Zwei Cheeseburger bitte...

04 12 2008

Heute ist mir der Gipfel der MCs-Fehler passiert: Ich bestelle zwei Cheeseburger, bezahle zwei Euro und bekomme meine Tüte zum Mitnehmen. An sich kann da nichts falsch laufen, hatte ich gedacht. Karin guckt also im Auto die Tüte und findet einen Cheeseburger und einen Hamburger vor. Unfassbar! Wie schafft man es, nicht mal die einfachsten Aufgaben fehlerfrei zu erledigen? Wenn solche Graupen schon an der Theke arbeiten, was ja eine gehobene Position ggü. den Burgerbratern ist, mache ich mir ernsthafte Sorgen um die Qualität der Produkte. Hoffentlich werden Leute nicht wegen herausragender Arbeitsleistung an die Theke befördert, sondern aus irgendeinem anderen, vielleicht zwischenmenschlichen Grund.

In der gleichen MCs-Filiale habe ich neulich zwei McMuffin Bacon & Egg bestellt und zwei McMuffin ohne Bacon bekommen, die übrigens keine Empfehlung von mir bekommen und zu Recht eine Sonderanfertigung sind. Apropos McMuffin: MCs hat das Frühstück überarbeitet und dafür einen Haufen neue Produkte eingeführt. Interessant. Allerdings werde ich in nächster Zeit wohl nicht dazu kommen, das auszuprobieren: Das Frühstück gibt es jetzt nur noch bis 10:30 Uhr. Dabei hatte ich schon lange auf eine Verlängerung der Frühstückszeiten gehofft, weil mir immer erst nach 11 Uhr einfällt, dass ich Bock auf MCs Frühstück habe. Immerhin ist die Zeit am Wochenende auf 11:30 verlängert worden.

Warum tut MCs eigentlich nichts gegen das schon legendäre Falsch-Einpacken-oder-Sachen-schlicht-weglassen? IKEA hatte ja irgendwann auch die Schnauze voll vom allgegenwärtigen IKEA, welche Schraube fehlt wohl diesmal? und hat seitdem die Bestückung der Schraubensätze voll im Griff. Ach scheiße, heute fehlt Dein Bic Mäc, sorry, hab mal nicht sofort die Tüte kontrolliert ist kein schmeichelhafter Marken-Fit. Ich habe allerdings auch kein Patentrezept parat, wie man hier eine geringere Fehlerrate erreichen kann.


Über sexuelle Prägungen

12 11 2008

Hin und wieder sagen mir Leute, ich solle doch mal wieder etwas mit der Tagkombination Sexualität und Jugenderinnerungen schreiben. Da ich mein Intimleben nicht total öffentlich breittreten will, gibt es sowas ab sofort nur noch mit einem Passwort zu sehen, das ich gerne auf Anfrage mir bekannten Leuten gebe.


"Über sexuelle Prägungen" vollständig lesen


Prokrastination.com: Blog abonniert, Buch gekauft

03 09 2008

Gerade bin ich auf prokrastination.com gestoßen (Lesebefehl!), das Blog zum demnächst erscheinenden Buch mit dem schönen Titel "Dinge geregelt kriegen - ohne einen Funken Selbstdisziplin". Schon vom Titel fühle ich mich zu 120% angesprochen, also habe ich das Buch kurzerhand vorbestellt, noch bevor ich den dazugehörigen Blog abonniert habe. Von Kathrin Passig und Sascha Lobo habe ich ja bereits Bücher im Regal, wobei ich das ganz bestimmt ganz grandiose "Lexikon des Unwissens" ganz bestimmt später mal irgendwann lese, wenn ich Zeit und(!) Muße finde. "Wir nennen es Arbeit" ist ja sowieso Pflichtlektüre für Typen wie mich. Was spricht also dagegen, dieses Buch zu kaufen, ohne den Klappentext gelesen zu haben oder diesen Schönen, kompakten Textauszug mit 6 einfachen Übungen?

Das beste aber ist, dass ich nur ein einziges Buch, das ich im letzten Jahr erworben habe, komplett oder auch nur angelesen habe. Sollte mir das zu denken geben? Warum kaufe ich eigentlich regelmäßig Bücher, die ich dann doch nicht (aus)lese? Nur Stefan Kuzmanys "Gute Marken, böse Marken", das mit übrigens geschenkt wurde, habe ich ganz gelesen; das war zwar nicht so gut wie andere Bücher in meinem Regal, aber dafür schön kurz und schneller durch als eine normale c't. Ich habe sogar schwersten Herzens mein Brand Eins Abo gekündigt, weil ich schon fünf ungeöffnete Ausgaben im Queue hatte. Dafür bekomme ich seitdem ungefragt jeden Monat die H.O.M.E., eine Designerzeitschrift "aus der Designstadt Berlin": Die Leute vom Axel-Springer Aboservice haben mich offenbar echt verstanden, da gibt es nämlich nicht viel zu lesen, sondern nur ganz schöne Fotos von feiner Architektur und unfassbar teuren Möbeln zu gucken. Damit kann ich prima anstinken gegen den Stapel "Art"-Magazine im schicken Designerbadezimmer eines Bekannten, der immer meine oberflächlich durchgeblätterten H.O.M.E. Ausgaben bekommt und diese sicher mehr zu schätzen weiß als ich. Zielgruppe und so, ihr wisst schon…

Apropos Zielgruppe, aber das ist ein anderer Beitrag.


Ich habe mir ein Buch gekauft statt Klausuren zu korrigieren

30 07 2008

Ich habe mir ein Buch gekauft. So ganz klassisch: Ich bin in den Stern-Verlag gefahren, habe bei den Neuheiten und Bestsellern gestöbert und mir einfach so ein Buch gekauft. Kein Fachbuch über Symfony (das liegt hier seit ein paar Tagen auf meinem Schreibtisch), sondern ein Buch von Harald Schmidt mit dem schönen Titel "Sex ist dem Jakobsweg sein Genitiv - Eine Vermessung". Und ich habe sogar gerade auf dem Klo die ersten paar Seiten gelesen und ich mochte es. Vielleicht sollte ich öfter mal ein Buch lesen? Nur wann? Gerade ist das kein Problem, weil ich die aktuelle c't schon durch habe und die unausgepackten brand eins Ausgaben erfolgreich verdrängt. Und Klausuren korrigieren oder sonstwie arbeiten ist ja auch unterwegs oder auf dem Klo wenig praktikabel.

Überhaupt: Klausuren korrigieren. Das dauert ja wirklich lange, da kann ich nur froh sein, dass es nicht mal 30 sind und keine 200 oder so.

Nachtrag 31.07.2008: Ich habe den vorigen Absatz gelöscht, weil ich jetzt alle Klausuren durch habe und durchaus gut verteilte Ergebnisse. Einige Studenten machen mich echt stolz: Gut gelernt, gut aufgepasst und an den Transferaufgaben lese ich ab, dass sogar das ein oder andere wirklich gut genug für die 2 SWS verstanden wurde. Für einige war die Klausur ganz offenbar keine große Herausforderung, das gestern vermisste Mittelfeld hat sich inzwischen in ausreichender Anzahl eingefunden und böse Ausfälle bilden die Ausnahme. Das ist noch besser als die positiven Feedbackbögen. Vielen Dank an meine Studenten, mir hat die ganze Veranstaltung großen Spaß gemacht.

Das Honorar ist auch heute gekommen. Bei meinem üblichen Stundensatz reicht das gerade mal für die Klausurenkorrekturen, der Rektor hatte das also gut getroffen als er über die Lehrbeauftragten sagte, dass sie quasi ehrenamtlich arbeiten.


Bionade-Biedermeier

09 06 2008

Im Kontext meines letzten Beitrags bin ich über den Begriff Gentrifizierung auf einen Artikel über eben diesen Vorgang im Prenzlauer Berg gestoßen: Bionade-Biedermeier. Karin hat ja ebenfalls ein Jahr dort gewohnt und ich war in der Zeit (2003/2004) recht häufig da. Dieser Artikel trifft voll zu, vielleicht stellt er die Sache etwas arg gehässig dar, aber genau diesen Eindruck gewinnt, wer sich etwas selbstkritisch mit diesem Biotop auseinandersetzt. Man atmet dort linksalternative Luft, fühlt sich weltoffen, aufgeschlossen, jung und soooo hip. Ist man ja auch alles irgendwie, aber eben auch schon wieder nicht mehr, weil man in eine neue (?) Form der alternativen Spießigkeit rutscht, ohne es wahrhaben zu wollen. Naja, Hauptsache alternativ…

Ist das schlimm? Negativ? Eigentlich nicht. Diese Spießigkeit ist keineswegs etwas Negatives, aber man muss dieser Öko-Heititei-Dachgeschoss-mit-Dachterrasse-Gesellschaft schon vorwerfen, dass sie sich ein (meist) gutverdienendes Akademiker-Heile-Welt-Szenario fern der gesellschaftlichen Probleme unserer Zeit aufgebaut hat, um dann ach so stolz auf ihr (selbstreferenzielles) linkes Problembewusstsein zu sein. Kein Wunder, dass die wirklich coolen Typen schon wieder in Schaaren aus dem Prenzlberg verschwinden. Direkt nach nebenan in den Friedrichshain oder nach Kreuzberg, dass sich seine authentische linksalternative Klientel irgendwie bewahren konnte.

Kann man also schon nicht mehr mit stolz geschwellter Brust berichten, dass man im Prenzlberg residiert? Klar geht das! Aber um sich nicht vollends lächerlich zu machen, muss man glaube ich selbstkritisch genug sein und die eigene Spießigkeit anerkennen. Cool, jung, linksalternativ-romantisch geht eben nicht zu 100% gleichzeitig mit SUV-fahren und unbezahlbar teure Eigentumswohnungen ohne große Anstrengungen vom zweifachen Akademiker-Gehalt bezahlen können.

Und was ist mit Flingern-Nord? Dem Prenzlberg von Düsseldorf? Ja gute Frage. Ich wohne mittendrin und ja, die oben beschriebenen Tendenzen sehe ich auch hier durchaus (übrigens auch bei mir). Wird Flingern-Nord in den nächsten zehn Jahren genau so gebeutelt von der Getrifizierung wie der Prenzelberg? Wahrscheinlich ist es ein eher schleichender Prozess und vielleicht nicht derart stark, aber es kommt: Man gehe nur mal die Ackerstraße entlang und lasse die Schaufenster auf sich wirken. Und dann überlege man noch mal, ob das schicke Sushitaxi neben den nicht ganz billigen, aber sooo hippen Boutiquen nicht ein deutlicher Fingerzeig in diese Richtung ist. Man schaue sich nur mal die Dichte der coolen Orte bei Qype hier in Flingern an.

Aber wo sollen die jungen Akademiker denn auch sonst hin? Offenbar gibt es in dieser Gruppe einen gesteigerten Bedarf nach Hipness und es liegt auf der Hand, dass genau diese Klientel auf dem aufsteigenden Ast in der Gesellschaft ist. Gut verdienen passt dann auch prima zu Frühstücken im Beethovens und Bio-Produkten. Besser als ein Haus in Meerbusch oder eine Wohnung in einer Wohnanlage am Stadtrand ist das hier allemal. Denn noch sind genug Leute in Jogginghosen hier im Penny unterwegs, dass man die Erdung nicht verliert. Hoffentlich bleibt das so.

P.S. Ebenfalls empfehlenswert ist die Lektüre des entsprechenden Kapitels in "Wir nennen es Arbeit". Habt ihr noch nicht gelesen oder gehört? Dann mal los! Dreisterneliteratur!


Das Serendipity Buch

05 06 2008

Der sympathische und stets hilfreich zur Seite stehende Hauptentwickler meiner Blogsoftware Serendipity (S9Y), Garvin Hicking, hat kürzlich ein feines Buch zu dieser Software veröffentlicht. Das Ding hängt schon eine Weile (vorbestellbar) in meiner Amazon-Wunschliste, aber die 40€ waren mir bislang zu teuer. Ich hätte auch weder Zeit noch Anlass, mich vertiefend dieser Software zu widmen, auch wenn ich mehrere PlugIns angefangen habe und aus Zeitmangel bisher nicht vollendet habe.

Aus Anlass der Erscheinung des Werkes im Buchhandel verlost er jetzt fünf Ausgaben des druckfrischen Serendipity-Handbuchs unter Leuten, die über das Buch schreiben. Folgende Fragen sind zu beantworten:

Aus welchem Grund sollte man sich das Buch eigentlich kaufen, wenn man es nicht gerade gewinnt?

Ich selber merke, dass ein gedrucktes Buch zur Vertiefung und zum Nachschlagen von komplexen Inhalten wie Programmierung ungemein praktisch ist, auch und gerade aus Bildungsbürger-Sicht. Wer also Weitergehendes mit S9Y vor hat, sollte sich das Buch griffbereit in den Schrank stellen. Wordpress ist ja nicht die einzige erweiterbare Blog-Plattform.

Was gefällt euch am besten an Serendipity?

An S9Y mag ich, dass alles einfach funktioniert. Auch die PlugIn Schnittstelle ist recht fortgeschritten, was sicher auch mit dem im Vergleich etwa zu Wordpress angenehmem Code zusammenhängt. Das Wordpress Motto lautet ja Code is art und Kunst ist bekanntlich Geschmachssache. Mein Geschmack ist der Wordpress Code jedenfalls nicht. Aber auch wer schon mal ein Template für Textpattern "installiert" hat, wird sich über das tolle Smarty-basierte 1-Klick-installiert-Theme-System von S9Y sehr freuen können.


Wider die Sprach-Nazis

30 05 2008

Meine Freundin nennt die Sprachnörgler dieser Welt (allen voran Bastian Sick) gerne mal Sprach-Nazis. Ein herrlich polemischer Begriff, den ich natürlich sofort übernommen habe. Ich muss ja zugeben, dass ich zu Zeiten des ersten "Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod" Buches selber jeden Zwiebelfisch verschlungen habe und dort durchaus die ein oder andere Anregung zur Verbesserung meines Sprachgebrauchs gefunden habe. Irgendwann ging mir die ewige Erbenzählerei und vor allem der Hype um das ganze Thema aber nur noch tierisch auf den Wecker. Wie peinlich ist es doch, wenn (oft auch nur selbsternannte) intellektuelle Kreise sich durch eine korrekte Ausdrucksweise vom Pöbel abzugrenzen versuchen. Einmal elitär fühlen für den kleinen Preis, statt "Sinn machen" fortan "Sinn ergeben" sagen oder zumindest denken zu müssen. Widerlich wird es, wenn man sich auf Basis dieser Sprachnörgelei und Besserwisserei über Leute lustig macht, die so sprechen, wie eben gesprochen wird. Schönes Zutat dazu aus der taz (via Bremer Sprachblog):

Korrektes Deutsch ist durchaus eine feine Sache. Vor allem für Menschen, die ihr Geld mit Schreiben verdienen. Sehr unfein ist es aber, wenn man sein Geld mit der Produktion von Büchern verdient, deren einziger Nutzwert darin besteht, halbgebildeten Wichtigtuern zu einer Gelegenheit zu verhelfen, andere Menschen auszulachen. Genau das macht Bastian Sick. Das Schlimmste daran ist aber, dass er auch noch behauptet, seine denunzierende, altkluge Erbsenzählerei wäre „lustvoll“ und „unterhaltend“.

So weit würde ich nicht gehen, aber die Stoßrichtung empfinde ich auch so. Sick selber sehe ich nur als das Schnellboot an, in dessen Kielwasser eine ganze Welle das Land überbraust. Und ich bin damit nicht alleine (im Netz ist man ja nie mit irgendetwas alleine), man schaue sich nur den schönen Buchtitel "Sick of Sick - Ein Streifzug durch die Sprache als Antwort auf den „Zwiebelfisch“" von André Meinunger an. Ob ich mir dieses Buch mal zulege? Jedenfalls beteilige ich mich nicht mehr am kulturpessimistischen Sprachnazitum und sage wieder und mit voller Absicht "Sinn machen", ha!

Bevor wir uns falsch verstehen: Ich habe nichts dagegen, eine gewisse Sprachhygiene zu pflegen. Aber das ganze muss mit Augenmaß und mit einem realistischen Blick auf den Zeitgeist geschehen. Hüten muss man sich hingegen vor sprachlichem Stillstand, der gerne mal mit positiv konnotierter Konstanz gleich gesetzt wird. Und hüten sollte man sich auch davor, Leute bei der Nutzung ihrer UmgangsAlltagssprache zu verbessern. Unvergessen die Ikone der oberlehrerhaften Sprachtanten: Das Smett mir, Das heißt: das schmeckt mir!!!11

Ein schöner unaufgeregter Blick auf die Welt der Sprache findet sich übrigens im Bremer Sprachblog, der von einem Professor für Sprachwissenschaften aus Bremen geführt wird.


Hallo liebe Studierende

27 03 2008

Ein herzliches Hallo an meine Studierenden, die meinen Namen gegoogelt und meinen Blog gefunden haben. Ich hoffe, Ihr habt Spaß im Kurs und nehmt tatsächlich Inhalte mit.

Und an alle anderen, die sich jetzt fragen, was das soll? Ich habe in diesem Sommersemester einen Lehrauftrag an der FH Düsseldorf für die Veranstaltung "Grundlagen der Informations- und Kommunikationstechnik", sechs vierstündige Veranstaltungen und gestern war die erste.

Von Zeit zu Zeit werde ich an dieser Stelle mehr darüber schreiben. Jetzt muss ich mich aber erst um die Vervollständigung des Skripts kümmern.


Reichlich einsam

15 03 2008

Gestern hatte ich "Diplomfeier" und habe mein Abschlusszeugnis bekommen. Schicke Feier mit Eltern und so. Krass daran war, dass ich aus meinem Studiengang dieses mal der einzige (anwesende) Absolvent war. So stand ich also ganz alleine vorne und hab mein Zeugnis in die Hand gedrückt bekommen. Ich hab mich echt selten so einsam gefühlt, wie auf dieser Feier. Die Absolventen der anderen Studiengänge (Wirtschaft und Internationale Betriebswirtschaftslehre) waren zahlreich, ganz im Gegensatz zu meinen Leuten, die entweder schon im Sommersemester ihren Abschluss gemacht haben oder noch dran sind. Wäre mir vor einem Jahr klar gewesen, dass der nur zwei Monate später liegende Thesis-Termin zu sieben Monaten Verzögerung beim Abschluss führt, hätte ich mir einen anderen Hauptprüfer gesucht. Ist ja nicht so, dass ich mich nicht schon im 5. Semester um meine Thesis gekümmert hätte. Nur war bei meiner Wunschbetreuerin der zweckmäßige frühe Termin schon ausgebucht, so dass ich den späten Termin gewählt habe, der dafür gesorgt hat, dass ich erst zum späteren Kolloquium im Dezember zugelassen wurde und somit nicht mit meinen Leuten zusammen auf der Diplomfeier rumhängen kann. Immerhin habe ich meine Thesis noch im 6. Semester abgegeben. Unflexibles System, das aber wohl in Zukunft etwas studentenfreundlicher gestaltet werden soll.

Das ganze ist übrigens auch nicht im Sinne der Hochschule, denn nun habe ich für die Statistik sieben Semester gebraucht statt der vorgesehenen sechs. Wobei mein 7. Semester lediglich aus einem halbstündigen Kolloquium bestand.

Abschließend eine Warnung an meine Nachfolger: Kümmert Euch schon im Dezember des 5. Semesters um Eure Thesis! Ich weiß, dass da der absolute Peak an Arbeitsbelastung im ganzen Studium ist und man nur ungern noch eine Baustelle aufmacht. Tut es trotzdem.


Exmatrikuliert und andere private Neuigkeiten

29 02 2008

Puh, seit heute bin ich nun auch offiziell kein Student mehr, bin umgemeldet und habe ein Ticket2000. Ab morgen habe ich dazu eine private Krankenversicherung. Demnächst bekomme ich auch eine Steuernummer zugewiesen, den Steuerberater und das Geschäftskonto hab ich ja schon. Insgesamt haben sich meine Fixkosten damit auf einen unschön hohen Wert gesteigert, so langsam muss also mal Geld fließen, sonst habe ich ein ernsthaftes Problem… Naja, klappt schon irgendwie.

Dann hat die letzte Strompreiserhöhung unsere WG so nah an den Ökostrom gebracht, dass wir nun zu Naturstrom gewechselt haben, also "richtigen" Ökostrom und keinen durch Zertifikate rein gewaschenen Standardstrom, wie man ihn an jeder Straßenecke bekommt (siehe Robin Wood). Gutes Gefühl, echt.

Außerdem habe ich meine Unterlagen weitgehend aufgeräumt und alle Ordner neu organisiert und die Uni- und FH-Unterlagen aus meinem direkten Zugriff entfernt. Sogar um die Rentenversicherung habe ich mich gekümmert! Über Jahre gewachsene Unordnung ist nun von meiner Seele gewichen und das ist auch ein echt gutes Gefühl. Bei der Gelegenheit implementiere ich gerade bei mir selbst verschiedene Organisationstechniken: Ich lese mich gerade in GTD und ZTD ein und übernehme das ein oder andere davon. Eine strenge ToDo-Liste führe ich schon seit ein paar Wochen. Sehr gut. Mein neues Leben und so...

Ach ja, hatte ich erwähnt, dass ich dieses Sommersemester einen Lehrauftrag für meinen ehemaligen Studiengang übernommen habe? Für die Vorlesung "Grundlagen der Informations- und Kommunikationstechnik" plus Klausur. Da habe ich wirklich Lust drauf und freue mich schon drauf. Mal schauen, wie ich am Ende des Semesters darüber denke, denn für die Kohle lohnt sich das eigentlich nicht; es ist eine reine Spirit und Prestige Sache.