Internetstörungen auch weiterhin an der Telefonstörungshotline zur Kenntnis nehmen.

Überhaupt ist es ein absolutes Unding, einen für die dreist lange Warterei in einer Warteschlange auch noch finanziell zu ruinieren. Was soll das? Wieso muss man mehrere Euro investieren, um überhaupt erst jemanden an den Apparat zu bekommen? 1&1 macht das halbwegs gut, ist aber leider von vielen Anschlüssen aus nicht erreichbar: Die haben eine 0900er Nummer, die erst mal kostenlos ist. Erst wenn man in einen Bereich wechselt, der kostenpflichtig wäre (technischer Support abseits der Anschlüsse etwa), wird einem das mitgeteilt und von da an bezahlt man erst. Leider sind 0900er Nummern von vielen Anschlüssen aus (aus gutem Grund) gesperrt, Alice etwa sperrt diese Rufnummerngasse standardmäßig bei allen neuen Anschlüssen. Aber auch sonst ist es ein gefühlter finanzieller Bungee-Sprung eine 0900er Nummer anzurufen, auch wenn behauptet wird, das Gespräch koste erst mal nichts.

So oder so sehne ich mich zurück in die Zeit, als man bei Alice noch gänzlich kostenlos anrufen konnte. Da musste man zum Beispiel noch nicht dafür bezahlen, zu erfahren, ob und wann man die Alice Videothek benutzen kann. Die Kontanktseite im Kundencenter ist übrigens gut versteckt, gerade komme ich gar nicht dort hin: Ein Klick auf Kontakt bringt mich zu einer Seite mit kontextsensitiver Hilfe, die aber leer ist. Mit etwas Klickerei komme ich zu bebilderten Anleitungen, wie ich das Kundencenter bediene. Ein Kontaktformular finde ich hier nicht mehr. Wo ist das Kontaktformular hin? Wo meldet man Störungen online? Dank UMTS könnte ich das inzwischen sogar tun, wenn ich wüsste wo…

Ein Gutes hatte die Umstellung übrigens (vorerst): Ich habe plötzlich mehr Upload: 1.090kbit/s laut Speedtest von wieistmeineip.de. Wow, das ist deutlich mehr als die 800kbit/s, die ich vorher hatte. Waren die über 200kbit/s Differenz bisher für die Telefonie reserviert? Warum schreibt eigentlich kaum ein Anbieter die Upload-Geschwindigkeit in seine Werbung? Alle schreien einen an mit 16.000kbit/s oder 25 Megabit oder wieviel auch immer, nach dem Upload muss man hingegen mit der Lupe suchen. Dabei ist doch der Upload der eigentlich spannende Teil für viele Leute.


Alice VoIP-Festnetz-Surrogat

27 11 2008

Ich muss mal wieder was zum Alice-VoIP-Festnetz-Surrogat los werden: Die Sprachqualität ist manchmal derart schlecht, dass ich meine Gesprächspartner noch mal mit dem Handy anrufe. Oder ich rufe direkt mit dem Handy an, um mir die Peinlichkeit zu ersparen. Das Faxproblem habe ich ja schon häufiger ventiliert. Dass der Verbindungsaufbau unfassbar lange dauert (zu O2-Homezone teilweise 30 Sekunden, wovon 10 Sekunden O2 geschuldet sind) hatte ich auch bereits mehrmals erwähnt. Noch nicht erwähnt hatte ich, dass wir einige Anschlüsse schlicht gar nicht erreichen können. Das Festnetz von Karins Eltern (Arcor) und seit neuestem auch die Homezone-Nummer einer meiner Brüder sind von unserem Alice-Anschluss nicht bzw. nicht immer erreichbar. Der Alice VoIP-Telefonanschluss nervt mich also total und den echten ISDN-Anschluss mit Alice-Comfort bekomme ich in Düsseldorf noch immer nicht, da hilft auch kein regelmäßiges Betteln an der Hotline.

Was ziehe ich also für Konsequenzen? Der Alice-Telefonanschluss muss gehen, irgendwann. Vielleicht schon heute. Das gute ist nämlich, dass man bei Alice auch DSL ohne Telefon-Pseudo-Anschluss bekommen kann, das heißt dann Alice Light und kostet mit DSL-Flat 24,90€ statt 29,90€. Ein weiterer Vorteil ist, dass ich mir dadurch ne Menge Kabel-Mist spare, denn die doofe Alice-Anschlussbox brauche ich dann nicht mehr und kann meine Fritzbox direkt anschließen: besseres Modem, stabilere Verbindung, weniger Stromverbrauch, weniger Kabel. Prima eigentlich.

Nur, woher kommt dann ein Festnetz-Anschluss? Schlechter als Alice kann Sipgate nicht sein, also werde ich es erst mal für ein paar Tage mit meinem guten alten Sipgate-Anschluss versuchen, der seit jahren ungenutzt vor sich hin dümpelt. Der kostet 1,79¢/min, was für fast zehn Minuten Telefonat täglich ausreicht, bis man die gesparten 5€ wieder aufgefressen hat. Keine schlechte Lösung eigentlich. Ich werde das mal besprechen nachher. Dorthin könnte ich auch mittelfristig meine Genion-Homezone-Nummer portieren, falls ich da keine Lust mehr drauf habe. Mal schauen.


Wieder online

10 11 2008

Juhuu! Seit Freitag kann ich wieder atmen: Schon um 09:20 Uhr kam der Telekom-Techniker und hat die DSL-Leitung klar gemacht, danach waren wir sofort online. Sogar mit vollen 16 MBit/s, Speed pur. Fein.

Kaum zu glauben, aber der Umzug mit Alice hat zu 100% reibungslos geklappt, von der zweiwöchigen Wartezeit einmal abgesehen, aber das ist meiner kurzfristigen Umzugsmeldung geschuldet. Bei meinem einen Anruf an der Hotline konnte ich die Warteschleife kaum hören, so schnell war jemand dran und hat meinen Auftrag freundlich entgegen genommen. Danach ein paar SMS und Briefe mit Terminbestätigungen und ein pünktlicher Techniker und alles hat geklappt. Ihr wisst gar nicht, wie froh ich bin, nicht bei den vielen armen Schweinen dabei zu sein, bei denen solche Umzüge gründlich schief gehen.

Topnoten also von mir für Alice. Einzige Kritikpunkte: Die Kundenhotline ist immer noch kostenpflichtig (immerhin bezahlbar) und der Umzug dauert mindestens zwei Wochen. Die Telekom macht das schneller, aber das ist nicht wirklich Alice anzulasten, eher der Telekom. Schade ist auch, dass ich in Düsseldorf noch immer kein Alice-Comfort bekomme, da bekäme ich einen richtigen ISDN-Telefonanschluss mit kurzfristiger Entstörung und allerlei andere Zusatzleistungen für nur zehn Euro mehr pro Monat. Der NGN-Analoganschluss ist weiterhin nicht der Weisheit letzter Schluss, aber den benutze ich sowieso kaum.


Nicht immer ist der Anbieter schuld

29 04 2008

Seit Sonntag war unser DSL-Anschluss stark gestört. Alle paar Minuten wurde die Verbindung neu aufgebaut und wenn sie mal lief, dann nur sehr schwankend (zwischen laaaaaaangsam und langsam). Als das am Montag noch immer der Fall war, wollte ich schon bei Alice anrufen, hab mich dann aber entschieden, etwas zu experimentieren. Flugs mal die Fritz!Box direkt an die Leitung gehängt und das Leitungsspektrum anzeigen lassen: Autsch! Wirklich schlechte Werte, noch schlechter sogar als bei der Störung vor ein paar Wochen, Synchronisation mit nur 5MBit/s (statt sonst 12). Also mal das bescheuerte Störungsformular im Kundencenter bemühen. Tipp, tipp, tipp, absenden, wieder Verbindung weg. Grr. Was ist da los? Vielleicht Probleme mit der Anschlussleitung? Lieber mal vorher checken, die an der Hotline fragen ja sowieso als erstes danach.

Ich ziehe also meine Schlafcouch vor und schau mir das Kabel an. Bingo! Das arme Kabel zwischen Wanddose und Spharion-Box ist in die Klappmechanik der Couch geraten (wie auch immer) und bis auf die blanke Ader gequetscht worden. Kein Wunder, dass die Dämpfungswerte plötzlich so schlecht sind. Also Kabel wieder zurecht gebogen und neu isoliert, schon fluppt die Leitung wieder mit den gewohnten 12MBit/s. Gut, dass ich nicht die Hotline bemüht habe.

Bei Gelegenheit muss ich mal ein neues Anschlusskabel beschaffen. Muss ich sowieso, denn bei meinen Eltern muss auch der neue DSL-Anschluss verlegt werden, momentan hängt das Modem mitten im Flur rum. Apropos: Ich finde es echt ein Unding, dass bei der Umstellung auf den T-Home Complete Tarif ungefragt die T-Net-Box aktiviert wird. Meine Eltern können schon ihren eigenen Anrufbeantworter nicht bedienen und wundern sich, wieso da keine Nachrichten mehr eintreffen. Mein Bruder hatte das selbe Problem und hatte seinerzeit bei der Hotline angerufen, um das abzustellen. Dort erfuhr er, dass man das schriftlich (per Fax) machen muss! Was soll das? Am besten noch Kohle dafür nehmen, das wärs echt noch.


Kommentar via Voicemail

26 04 2008

Huch!? Heute bekomme ich einen Kommentar zu meinen Alice-Einträgen auf meine im Impressum angegebene Voicemailbox. Leider ist die Sprachqualität nicht die beste, so dass ich nicht alles verstanden habe. Wenn ich richtig gehört habe, ging es um jemanden, dem Alice seine Europa-Telefon-Flatrate-Option wegen Vielnutzung gekündigt hat. Der Herr ärgert sich darüber sehr und fühlt sich "verarscht" und wägt nun ab zwischen ganz kündigen und gerichtlich vorgehen.

Was soll ich jetzt dazu sagen? Momentan ist er da wohl in bester Gesellschaft. Man schaue mal bei heise.de oder in anderen einschlägigen Quellen nach: Es scheint gerade eine Flut von anbieterseitigen Kündigungen wegen Vielnutzung von Flatrates aller Art zu geben. Halte ich für mindestens bemerkenswert, wenn nicht gar fragwürdig. Wenn man eine Flatrate anbietet, ist das eine Flatrate. Andererseits spricht nichts dagegen, wenn man auch als Anbieter vom eingeräumten (fristgerechten) Kündigungsrecht Gebrauch macht. Der Kunde kann ja auch kündigen, wenn er keine Lust mehr auf den Anbieter hat. Und nicht zu vergessen: Bei ausführlicher Vielnutzung günstiger Flatrates zahlt der Anbieter im Zweifel massiv drauf und das macht niemand gerne. Trotzdem bleibt ein fahler Beigeschmack.

Da ist mir der Fair-Flat-Ansatz der Mobilfunk-Netzbetreiber lieber: 5GB für einen gewissen Preis, und wer mehr als ausnahmsweise drüber liegt, zahlt dafür. Das ist allen Beteiligten transparent und keiner von beiden wird abgezockt. Oder Skype mit seiner Pseudo-Flatrate, wo (ich glaube) 10000 Minuten pro Monat enthalten sind. Das sollte für die meisten reichen und wer tatsächlich darüber liegt, sollte nicht erwarten, mit unter 10€ davon zu kommen.

Aber was anderes: Kommentare sind grundsätzlich in der Kommentarfunktion besser aufgehoben, als auf meiner Mailbox. Die ist schwer zu verstehen und macht mir einige Arbeit. Und wie soll ich am Ende reagieren? Abtippen ins Kommentarfeld? In Zukunft werde ich jedenfalls keine eigenen Beiträge dafür aufmachen.

Nachtrag 27.04.2008: Offenbar gibt es Fälle, in denen die Kündigung außerordentlich ausgesprochen wird. Ist die Kündigung wegen vertragsgerechter Nutzung eines Vertrags schon innerhalb der Kündigungsfristen (vor allem kommunikativ) fragwürdig, so ist es tatsächlich ein Unding, wenn außerordentlich gekündigt wird, weil ein Kunde die beworbene Flatrate tatsächlich nutzt. Die Ausrede, dass sein Telefonieverhalten eine gewerbliche Nutzung vermuten lässt, ist zwar vielleicht(!) rechtlich haltbar: Bei Vertragsabschluss wird diese von den Anbietern meist ausgeschlossen. Aber man kann das schlicht nicht bringen, jemanden mit einer Flatrate zu locken und dann zu kündigen, wenn diese tatsächlich genutzt wird; das gilt ganz besonders in Anbetracht von 24 monatigen Laufzeiten, die den Kunden aufgezwungen werden. Faire Lösungen gibt es ja genug für das Problem (siehe oben). Die Kunden werden dies bei einer Entscheidung für oder gegen einen Anbieter sicher berücksichtigen: Ich habe von Fällen bei Base, Arcor und Congster gelesen und oben genannter Leser ist (ich kann das nicht prüfen!) bei Alice betroffen.


Alice nicht kündigen

25 04 2008

Noch immer ist mein Beitrag mit dem Titel Alice Kündigen vom letzten Jahr mein meistgelesener Artikel. Das wundert wenig, bin ich doch inzwischen sogar auf Platz 1 bei Google damit für den Suchstring "alice kündigen". Schön. Momentan geistert eine Nachricht von einer extrem hohen Kündigungsquote (im Bereich 25% über das Jahr gesehen) bei Alice durch die Computerpresse. Irgendwie fühle ich mich durch meine gute Google-Platzierung mit einem Alice-kritischen Artikel verpflichtet, dazu etwas zu sagen:

Mir fällt spontan ein sehr guter Grund ein für eine solch hohe Kündigungsquote (sind 25% über ein Jahr eigentlich wirklich viel?) ein: Die Übernahme des AOL-Zugangsgeschäfts hat auf einen Schlag eine wirklich große Menge Kunden ins Unternehmen gespült, was für viele offenbar überraschend kam. Ich kann mir gut vorstellen, dass etliche ehemalige AOL-Kunden damit ganz und gar nicht einverstanden waren und offensichtlich gab es auch verschiedentliche Probleme bei der Umstellung. Mit diesem Umstand im Hinderkopf sehen die 25% wieder gar nicht so schlecht aus. Zumal Alice mehr oder weniger der einzige Provider am deutschen Markt mit fairen Kündigungsfristen ist.

Ein zweiter kolportierter Vorwurf ist der einer großen Fehlerquote in der Telefonie bei Alice. Dieser Umstand wird seitens Alice dementiert. Ich habe keine Ahnung, was da stimmt. Mein Telefonanschluss (VoIP/Analog mit Spharion-Box) jedenfalls funktioniert bis auf die bereits genannten prinzipiellen Einschränkungen sehr zuverlässig. Dass ich damit nicht faxen kann und der Rufaufbau, ganz besonders zu Genion-Homezones, lästig lange dauert, ist aber tatsächlich ein markantes Problem. Mitunter sitze ich 30 Sekunden vor einem schweigenden Telefon, bis nach dem letzten Wählton ein Rufzeichen ertönt, wobei davon etwa 10 Sekunden auf das Konto von O2 und das Routing aufs Handy gehen. Aber durchschnittlich 13 Sekunden für einen Rufaufbau ins Festnetz sind eine merkliche Verzögerung und nicht weg zu diskutieren, wie es die Hotline-Mitarbeiter auf meine wiederholten Nachfragen stets versucht haben. Dass kein einziges Fax durch die Leitung geht steht auch nirgendwo (ich hab bisher – außer in Foren – zumindest nichts darüber gefunden).

Dafür muss ich der Kundenbetreuung inzwischen wieder wirklich gute Noten geben: Eine kostenlose Störungshotline, bei der man im Problemfall ohne allzu viel Rumgequatsche in die Technik durchgestellt wird, wo einen durchaus kompetente Mitarbeiter erwarten, macht mir ehrlich Spaß. Weiter so.

Alles in allem werde ich momentan Alice ganz sicher nicht kündigen. Sicher, es gibt das ein oder andere Problem und die Internetleitung könnte zuverlässiger sein (unsere Kabel sind leider wirklich sehr schlecht), aber würde ich anderswo besser bedient? Bei Ish/Unitymedia, die uns immer noch gerne die 45€ Hotlinegebühren für den von ihnen verschuldeten 5-tägigen Internetausfall im letzten Jahr erstatten dürfen (auf unser Schreiben mit eben diesem Verlangen wurde übrigens gar nicht geantwortet), fühle ich mich nicht wohler. Auch wenn der nette "Ansprechpartner" von denen, der heute meine Eltern wegen ihrer Kündigung persönlich besucht hat, noch so hartnäckig ist: Das Kapitel Ish/Unitymedia ist für mich und in meinem Bekanntenkreis momentan durch.

Und sonst? Arcor? Oder gar Vodafone? Versatel, die 5€ für eine Umstellung der Rufnummernunterdrückung nehmen? Freenet, deren Drücker freie Außendienstler (so oder so: mit Freenet-Jäckchen an) hier regelmäßig hausieren gehen und uns trotz schlechter Kabel "auf jeden Fall die vollen 16MBit" versprechen? Zwei Jahre an irgendeinen fragwürdigen Laden binden und im Zweifel kleben bleiben? Immerhin bekommt man bei 1&1 dafür noch eine feine Fritz!Box in die Hand gedrückt. Dann kann ich aber auch zur Telekom zu T-Home (wie auch immer), aber da ist man für die gleichen Eckdaten (plus die geniale Hotspot-Flatrate und der echte Telefonanschluss) gleich 20€ mehr los, als bei Alice. Und die Festnetz-Flatrate kostet 0,1¢/min für Gespräche in "Fremdnetze", also eigentlich zu fast allen, mit denen ich so telefoniere. Das ist zwar nicht viel, aber Flatrate ist anders und das nenne ich schlicht eine miese Verarsche fragwürdige und überflüssige Irreführung. Also alles Käse.

Der einzige Wechselkanditat ist für mich momentan Alice Comfort, aber das bekommt man leider aktuell nicht in Düsseldorf (ich warte ja – nicht ganz –täglich auf einen Anruf, dass ich das ändert). Zehn Euro Aufpreis für mehr Service und einen echten ISDN-Telefonanschluss mit garantiert kurzfristiger Störungsbehebung (Business Class-Service) würde ich ohne Zögern bezahlen. Auch eine 100MBit-Leitung wie die von Netcologne in Köln oder Hansenet/Alice in Hamburg würde ich durchaus nehmen. V-DSL eigentlich auch, aber 65€ sind doch etwas mehr als 30€ und die Telekom will ja auch bekanntlich keine Fremdkunden abwerben (eigentlich fair von denen). Es bleibt also spannend.


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