Privatmodus

01 09 2008

Safari hat ihn eingeführt, der Internet Explorer 8 wird ihn auch haben, für den Firefox gibt es ihn schon lange als Plugin (Stealther), nur Opera kennt ihn nicht: Den temporären Privatmodus, der auf Knopfdruck jegliche Spurenaufzeichnung im Browser abschaltet, ohne die sonstige History anzufassen. Eine geniale Erfindung, gerade wenn man intensiven Gebrauch all dieser Komfortfunktionen macht. Böse Zungen nennen ihn auch den Pornomodus und das trifft es ganz hervorragend: Niemand möchte, dass bei der Eingabe von einzelnen Buchstaben in der Adresszeile in der Pornoseiten-History vom Vorabend gewühlt wird. Diese Information ist für einen selber meist nur lästig, für Zuschauer hingegen sehr aufschlussreich. Also schaltet man die Aufzeichnung einfach vorher ab und nachher wieder ein und alles ist gut.

Es ist mir tatsächlich schleierhaft, wieso Opera nicht schon lange so einen Modus hat. Sonst sind die Jungs ja führend bei solchen Funktionen. Noch besser wäre eine seitenspezifische Einstellung, die die Spurenaufzeichnung für einzelne Seiten (und am besten von dort verlinkte andere Seiten) vollständig abschaltet, ohne manuelle Eingriffe. Das wär toll. Opera?

Nachtrag: Bevor jemand denkt, ich würde die Nachrichten nicht lesen: Natürlich komme ich gerade jetzt da drauf, weil dieser Modus auch eine Kernfunktion des neuen Google-Browsers ist. Besonders interessant daran finde ich, das Google ja nicht gerade für Datensparsamkeit bekannt ist. Da bin ich gespannt auf heute Abend, wenn die Betaversion kommt.


Linktipp: Videospiele machen schlau und fett

25 08 2008

Thomas Knüwer weist auf ein gutes Interview zum Thema Videospiele hin. Wer offen ist für eine plausible Gegenstimme zur einseitigen, falschen, kurzsichtigen, panikmachenden und dummen "Killerspiel"-Berichterstattung von Frontal 21 und Co., der lese mal dieses Interview mit dem Kognitionspsychologen Dietrich Dörner bei der Welt Online zum Thema Computerspiele und Psychologie. Es lohnt sich, ich werde es mal meinen Eltern an die Hand geben.

P.S. Über Frontal 21 weiß ich, von den unfassbaren Killerspiel-Beiträgen abgesehen, nichts weiter. Aber ich würde diesem Magazin nichts mehr ungeprüft glauben. Ich würde gar bisher selten angezweifelte geschichtliche Ereignisse nochmal nachlesen, wenn die darüber berichten würden. Wie nur zwei Beiträge einem die Augen öffnen können gegenüber einem Fernsehmagazin, das sich offiziell investigativem Journalismus verschrieben hat, in Wirklichkeit aber höchst einseitig einen Meinungsfeldzug führt.

Nachtrag 26.08.2008: Hannah schickte mir diesen Link, wo ein Frontal 21 Beitrag zum Thema Stromtarifvergleiche einmal genau auseinandergenommen wird.


Der Ritt auf dem Eifel-Coaster im Eifelpark

15 08 2008

Gestern war ich im Eifelpark, weil mich schon seit Ewigkeiten nach einer Sommerrodelbahn dünkt. Die Eifel ist voll von den Dingern, wie man in der ausnehmend hässlichen SoRoDa gut sehen kann. Der Typ Alpine-Coaster hat aber mein besonderes Interesse geweckt, also musste es der Eifelpark sein. Um mich nicht zu wiederholen, verweise ich als Begründung, warum sich die fast 200km Anfahrt dorthin lohnen, auf meinen Qype-Beitrag zum Eifelpark. Hatte ich erwähnt, dass ich Bären liebe? Egal. Hier ein auf die Schnelle gemachtes Video einer Abfahrt mit besagtem Coaster:

Mit JavaScript und Flash würde hier ein Video zu sehen sein.

Alternativ: Video herunterladen

Es lohnt sich also offensichtlich, würde ich sagen. Auch die Freifallrutsche (11m Fallhöhe im 60-Grad-Winkel) kickt durchaus. Demnächst ist das Toverland dran, dort gibt es unter anderem so einen Elektrobob (ebenfalls von der Firma Wiegand), der ebenfalls Spaß verspricht. In der Nähe von Venlo ist auch nicht so weit wie Gondorf bei Bitburg und bequem in einer Stunde zu erreichen. Außerdem ist Holland ja auch immer eine Reise wert…

P.S. Ja, ich hab ein paar mal gebremst und ja, ich hab es mit der Kurvenneigung der Kamera übertrieben. Die Tonspur bestand leider nur aus Windgeräuschen, ansonsten hätte man hören können, wie leise das Ding fährt. Feine Sache.


Direkt mal Döner holen gehen

25 06 2008

…und zur Strafe bis mindestens sechs Uhr hupen fahren.


Zur Abwechslung mal ein brauchbarer MP3-Player

20 06 2008

Vor einiger Zeit hatte ich ja den beschissensten MP3-Player gekauft, den man sich vorstellen kann. Das Ding hat dermaßen laute Nebengeräusche produziert verbrochen, dass die fehlenden Bässe und der miese Klang darin völlig untergegangen sind. Zusätzlich haben die Tasten nur ab und zu funktioniert und ständig hat man eine andere Funktion aktiviert, als man beabsichtigt hatte, weil das schwabbelige Steuerkreuz gerne mal die Nachbarfunktion gedrückt hat. Ich hab das Ding eingetütet und werde es bei Gelegenheit im Rhein versenken oder so. Grr.

Also war ich nochmals bei Conrad und hab nen Verkäufer angequatscht. Er hat mir für mein Anwendungsprofil einen Player von X4-Tech empfohlen, allerdings hatte ich vor zwei Jahren mal einen Vorgänger davon. Diagnose: Unbrauchbar wegen hakeliger Bedienung und störenden Nebengeräuschen. Alternativ empfahl er mir einen 2GB Player von Odys für schlappe 20€, und falls der wieder Nebengeräusche hätte (was er nicht wusste), könnte ich ihm den um die Ohren hauen. Das klang nach einem guten Deal. Und was soll ich sagen? Das Teil ist prima: Fast kein Rauschen, keine Nebengeräusche, brauchbarer Klang, funktionierende Knöpfe, ID3-Tag-Anzeige, alternativ Dateinamen. Und sogar zwei Kopfhörerausgänge, falls man sowas mal braucht (in meiner Jugendzeit hätte ich gerne sowas gehabt). Endlich. Und dann auch noch für lächerliche 20€.

Die erwähnten Vivanco-Dreckskopfhörer habe ich auch durch welche von Panasonic ersetzt. Lästig, dass die Auswahl bei Silikonstöpsel-Ohrhörern mit Umhängeband so klein ist, aber die Dinger klingen ganz brauchbar. Dieser Renkforce-Player und die Vivanco-Ohrhörer haben mich 23€ Lehrgeld gekostet.

P.S. Der Verkäufer hat mich geduzt, ebenso wie der Paketbote neulich. Soll man sich darüber freuen, wie einer auszusehen, den man duzt? Ich finds eigentlich recht cool.


Juhu, ich habe das S9Y-Handbuch gewonnen

19 06 2008

Ich gewinne sehr selten etwas, was durchaus daran liegen mag, dass ich auch selten an Gewinnspielen teilnehme. Ein seltener Fall ist dieser Beitrag. Heute bin ich daraufhin als glücklicher Gewinner eines Serendipity-Handbuches ausgelost worden. Juhu, ich freue mich wie ein Schneekönig darüber.


Der Firefox 3 ist revolutionär

11 06 2008

In absehbarer Zeit kommt die finale Version des Firefox 3 raus, die wirklich revolutionär unterwegs ist. Warum?

In erster Linie bringt sie Firefox zurück auf die Fast-Lane. Das Ding ist gefühlt wieder genau so schnell wie Safari und Opera. Das ist gut, sehr gut sogar. Firefox war in der Zwischenzeit ein geradezu behäbiger Browser geworden und genau dieses Problem adressiert die neue Version. Fein. Wenn man nicht gerade Opera oder Safari benutzt hat, hätte man schon wieder vergessen können, dass Websurfen flüssig und schnell gehen kann. Willkommen zurück in der Spitzengruppe der Browser.

Aber auch die neuen Features sind revolutionär für die Usability. Die zusammengelegte Bookmark- und History-Verwaltung arbeitet so wie sie soll. Ich frage mich, warum erst nach 15 Jahren jemand auf die Idee gekommen ist, das in der Art zu gestalten. Ich habe keine Lust, das wortreich zu beschreiben, man schaue sich einfach mal diesen Screencast zu den Neuerungen im Firefox 3 an oder probiere es selbst aus. Alleine die Tags für Bookmarks, die Schnell-Favoriten-Funktion, die schnelle Suche in History und Bookmarks über die jetzt zentrale Adressleiste und die mögliche Synchronisation der Bookmarks und Einstellungen über Weave sind schon toll. Vor allem letzteres ist ein wichtiger Punkt, den auch Opera (in 9.5) anfasst, allerdings mit einer geschlossenen Lösung: die Bookmarks und Einstellungen liegen also auf Servern von Opera und nicht auf beliebigen. Schauen wir mal, was Mister Wong und Konsorten daraus machen, denn die Funktionalität ähnelt sich doch signifikant, sogar die Icons für (Top-)Favoriten sehen sich zu verwechseln ähnlich.

Also wenn der Firefox 3 da ist, macht schnellstmöglich ein Update. Ich warte in der Zwischenzeit weiter auf Opera 9.5 und vor allem Opera Mobile 9.5, denn als Hauptbrowser ist mein Opera seit Version 3 unersätzlich für mich.


Neue Serie "XDA-Projekt": O2 stellt mir einen XDA Orbit 2 zur Verfügung

29 05 2008

Nun ist er also da: Mein von O2 gesponsorter XDA Orbit 2 mit Genion XL und Internet-Pack L für 6 Monate. Wie es dazu kam, erkläre ich in einem anderen Beitrag. Ich werde das Gerät also nach Herz und Nieren testen, indem ich es im täglichen Einsatz benutze und meine Erfahrungen damit hier veröffentliche.

Die Packung: Gestern kam ein Paket bei mir an, drin war der versprochene XDA Orbit 2. Schon oft hatte ich mich gefragt, ob tatsächlich nur Apple in der Lage ist, die Wertigkeit seiner Produkte durch hochwertige Verpackungen zu unterstreichen (Tipp zur gesteigerten Selbsterfahrung: packt mal ein neues Apple-Produkt aus). O2 bzw. HTC sind der Beweis, dass das auch anderswo funktioniert. Die Packung wirkt hochwertig und der XDA liegt attraktiv präsentiert in einem Schaumstoffkissen. Zwar noch immer von der Packungs-Perfektion von Apple entfernt, aber mein Ersteindruck war sehr positiv (überrascht). Leider geben meine Bilder das vor allem haptische Erlebnis nicht wieder, deswegen lasse ich sie weg. Übrigens hat O2 auch beim Lieferumfang nicht gespart: Alle möglichen USB-Lade- und Datenkabel, Software-CDs, ein KFZ-Saugnapf-Halter (!) und ein Ersatzstylus. Letzteres finde ich persönlich sehr erfreulich, denn diese Ersatzstifte kosten ein Vermögen. Sogar an eine Displayschutzfolie hat man gedacht. Ich hasse die Dinger und werde sie nicht anbringen, vor allem, weil die (unglaublich stark spiegelnde) Frontscheibe des Geräts bündig mit dem Gehäuse abschließt.

Die Hardware: Das Gerät fühlt sich absolut super an, es sieht super aus und lässt nicht einen Gedanken aufkommen, man hätte es mit einem fragwürdigen Billigprodukt zu tun. Das unterscheidet den Orbit 2 von den mit bisher bekannten XDA-Geräten, die allesamt weniger hochwertig verarbeitet, manchmal sogar klapprig, wirkten. Das Gerät liegt sehr gut in der Hand und ist weder zu dick noch zu breit (für meine recht großen Hände), auch die Tasten fühlen sich gut an. Insgesamt bin ich sehr positiv überrascht von der Hardware. Alleine der auch von heise mobil bemängelte Taschenspiegel-Effekt schockierte mich beim ersten Außeneinsatz. Mit gedimmter Hintergrundbeleuchtung (also nach ein paar Sekunden Inaktivität) sieht man exakt nichts, wenn man bei normalem Tageslicht auf der Straße unterwegs ist. Mit Beleuchtung ist es OK, dafür wird die spiegelnde Oberfläche sehr hochwertig. Das Fingerabdruck-Problem ist wie auch beim iPhone eklatant auffällig, man wischt also ständig an dem Gerät herum. Gibt schlimmeres, man gewöhnt sich auch sicher mit der dran (an das Wischen oder die Abdrücke ist die Frage).

So, das waren meine ersten Eindrücke. Sehr positiv überrascht bin ich von der Wertigkeit. Mal schauen, was ich nach ein paar Tagen Benutzung sagen kann.


Chips in der Zwischendurch-Portion

27 04 2008

Es gibt tatsächlich Firmen, die bei der Marktforschung die richtigen Fragen stellen oder zur Abwechslung auch mal die Antworten auf die offenen Fragen auswerten. Nur so kann ich mir erklären, was ich gestern bei Penny gekauft habe: Ein Viererpack Chipsfrisch Chips in 45g Tüten. Also genau eine Portion, die man sich mal so bei Gelegenheit reinzieht. Und das beste: Ich habe nur 1,49€ für zusammen 180g Chips bezahlt. Dass das billiger ist als die 175g Tüte mag dem Aktionscharakter der Ware geschuldet sein, aber es zeigt in die richtige Richtung: Warum sollte man für 4x45g nennenswert mehr bezahlen, als für 175g?

Fazit: Weiter so, gute Idee! Jetzt braucht das nur noch Lorentz mit seinen Naturals zu machen und deren Absatz würde sich allein durch mich in ungeahnte Höhen aufschwingen. Mein Bauch aber leider auch, also vielleicht doch lieber lassen… ;) Obwohl, dafür haben wir ja Wii Fit! (schreib ich auch noch mal was zu.)


Mario Kart ist da

11 04 2008

Ich war vorhin im Media Markt und habe das heute erschienene Mario Kart gekauft. Juhu, endlich! Es gibt einen Mehrspielermodus für vier, aber leider ohne zwei Leute auf einem Kart, also Bordschütze und Fahrer und vor allem als Folge mit einem unspielbar kleinen 4er-Splitscreen. Das mochte ich immer gerne: Karin sitzt hinten, schießt mir den Weg frei, befeuert meine Drifts und ich bring die Karre fix ins Ziel. Dafür gibts aber einen Online-Modus, viele Strecken (inkl. Originalstrecken der Vorgänger) und ganz neu: Moppeds. Und natürlich das unvergleichbare Mario Kart Feeling. Ich freu mich auf mehr, konnte ja nur schnell anspielen. Besonders gespannt bin ich auf die Rainbow-Road, die bisher immer viel zu lang und langweilig war.

Nachtrag 13.04.2008: Mal wieder nervt mich der Einzelspielermodus total. Um alles freizuspielen muss man alle Cups mit Gold und wenn ich das richtig verstehe auch mit Rang A absolvieren. Was Mario Kart angeht bin ich ja kein unbeschriebenes Blatt, also sollte das kein großes Problem sein. Ist es aber doch, weil es bei einigen (und besonders bei den Retro-) Strecken von purem Glück abhängt, ob man erster wird oder 6. oder noch schlechter abschneidet. Man kann fehlerfrei fahren, alle Turbos nutzen, super driften und in der dritten Runde trifft einen unvermeidlich ein roter Panzer oder ein blauer oder ein Pow-Block oder was auch immer und das gesamte Feld zieht an einem vorbei, so das man auch mit Stern und Powerpilz nur noch bestenfalls 5. werden kann. Wer einmal steht, der kommt nicht wieder los vor lauter Panzern, Bananen und gerammt werden. Zum Kotzen ist das. Warum zwingen einem auch die besten Mehrspielerspiele ihren nervigen Einzelspielermodi auf? Ich will nicht etliche Stunden alleine vor der Konsole sitzen um den vollen Funktionsumfang (Strecken, Karren, Charektere) des Spiels im Mehrspielermodus nutzen zu können. Und das schlimmste ist: Siege hängen überhaupt nicht vom Können ab, sondern von glücklichen Fügungen, ob vielleicht vier Strecken hintereinander einen mal nicht das Schicksal in der dritten Runde fickt und man nur noch steht statt fährt. Grr. Konkret hänge ich gerade am Blatt-Cup, den ich bisher immerhin mal als zweiter abschließen konnte. Die verfickte Sandstrecke verläuft von 10 Spielen 9 mal beinahe exakt gleich, als ob der Verlauf gescriptet wäre. Naja nicht ganz, aber die Tendenz nervt schon gewaltig.

Noch mal Nachtrag: Und was ist die komische Wolke überhaupt für ein Anti Extra? Der Mist hat mir gerade den ganzen Cup versaut, weil ich nicht rechtzeitig jemanden zum abgeben erreicht habe und mal wieder das gesamte Feld an mir vorbei gezogen, während ich geschrumpft bin. Resultat: Mit Glück noch 7. geworden. Hass! Wo kann man fertige Spielstände runterladen? Ich will mit Leuten fahren und nicht alleine.

Nachtrag 22.04.2008: So, nach ein paar Tagen immenser Sucht habe ich jetzt alles freigespielt, also in allen Cups mindestens Sternrang und alle Experten-Geister (streng genommen fehlt noch ein wenig bei den 50er Cups, das darf aber Karin freispielen). Was soll ich sagen: Ich liebe Mario Kart. Dass es im Singleplayer so unfair ist, bringt mich zwar manchmal zur Weißglut, aber online ist es der Hammer und mit Leuten dabei sowieso. Ein Must-Have!