Nicht immer ist der Anbieter schuld

29 04 2008

Seit Sonntag war unser DSL-Anschluss stark gestört. Alle paar Minuten wurde die Verbindung neu aufgebaut und wenn sie mal lief, dann nur sehr schwankend (zwischen laaaaaaangsam und langsam). Als das am Montag noch immer der Fall war, wollte ich schon bei Alice anrufen, hab mich dann aber entschieden, etwas zu experimentieren. Flugs mal die Fritz!Box direkt an die Leitung gehängt und das Leitungsspektrum anzeigen lassen: Autsch! Wirklich schlechte Werte, noch schlechter sogar als bei der Störung vor ein paar Wochen, Synchronisation mit nur 5MBit/s (statt sonst 12). Also mal das bescheuerte Störungsformular im Kundencenter bemühen. Tipp, tipp, tipp, absenden, wieder Verbindung weg. Grr. Was ist da los? Vielleicht Probleme mit der Anschlussleitung? Lieber mal vorher checken, die an der Hotline fragen ja sowieso als erstes danach.

Ich ziehe also meine Schlafcouch vor und schau mir das Kabel an. Bingo! Das arme Kabel zwischen Wanddose und Spharion-Box ist in die Klappmechanik der Couch geraten (wie auch immer) und bis auf die blanke Ader gequetscht worden. Kein Wunder, dass die Dämpfungswerte plötzlich so schlecht sind. Also Kabel wieder zurecht gebogen und neu isoliert, schon fluppt die Leitung wieder mit den gewohnten 12MBit/s. Gut, dass ich nicht die Hotline bemüht habe.

Bei Gelegenheit muss ich mal ein neues Anschlusskabel beschaffen. Muss ich sowieso, denn bei meinen Eltern muss auch der neue DSL-Anschluss verlegt werden, momentan hängt das Modem mitten im Flur rum. Apropos: Ich finde es echt ein Unding, dass bei der Umstellung auf den T-Home Complete Tarif ungefragt die T-Net-Box aktiviert wird. Meine Eltern können schon ihren eigenen Anrufbeantworter nicht bedienen und wundern sich, wieso da keine Nachrichten mehr eintreffen. Mein Bruder hatte das selbe Problem und hatte seinerzeit bei der Hotline angerufen, um das abzustellen. Dort erfuhr er, dass man das schriftlich (per Fax) machen muss! Was soll das? Am besten noch Kohle dafür nehmen, das wärs echt noch.


Mein Fernseher hat ne Macke

22 03 2008

Vor nicht mal drei Jahren habe ich meine ersten eigenen Fernseher gekauft, ein simples 50Hz Daewoo-Modell mit planer 80cm Bildrohre im 4:3 Format von Penny Markt für 230€ oder irgendwas in der Größenordnung. Ich bin mit dem Ding echt zufrieden für das Geld gewesen und benutze es eigentlich nur für meine Wii und meinen Rechner (die TV-Ausgabe via S-Video von meiner ATI 9800 Pro ist nebenbei bemerkt wirklich exzellent!) und ab und an gucke ich auch Fernsehen mit meiner Siemens DVB-T Box. Ausgerechnet der einzige Scart-Eingang mit S-Video Beschaltung hatte sich aber in letzter Zeit einen sehr lästigen Wackelkontakt eingefangen, der das Bild zuletzt alle paar Minuten zusammenbrechen ließ, wenn ich vom Rechner etwas abgespielt habe. Also jedes mal aufspringen und am Stecker wackeln kann einem den Spaß schon verderben.

Heute morgen wollten wir die neueste GSG9-Folge gucken und haben kein stabiles Bild für mehr als eine Minute hin bekommen. Traurig. Also habe ich das Dingen kurzerhand aufgeschraubt. Nach nur 8 gut erreichbaren Schrauben konnte ich die hintere Gehäuseschale abnehmen und kam so gut an die Platine ran. Nach eingängiger optischer Überprüfung der betreffenden Scart-Buchse und ihrer Umgebung habe ich dann einfach alle 21 Lötkontakte nachgezogen und alles wieder zugeschraubt. Mehr hätte ich als Laie ja auch nicht machen können.

Was sol ich sagen? Ich kann jetzt so viel am Stecker wackeln wie ich will, das Bild bleibt stehen. Juhu! Endlich wieder entspannt meine Serien gucken. Und auch nicht mehr nach jedem Rechnerstart ins Catalyst-Control-Center und den Fernsehausgang freischalten. Das Leben ist wieder schön. Hoffentlich bleibt es dabei.