RSS-Feed als E-Mail lesen

04 04 2008

Extra für den Jan, der mich schon zum hundertsten Mal darauf angesprochen hat, habe ich mal kurz recherchiert: RSSFWD aboniert RSS-Feeds von Blogs und anderen Website und schickt einem bei Änderungen die neuen Artikel per E-Mail zu. Find ich etwas irre, denn der Witz an RSS ist ja gerade, dass man sie direkt wie E-Mails abonnieren kann. Aber Outlook vor 2007 kommt damit offenbar nicht ohne weiteres klar und einen Feedreader will nicht jeder extra für einen einzigen Feed benutzen (ich empfehle für den Einstieg die RSS-Funktionen in allen modernen Browsern, also das orangefarbene Icon rechts neben der Adresse).

Für die, die nicht wissen, was ein RSS-Feed ist: Damit kann man Websites, die sowas anbieten, Abonnieren und bekommt eine irgendwie geartete (je nach Programm) Meldung, wenn es neue Beiträge gibt. Bei mir kann man konkret alle Beiträge in einem Feedreader (so heißt das Leseprogramm) komplett lesen, bei anderen Blogs bekommt man mitunter nur einen Hinweis auf neue Nachrichten. Eine Liste von Feedreadern und mehr Infos dazu findet sich auch in der Wikipedia. Ich selbst benutze Opera und Thunderbird für meine umfangreiche Feedsammlung.


Alice wieder mit kostenloser Störungshotline

19 10 2007

Gerade gestern hat jemand, der sich als Mitarbeiter der Alice Hotline zu erkennen gab, einen etwas unverschämten Kommentar auf meinen Beschwerde-Post zur Streichung der kostenlosen Alice Störungshotline abgegeben. Dieser Post ist übrigens mit seinen fast 900 Aufrufen seit Beginn der Zähling mit großem Abstand mein meistgelesener Artikel und bringt mir täglich mehrere Nutzer über Google rein. Die Suchbegriffe dazu drehen sich meistens um die beiden Wörter "Alice" und "kündigen". Der Kommentar ist übrigens recht lesenswert und meine ausführliche Antwort darauf ebenfalls.

Und was lese ich gerade eben bei golem.de? Alice führt wieder eine kostenlose Störungshotline ein. Wenn das mal keine gute Nachricht ist… Ich muss also meinen Beitrag mit dem schönen Titel Wieder mit Alice versöhnt nach nur wenigen Tagen ergänzen: Alice teilt sich Platz 1 meiner Empfehlungsliste nun mit T-Home, nur noch der komische NGN-Anschluss und meine Vorsicht wegen der schon einmal bitter enttäuschten Euphorie verhindern einen alleinigen ersten Platz. Golem schreibt einen unglaublich schönen Satz im Anreißer, den ich hier mal gerne zitiere weil er doch so wahr ist:

HanseNet erweitert damit seinen Kundendienst um etwas, das eigentlich selbstverständlich sein sollte.

Wer golem.de nicht glaubt, kann auf der Hansenet-Presseseite die dazugehörige Pressemeldung lesen. Die neue Nummer der Störungshotline lautet übrigens:
0800 52 51 378


Ein kleiner Leitfaden zur Umstellung auf Call&Surf

01 09 2007

So, nachdem ich gerade meinem Ärger über Probleme bei der Umstellung auf Call&Surf von T-Home Luft gemacht habe, folgt hier eine kleine Checkliste zu Umstellung auf diese Tarife:

1. Ist man bisher Kunde bei einem anderen DSL-Provider (1&1, Freenet, AOL, Arcor, Lycos, wasauchimmer), sollte man vor einem Anruf bei T-Home über die dafür gültige Vertragsbindung klar werden. Ist man noch etliche Monate gebunden, bleibt auch der DSL-Port so lange dort und muss auch dort bezahlt werden. Eine Umstellung kommt erst in Frage, wenn da ordentlich gekündigt wurde! Vorsicht: T-Home nimmt meiner Erfahrung nach aber die Veträge trotzdem an und man muss dann so lange doppelt bezahlen.

2. Hatte man vorher Congstar, kündigt T-Home den Tarif dort nicht automatisch und übernimmt auch nicht deren Zugangsdaten, auch wenn Congstar eine Tochter der Telekom ist. Wenn die Hotline etwas anderes behauptet, stimmt das nicht. Also aufpassen und rechtzeitig die Zugangsdaten im Router ändern.

3. Die Telefonflatrate gilt nur für Gespräche zu Festnetzanschlüssen der Telekom! Für Gespräche in alle anderen Festnetze (Alice, VoIP-Anschlüssen, Arcor, wasauchimmer) nimmt T-Home einen geringen Aufpreis. Das ist halb so wild, aber man muss das wissen.

4. Hatte man irgendwann mal T-Online-Zugangsdaten, gelten die für den neuen Vertrag wieder bzw. noch immer. Wer die nicht mehr weiß, sollte das bei der Bestellung oder später sagen und sich neue Zugangsdaten schicken lassen. Das geht nur per Post und dauert entsprechend.

5. In den Router muss als Benutzername folgender Bandwurm eingegeben werden: AAAAAAAAAAAATTTTTTTTTTTTMMMM@t-online.de, wobei die 12 As für die zwölfstellige Anschlusskennung steht, die 12 Ts für die zwölfstellige T-Online-Nummer und die 4 Ms für die vierstellige Mitbenutzernummer, also meistens 0001. Ist eine der Nummern kürzer als 12 Stellen, muss noch eine # vor die Mitbenutzernummer. Glücklich, wer einen Router hat, der T-Online kennt und die Daten einzeln abfragt.

Hat man das alles beachtet, kann es los gehen. Ach ja, Fastpath gibt es bei 16Mbit ADSL2+ Anschlüssen nicht mehr: Die Pings sind auch so sehr kurz.


T-Home Tarife und die "einfache Umstellung"

01 09 2007

In letzter Zeit häufen sich in meinem Bekanntenkreis die Umsteiger von irgendwelchen DSL-Tarifen auf die aktuellen und recht attraktiven Call&Surf Komplettpakete von T-Home/T-Com/Telekom; sicherlich nicht zuletzt, weil ich sie das ein oder andere mal empfohlen habe. Bemerkenswert daran ist aber, dass von der beworbenen Problemlosigkeit in keinem Fall etwas zu sehen war. Kurz ein paar Fälle zusammen gefasst:

Einer kämpft bis heute mit der Vielzahl an Zugangsdaten, die teilweise noch aus fünf Jahre alten Verträgen mit T-Online stammen. Momentan kann er sich bei "Mein T-Home" gar nicht mehr einloggen, nachdem er sich sein Passwort hat zuschicken lassen. Immerhin funktioniert die Einwahl. Die Hotline kann ihm nicht helfen. Nachtrag: Irgendwann stellte sich heraus, dass das selbst gewählte Passwort mit 20 Zeichen zu lang war und beim speichern einfach ohne Rückmeldung auf 12 Zeichen (oder etwas in der Größenordnung) gekürzt worden war.

Ein anderer hatte eine schnelle und funktionierende Umstellung (Business-Kunde), scheiterte aber anfangs daran, dass er keine Zugangsdaten geschickt bekommen hatte. Ein Anruf klärte die Lage: Vor etwa fünf Jahren hatten wir auf Empfehlung der Hotline den T-Online-Tarif nicht gekündigt, sondern auf einen grundgebührfreien by-call-Tarif umgestellt. Nun galten diese längst vergessenen Zugangsdaten also immer noch für den jetzt neu gebuchten Tarif. Am Telefon konnte man uns die Zugangsdaten nicht kurzfristig nennen, so dass wir zwei Tage auf den passenden Brief warten mussten. Dumm. Glück für uns, dass T-Home nicht automatisch den Congstar-Tarif gekündigt hatte, der noch so lange weiter genutzt werden konnte.

Ein dritter Fall ist ganz ähnlich: Die Dame hatte telefonisch bei T-Home bestellt und bei der Gelegenheit mehrmals gefragt, ob noch irgendetwas für die Umstellung zu tun wäre. Angeblich wäre nichts zu tun, sie müsse nur den Congstar-Tarif selber kündigen. Heute war sie nun offline und rief mich an. Nach einigem hin und her kamen wir darauf, dass sie vor zwei Monaten bereits ihren Tarif umgestellt hat und Congstar erst heute die Zugangsdaten abgeschaltet hat. So viel zur versprochenen simplen Umstellung ohne Eingreifen des Kunden. Es mussten also die T-Home Zugangsdaten in den Router, was die Dame alleine nicht hätte erledigen können, schon gar nicht ohne jegliche Anleitung oder Hinweis seitens von T-Home.

Gleich zwei Fälle sind mir bekannt, wo der Auftrag für Call&Surf bereitwillig entgegen genommen wurde, ohne Prüfung, ob der DSL-Port frei ist und ohne den Hinweis, dass der Port natürlich vom bisherigen Provider freigegeben werden muss. Da dort natürlich eine Vertragsbindung besteht, bezahlen die Kunden also im ungünstigsten Fall fast 24 Monate doppelt, in der Regel aber zwischen einem und zwölf Monaten. Beides mal ein böses Erwachen. Wenigstens die Nachfrage nach oder einen Hinweis auf eine eventuelle Vertragsbindung bei einem anderen Provider erwarte ich in solchen Fällen von T-Home. In meinen Augen ein absolut ätzendes Verhalten, einfach Verträge entgegen zu nehmen und dabei eine so wichtige Einschränkung zu verschweigen.

Alles in allem halte ich es für mehr als fraglich, wenn T-Home die Umstellung als "ganz einfach" verkauft, aber in keinem mir bekannten Fall ohne Probleme "ganz einfach" hin bekommt. Wo ist der Kündigungsservice, den andere Provider ganz selbstverständlich anbieten? Was ist mit einem Hinweis, das ein eventueller Vertrag mit einem anderen Provider erst gekündigt werden muss? Andere Provider weisen als allererstes auf sowas hin.

Trotzdem sind die aktuellen Tarife sehr attraktiv, da die Telefonflatrate tatsächlich für einen echten Telefonanschluss gilt und nicht für einen kastrierten NGN-Anschluss, wie bei Alice und vermehrt auch anderen Anbietern. Ich erinnere gerne daran, dass ich bei Alice nicht faxen kann und jedes mal exakt 13 Sekunden vor einem stummen Telefon warte (nach dem Wählen), wenn ich meinen Bruder anrufe (OK, etwa 5 davon gegen aufs Konto der Mobilfunkverbindung). Und was ist, wenn das DSL ausfällt? Bei uns kommt das wegen sehr schlechter Leitungen und regelmäßiger Aufschaltung von Neukunden auf einem benachbarten Leitungspaar (so sind beide Leitungen nicht störungsfrei nutzbar) gar nicht so selten vor. Andererseits gilt die Telefonflatrate von T-Home nur für Festnetzanschlüsse der Telekom, ist also gar keine echte Flatrate: In andere Netze zahlt man einen geringen Aufpreis.

Gleich schreibe ich mal einen kleinen Leitfaden zur Umstellung auf Call&Surf.


Alice kündigen

18 07 2007

Vorab: bitte die Nachtragungen am Ende des Beitrags beachten. Dieser Beitrag, obwohl von Google sehr gut gerankt, hat inzwischen nur noch historischen Wert. Man beachte auch das Datum dieses Beitrags.

Erinnert mich demnächst noch mal daran: Ich muss Alice kündigen und einen neuen Anbieter suchen. Warum? Das kann ich Euch erzählen:

1. Die Alice Lounge (Kundencenter-Login) nervt seit einiger Zeit mit AOL-Inhalten. Eigentlich an sich schon ein No-Go für alle alten AOL-Unfreunde wie mich. Damit könnte ich aber gut leben.

2. Der Analoganschluss ist ein Witz: Man kann schlicht gar nicht faxen, man wartet zwischen Wählen und Klingelzeichen mitunter 15 Sekunden vor Totenstille im Hörer, manchmal bleibt es auch dabei. Und zuletzt ist die Sprachqualität auch nicht sonderlich stabil. Dieser NGN-Anschluss taugt so leider nichts. Keine Ahnung, wie das bei ISDN (2€ Aufpreis) wäre.

3. Das in meinen Augen wirklich dreiste ist aber, dass die kostenlose Hotline stillschweigend auch für Bestandskunden auf eine 01805-Nummer umgestellt wurde. Man ruft da an, um eine Störung zu melden und bekommt gesagt, dass die neue Hotline unter der Nummer 01805-xy für 14ct/min aus dem deutschen Festnetz zu erreichen ist. Leider kostet das aus dem O2-Netz satte 69ct/min. Und man muss bei Störungen nun mal vom Handy aus anrufen. Da hilft auch nicht der Arschtritt-Tipp, dass man Störungen ja auch kostenlos in der AOLAlice-Lounge melden kann. Vielen dank für die Info.

4. Auch das reicht mir noch nicht als Kündigungsgrund. So viele Störungen gibt es ja auch nicht. Aber der Textbaustein, den man als Antwort auf die Beschwerde bekommt, ist der Gipfel. Aber lest selbst:

[…]wir beziehen uns auf Ihre E-Mail. Um Ihnen jederzeit den bestmöglichen Service bieten zu können und um Ihnen schnell weiterhelfen zu können, gibt es ab jetzt für Alice Kunden eine neue Hotline.

Unter der Nummer 01805 56 56 steht Ihnen die Alice Kundenbetreuung für 14 Cent/Min. aus dem deutschen Festnetz zur Verfügung, und das – wie gewohnt – rund um die Uhr an sieben Tagen der Woche.

Egal ob Sie Fragen oder Änderungswünsche zu Ihrem Vertragsverhältnis oder Fragen zu Ihrer Rechnung haben oder eine technische Störung Ihres Telefon- oder Internetanschlusses melden möchten: Die Alice Kundenbetreuung hilft Ihnen gerne weiter.

Neben einem schnelleren Service bieten wir Ihnen jetzt auch Hilfe bei der Konfiguration Ihres Internetzugangs und Ihrer Internetsoftware anstatt wie bisher für den Preis von 5,99 Euro für nur 14 Cent/Min aus dem deutschen Festnetz.

Unser Tipp: Alternativ können Sie sich einfach und bequem und ganz ohne Wartezeit in Ihrer Alice Lounge auf www.alice-dsl.de rund um Ihr Produkt und Ihre Rechnung informieren, Adress- und Bankdaten ändern, Ihre gewünschte Option bestellen und vieles mehr.[…]

Wenn das mal keine Dreistheit erste Kajüte ist. Wird mir nach meiner Beschwerde tatsächlich die neue Hotline als positiv verkauft? Die Hotline ist - wie bisher - rund um die Uhr für mich da? Gehts noch? Vielleicht interessiert sich ja die c't dafür, ich schicke denen mal einen Leserbrief.

Eine Störungshotline muss(!) einfach kostenfrei zu erreichen sein. Gesucht ist also ein Anbieter, der mich nicht 24 Monate bindet und eine kostenlose Störungshotline bietet. Gibt es sowas noch?

Ach ja, dass 50€ für die gebotene Leistung inzwischen zu viel ist (Tele2 nimmt 32€, 1&1 40€) brauche ich nicht zu erwähnen. Wär auch halb so wild. Ich bin gerne Bereit, für brauchbaren Service und stabile Leistung mehr zu bezahlen. Aber wenn die obigen Faktoren zusammen kommen, ist das nicht gegeben.

Hier noch mal meine Mail an den Kundenservice:

Sehr geehrte Damen und Herren,

gestern musste ich mit einiger Verwunderung feststellen, dass es die kostenlose Störungshotline nicht mehr gibt. Wie kann es sein, dass in meinem Vertrag ohne Ankündigung an mich oder Einwilligung von mir eine solche Preiserhöhung stattfindet? Davon abgesehen, dass ich dieses Verhalten irgendwie für nicht rechtens halte, bin ich bitter enttäuscht.

Den absolut blöden Tipp, die Störung kostenfrei in der Alice-Lounge zu melden, halte ich für einen Schlag ins Gesicht aller Kunden mit Leitungsstörungen.

Faktisch muss ich für eine Störungsmeldung also nicht nur 14ct/min bezahlen, sondern satte 69ct/min. Ohne Alice-Anschluss kein Festnetz und ohne Festnetz muss ich die Hotline über das Handy anrufen, bei O2 sind dafür satte 69ct pro Minuten zu entrichten. Alles in allem eine absolute Unverschämtheit und übrigens gerade der Grund, wieso ich überhaupt zu Alice gekommen bin: Irgendwann hat man uns bei Ish "aus Versehen, sorry" die Leitung abgestellt und ich habe nach 5 Tagen und über 40€ Warteschleifengebühren endlich meinen Anschluss wieder aktiviert bekommen. Danach habe ich aus zwei Gründen zu Alice gewechselt:

1. Die kostenlose Hotline ist mir immens wichtig, denn Störungen kommen nun mal vor.

2. Die fehlende Vertragsbindung ist für mich sehr wichtig.

Da Grund 1 nun weg gefallen ist, werde ich wohl Grund 2 in Anspruch nehmen müssen und mir demnächst einen neuen Anbieter suchen.

Hinzu kommt, dass die Telefonie am Analoganschluss wenig zufriedenstellend ist: Es dauert mitunter 15 Sekunden bis zum Freizeichen, die Sprachqualität ist manchmal mieserabel, einige Gespräche kommen gar nicht zustande und faxen kann ich auch schlicht gar nicht.

Ich bitte höflichst um Stellungname bezüglich der verdeckten Tariferhöhung in der Hotline.

Mit freundlichen Grüßen,
Gregor Nathanael Meyer

Nachtrag 19.10.2007: Alice hat heute (19.10.2007) wieder eine kostenlose Störungshotline eingeführt. Gut so.

Nachtrag 11.03.2008: Ich bekomme immer wieder Kommentare zu diesem Beitrag. Einige davon sind mal mehr, mal weniger garstige Alice-Beschimpfungen. Ich lösche solche Kommentare kommentarlos, dies hier ist kein "Alice ist doof"-Forum.

Nachtrag 25.04.2008: Warum ich momentan nicht bei Alice kündigen würde steht hier.


Telefon-Spam

13 06 2007

Alex schrieb einen schönen polemischen offenen Brief an die SKL-Telefonvermarkter. Ich habe auch meinen Senf dazu abzugeben:

Das beste daran ist ja, dass diese Anrufe ja gar nicht von der SKL kommen, sondern von total unkontrollierbaren, schwarzschafigen Callcentern, die nur die Provision von der SKL einstreichen. Da kann die liebe SKL wirklich nichts gegen machen, wirklich nicht! Außer vielleicht ihr Zwielicht herbeiführendes Provisionsprogramm derart zu verändern, dass sowas nicht mehr passiert.

Ich schlage jedenfalls vor, Firmen wie die SKL gnadenlos zu sanktionieren. Es kann nicht angehen, dass die sich erfolgreich hinter fadenscheinigen Partnerprogrammen verstecken können und hinterher trotzdem gemütlich die Geschäftsabschlüsse bekommen.

Das gleiche gilt für Arcor/Alice/Freenet/Werauchsonstnoch mit ihren Drückerkolonnen, die sich teilweise sogar als Telekom-Mitarbeiter (mit gefälschtem Ausweis! ist bei uns schon vorgekommen) ausgeben oder auch mal gerne den falschen Vertrag benutzen, so dass Arcor keinen Widerruf ggü. Haustürgeschäften zulässt (sie c't Vorsicht Kunde): "Uns liegt nur ein Vertrag aus einem Partner-Shop vor, da gibt es keine Widerrufsfrist." Sowas nenne ich schlicht Betrug. Und wieder wäscht die profitierende Firma ihre Hände in Unschuld, der freie Drücker ist ja der Bösewicht.

Ich schlage einfach vor, dass sich jede Firma, die von Partnern Geschäftsabschlüsse entgegen nimmt, sich damit rechtlich deren Geschäftspraktik zu Eigen macht. Damit würden Cold-Calls schlagartig verschwinden, weil die Kunden dann direkt gegen die Anbieter vorgehen könnten.

Andererseits treibt man damit die ganzen strukturschwachen Gegenden im Osten vollends in die Arbeitslosigkeit. Wer braucht denn dann noch die ganzen Call-Center, die völlig ungelernte Kräfte massenhaft anstellen? Meinen Firmen-Support würde ich jedenfalls nur von gut geschulten und unter meiner Kontrolle agierenden Callcentern abwickeln lassen. Schlechte Karten also für Finsterwalde…


Softair da

03 06 2007

Boah, nach einem Wartemarathon sind nun endlich die Softair-Knarren angekommen, die ich bestellt hatte. Ein großer Spaß. Aber von Anfang an:

Vor inzwischen vier Wochen habe ich wegen einiger spaßig aussehender Youtube-Videos (nach Airsoft oder Softair suchen) beschlossen, dass ich so eine Knarre brauche. Schon als Kind hatte ich immer verschiedene Amorces-Waffen (das sind die roten 8er, 12er, 13er und die braunen 25/50er Knaller) zur Hand. Die Interpol 38 oder die Buddy konnte man prima durchbohren, so dass vorne aus dem Lauf ein ordentlicher Luftdruck raus kam. In der Not, dass da nichts sonst raus kam, haben wir dann immer die Knallringe auseinander genommen und die einzelnen Plastikdinger von hinten in die Trommel gesteckt. So flogen mit Etwas Glück wenigstens diese Teile (unkontrolliert und gefährlich) aus dem Lauf. Ohne Schutzbrille und mit unkontrollierbarer Flugbahn ist das wirklich gefährlich für die Augen gewesen. Hätte es damals Softair-Knarren gegeben, ich hätte sie gekauft.

So, ich habe also vor vier Wochen Softair-Knarren bestellt. Für mich eine Walther P99 (ich war auch bei CS schon immer Counter, ist ja klar, dass es eine Polizeiknarre/Bondknarre sein muss) im Special-OPs Set mit Schalldämpfer und peinlicher Walther-Action-DVD für 43€. Für meinen Bruder Ray eine P99 (auch er ein Freund dieser Waffe) ohne Schnickschnack zu 25€. Meine war, obwohl vom gleichen Hersteller (Umarex, direkte Tocher von Walther), viel schlechter als seine und außerdem konnte ich keinen Schuss damit abfeuern, weil der Abzug innen abgebrochen ist. Also zurück die Scheiße. Drei Wochen später halte ich nun also die billigere P99 in meinen Händen und bin zufrieden. Großer Spaß das ganze. Vor allem, weil die komische Knarre von meinem Mitbewohner nicht geradeaus schießt, hehe. Was nimmt der auch entgegen meiner Warnung so eine komische Knarre mit ner Menge Zubehör fürs gleiche Geld. Wirklich billiger Tand im direkten Vergleich.

Der Laden (Fungun.de), der offenbar zu Umarex gehört (gleiche Adresse), hat irgendwie ganz schön lange gebraucht und war nicht in der Lage, das Paket an die korrekte Adresse zu schicken. Stattdessen kam das Paket bei meinen Eltern an, weil das die Adresse auf meinem Ausweis ist. Ich habe mehrmals auf die abweichende Lieferadresse hingewiesen. Grr. Und Bescheid sagen, dass es so lange dauert konnten die auch nicht.


Feuerwerks-Wut

03 06 2007

Beim jährlichen Japantag in Düsseldorf gibt es auch immer ein grandioses Feuerwerk zu bestaunen, so auch gestern. Das bombastische Finale kitzelt aus mir immer wieder einen freudigen Lachflach raus. Wirklich genial.

Was ich aber eigentlich erzählen wollte, ist die wirklich unverschämte Einstellung der Rheinbahn zum Thema. Am Japan-Tag wurden dieses Jahr über 1 Mio. Besucher erwartet, viele davon kommen nur zum Feuerwerk und alle wollen danach wieder weg. In diesem Kontext ist es absolut unverständlich, warum die Rheinbahn die Straßenbahnen im üblichen Samstag-Abend Takt (709 alle 20 Minuten) fahren lässt und weil es ja noch nicht voll genug ist nur die kurzen Bahnen schickt statt der langen. Ich weiß nicht, wie viele Leute bei dem Quetschfaktor von gestern in so eine Minibahn passen, aber mehr als 200 sind das nicht. Kurzes Rechenspiel: An der Kniebrücke war alles voll mit Leuten, soweit das Auge reicht. Dort fahren alle 20 Minuten die 709 und die 704 mit kurzen Bähnchen. Jeder kann sich ausrechnen, dass man da auch einfach gar keine Bahn hinschicken könnte, das hätte im Rahmen der Messgenauigkeit den gleichen Effekt. Nicht, dass direkt hinter der Haltestelle keine Wende- und Warteschleife wäre… Ich bin wirklich fassungslos über diesen Arschtritt allen Besuchern des Feuerwerks gegenüber. Bei Fußballspielen, Konzerten oder Messen schickt die Rheinbahn auch eine Bahn nach der anderen zur Arena.

Und um die Scheiße noch voll zu machen habe ich auch noch meinen Autoschlüssel zu Hause vergessen, so dass mein Superplan des vorher am Graf-Adolf-Platz abgestellten Fahrzeugs nicht auf ging und wir alle zu Fuß zum Hauptbahnhof laufen mussten. Fuck. Und am Hauptbahnhof stehen wir ne Viertelstunde rum und warten auf die 709, während es immer voller wird. Die Bahn kommt, wir stehen ganz fuchsig direkt an der Tür (wozu weiß man denn, wo die Tür sein wird, hehe) und ätsch: unsere Tür ist kaputt und wir kommen nicht rein. Tolle Wurst, Taxi, 7€.

So, ich werde der Rheinbahn jetzt eine Mail schreiben und mich beschweren. Das geht echt mal gar nicht. Wenigstens ne lange Bahn hätten die schicken können, wenn schon nicht ein paar Sonderzüge.

Nachtrag: Nach etlichen Wochen Bearbeitungszeit bekam ich sogar eine Antwort auf meine Beschwerdemail. Inhalt kurz gefasst: Mehr Züge auf den Linien 709 und 704 will der Veranstalter (wer ist das eigentlich bei dem Feuerwerk? Ich sehe da die Stadt bzw. die DMT in der Pflicht) nicht bezahlen und die Rheinbahn will nicht auf den Kosten sitzen bleiben. Hmm, verständlich, machts aber trotzdem nicht besser. Längere Züge seien aber eine gute Idee, das werde man in Zukunft erwägen. Was für ein blöder Spruch in Anbetracht der offensichtlichen Notwendigkeit. Die Stadt (genauer das Amt für Verkehrsmanagement) hatte die Mail im CC bekommen und hat gar nicht geantwortet – auch eine Message.


Lieferservice für alles

04 05 2007

Ha! Gerade Packe ich die allcampus.de Studitüte aus, in der so brauchbare Sachen wie Deo- und Duschgel-Pröbchen sind, da fällt mir ein Werbeflyer in die Hände:

dieversorger.de Flyer aus der allcampus.de Tüte

Genau so eine Geschäftsidee habe ich mal mit ein paar Kommilitonen in irgendeiner Vorlesung als Gruppenaufgabe erstellt. Schön, dass es auch andere Leute gibt, die sich sowas ausdenken und anpacken.

Der Laden liefert ein gewisses Sortiment an Büdchen-Ware bis 3:00 Uhr nachts aus und als besonderes Gimmick bringen die Jungs für 4€ extra noch eine Bestellung MCs-Fraß oder was auch immer mit. Das war übrigens der Kern unserer damaligen Geschäftsidee.

Ich glaube zwar nicht, dass ich von dem Dienst Gebrauch machen werde, aber die ein oder andere Party ließe sich damit sicher retten. Das beste ist aber der Claim auf der rechten Seite der sehr hässlichen Website: "Nur Noobs gehen noch zur Tankstelle"

Fazit: Daumen hoch für frisches Entrepreneurship, weiter so. Einfach mal versuchen, so sieht das aus, wenn Leute ihren eigenen Laden aufziehen. Man könnte die Website nur etwas schöner machen: Die Party-People-Zielgruppe hat eigentlich eine gewisse Design-Affinität.

Nachtrag: Den Blogeintrag wollte ich ja eigentlich nur schreiben, um im Fazit folgenden Satz unter zu bringen, den ich natürlich prompt vergessen habe:

Fehlt nur noch, dass Die Jungs auch Gras liefern.


Schnelle Bibliothek

04 05 2007

Fein das. Vor ein paar Wochen habe ich eher zufällig ein sehr geiles Buch entdeckt: Wissenschaftliche Arbeiten mit OpenOffice.org 2.0. Da ich ja jetzt meine Thesis schreibe und da nicht der einzige bin, habe ich das Buch mal in den Bibliothek zur Anschaffung angeregt. Eine fatalistische Mail von der Bibliotheksleitung, deren Mittel um 20% gekürzt wurden, ließ in mir allerdings keinerlei Hoffnung wachsen, dass dieses Buch tatsächlich angeschafft würde. Weit gefehlt: Heute kam eine Mail, dass mein vorgemerktes Buch nun da sei. Cool, ich halte es schon in meinen Händen.