Apple Software Update drängt einem Software auf
Geschrieben von Gregor Nathanael Meyer um 12:1522 03 2008
Für meine Arbeit muss ich Safari auf meinem Windows-Rechner installieren. Grundsätzlich mag ich Webkit ja, aber Safari ist unter Windows, genau wie iTunes und Quicktime, ein Fremdkörper, der sich weder an Konventionen zur Fenstergestaltung hält, noch an übliche Menüaufteilungen unter Windows. Wirklich unschön. Was mich aber zur Weißglut treibt ist das Apple Software Update, das Apple-Software auf dem neuesten Stand halten soll. Grundsätzlich halte ich das für absolut wichtig, aber nicht in der Form, wie Apple das macht: Man bekommt nämlich nicht nur Updates für die installierte Software vorgeschlagen, sondern auf wirklich aufdringliche Weise auch iTunes und Quicktime, die ich beide nicht haben will. Beide sind aber standardmäßig zur Installation ausgewählt und wenn man sie abwählt, erscheinen sie nach dem Safari-Update direkt wieder ausgewählt als noch ausstehende Updates. Eine absolute Unverschämtheit!
Das ganze funktioniert auch andersherum, wie man sich bei computerbase.de heute beschwert. Was soll das? Dieser Missbrauch der eigentlich wichtigen Update-Funktion bringt diese nur unnötig in Verruf, nicht nur die von Apple, sondern von jeder Software. Ich kenne genug Leute, die aus irgendeiner Paranoia oder aus Genervtheit heraus Updatefunktionen abschalten oder ignorieren. Ist ja auch sooooo lästig, seinem Firefox alle paar Wochen ein Update abzunicken und ihn dann irgendwann mal neu zu starten. Honks.
Andere Update-Funktionen sind nicht so klug wie die von Mozilla. Bei Skype zum Beispiel muss man immer das komplette (über 20MB große) Installationspaket saugen und installieren, ebenso bei Opera und vielen anderen Programmen. Unschön, aber in dem Fall nicht völlig unkomfortabel. Den Vogel schießt aber OpenOffice.org ab, das einen auf die ganz normale Download-Seite verweist, das über 70MB große Paket laden und komplett neu installieren lässt; inkl. Lizenzvertrag abnicken und neuem Programmordner bei Versionssprüngen. Das ist wirklich die denkbar unkomfortabelste Update-Funktion überhaupt.
Kategorien : Computer-und-Technik
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