Tschüss Alice, hallo 1&1

04 11 2009

Hier und hier hatte ich schon über das VDSL-Angebot von 1&1 im Vergleich zu T-Home geschrieben. Ich hätte damals bereits fast kurzerhand bestellt, aber 24 Monate Vertragsbindung hasse ich einfach zu sehr, so dass ich noch abwarten wollte, was Alice zum Thema VDSL zu sagen hat. Nun hat Alice seine eigenen VDSl-Tarife gestartet und sie sind leider nicht wirklich attraktiv:

Für sich genommen sind 45€ im Monat für VDSL 50 und Telefonflat kein schlechter Tarif, 10€ Aufpreis für eine Premium-Hotline und einen echten ISDN-Anschluss sind auch fair. Wer keine Vertragsbindung wünscht, zahlt 100€ Einrichtung. Ein VDSL-WLAN-Router ungenannten Typs wird gestellt. Ich könnte mit wenigen Klicks umstellen und ich habe Alice als Provider in den letzten zweieinhalb Jahren zu schätzen gelernt. Es gab Höhen und Tiefen, aber insgesamt gehe ich im Guten aus der Sache raus.

1&1 auf der anderen Seite mochte ich noch nie so wirklich leiden. Aber VDSL 50 (über die volle Mindestvertragslaufzeit) mit Telefonflat für 40€ im Monat, dazu eine Fritz!Box 7390 für lau und keine Einrichtungsgebühr sind über zwei Jahre gerechnet einfach mal etwa 400€ Abstand zu Alice. Dazu kommen gutes Zubehör für günstig (Fritz!Fon MT-D 40€, Fritz!Stick WLAN N 30€, ein HSDPA-Stick für quasi lau mit 3 Monaten UMTS-Flat), 1TB Online-Speicher zum rumprobieren und eine kostenlose Hotline. Die kostenlose Handyflat ins Festnetz interessiert mich nicht und die Maxdome-Online-Videothek werde ich mir mal ansehen, erwarte aber nichts tolles. Für machen mögen die beiden Features aber ebenfalls praktisch sein. Insgesamt hat 1&1 zur Zeit das mit Abstand attraktivste VDSL-Angebot am Markt.

Ich bin also käuflich, mein Preis ist nicht ganz billig, aber das sind um die 400€: 45€*24 plus 100€ Einrichtung sind bei Alice in zwei Jahren 1180€, 40€*24 abzüglich geschätzter 200€ für die Fritz!Box 7390 ergeben bei 1&1 760€, die ganzen anderen Zugaben nicht mal mit eingerechnet. Von der Telekom rede ich lieber mal gar nicht, hier ist der Grundpreis schon für VDSL 25 teurer, es fällt eine Einrichtungsgebühr trotz 24-Monats-Bindung an, VDSL 50 wird (ohne Fernsehen aka Entertain) gar nicht mal mehr beworben und seine Hardware muss man gar selber kaufen oder ab 3€ im Monat mieten. Hatte ich schon die Drosselung nach 100GB (bzw. 200GB bei VDSL 50) im Monat erwähnt? Hier braucht man keinen allzu spitzen Bleistift und auch keine der einschlägigen negativen Erfahrungen mit dem berühmten Telekom-Kundenumgang, um das Angebot doch lieber zu ignorieren. Hoffen wir nur mal, dass ich mit 1&1 nicht in der Vorsicht-Kunde-Rubrik in der c't lande.

Das beruhigende übrigens ist folgendes: Es sieht momentan so aus, als würde 1&1 mir einen Techniker ins Haus schicken, der eine zweite TAE-Dose installiert, über die dann das VDSL geschaltet wird, bevor ich Alice kündige. Wenn das stimmt – und der Mann an der Hotline hat mir das noch mal bestätigt, worauf man zwar nichts geben sollte, aber immerhin – dann muss ich nicht mal Angst haben, ohne DSL dazustehen. Das wäre schlicht großartig, denn beim Wechsel des Anschlusses passieren die meisten gravierenden Fehler. Und maximal zwei Monate die 25€ für den bisherigen Alice-Anschluss zu viel zu bezahlen, geht schon klar.

P.S. In einem mir bekannten Fall (ein Einfamilienhaus in Eller, also mitten im Stadtgebiet) gibt es kein Vodafone UMTS-Netz und das GSM/EDGE-Netz ist dort auch derart langsam, dass die tolle UMTS-Überbrückungsflat von 1&1 leider nicht nutzbar ist. So viel zum Thema, Vodafone hätte so ein tolles Netz. Immerhin bekommt man einen UMTS-Stick faktisch für lau, in den man seine O2-Multicard stecken kann, deren HSDPA-Empfang auch besser sein könne, aber der wenigstens eine halbwegs würdige Nutzung erlaubt. Die Wohnung meiner Eltern befindet sich übrigens Luftlinie etwa 5 Meter (etwa auf gleicher Höhe) von einer O2-UMTS-Basisstation entfernt, was die paradoxe Situation erlaubt, dass man hier mit UMTS wesentlich stabiler und schneller unterwegs ist, als mit dem einen unter 25-30 weiteren (auffindbaren) WLAN-Netzen im 2,4GHz Band. Wir sind hier ja im P.S., da wollte ich das nur mal erwähnen.

Nachtrag 27.11.2009: Vorab schon mal ganz wichtige Neuerungen an der Front, bevor ich mich irgendwann mal zu einem eigenen Beitrag durchringe: Eine zweite TAE-Dose bekommt man von 1&1 nicht, das ist trotz anderslautender Aussage der Bestellhotline und so zu verstehender Option im Bestellprozess ganz und gar nicht vorgesehen, wir mir in mehreren Stunden Hotline-Gesprächen klipp und klar gesagt wurde. Stattdessen kommt scheinbar systematisch gar kein Techniker zum vereinbarten Schaltungstermin und man steht in den meisten Fällen wohl einfach ohne Anschluss da, bis man die Hotline überredet hat, doch mal (wie versprochen) einen dringend benötigten Techniker zu schicken. In der Zwischenzeit schlug man mir allerlei dreiste Dinge vor, mein Liebling war aber, dass ich selbst einen Techniker besorgen soll (oder es gar selbst mache), der illegaler Weise am Hausanschluss der Telekom rumfummeln sollte. Insgesamt kann ich von 1&1 nach diesen Erfahrungen nur allerdingendst abraten, wenn man nicht Lust auf ein sehr ermüdendes und ernüchterndes Spiel beim Anschluss hat. Auf jeden Fall verzichten sollte man auf die vorausgewählte Option, dass sich der 1&1-Anschluss mit dem bestehenden Anschluss überschneidet, denn hier scheint die Wurzel allen Übels zu liegen. Die problemlose und freundlich und sofort bearbeitete telefonische Kündigung bei Alice hat mir dann den Service-Unterschied der beiden Firmen noch mal drastisch in Erinnerung gerufen. Ich hätte bei Alice bleiben sollen.


Telekom VDSL ohne Fernsehen mehr als unattraktiv

08 09 2009

Gerade lese ich die News zu den neuen Telekom VDSL-Tarifen ohne Fernsehen. Was soll man dazu sagen? Gestern habe ich den immens verführerischen 1&1 VDSL Tarif vorgestellt und heute kommt die Telekom mit einem im Vergleich derart unattraktiven Tarif daher, dass man sich nur wundern kann. Also im Detail:

25/5Mbit/s kosten 55€ und 50/10Mbit/s 60€ pro Monat, ISDN kostet 4€ Aufpreis. Wer noch im September bucht, zahlt 10€ weniger und kommt damit immerhin in die Liga von 1&1. Hinzu kommen 60€ Einrichtungsgebühr für den Telefonanschluss und ab 01.10.2009 nochmal 100€ für den DSL-Anschluss, wenn man die nicht vorher schon hatte. Geräte gibt es keine dazu, die muss man entweder teuer kaufen oder ab 3€ im Monat mieten. Aber das ist noch nicht alles, denn die Leistungsbeschreibung, also das ausgelagerte Kleingedrukte zaubert noch eine weitere Überraschung für den geneigten Interessenten aus dem Hut: Ab 100 bzw. 200GB Traffic im Monat wird auf 6/0,6Mbit/s gedrosselt. Selbstverstädlich bindet man sich auch hier 2 volle Jahre.

Also vergleichen wir mal: 1&1 kostet 50€ im Monat für 50/10Mbit/s, bietet einiges an Zusatzfeatures, 10 Rufnummern (allerdings nur als VoIP Anschluss) und man bekommt ohne Einrichtungsgebühr 220€ Gutschrift und eine fette Fritz!Box 7390 für lediglich Versandkosten und verschiedene andere Geräte für wenig Geld in die Hand gedrückt. Das vergleichbare Telekom Produkt kostet ab Oktober im Monat ab 64€ zuzüglich Hardware und bis zu 160€ Einrichtungsgebühr und bringt eine versteckte Datendrosselung mit. Einziger echter Vorteil ist der richtige ISDN-Telefonanschluss. Krasser Unterschied.

Trotzdem habe ich gerade einen Kunden (Telekom Business Bestandskunde) überredet, auf VDSL umgestellt. Er bezahlt das gleiche, wie zuvor (Call and Surf Comfort VDSL Universal mit 50MBit statt zuvor Call and Surf Comfort Plus Universal mit 16MBit), verzichtet auf die Hotspot-Flatrate und günstige Mobilgespräche (nun 19ct/min statt 12,9ct/min), bekommt aber ultra schnelles VDSL. Keine Einrichtungsgebühr, Umstellung laut Hotline binnen sechs Tagen und ein Speedport W920V für 50, 60 oder 70€ (wusste die Hotline-Frau gerade nicht genau zu sagen) dazu. Für kurzentschlossene Bestandskunden ist das Telekom-Paket also gar nicht soo schlecht, vor allem, wenn man dem VoIP Anschluss nicht traut oder sonstwie unbedingt bei der Telekom bleiben will und wenn man an die 200GB im Monat garantiert nicht dran kommt. Übrigens ist der Speedport W920V im Grunde eine Fritz!Box 7270 plus VDSL-Modem im Telekom Kleid und kann sogar mit AVM Firmware ausgestattet werden. Keine 7390, aber immerhin.

So, wie 1&1 und Telekom auf die Tube drücken, müssen sich Alice und Vodafone jetzt mal schleunigst konkret zum Thema VDSL äußern. Die Sonderaktion der Telekom, dass man nur jetzt im September konkurrenzfähige Preise bezahlt, bewirkt eine schnelle Bindung so einiger Kunden an die Telekom für zwei Jahre, also müssen die beiden noch im September mit attraktiven Angeboten kommen. 1&1 hat ja schon mal ordentlich vorgelegt.


VDSL kommt so langsam in Fahrt

06 09 2009

VDSL mit 50Mbit/s Downstram und vor allem viel wichtiger 10Mbit/s Upstream gibt es hier in Düsseldorf schon eine ganze Weile, aber bisher waren die Konditionen vom alleinigen Anbieter T-Home erstens extrem unübersichtlich und zweitens mit mindestens 60€/Monat dank Zwangsbindung an den Fernsehempfang reichlich teuer. Zudem muss man sich 24 Monate binden, muss 60€ Einrichtung für den Telefonanschluss bezahlen, bekommt keinerlei Geräte gestellt (die kann man für sattes Geld mieten oder selber kaufen) und kann als Konkurrenzkunde nicht mal vorab prüfen, ob VDSL überhaupt verfügbar ist. Man muss bestellen, um das herauszufinden und wenn nicht, bekommt man nur maximal 16Mbit/s ADSL, ist aber trotzdem 24 Monate gefangen. Alles in allem kein wirklich attraktives Angebot für jemanden, der zur Zeit 25€/Monat für eine 16Mbit/s ADSL-Leitung ohne Schnickschnack und vor allem ohne Zwangsbindung bezahlt.

Nun kommt Bewegung in die Sache: T-Home hat angekündigt, VDSL auch irgendwann mal ohne Fernsehen für etwas weniger Geld anzubieten, aber bisher ist daraus nichts konkretes erwachsen. Konkret geworden ist nur die IFA-Ankündigung, DSL-Fernsehen auch ohne Internetzugang, dafür nur mit Telefonanschluss ab 30€/Monat anzubieten. Verschiedene Anbieter bauen in verschiedenen Städten an einem Glasfaser bis ins Haus Netz und bieten damit 100Mbit/s (angeblich sogar symmetrisch) an, etwa Netcologne in Köln. Schön, beneidenswert, aber nur mit Pilotcharakter.

Nun bietet die T-Home ihren Konkurrenten aber auch Zugang zum VDSL-Netz an und Vodafone und 1&1 springen bereits auf, 1&1 hat die Pakete sogar schon buchbar am Start. Und was ich da an Konditionen sehe ist wahrlich nicht unattraktiv: 50Mbit/s VDSL mit (VoIP) Telefonflat, 1TB Online-Speicher und verschiedene mehr oder weniger nützliche Zusatzleistungen, dazu eine nigelnagelneue Fritz!Box 7390 für 9,60€ Versand, optional ein UMTS-Stick für 9,60€ und drei Monaten kostenlosem UMTS-Datenzugang und als Hammer noch 220€ Gutschrift oben drauf. Das ganze Paket gibt es dann für 50€/Monat. Meine Herren, da kann man schon schwach werden und sowohl seine Aversion gegen 1&1 überwinden, als auch sich die 24 monatige Vertragsbindung schönsaufen schönrechnen: Wenn man für die Fritz!Box 200€ Straßenpreis annimmt (sie ist noch gar nicht gelistet) und den Bonus von 220€ dazu addiert, drückt einem 1&1 420€ in die Hand, den Gegenwert des vergünstigten UMTS-Sticks noch nicht eingerechnet. Gegenüber unseren jetzigen Ausgaben von 25€/Monat schrumpfen die 600€ Mehrkosten über 24 Monate dann plötzlich auf effektive 180€ zusammen, das sind 7,50€/Monat mehr für VDSL mit 50/10Mbit/s statt 16/1Mbit/s und eine Telefonflat ins deutsche Festnetz statt gar keinem Telefonanschluss. Uff. Da muss ich noch mal in mich gehen.

Die Fragen sind folgende: Was passiert nach 24 Monaten? Ist ein Wechsel von 1&1 zu einem anderen Anbieter dann reibungslos machbar oder steht man wochenlang ohne Internet da? Bietet 1&1 dann attraktive Nachfolgekonditionen für Nichtwechsler an? OK, das war eine rhetorische Frage. Wie sehen die Angebote der Konkurrenz in der näheren Zukunft aus? Bietet gar Alice schnelleres Internet an? Ich würde immerhin gerne bei Alice bleiben und den 1&1 Schnickschnak brauche und mag ich eigentlich nicht wirklich. Zudem: Wie sieht der Service bei 1&1 aus? Wird mir da geholfen oder muss ich zwei Jahre meines Lebens mit latenter Service-Wut im Bauch verbringen? Kann ich eine unserer Festznetz-Nummern reibungslos von Sipgate nach 1&1 portieren? Und zuletzt: Fühle ich mich wohl als 1&1 Kunde? Steht mir dieser Anbieter? Bitte Feedback, Freunde.

Ich schlafe noch mal eine Nacht und rufe da morgen mal an. Vielleicht kann mir die Verkaufshotline einige meiner Fragen schon beantworten und das vor allem auch verbindlich zusichern.

Nachtrag 07.09.2009: Ich habe mich gerade von 1&1 zurückrufen lassen und die Dame konnte mir einige Fragen beantworten, also der Reihe nach. Nach 24 Monaten verlängert sich der Vertrag automatisch um jeweils ein weiteres Jahr, nach Sonderkonditionen für Nichtwechsler habe ich gar nicht erst gefragt. Der VDSL-Anschluss ist ein komplett neuer Anschluss, mit etwas Glück kann man eine Überlappung von Alice und 1&1 hinbekommen, auf jeden Fall muss ich Alice selber kündigen. Ein ordentliches Vabanque-Spiel, da die Schaltungszeiten für VDSL aktuell bei etwa acht Wochen liegen, vielleicht auch mehr. Damit man nicht ohne Internet dasteht, bekommt man von 1&1 einen UMTS-Stick und eine SIM-Karte fürs D2-Netz, mit dem man 3 Monate kostenlos über UMTS ins Netz kommt. Das wäre OK, ein garantiert reibungsloser Wechsel oder sogar eine zugesicherte Überlappung wäre mir aber lieber. Die Störungshotline ist eine 0800er Nummer, also auch vom Handy aus ohne Kosten erreichbar, das ist gut und war durchaus auch mal anders. Bis hierher ein überlegenswertes Angebot. Allein der letzte Punkt macht mir Sorgen und hat mich von einer sofortigen Bestellung abgehalten: 1&1 portiert Rufnummern nur von der Telekom zu sich herüber, unsere Sipgate-Nummer(n) werden also nicht übernommen. Das schmerzt, denn ich möchte wirklich nicht alle Freunde mit noch einer Absendernummer nerven. Leider habe ich nicht gefragt, ob man bei 1&1 eine beliebige Absendernummer eintragen kann, so wie das bei Sipgate möglich ist. Fazit also: Die fehlende Rufnummernportierung von allen Anbietern außer den Telekom ist momentan der Showstopper für mich und in Anbetracht der langen Wartezeiten von momentan acht Wochen habe ich genug Zeit, mir die Marktentwicklung noch mal genauer anzusehen.

Nachtrag 2 07.09.2009: Gerade habe ich mal nachgelesen, Alice führt aktuell Gespräche mit der Telekom und will in den nächsten Wochen auch mit einem VDSL um die Ecke kommen.


O2 gekündigt, viele Gründe

05 02 2009

So, nach langem Überlegen habe ich gerade eben die Kündigung an O2 gefaxt.

Der Auslöser war letztlich, dass man mir nach dem XDA-Projekt ohne Rückfrage den neuen Genion S Tarif aufgebrummt hat, der sehr sehr unattraktiv ist (2,50€ Grundgebühr statt 0€ und 25¢/min statt 19¢/min). Das ist mir erst im Januar auf der Rechnung aufgefallen und an der Hotline ließ sich nichts machen, ich hing da fest. Da hätte ich beinahe schön gekündigt, wenn nicht die betreuende Agentur des XDA-Projekts interveniert hätte und mir die versprochene Rückkehr in meinen Ursprungstarif ermöglicht hätte. Damit war ich erst mal ruhig gestellt und habe mich auch nicht wegen den zuviel bezahlten Gebühren und den 25€ Umstellungsgebühr beschwert. Das war mir egal und man hatte mir immerhin ein feines Handy geschenkt und sechs Monate Genion XL, da wollte ich nicht undankbar sein. Heute Nacht bekomme ich meine Rechnung für Januar und staune Bauklötze: Schon wieder 25€ Bereitstellungspreis wegen der Rückstellung auf den alten Genion S. So nicht! Das war nicht mein Fehler, dass ich nach Projektende nicht in meinen alten Tarif zurück gestuft worden bin und jetzt kostet mich die Scheiße neben der überhöhten Dezember-Rechnung auch noch 50€ Hin- und Herwechselgebühr! Unverschämtheit, jetzt reichts.

Neben dieser Sche gibt es aber eine Menge Dinge, die mich latent bei O2 stören:

  • Wenn man für mehrere Euro Aufpreis im Monat den 10-Sekunden Takt erkauft, was für mich wichtig wäre, gilt der klammheimlich nicht in der Homezone. Meine Homezone ist riesig – was prima ist an sich – ich zahle aber faktisch immer drauf, wenn ich aus der Düsseldorfer Innenstadt telefoniere. Was soll das?
  • Für Bestandskunden gibt es neben dem sehr sehr unattraktiven neuen Genion S nur noch Tarife mit unzeitgemäßen Mindestlaufzeiten von 24 Monaten. Neukunden bekommen einen Genion L Tarif mit 6 Monaten, Bestandskunden nicht. Was soll das? Mir ist es völlig schleierhaft, wieso ich als Bestandskunde einen teureren Vertrag mit ewig langer Laufzeit in Kauf nehmen sollte, wenn ich kein Handy haben möchte.
  • Die Tarife sind nicht mehr zeitgemäß: Angesichts von 9¢/min in Prepaid-Tarifen empfinde ich 19ct/min als irgendwie zu viel, erst recht die unfassbaren 25¢/min im neuen Genion S. Wenn man viel Grundgebühr bezahlt, muss man doch nicht auch noch mehr als das doppelte in fremde Netze bezahlen als anderswo.
  • Warum ist das Abhören meiner Mailbox nicht kostenlos? Warum??
  • Man kann die laufenden Kosten nicht einsehen. Lustige Überraschungen am Monatsende sind also vorprogrammiert. Warum erfahre ich erst am Anfang des nächsten Monats, für wieviel Geld ich kommuniziert habe?
  • Die Netzkapazitäten im O2-Netz sind mitunter recht schlecht, bei Veranstaltungen kann man häufig nicht telefonieren, während alle anderen Netze noch funktionieren. In letzter Zeit trifft das auch auf die Uni zur Mensazeit zu, gegen 12:45 konnte ich mehrere Tage in Folge keine Anrufe tätigen. Eine Kurze Umfrage im Bekanntenkreis bestätigte das. Sowas sollte nicht passieren.
  • In letzter Zeit bin ich sehr schlecht erreichbar, ständig landen Anrufe auf meiner Mailbox, obwohl das Handy vor mir liegt und guten Empfang hat.
  • Der SyncML-Zugriff auf das Communication Center klappt nur noch mit Outlook und mit Handys, mit Thunderbird und dem Funambol-Plugin klappt das seit einiger Zeit nicht mehr: Fehler 510, was auch immer das bedeutet.

Meine Genion Festnetznummer wird zu Sipgate portiert und die Handynummer zu blau.de oder zu Alice. Mal schauen. Im großen und ganzen bin ich O2 trotzdem immer noch zugeneigt, aber ich habe inzwischen keine Lust mehr auf die vielen kleinen Unverschämtheiten, die mich immer wieder fassungslos machen. Wobei ich kaum davon ausgehe, dass das anderswo nennenswert besser wird. Hoffentlich werde ich nicht zum dauer-unzufriedenen Handy-Nomaden.


Wo bleiben die abschaltbaren Grafikkarten?

29 01 2009

Heise.de meldet gerade Weltweiter Absatz von Grafikchips bricht stark ein. Bei der Gelegenheit fällt mir wieder ein, dass ich seit etwa einem Jahr auf eine brauchbare Grafikkarte warte, die sich bei Nichtnutzung abschalten lässt. Sowohl nVidia, als auch AMD/ATI hatten solche schon lange angekündigt, haben aber nach ersten Versuchen wieder Abstand genommen von dieser attraktiven Idee. Das ist sehr schade, denn ich bin sicher nicht alleine mit meiner Entscheidung, aus Energiespargründen nur Onboardgrafik zu nutzen. Wenn eine Low-End Karte, die nicht wirklich viel schneller als Onboard-Grafik ist, schon 10W im Leerlauf verbraucht (und dafür von der c't schon gelobt wird) und eine High-End Karte hohe zweistellige Wattzahlen im Leerlauf erreicht, dann will ich keine Grafikkarte haben. Mein Rechner verbraucht zwischen 40 und 50W im Leerlauf, eine aktuelle gute Grafikkarte würde diesen Wert glatt verdoppeln. Muss das sein, nur um gelegentlich mal ein Spiel spielen zu können? Für mich kommt das allemal nicht in Frage. Also liebe Grafikkarten-Hersteller-Energieschweine, bitte macht mal etwas brauchbares in der Richtung, dann kaufe ich auch eine Grafikkarte, versprochen…

Nachtrag 02.02.2009: Oha! Gerade lese ich, dass die Radeon 4670 nur 8W im Leerlauf nuckelt und trotzdem genug Leistung für Spiele (bei ggf. reduzierten Details) bietet. Benchmarks sehen die Karten bei etwa 60% einer 4850er und je nach Qualitätseinstellungen auch sogar mal im Bereich einer 8800GT. Das klingt schon mal gut, vielleicht kommt mir so eine Karte sogar mal in den Rechner; 80€ halte ich nämlich nicht mal für zu viel Geld.

Nachtrag 05.02.2009: Habe jetzt eine passiv gekühlte Sapphire 4670 gekauft. Die schafft Vegas 2 sogar in 1920x1200 mit vollen Details. Sehr gut und mehr als ich erwartet hatte.


Dreisatz-Querelen

24 01 2009

Karin warf folgende Frage auf, die ich nicht zu beantworten im Stande bin: Wenn bei Oebel fünf Spitzbrötchen (das sind da die normalen Brötchen) während der stets verfügbaren Aktionswochen 1€ kosten, ein einzelnes Spitzbrötchen aber 27¢ kostet, wieviel kosten dann vier Spitzbrötchen? Ich vermute fast, die würden einem fünf Brötchen ans Herz legen, aber wenn man tatsächlich nur vier wollte, würden die einem 1,08€ berechnen. Das Kassensystem und die Verkaufsregeln in der Verkaufsstelle sehen bestimmt nicht vor, dass man vier Brötchen zum Preis von fünf bekommt. Ich frag aber lieber nicht nach, sonst entsteht noch ein Loch im Raum-Zeit-Kontinuum…

Nachtrag 23.02.2009: Ich habe neulich doch mal nachgefragt und tatsächlich lautete die Antwort völlig selbstverständlich, dass vier Brötchen natürlich 1,08€ kosten. Die Verkäuferin war ganz fasziniert, dass das trotzdem einige Leute machen: Man könnte die Brötchen doch auch am nächsten Tag noch gut essen.


Das neue Genion S ist ein Witz, oder?

09 01 2009

Gerade bekomme ich meine erste Rechnung nach der Umstellung des gesponsorten Genion XL Tarifs auf Genion S und mich trifft fast der Schlag! Ich bin nicht in meinen alten, schon nicht ganz billigen Genion S mit 19¢/min ohne Grundgebühr zurückgestuft worden, sondern in den zwischenzeitlich eingeführten neuen Genion S Tarif, bei dem plötzlich 25¢/min und 2,50€ Grundgebühr anfallen. Hallo? Was soll das denn? Wie kann man angesichts von 9¢/min-Prepaid-Tarifen einen sowieso schon teuren Tarif mal eben um weitere 31,5% anheben und auch noch völlig wider den Trend eine Grundgebühr einführen? Was fahren die für einen Film? Krank genug, dass der recht attraktive Genion L Aktionstarif mit "nur" sechs Monaten Mindestlaufzeit zu 15€/Monat nur für Neukunden gilt, alle anderen zahlen 20€/Monat und binden sich auch noch unzeitgemäße 24 Monate. In der Preisregion kann man sich ja langsam schon ein iPhone holen.

Also ich mag O2 wirklich gerne und ich würde wirklich gerne dabei bleiben, aber die Wahl zwischen einer recht teuren Flatrate mit satter Vertragslaufzeit auf der einen Seite und einem indiskutabel verteuerten Standardtarif (das sind fast drei mal so viel wie der aktuelle Marktpreis im Prepaid-Bereich und das zzgl. Grundgebühr!) auf der anderen Seite ist eine beschissene Auswahl. Hatte ich schon erwähnt, dass ich sogar für meine Mailbox 25¢/min bezahle?

Also liebe O2-Leute: Ich würde gerne Genion L ohne Handy nehmen, aber nur(!), wenn ich mich daran nicht zwei volle Jahre binden muss. Warum sollte ich mich überhaupt an einen Anbieter ketten, ohne, dass ich dafür einen für mich auch nur ansatzweise triftigen Grund sehe? Macht mal die Augen auf! Vertragszwang ist gegessen, wenn man von subventionierten Handys mal absieht, wo ein solcher auf der Hand liegt. Und bei diesem Genion S werde ich keinesfalls bleiben: Der Tarif ist eine Unverschämtheit, wie ich sie sonst nur Vodafone und Apple/T-Mobile zugetraut hätte. Ich bin sehr sehr sehr enttäuscht!

Also was passiert jetzt? Ich weiß es noch nicht, aber ich sehe mich morgen mal intensiv nach anderen Tarifen um. Mein Problem: Fonic bietet offenbar keine Rufnummernmitnahme an und auch deren Datentarif passt mir nicht. Beides hätte ich perfekt bei blau.de, aber ich mag das E-Plus Netz nicht (schlechteste Netzabdeckung und nicht mal T-Mobile-Roaming, teuer für meine Leute mit Genion L, vor allem aber kein HSDPA). Tchibo? 15¢/min und 24¢/MB im O2-Netz sind solala und außerdem will ich eigentlich wirklich nicht Tchibofonieren, allein das Wort schon. Und sonst? T-Mobile und Vodafone kommen eigentlich gar nicht in die Tüte. Mist. Vorschläge? Ich schlaf erst mal ne Nacht über den Ärger.

Nachtrag: Nach einer Intervention der Projektagentur (vom XDA-Projekt) habe ich jetzt doch noch den alten Genion S bekommen. Zwar entgegen meines ausdrücklichen Wunsches mit Online-Vorteil und damit kostenpflichtiger Hotline, aber immerhin… Dank des Projektes bin ich jetzt aber sowieso für ein Jahr O2 Premium Kunde mit kostenloser Premium Hotline, die mich allerdings bisher immer nach ein paar Minuten Wartezeit in die normale Hotline weitergeleitet hat. Damit muss ich dann doch nicht wechseln. Puh.


Alice VoIP-Festnetz-Surrogat

27 11 2008

Ich muss mal wieder was zum Alice-VoIP-Festnetz-Surrogat los werden: Die Sprachqualität ist manchmal derart schlecht, dass ich meine Gesprächspartner noch mal mit dem Handy anrufe. Oder ich rufe direkt mit dem Handy an, um mir die Peinlichkeit zu ersparen. Das Faxproblem habe ich ja schon häufiger ventiliert. Dass der Verbindungsaufbau unfassbar lange dauert (zu O2-Homezone teilweise 30 Sekunden, wovon 10 Sekunden O2 geschuldet sind) hatte ich auch bereits mehrmals erwähnt. Noch nicht erwähnt hatte ich, dass wir einige Anschlüsse schlicht gar nicht erreichen können. Das Festnetz von Karins Eltern (Arcor) und seit neuestem auch die Homezone-Nummer einer meiner Brüder sind von unserem Alice-Anschluss nicht bzw. nicht immer erreichbar. Der Alice VoIP-Telefonanschluss nervt mich also total und den echten ISDN-Anschluss mit Alice-Comfort bekomme ich in Düsseldorf noch immer nicht, da hilft auch kein regelmäßiges Betteln an der Hotline.

Was ziehe ich also für Konsequenzen? Der Alice-Telefonanschluss muss gehen, irgendwann. Vielleicht schon heute. Das gute ist nämlich, dass man bei Alice auch DSL ohne Telefon-Pseudo-Anschluss bekommen kann, das heißt dann Alice Light und kostet mit DSL-Flat 24,90€ statt 29,90€. Ein weiterer Vorteil ist, dass ich mir dadurch ne Menge Kabel-Mist spare, denn die doofe Alice-Anschlussbox brauche ich dann nicht mehr und kann meine Fritzbox direkt anschließen: besseres Modem, stabilere Verbindung, weniger Stromverbrauch, weniger Kabel. Prima eigentlich.

Nur, woher kommt dann ein Festnetz-Anschluss? Schlechter als Alice kann Sipgate nicht sein, also werde ich es erst mal für ein paar Tage mit meinem guten alten Sipgate-Anschluss versuchen, der seit jahren ungenutzt vor sich hin dümpelt. Der kostet 1,79¢/min, was für fast zehn Minuten Telefonat täglich ausreicht, bis man die gesparten 5€ wieder aufgefressen hat. Keine schlechte Lösung eigentlich. Ich werde das mal besprechen nachher. Dorthin könnte ich auch mittelfristig meine Genion-Homezone-Nummer portieren, falls ich da keine Lust mehr drauf habe. Mal schauen.


Ich kauf kein Seitenbacher-Müsli, rede aber drüber, immerhin

12 09 2008

Unerträglich! Aktuell läuft auf 1live wieder ständig ein Seitenbacher-Radiospot, der sich bequem ganz weit oben in der Reihe der schlimmen Seitenbacher-Werbungen platziert. Ich finde die Seitenbacher-Müslis ja an sich ganz lecker und auch attraktiv, wenn auch nicht ganz billig. Aber ich kann sie nicht kaufen, weil ich immer an das Werbung gewordene Grauen denken muss. Dem Hörensagen nach macht der Seitenbacher-Chef die Werbungen selbst und lässt sich dieses Zepter leider auch nicht aus der Hand nehmen. Aber Warum? Was hat die Gesellschaft dem Mann getan, dass er sich so grausam rächen muss?

Wenn ich jemandem den Begriff "Reaktanz" im Werbekontext erklären soll, ist Seitenbacher jedenfalls mein Lieblingsbeispiel.


Prokrastination.com: Blog abonniert, Buch gekauft

03 09 2008

Gerade bin ich auf prokrastination.com gestoßen (Lesebefehl!), das Blog zum demnächst erscheinenden Buch mit dem schönen Titel "Dinge geregelt kriegen - ohne einen Funken Selbstdisziplin". Schon vom Titel fühle ich mich zu 120% angesprochen, also habe ich das Buch kurzerhand vorbestellt, noch bevor ich den dazugehörigen Blog abonniert habe. Von Kathrin Passig und Sascha Lobo habe ich ja bereits Bücher im Regal, wobei ich das ganz bestimmt ganz grandiose "Lexikon des Unwissens" ganz bestimmt später mal irgendwann lese, wenn ich Zeit und(!) Muße finde. "Wir nennen es Arbeit" ist ja sowieso Pflichtlektüre für Typen wie mich. Was spricht also dagegen, dieses Buch zu kaufen, ohne den Klappentext gelesen zu haben oder diesen Schönen, kompakten Textauszug mit 6 einfachen Übungen?

Das beste aber ist, dass ich nur ein einziges Buch, das ich im letzten Jahr erworben habe, komplett oder auch nur angelesen habe. Sollte mir das zu denken geben? Warum kaufe ich eigentlich regelmäßig Bücher, die ich dann doch nicht (aus)lese? Nur Stefan Kuzmanys "Gute Marken, böse Marken", das mit übrigens geschenkt wurde, habe ich ganz gelesen; das war zwar nicht so gut wie andere Bücher in meinem Regal, aber dafür schön kurz und schneller durch als eine normale c't. Ich habe sogar schwersten Herzens mein Brand Eins Abo gekündigt, weil ich schon fünf ungeöffnete Ausgaben im Queue hatte. Dafür bekomme ich seitdem ungefragt jeden Monat die H.O.M.E., eine Designerzeitschrift "aus der Designstadt Berlin": Die Leute vom Axel-Springer Aboservice haben mich offenbar echt verstanden, da gibt es nämlich nicht viel zu lesen, sondern nur ganz schöne Fotos von feiner Architektur und unfassbar teuren Möbeln zu gucken. Damit kann ich prima anstinken gegen den Stapel "Art"-Magazine im schicken Designerbadezimmer eines Bekannten, der immer meine oberflächlich durchgeblätterten H.O.M.E. Ausgaben bekommt und diese sicher mehr zu schätzen weiß als ich. Zielgruppe und so, ihr wisst schon…

Apropos Zielgruppe, aber das ist ein anderer Beitrag.