Ich lass mich nicht gerne verarschen, liebe O2-Hotline

17 03 2009

Ich war am Wochenende nicht zu Hause, habe also erst am Sonntag Abend bemerkt, dass ich zu Hause nicht telefonieren kann. Also weder Gespräche annehmen noch Gespräche aufbauen, weder mit meinem Haupthandy noch mit dem Zweithandy (Multicard). In Benrath bei meinen Eltern konnte ich telefonieren, also dachte ich mir nichts weiter. Heute konnte ich dann ganz und gar nicht mehr telefonieren, was schon lästig ist, wenn man mit Kunden kommunizieren will. Datendienste gingen aber. Also rief ich von meinem Sipgate Anschluss für fast 17ct/min die O2-Premium Hotline an. Wie in 80% der Fälle ging da keiner dran und ich landete in der Standardhotline. Jetzt kommts.

Die Dame an der Hotline sagte, es wären keine netzseitigen Fehler bekannt und unterstellte mir, ich habe an beiden Telefonen irgendwas verstellt. Mein Einwand, dass ich keineswegs irgendwas verstellt habe, an meinem Zweittelefon schon mal gar nicht, das hatte ich nicht mal angefasst, ignorierte sie zielstrebig und wollte meinen Fall nicht mal als Störung aufnehmen. Noch am Telefon für besagte fast 17ct/min ließ sie mich ein drittes Telefon auftreiben und ein munteres SIM-Karten Wechselspiel veranstalten. Nach einigem hin und her stand fest, dass es definitiv nicht an den Telefonen oder deren Einstellungen lag, da beide prima mit der FONIC-Karte funktionierten. Aber auch das dritte Telefon funktionierte mit meiner Zweitkarte und danach auch wieder mein XDA, was sich nach dem Telefonat leider als Zufall herausstellte.

Also rief ich noch mal an und hatte dieses Mal tatsächlich mal einen Premium-Supporter dran. Ich schilderte kurz mein Anliegen und bekam lediglich die Frage gestellt, ob ich von Düsseldorf aus anrufe. Dort gäbe es seit dem Wochenende eine schwere Netzstörung, mein Problem sei also ganz normal und man arbeite an einer Lösung. Kurz und bündig, angenehm und korrekt. Warum mich die erste Dame derart dreist belogen (Es gibt keine Störung im Netz) und mir SIM-Karten-Sand in die Augen gestreut hat ist mir ebenso schleierhaft geblieben wie ihm. Die Netzstörung betraf tatsächlich nicht nur mich, sondern auch andere Leute und bestand schon das ganze Wochenende, am Samstag zuerst sporadisch, dann am Sonntag fast vollständig nicht erreichbar.

Die ganze Sache ist wirklich unerfreulich. Dass O2 ein ganzes Wochenende und einen Werktag eine großflächige Störung in Düsseldorf hat ist ja schon ärgerlich, passiert aber mal. Dass die Kunden aber nirgendwo darüber informiert und sogar an der Hotline diesbezüglich direkt angelogen werden, ist wirklich ein Unding. Und dafür habe ich auch noch 3,72 Euro vom Festnetz zur Premium-Hotline bezahlt. Wenn ich da so drüber nachdenke bin ich wirklich stinkesauer auf O2. Falls das hier jemand von O2 liest – und davon gehe ich durchaus aus – würde ich mich über eine Erstattung zumindest der unnötig angefallenen Hotline-Kosten freuen, als symbolischen Akt. Die halbe Stunde vertane Arbeitszeit, die Nichterreichbarkeit für meine Kunden und die Kosten für Anrufe mit Sipgate statt der Handy-Flatrate kann ich schlecht beziffern. Ach ja, bei der Gelegenheit wäre auch eine Erstattung der überflüssigen 2x25 Euro Vertragsänderungsgebühr zum neuen Genion S und wieder zurück nach Beendigung des XDA-Projektes, das war anders vereinbart gewesen. Fehler von O2 passieren mal, da habe ich kein größeres Problem mit; nur, wenn ich dafür zur Kasse gebeten werden, ist mir das nicht so recht.


Wieder online

10 11 2008

Juhuu! Seit Freitag kann ich wieder atmen: Schon um 09:20 Uhr kam der Telekom-Techniker und hat die DSL-Leitung klar gemacht, danach waren wir sofort online. Sogar mit vollen 16 MBit/s, Speed pur. Fein.

Kaum zu glauben, aber der Umzug mit Alice hat zu 100% reibungslos geklappt, von der zweiwöchigen Wartezeit einmal abgesehen, aber das ist meiner kurzfristigen Umzugsmeldung geschuldet. Bei meinem einen Anruf an der Hotline konnte ich die Warteschleife kaum hören, so schnell war jemand dran und hat meinen Auftrag freundlich entgegen genommen. Danach ein paar SMS und Briefe mit Terminbestätigungen und ein pünktlicher Techniker und alles hat geklappt. Ihr wisst gar nicht, wie froh ich bin, nicht bei den vielen armen Schweinen dabei zu sein, bei denen solche Umzüge gründlich schief gehen.

Topnoten also von mir für Alice. Einzige Kritikpunkte: Die Kundenhotline ist immer noch kostenpflichtig (immerhin bezahlbar) und der Umzug dauert mindestens zwei Wochen. Die Telekom macht das schneller, aber das ist nicht wirklich Alice anzulasten, eher der Telekom. Schade ist auch, dass ich in Düsseldorf noch immer kein Alice-Comfort bekomme, da bekäme ich einen richtigen ISDN-Telefonanschluss mit kurzfristiger Entstörung und allerlei andere Zusatzleistungen für nur zehn Euro mehr pro Monat. Der NGN-Analoganschluss ist weiterhin nicht der Weisheit letzter Schluss, aber den benutze ich sowieso kaum.


Wir suchen einen Nachmieter

04 10 2008

So, nun haben wir doch mal eine Wohnung nach unseren Vorstellungen bekommen. Gut. Deswegen suchen wir für unsere hübsche und unfassbar praktisch gelegene (eigentlich will ich hier gar nicht weg) Wohnung einen Nachmieter zum November. Falls also jemand jemanden kennt, der eine große Altbauwohnung im lässigen Flingern-Nord sucht, schickt den am besten auf meine Seite dafür: der-meyer.de/nachmietergesucht/

Also ran an den Speck. Am liebsten würde ich ja eine Verlängerung der WG-Nutzung hier drin sehen, aber für eine drei-bis vierköpfige Familie eignet sich die Wohnung auch prima.

P.S. Ach ja: Vom 07.10. bis zum 13.10. sind wir im Urlaub. In der Zeit müssten Interessenten mit unserem Mitbewohner sprechen oder bis zum 13. warten. Also noch dieses Wochenende vorbei kommen wär ne gute Idee.


Selbstständig, die BWA und die Vermieter

10 09 2008

Wenn man auf Wohnungssuche ist und wie ich selbstständig, hat man ein gemeines Problem: Vermieter gucken sich die letzten drei betriebswirtschaftlichen Abrechnungen vom Steuerberater an und entscheiden danach, ob man solvent genug ist oder nicht. Das wäre an sich kein Problem, meine BWAs der letzten drei Monate sehen im Vergleich zu Festangestellten recht gut aus. Allerdings habe ich nun ein Optimierungsproblem, das dadurch zustande kommt, dass ich für eine Steuerersparnis meinen Gewinn durch Investitionen wie etwa Bürostühle möglichst gering halten möchte, die Vermieter aber einen möglichst hohen Gewinn dort sehen wollen. Was mache ich nun?

Ich werde wohl die Investition in einen guten Bürostuhl in Höhe einer Monatswarmmiete einer angestrebten Wohnung nach hinten schieben, bis wir eine Wohnung gefunden haben. Dämlicher Grund, aber man kann von Vermietern nicht erwarten, dass sie eine BWA korrekt interpretieren und sich solche Investitionen herausdenken.

Heute haben wir übrigens eine sehr schöne Wohnung besichtigt, die würden wir sofort nehmen. Die kostet zwar genau so viel wie die Wohnung im Les Halles 2.0 und hat weder Geothermie-Fußbodenheizung noch Aufzug noch eine so hammergeile Loggia, aber ist dafür fast 20m² größer und direkt am Park gelegen. Ein guter Tausch denke ich mal. Bekommen werden wir die aber trotzdem nicht, bestimmt muss wieder unter zehn Bewerbern gelost werden, sofern da wirklich gelost wird und nicht andere Entscheidungsgründe zum Tragen kommen.

P.S. Ich frage mich übrigens immer noch, ob wir die Wohnung im Les Halles 2.0 bekommen hätten, wenn ich die sehr satte BWA vom Juli statt der nur soliden BWA vom Juni eingereicht hätte. Und ich frage mich, ob wir dann nicht in einer winzigen, aber teuren Wohnung in einer total versnobbten Wohnanlage mit Baustelle vor der Tür gelandet wären.


Makler Wut 2

01 09 2008

Ich hatte mich ja hier schon mal über unfassbar ungenaue Immobilienangebote von Maklern aufgeregt. Aktuell habe ich es mit vor dem Einschlafen zum Sport gemacht, anhand der angebotenen Bilder, meiner Ortskenntnis und Google-Earth halbwegs interessante Wohnungen ohne Adressangabe aus dem Immobilienscout aufzuspüren. Gestern habe ich 15 Minuten nach einem zickzack-förmigen Eckhaus mit Querparktaschen vor der Tür und einer Tiefgarageneinfahrt neben dem Haus gesucht. Gegenüber war ein Hof, wahrscheinlich ein Schulhof. In Düsseltal gibt es nicht allzuviele Häuser, auf die diese Kriterien zutreffen. Was soll ich sagen? Das Haus kam dir deswegen so bekannt vor, weil ich schon etliche Male daran vorbei gefahren bin und mein Bruder vor etwa 15 Jahren mal darin gewohnt hat. Ha, gefunden. Ungemein befriedigend.

Heute habe ich etwa 20 Minuten den kompletten Postleitzahlenbereich 40235 nach einem anderen Haus abgesucht, das angeblich in 40235 Flingern Nord steht. Wieder eine breite Seitenstraße vor der Tür mit Querparktaschen und einem kleinen, aber vernehmlichen Knick. Gegenüber ein etwas längeres 2,5-stöckiges Gebäude mit einem Versatz zum Nachbarhaus und fünf Gauben, dunkel geklinkert. Wer hätte gedacht, dass die Grenze von 40235 im Westen die Dorotheenstraße hoch läuft, dann entlang der Grafenberger Allee, die Simrockstraße und Leunaustraße bis zum Mörsenbroicher Weg hoch und ansonsten im Osten und Süden an den Bahnlinien entlang. Ein unschön großes Gebiet (2,5km² über den Daumen gepeilt) für so eine Suche, die trotzdem erfolglos blieb, obwohl Querparktaschen hier nicht so häufig sind. Warum finde ich das Haus nicht? Das kann nicht sein! Doch, denn die Wohnung aus der Anzeige liegt in 40233 Flingern Süd an der Straße hinter dem Düsselstrand. Vielen Dank.

Jetzt komm ich zur Wut: Was denkt sich der Makler dabei, solche falschen Angaben zu machen. Dass die Angaben ungenau sind, damit die Mieter nicht am Makler vorbei den Vermieter ansprechen, kann ich ja gerade noch verstehen, ohne es gut oder sinnvoll zu finden. Aber echte Falschangaben sind einfach nur bescheuert, was soll das? Da wird unlauter mit einem anderen Stadtteil geködert, echt ein Unding. Und das ist nicht das erste Mal, dass mir gezielte Falschangaben auffallen, meistens stimmt aber immerhin die Postleitzahl.

Apropos Postleitzahl: Ich habe im Web auf die Schnelle keine Postleitzahlenkarte auftreiben können. Man kann eine gedruckte Karte von der Post erwerben und sich alle Straßen zu einer Postleitzahl auflisten lassen. Aber es gibt keine Karte. Nicht als Layer in Google Earth, nicht beim Stadtplan von duesseldorf.de, nicht beim Stadtplandienst, nicht bei Klicktel bei postleitzahlen.de, nicht bei Falk und auch nicht in der OpenStreetMap. Wobei ich bei letzterer überhaupt keine Metadaten gefunden habe, muss ich wohl übersehen haben. Gut, dass wir einen gedruckten Falk-Plan an der Wand hängen haben, denn da sind die Postleitzahlengrenzen eingezeichnet. Warum gibt es sowas nicht digital? Und warum ist die digitale Karte von Falk so bemerkenswert hässlich, während die gedruckte Karte so angenehm ist?

Also weiterhin: Die weitaus meisten Immobilienangebote von Maklern, die mir aktuell so begegnen, sind ungenau, lieblos und gelegentlich gar falsch. Da braucht sich wirklich kein Makler zu wundern, wenn die meisten Leute nicht bereit sind, Provision zu bezahlen. Neulich hatten wir einen Besichtugungstermin, bei dem der Makler nichts über die Wohnung wusste, was nicht schon in den Unterlagen stand. Dazu war er nuschelig, unsympathisch, dreist und erklärte uns nur Details, die sich jedem bei Ansicht sofort erschließen (Hier ist eine Gaderobenstange, sehr praktisch, kann man Mäntel dran aufhängen). Kurzum, der Typ hat gar nichts verstanden, hätte aber 1300€ für die Vermittlung eingesackt.

Beschweren sich Makler eigentlich, dass sie ständig Zeit mit erfolglosen Besichtigungsterminen verschwenden? Falls ja, hätte ich da einen gute Tipp: Möglichst präzise Angaben und gute Bilder vorab im Exposé hält einem Leute vom Hals, die sich von jeder Kleinigkeit abschrecken lassen, spätestens beim Termin fällt das ja sowieso auf.

P.S. Wir suchen weiter nach einer passenden Wohnung, nachdem wir bei zweien in der letzten Woche leider nicht zum Zuge gekommen sind: Bei einer Traumwohnung wurde unter neun Bewerbern gelost, bei der anderen waren sogar wohl noch mehr Leute da. Schöne provisionsfreie Wohnungen sind Mangelware hier in Flingern Nord. Wir versuchen es jetzt mal mit einer Suchanzeige in der Rheinischen Post und einer flankierenden Website (die ich absichtlich nicht verlinke). Ich bin gespannt.


Das Wohnungsthema geht weiter: Wohnung gesucht

02 08 2008

Heute Mittag der Anruf von der Maklerin vom Les Halles 2.0: Wird nix für uns wegen Bedenken bezüglich unserer Bonität (ich bin ja noch frisch selbstständig, Karin studiert noch). Dass unser gemeinsames Einkommen durchaus weit mehr als das doppelte der Warmmiete ausmacht zählt leider nicht, weil es zu wackelig ist. Von einer Elternbürgschaft wollte die Maklerin auch nichts hören. Dann nicht, schade. Wenn allerdings diese Kriterien angelegt werden, wären die Nachbarn aber auch durchweg entsprechend gewesen und insofern ist es für die aufrechte Coolness wahrscheinlich ganz gut, dass wir abgelehnt wurden. Also zurück auf Los und 1600 Euro Provision gespart, sind ja auch fast 4000 Mark…

Also mal wieder die Anfrage: Hat jemand eine Wohnung zur Hand, die unsere Kriterien, die ich von hier kurz noch mal hier rein zitiere:

Wir sind etwas wählerisch, was Lage, Ausstattung und Bausubstanz einer Wohnung angeht. Sprich: Schlechter als unsere aktuelle Wohnung sollte es nicht sein. Wir wollen also ruhige Lage, einen Balkon, keine Nachtspeicherheizung und vorzugsweise auch keine Gasetagenheizung (noch teurer als jetzt in absehbarer Zeit). Eine große Gastherme in der Küche finden wir nicht sooo prall, 4. oder 5. Stock ohne Aufzug auch nicht wirklich und wenn schon die Fotos gammelig aussehen, schreckt uns das auch eher ab. Das ganze mit 2-3 Zimmern auf 60-75m² für 700€ warm (und inkl. Heizung) in einer Nebenstraße in Flingern-Nord, Pempelfort oder Düsseltal (oder vergleichbarem). Aber natürlich zentral genug zum Einkaufen und Ausgehen, ihr wisst schon. Hip und so. Ne U-Bahn-Haltestelle vor der Haustür oder durch das Haus erreichbar wär natürlich ideal…

Ne Straßenbahn im Umkreis von 500m tuts natürlich auch. Ach ja, Provision bezahlen wir nur, wenn der Makler auch etwas für sein Geld tut (sauberer Grundriss, Website, präzise Angaben, erreichbar) und die Wohnung wirklich unwiderstehlich ist. Ideal wäre natürlich irgendwas in der östlichen Flurstr., Hoffeldstr., Lindenstr., Ackerstr. und Umgebung. Irgendwo müssen wir wahrscheinlich Abstriche machen, das ist klar. Aber wenn gleich mehrere Kriterien nicht zutreffen, wird das nichts. Aber: Keinesfalls kommt eine Durchgangsstraße in Frage, Ausnahme natürlich: Hinterhof-Wohnung oder noch besser Hinterhof-Loft.

Falls es also bei irgendwem klingelt, einfach melden.


Traumwohnung

21 07 2008

Vor ein paar Tagen hatte ich ja schon erwähnt, dass wir auf Wohnungssuche sind. Dabei hatte ich mich reichlich verärgert über dreiste Makler und schlechte Exposés geäußert (lest da mal die aufschlussreichen Kommentare) und versprochen, mehr zu erzählen. Also bitte.

Wir sind etwas wählerisch, was Lage, Ausstattung und Bausubstanz einer Wohnung angeht. Sprich: Schlechter als unsere aktuelle Wohnung sollte es nicht sein. Wir wollen also ruhige Lage, einen Balkon, keine Nachtspeicherheizung und vorzugsweise auch keine Gasetagenheizung (noch teurer als jetzt in absehbarer Zeit). Eine große Gastherme in der Küche finden wir nicht sooo prall, 4. oder 5. Stock ohne Aufzug auch nicht wirklich und wenn schon die Fotos gammelig aussehen, schreckt uns das auch eher ab. Das ganze mit 2-3 Zimmern auf 60-75m² für 700€ warm (und inkl. Heizung) in einer Nebenstraße in Flingern-Nord, Pempelfort oder Düsseltal (oder vergleichbarem). Aber natürlich zentral genug zum Einkaufen und Ausgehen, ihr wisst schon. Hip und so. Ne U-Bahn-Haltestelle vor der Haustür oder durch das Haus erreichbar wär natürlich ideal…

Dieses Paket gibt es leider nicht. Selbst wenn man das mit der U-Bahn wegstreicht, ist das hier in Düssedorf in der Kombination nicht für 700€ zu bekommen. Klar, in Hellerhof kann man für 10€/m² warm schön wohnen, bestimmt auch in anderen stadtrandnahen Stadtteilen, aber das schwebt uns nicht gerade vor. Ideal wären also etwa die Hoffeldstr., die Lindenstraße, Hermannstraße oder eigentlich alle Nebenstraßen hier um die Ecke. Passende Wohnungen hier, die keine Bruchbuden sind und nicht total teuer: 0. Wo also Abstriche machen? Der Urologe wüsste da Bescheid, wir leider nicht. Ein Faktor könnte wegfallen, aber mehrere und trotzdem in der Preislage ist schon unschön.

Geil wär ja, wie bereits erwähnt, eine Wohnung im Quartis Les Halles 2.0 (trotz der albernen 2.0), aber teuer teuer… Oder doch nicht? Wenn man mal mit spitzen Bleistift rechnet und die anderen in Frage kommenden Wohnungen zu Grunde legt, muss man nur 5m² abziehen und bekommt dafür für gleiches Geld eine topmoderne Stadtwohnung mit feiner Ausstattung, Geothermieheizung und Rezeptionsservice (weswegen das ganze total versnobbt rüber kommt). Vor allem die Heizungsart ist aus Öko-Gesichtspunkten und unter dem Einfluss massiv steigender Brennstoffpreise ein wirklich schlagendes Argument, auch abseits der Frage, wo der Strom dafür herkommt und ob es eine Fußbodenheizung gibt. So schlagend, dass ich bereits mit der Maklerfirma in Kontakt stehe und sogar bereit bin, die Courtage zu bezahlen (die Exposés und die Website sind auch hervorragend, da kann ich das durchaus einsehen). Drückt uns also die Daumen, dass wir noch eine schöne Wohnung abbekommen, für unseren Favoriten gibt es nämlich schon Interessenten.

Nachteile? Was sind das für Nachbarn? Junge Akademiker? Wär gut. Wie ist das mit der Baustelle drum rum? Muss man wohl durch, dafür immerhin Erstbezug. Könnte man nicht billiger wohnen bzw. können wir uns das leisten? Tja aus billiger wohnen wird wohl nichts bei unseren Ansprüchen. Und leisten können? Muss wohl. Wobei ich gar so schlecht nicht verdiene, geht also eher ums leisten wollen.

Und zuletzt die Frage: Was machen wir bis zum 01.01.2009? Ein Mitbewohner ist jetzt schon raus, der andere geht zum 01.10., wir müssten also noch ne ganze Weile die große WG-Wohnung hier durchfüttern. Vielleicht finden sich ja so lange Zwischenmieter, mal schauen.

Ich werde diesen Post ggf. mit Nachtragungen versehen, falls es was neues gibt. Oder ihr quatscht mich in ICQ/Jabber an.

Nachtrag 02.08.2008: Les Halles ist raus, dafür hab ich nen neuen Eintrag gemacht. Die Suche geht weiter.


Makler Wut

18 07 2008

Nachtrag 21.07.2008: Man beachte die aufschlussreichen Kommentare von "derherold", Beitrag grob überarbeitet.

Was denken sich eigentlich diese miesen Maklerkapitalistenschweineunprofessionellen Wald und Wiesen Makler dabei, 2,38 Monatsmieten Courtage einzusacken für eine Wohnung, von der sie wenn es hoch kommt zwei miese und verwackelte Handyfotos einstellen? Wenn denn wenigstens die Beschreibung aussagekräftig wäre… Und was ist aus der schönen Angewohnheit geworden, einen Grundriss oder wenigstens aussagekräftige Fotos von allen Räumen zu schießen? Was ist eigentlich der Job eines Maklers, wenn nicht genau das? Da lobe ich mir manche Eigentümer und auch Wohnungsbaugesellschaften, die attraktive und manchmal sogar aussagekräftige Bilder einstellen, gelegentlich sogar einen Grundriss und die genaue Adresse angeben und die Wohnung sinnvoll beschreiben – ohne Courtage natürlich. Nachtrag: Aus dem Düsseldorfer Wohnungsmarkt scheinen sich die meisten professionell arbeitenden Maklerunternehmen verabschiedet zu haben, das würde einiges erklären, (siehe Kommentar #3).

Apropos Adresse: Da sind Wohnungen im Immobilienscout drin, da steht als genaueste Ortsangabe Oberbilk, Uninähe. Reife Leistung, das sind ja nur 4,38 Quadratkilometer und uninah würde ich Oberbilk nicht unbedingt nennen. In dem Fall war die Wohnung am Oberbilker Markt und damit über 3km Luftlinie und fast 5km mit dem Auto von der Uni entfernt. Was soll das? Da hilft es normalerweise auch nicht mehr, auf den Bildern die Nachbarhäuser oder besondere Merkmale zu identifizieren und mit Google-Earth detektivisch zu schen. So mache ich das nämlich meistens, wenn nur eine (lange) Straße angegeben ist.

Überhaupt ist die Qualität der Wohnungsanzeigen erschreckend schlecht. Die meisten Wohnungen werden so unattraktiv beschrieben und bebildert, dass man direkt weiterklicken möchte. Schön sind auch Außenbilder von runtergekommenen Fassaden oder Bildnisse von 6qm weißer Wandfläche plus ein halbes Fenster in irgendeiner Zimmerecke – als jeweils einzige Bilder natürlich, nicht als verunglückte Zusatzinformationen. Wo ist das Problem ganz herauszuzoomen und sich in die andere Zimmerecke zu stellen? Und was spricht dagegen, wenigstens irgendetwas zur Wohnung selbst zu sagen? Manche beschreiben immerhin wortreich den Stadtteil, das bringt einen als Ortsansässigen zwar nicht weiter, ist aber mehr als lediglich ein lapidares Weitere Informationen erhalten Sie unter HANDYNUMMER werktags zwischen 09:00 und 12:00 Uhr. Muss man Wohnungen nicht erst vermitteln, bevor man die Provision einstreicht? Ach ich könnte mich noch Stunden weiter aufregen. Über dreist teure Bruchbuden in schlechter bis mieser Lage zum Beispiel, mit denen vor allem die Immoscout-Konkurrenten geflutet sind (bzw. können die diese Flut mit nur wenigen bis keinen guten Angeboten kompensieren).

Oder bin ich da zu anspruchsvoll?


Wer kein iPhone hat, bekommt hier keine Wohnung

18 07 2008

Geil geil geil! Momentan bin ich auf Wohnungssuche und blicke immer wieder sehnsüchtig auf das, was da gerade am ehemaligen Güterbahnhof in Pempelfort entsteht: Das French Quarter oder auch Le Quartier Central. Quartis Les Halles, Quartis Les Halles 2.0 und île – mein kreatives Viertel finde ich (trotz der dämlichen Bezeichnung 2.0) derart geil, dass ich sofort dort hinziehen würde. Woran scheitert es also? Zum einen ist das meiste davon erst im Bau bzw. in Planung und zum anderen sind das fast alles Eigentumswohnungen. Aber der wirkliche Grund ist schlicht und einfach der, dass ich kein iPhone besitze und deswegen sowieso keine Chance habe, dort eine Wohnung zu bekommen; zumindest bekomme ich den Eindruck, wenn ich mir die Hochglanz-Stylo-Websites angucke.

Der Alex wies mich aber eben auf die von mir vermisste Liste mit Mietwohnungen in dem Objekt hin. Nicht ganz so cool, wie ein stylischer 200qm-Neubau-Loft, aber ansatzweise bezahlbar und vielleicht einen Blick wert? Schon teuer der Spaß.


Jetzt Geogetaggt

14 07 2008

Frank Westphal hat eine neue feine Rivva-Funktion an den Start gebracht: Die Blogkarte. Nichts weltbewegend neues an sich, aber gewohnt schön umgesetzt. Ich stehe auch drin und bevölkere Flingern-Nord. Der Arme Kerl hat sich, um seine 1304 eingetragenen Blogs zu geotaggen, durch fast alle davon durchgewühlt und die Adressen aus dem Impressum gezogen. Lästige Aufgabe. Wirklich schlimm, dass nur so wenige Websites ihre Adresse im hCard-Format anbieten, wobei ich mir hier mal nicht an die eigene Nase fassen muss: Meine Adresse im Impressum hat diese Mikroformate und hat dem armen Frank wenigstens bei mir das manuelle Verarbeiten erspart. Liebe Leute, die ihr Euch Webdesigner (oder so) nennt und nicht wisst, was es damit auf sich hat: Nachsitzen, sofort!

Angeregt durch die ganze Kartensache habe ich jetzt auch Geoinformationen in den Header dieses Blogs eingebaut, auf dass die Verortung in Zukunft noch einfacher vonstatten geht. Wenn man der sich hierbei selbst anzweifelnden Wikipedia vertrauen kann, funktioniert das für meine Adresse folgendermaßen:

<meta name="geo.region" content="DE-NW" />
<meta name="geo.placename" content="Düsseldorf" />
<meta name="geo.position" content="51.2288;6.81500" />
<meta name="ICBM" content="51.2288, 6.81500" />

Die Geokoordinaten kann man sich mit Google-Earth generieren oder die praktische lokale Suche bei der Rivva-Karte benutzen, die einem die beiden letzten Zeilen zu einer Adresse ausgibt. Das werde ich jetzt ein paar mal machen und das ein oder andere Projekt damit versehen.

P.S. Jeder fängt mal klein an, deswegen noch mal der kurze Anfängerhinweis: Diese Angaben gehören in den Head-Bereich einer (X)HTML-Seite. Ich weiß noch, wie ich ganz (gaaaaanz!) am Anfang einfach nicht eingesehen habe, wozu dieser komische unsichtbare Bereich gut sein soll. Von CSS war damals nicht die Rede, Scripte können ja überall hin und eine Charset-Angabe fand ich überflüssig (weil ich nicht wusste, was das bedeutet). Und das Title-Tag hätte ich auch lieber weg gelassen. Zu meiner Entschuldigung: Ich war damals 15. Heute fragt sich ja so mancher Webentwickler, wofür dieser komische alte Body-Bereich noch gut sein soll, kann man doch alles per AJAX ins DOM hängen… Wie sich die Zeiten ändern.

P.P.S. Nebenbei gibt es bei Rivva jetzt die Planeten, Düsseldorf ist als eine der blogaktiveren Städte in Deutschland schon vertreten. Eine sehr schöne Funktion, vielen Dank.