Cocktails per Post bestellen

25 01 2008

Die Idee ist witzig, deswegen schnell meiner Leserschaft (hab ich eigentlich eine Leserschaft?) vorgestellt: Die Cocktailbude versendet per Post abgemessene Zutaten für Cocktails. Also z.B. braunen Rum, weißen Rum, Orangensaft, Ananassaft, Zitronensaft und Grenadine in den richtigen Mengen einzeln portioniert für einen Planter's Punch. Nur Crushed Ice wird zweckmäßigerweise nicht mitgliefert und muss beim Mixen zu Hause zugefügt werden. Das ganze kostet in dem Fall 3,49€ plus 3,90€ Versandkosten, ist also weit entfernt von günstig. Dafür halten sich die Zutaten zwei Wochen und man muss nicht 980ml Ananassaft nach zwei Wochen im Kühlschrank wegschmeißen, weil man 2cl davon für einen einzigen Cocktail gebraucht hat. Die beiden Gründer – die übrigens noch BWL in München studieren und auch so aussehen – schreiben über sich:

Wir lieben Cocktails und wollten schon öfters mit Freunden zusammen in privater Runde eine Cocktailparty schmeißen oder einfach in aller Ruhe einen guten Cocktail zu Hause genießen. Da es sich aber im Normalfall nicht lohnt, sämtliche Zutaten einzukaufen, dachten wir uns, selbst einzelne Cocktails zu vertreiben.

Ja das kenne ich zur zu gut: Man hat Lust auf einen oder zwei Cocktails, lässt es aber bleiben, weil man den Kühlschrank nicht voll mit irgendwelchen ablaufenden Säften haben will. Auch steht nicht jeder auf eine gut ausgestattete Spirituosenbar, die für eine möglichst große Vielfalt an Cocktails nötig ist und alleine einige hundert Euro Anschaffungskosten verursacht, Platzbedarf und Wirkung auf Besucher seien mal Nebensächlich. Wir haben sowas über das Jahr in Berlin zusammengekauft und brauchen die meisten Spirituosen quasi nie (Whiskey, Whisky, Brandy, Calvados, Angostura, vier Rumsorten, diverse Liköre und Spezialitäten), deswegen haben wir sie auch nie nachgekauft, wenn sie leer waren. Einzig Wodka, weißer und brauner Rum, Cachaça, Gin, Cointreu, Amaretto, Galliano und Likör 43 sind bei uns in angemessener Qualität stets zwingend im Haus und das sind bei Erstausstattung schon über 100€. Da kommen die portionierten Cocktailsets für manchen sicher gerade recht, wobei man in Berlin für 3,49€ in der Happy-Hour die gleichen Cocktails auch in einer schnuckeligen Bar schlürfen kann; aber München und Düsseldorf sind ja nicht Berlin… Also von mir eine positive Bewertung für diese Idee für Gelegenheits-Cocktail-Trinker, auch wenn aus verständlichen Gründen weder Crushed-Ice mitgeliefert wird noch Sahnecoacktails im Angebot sind. Vor allem aber mag ich den aufgeräumten Style der Website und die sparsamen Infos, die aber alles wichtige abdecken: Zum Beispiel dass die Verpackungen biologisch abbaubar sind. Sehr Zielgruppengerecht, auch wenn man ja heute kaum noch Begriffe wie Zielgruppe im Kontext des Webs verwenden kann. Erinnert mich übrigens insgesamt etwas an mymuesli.com.

via rivva.de > Exciting Commerce


Wii so sehr erfolgreich

29 12 2007

Was haben alle doof geglotzt, als Nintendo die Wii vorgestellt hat und allen Ernstes mit einer Hardware ankam, die nur doppelt so schnell wie der Gamecube ist. Und schon der Gamecube war seinen Konkurrenten haushoch unterlegen. Völlig gegen den Trend immer fotorealistischer Spielwelten kam Nintendo mit einer "Revolution" der Videospiele, völlig neue Zielgruppen sollten angesprochen und vom Medium Videospiel gefangen werden. Nur wie sollte das klappen mit einer so schwachbrüstigen Hardware? Wie sollen Videospielverweigerer an das Medium herangeführt werden, wenn schon der Realismus wegfällt. Ganz und gar undenkbar. Und dann auch noch der Verzicht auf einen "richtigen" Controller… Die müssen verrückt sein, besoffen oder so. Bewegungssteuerung? Das hat noch nie geklappt und es haben viele versucht: Zu kompliziert, zu unpräzise, langweilig, blöde Spielkonzepte.

Die Realität ein Jahr nach Verkaufsstart sieht anders aus: Die Wii verkauft sich wie geschnitten Brot, Amazon behauptet sogar, 17 Wii pro Sekunde verkauft zu haben, wenn sie lieferbar war. Das wären 1.468.800 pro Tag. Offenbar war die Wii immer nur für ein paar Stunden lieferbar. Wie auch immer, das sind krasse Zahlen, die die Wii als phänomenal erfolgreich dastehen lassen. Nintendo hat sogar die Werbung für die Wii in einigen Ländern nicht mehr ausgestrahlt. Wozu auch, wenn man auch so mehr verkauft als man herstellen kann?

Am deutlichsten zeigt sich für mich der Erfolg der Wii aber im Basteltrieb von Forschern rund um die Welt. Dabei steht die WiiMote stets im Mittelpunkt. Nicht mal Nintendo selber war wohl klar, was man mit der WiiMote Hardware alles anstellen kann: Dass sie auch mit Kinoleinwänden faszinierend präzise funktioniert ist ja noch langweilig, dass sie sich per Bluetooth mit jedem PC koppeln lässt und zur Steuerung von wasauchimmer nutzen lässt ist schon spannender. Als beste dieser Nutzungsformen empfinde ich das synthetische Orchester, das man als Dirigent steuern kann. Man kann aber auch die WiiMote festschnallen und die Sensorleiste bewegen und damit faszinierende Dinge machen. Das Head-Tracking in folgendem Video ist zum Beispiel einfach genial:

Link zum zugehörigen Blog.


Apple hat den Po auf

18 09 2007

Dass ich kein Freund von Apple bin sollte inzwischen bekannt sein. Ein Grund, der ganz oben auf meine Ich-mag-Apple-nicht-aus-folgenden-Gründen-Liste steht ist mal wieder bestätigt worden: Apple ist proprietäre Scheiße. Ich wunder mich zutiefst, warum ausgerechnet die freiheitsliebenden Open-Source-Junkies so auf Apple abfahren, wo ihnen Apples proprietäre Bestrebungen doch eigentlich zuwider sein müssten. Aktuelles Beispiel: Neue iPods sprechen nur noch mit iTunes. Es gibt auch dafür bereits Abhilfe unter Linux (den golem.de Beitrag dazu verlinke ich lieber nicht, um mir deren Trolle nicht via Trackback ins Haus zu holen), aber wer solche Klimmzüge veranstaltet muss sich fragen lassen, warum er denn dann unbedingt einen iPod haben muss.

Liebe Geeks, Open-Source-Vordenker und Style-Leitwölfe, akzeptiert doch einfach Apples Bestrebungen zu geschlossenen Systemen und zieht die bei Euch üblichen Konsequenzen daraus: Scheiße finden und nicht kaufen. Trotzdem iPods zu kaufen untergräbt Eure Argumentation gegen proprietäre Systeme und Closed-Source-Software.

Warum also kaufen gerade die Leute, die es aus Ideologie oder welchen Gründen auch immer eigentlich ablehnen müssten, iPods in rauhen Mengen? Weil er so schön ist? Keine Frage, das ist Ding sexy. Weil er so toll ist? Klar, es gibt leider noch immer keinen auch nur im Ansatz so coolen Player. Aber es wird auch keinen geben, wenn niemand den iPod und das geschlossene System dahinter in Frage stellt und Alternativen nachfragt. Denkt mal darüber nach Leute. Der iPod Connector für das ganze Zubehör ist so eine gute und erfolgreiche Idee, warum öffnet sich Apple nicht auch softwareseitig? Weil man damit die satten Pfründe aus dem iTunes Music Store gefährden würde? Ist das im Sinne der Kunden? Finde ich nicht.

Euch Apple-Jünger meine ich übrigens gar nicht. Ihr denkt offenbar nicht mehr weiter als bis an den Bildschirmrand, wo das Exposé aktiviert wird (ja, das war völlig übertrieben und rein provokativ). Das geht schon klar. Ihr habt Euch auf diese Welt eingelassen und lebt gut darin. Herzlichen Glückwunsch zu Eurer persönlichen Findung des heiligen Grals.
Ich meine eher die Leute, die Linux auf ihrem MacBook Pro laufen haben und ihren iPod mit Amarok abgleichen. Das passt in meinen Augen nicht (mehr) zusammen. Apples Statement dazu ist nicht misszuverstehen.

Was will ich also? Was sind meine Alternativvorschläge? Ich möchte, dass Apple seine geschlossene Politik aufgibt (unwahrscheinlich) oder wenigstens einen Player (mehr oder weniger egal von wem), der es in Style, Wertigkeit, Verarbeitung und Bedienung mit den iPod aufnehmen kann und der ohne geschlossenes System arbeitet. Und der neben MP3, WMA und AAC(+) vielleicht auch noch OGG, FLAC und Co. abspielt. Und auf Videoseite neben AVI und M4V vielleicht auch noch Matroska und OGM. Ach ja, eine Erweiterbarkeit für neue Formate wär auch toll. Sowas würde ich kaufen, versprochen.


Toller IKEA-Werbespot

31 08 2007

Heyda, IKEA-Werbespots müssen nicht immer verrückt oder witzig oder wieauchimmer sein: Schaut Euch den hier an. Bildgewaltig, fotografisch, schön, stimmungsvoll. Leider im Quicktime-Format.

Via Fontblog.


Softair da

03 06 2007

Boah, nach einem Wartemarathon sind nun endlich die Softair-Knarren angekommen, die ich bestellt hatte. Ein großer Spaß. Aber von Anfang an:

Vor inzwischen vier Wochen habe ich wegen einiger spaßig aussehender Youtube-Videos (nach Airsoft oder Softair suchen) beschlossen, dass ich so eine Knarre brauche. Schon als Kind hatte ich immer verschiedene Amorces-Waffen (das sind die roten 8er, 12er, 13er und die braunen 25/50er Knaller) zur Hand. Die Interpol 38 oder die Buddy konnte man prima durchbohren, so dass vorne aus dem Lauf ein ordentlicher Luftdruck raus kam. In der Not, dass da nichts sonst raus kam, haben wir dann immer die Knallringe auseinander genommen und die einzelnen Plastikdinger von hinten in die Trommel gesteckt. So flogen mit Etwas Glück wenigstens diese Teile (unkontrolliert und gefährlich) aus dem Lauf. Ohne Schutzbrille und mit unkontrollierbarer Flugbahn ist das wirklich gefährlich für die Augen gewesen. Hätte es damals Softair-Knarren gegeben, ich hätte sie gekauft.

So, ich habe also vor vier Wochen Softair-Knarren bestellt. Für mich eine Walther P99 (ich war auch bei CS schon immer Counter, ist ja klar, dass es eine Polizeiknarre/Bondknarre sein muss) im Special-OPs Set mit Schalldämpfer und peinlicher Walther-Action-DVD für 43€. Für meinen Bruder Ray eine P99 (auch er ein Freund dieser Waffe) ohne Schnickschnack zu 25€. Meine war, obwohl vom gleichen Hersteller (Umarex, direkte Tocher von Walther), viel schlechter als seine und außerdem konnte ich keinen Schuss damit abfeuern, weil der Abzug innen abgebrochen ist. Also zurück die Scheiße. Drei Wochen später halte ich nun also die billigere P99 in meinen Händen und bin zufrieden. Großer Spaß das ganze. Vor allem, weil die komische Knarre von meinem Mitbewohner nicht geradeaus schießt, hehe. Was nimmt der auch entgegen meiner Warnung so eine komische Knarre mit ner Menge Zubehör fürs gleiche Geld. Wirklich billiger Tand im direkten Vergleich.

Der Laden (Fungun.de), der offenbar zu Umarex gehört (gleiche Adresse), hat irgendwie ganz schön lange gebraucht und war nicht in der Lage, das Paket an die korrekte Adresse zu schicken. Stattdessen kam das Paket bei meinen Eltern an, weil das die Adresse auf meinem Ausweis ist. Ich habe mehrmals auf die abweichende Lieferadresse hingewiesen. Grr. Und Bescheid sagen, dass es so lange dauert konnten die auch nicht.


Unschöne eBay Erfahrungen

23 05 2007

In den letzten Wochen habe ich eine Menge schlechter Erfahrungen mit eBay im speziellen und dem Home-Order im allgemeinen gemacht. Momentan bin ich wirklich genervt.

Alles fing mit einem neuen Handy an. Als alter Siemens-Fan habe ich eins der letzten SXG75 eingecheckt. 134€ inkl. Versand geht klar für Neuware. Zwei Tage später hab ich schon das Paket in der Hand (sehr gut!) und pack es gleich aus: Möp! Der Knopf in der Mitte vom Steuerkreuz fehlt. Ich also den Verkäufer sehr freundlich angemailt und den Mangel angezeigt. Ein paar Tage später hab ich ihm das Gerät nach Absprache zurück geschickt, am 7. Tag war es laut Paketdienst da. Prima. Fast eine Woche später (ca. Tag 13) meldet sich der Typ erst auf mehrmalige Mails von mir. Auf den inzwischen von mir verschickten Wiederruf geht er nicht ein. Danach folgte eine sehr träge und mühsame Kommunikation mit allen möglichen Hinhaltetricks, bis ich heute (Tag 30) endlich meine Kohle wieder habe. Das von mir rechtmäßig eingeforderte Rückporto fehlte natürlich. Gut, dass das nur 3,85€ waren. Ich habe eine neutrale Bewertung gegeben, immerhin hab ich meine Kohle wieder nach nur 30 Tagen.

So, in der Zwischenzeit wollte ich aber so ein Handy haben und hab eins bei einem Händler um die Ecke via eBay gekauft. Der Typ reagierte gar nicht auf meine Mails und erst etliche Tage nach dem Kauf konnte ich da telefonisch jemanden erreichen. Ich also hin und bei den komischen Russen das Telefon mitgenommen. Die Frau meinte schon so verdächtig, dass ich das Telefon vorher ausprobieren soll. Wie soll es anders sein: Ich habe bisher keine UMTS-Verbindung herstellen können (trotzt fast neuer UMTS-SIM-Karte), der Empfang im GSM-Netz ist beschissen, und ob das GPS-Modul funktioniert weiß ich auch nicht. Dass die Kameras schlicht nicht funktionieren finde ich persönlich weniger lästig. Ein absoluter Fehlkauf. Trotzdem schönes Telefon. Ich werde es eine Weile behalten und mir dann ein anderes kaufen, vor allem, weil ich keine Lust habe, mit dem komischen Handy-Russen noch mal Kontakt aufzunehmen.

Zu diesem Telefon habe ich bei einem eBay-Shop dann auch ein Datenkabel und einen Autohalter gekauft, die bis heute (3 Wochen später) nicht da sind. Mal schauen, ob die noch kommen.

Dann habe ich eine Softair-Pistole gekauft, die schon beim ersten Schuss kaputt gegangen ist, bevor die Kugel abgeschossen wurde natürlich. Die Rückabwicklung hat sich auch unnötig gezogen. Das ist aber schlichtes Pech gewesen und völlig im Rahmen des Üblichen.

So. Es gibt aber auch was gutes zu berichten: Mein neuer PDA war preislich OK, der Versand ging relativ fix (Feiertag im Weg) und die Verkäuferin war sehr auskunftsfreudig. So kann eBay laufen. Schönes Gerät übrigens.

Und morgen kommen hoffentlich die neuen Knarren.

Gelernt: eBay-Händler im Handymarkt sind fast alle scheiße (besonders die Murats und Ivans), mit Privatverkäufern hatte ich hingegen noch nie Probleme.


Neue Gehäuse

10 03 2007

Also gerade hab ich echt totale Lust mal wieder einen geilen Rechner zu bauen. Braucht jemand gerade einen neuen Rechner?

Ich habe mal die aktuellen Antec-Gehäuse gesichtet und bin nun erst recht der Meinung, dass Antec die einzigen Gehäuse baut, die mir wirklich gefallen. Und das liegt vor allem an den sauberen und durchdachten Detaillösungen. Alleine, dass kaum ein anderer Hersteller an die Dämmung der Festplatten denkt spricht für Antec, die das konsequent tun. Zum Beispiel das P150 halte ich für einen grandiosen Nachfolger des Sonata.


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Längere Öffnungszeiten ein Segen

03 02 2007

Gerade lese ich im SPON, dass die längeren Ladenöffnungszeiten ein Flop sind. Da frage ich mich intensiv, was die Damen und Herren denn zur Hölle erwartet hatten. Andererseits drückt das genau das Missverständnis aus, weswegen auch so viele Leute der Freigabe der Öffnungszeiten kritisch gegenüber standen. Ich habe noch nie in meinem Leben verstanden, warum Ladenöffnungszeiten in Deutschland gesetzlich reglementiert werden. Dann kamen die 24 Stunden Tanken auf und die Frage wurde umso brennender. Ja haben sich die Gegner denn vorgestellt? Dass durch die Freigabe sofort alle Läden automatisch länger aufhaben müssen? Warum sollten das alle Läden machen? Die Gegenfrage ist aber viel treffender: Warum sollte man dem Handel vorschreiben, wann er Handel treibt und wann nicht? Niemand erwartet von einem Dorfnahversorger, dass man um 22 Uhr dort einkaufen kann. Aber ganz offensichtlich gibt es an verschiedenen Standorten großen Bedarf zu solchen Uhrzeiten einzukaufen.

Warum verbietet man also dem Kaufhof an der Kö und anderen Läden in der Altstadt ihr Geschäft dann zu machen, wenn da auch Leute sind. Weil die armen Verkäufer um acht ins Bett müssen? Das Argument zieht meines Erachtens ganz besonders dort nicht, wo nebenan in der Gastronomie um 20 Uhr Primetime ist. Da arbeiten übrigens auch Menschen – sogar ganz verwegen mitten in der Nacht. Eigentlich müsste man auch der Gastronomie verbieten, nach 20 Uhr zu öffnen, um die Kellner und Köche und Türsteher zu schützen. OK, lassen wir die Polemik.

Was solls also? Der Handel ist nun mal ein Gewerbe, dass seine Kunden Zeit kostet. Und wenn viele Kunden nun mal diese Zeit genau dann haben, wenn sie nicht im Büro sitzen, muss der Handel sich darauf einstellen und den Kunden die Ware auch außerhalb der Bürozeiten anbieten. Was ist denn das auch für eine Anbieter zentrierte Denke? Man muss doch vom Kunden und dessen Bedürfnissen ausgehen. Dienstleistung ist die Befriedigung der Bedürfnisse seiner Kunden, zumindest nach meinem Verständnis. Und da gesetzliche Vorschriften zu machen finde ich befremdlich, womit ich übrigens mit den Bürgern der meisten anderen Länder einer Meinung bin.

Dass durch Freigabe der Öffnungszeiten tendenziell mehr Arbeit entsteht, also entweder mehr Jobs oder längere Arbeitszeiten mit entsprechend mehr Lohn, ist sicher im Sinne einer Gesellschaft, die ein Problem mit nicht vorhandener Vollbeschäftigung hat, oder?

Was natürlich alles immer noch nicht bedeutet, dass sich alle Läden jetzt an neue Öffnungszeiten wagen müssen. Man kann das ja probieren und an den Standorten etablieren, wo sich das auch lohnt. Schön. Alle sind zufrieden, wo ist das Problem?

"Aber Du Arsch! Denk doch mal an die armen Arbeitnehmer! Wenn die Familien haben und so!" Klar kann das lästig sein, das bestreite ich nicht. Aber wenn man gesetzlich einschreitet, kann man ja auch einfach direkt am Problem ansetzen. Wenn man Arbeitnehmer schützen will (was man durchaus sollte), sollte man wirksame Gesetze installieren, die genau das tun. Es gibt dafür ganz sicher mildere Mittel, die besser wirken und deutlich weniger Kollateralschäden verursachen. Warum sollte der Kunde ausbaden, was sogar besser beim Anbieter direkt im Innenverhältnis geregelt werden kann? Mehr Geld ab acht oder Arbeit ab acht muss freiwillig sein, dann muss der Anbieter von sich aus mehr Kohle rausrücken, um einen Betrieb aufrecht erhalten zu können. Und wer sich daran nicht hält, bekommt genau so auffe Omme, wie bisher, wenn er sich nicht an den Ladenschluss gehalten hat. Ich denke mit solchen Regelungen erreicht man mehr und es sind nun wirklich alle zufrieden.

Ich bin zumindest sehr zufrieden und genieße jeden Einkauf nach acht bei Penny nebenan aus vollen Zügen. Ja, ich bin einer von denen und ich liebe es.

Tschüss.


eBay ist ganz schön teuer geworden

21 12 2006

Ich bin entsetzt. Ich hatte am Montag die Wii-Nerven verloren und bei eBay für 272€ eine Wii ersteigert, die ich gestern in Unna abgeholt habe. Am Dienstag waren die Scheißdinger für 249€ bei Amazon lieferbar und ich habe dort noch einen bestellt, der ist heute angekommen. Ich habe also einen der beiden bei eBay für Sofortkauf eingestellt. Da ich niemanden abzocken will, habe ich mit etwa 10€ Gebühren gerechnet und 285€ als Preis angegeben. Das Ding war nach nicht mal ner halben Stunde verkauft und der Typ hat es schon abgeholt. Reibungslose Abwicklung, sehr gut.

Aber was sehen meine verkrusteten Augen im eBay Kontostand? Fast 18€ Gebühren? Ham die den Arsch offen? Das sind 6,3%. 5€ Sofort-Kaufen-Einstellgebühr, 1,25€ für Untertitel und Galeriebild und noch mal satte 11€ und ein paar Zerquetschte Verkaufsprovision. Ich habe also bei der Aktion am Ende 5€ drauf gezahlt.

Und was nun? Der Nutzwert von eBay ist in meinen Augen deutlich gesunken: Bei diesen dreisten Wuchergebühren kann man kaum noch etwas gewinnbringend einstellen. Da muss ich mir wohl für solche Fälle eine Alternative suchen.


Einkaufsmetropole

09 12 2006

Also heute habe ich mich, weil ich nicht nachgedacht hatte, mit der Ritze in der Stadt auf einen open-minded Kreativmeeting getroffen. Da aber Samstag ist und in zwei Wochen Weihnachten, war es natürlich schon mittags ultra überlaufen. Sogar in der Kö-Galerie war es voll. Da fällt einem mal wieder auf, in was für einer Einkaufsmetropole man wohnt. Köln, Essen, das Centro und Düsseldorf sind echte Shopping-Magneten. 20 Mio. Leute in einem 150km-Radius sind halt kein schlechter Wert. Am schönsten daran finde ich die vielen Sprachen, die man hier hört, vor allem auf der Kö.

Nach etlichen Jahren war ich auch mal wieder auf dem Rheinturm (mit 3,30€ gar nicht mal so teuer) und habe die (diesige) Aussicht genossen. Der Hafen macht schon was her, auch von oben. Und der Rhein mit seinen Brücken und Schiffen. Mein Herz schlägt einfach für Düsseldorf.

Mental waren Ritze und ich recht erfolgreich. Mal schauen, was unsere Designer davon halten. Ich fürchte nicht viel.

Ach ja, einen Wii habe ich nicht bekommen, aber immerhin bei Karstadt einen Promoter, der Wii Sports Tennis gezeigt hat. Eigentlich ganz schön blöde, Promoter in die Läden zu stellen, wenn man die Geräte gar nicht kaufen kann. Ich hoffe, vor Weihnachten kommt noch ne Lieferung.