Rainbow Six Vegas

07 05 2009

Rainbow Six Vegas ist ein Shooter nach meinem Geschmack: Simple lineare Story, spannender Spielablauf und vor allem die Funktion, in Deckung zu gehen ist genial gelöst. Nicht zu vergessen auch die Coolness, wenn man kopfüber am Seil hängend durch Fenster schießt. Was aber eine schiere Unverschämtheit ist, ist das Spawnverhalten der Computerspieler. Es gibt unsichtbare Schalter, die neue Gegner erscheinen lassen, was schon lästig genug ist. Die Krone war aber folgender Spawnfehler: Ich habe eine geschlossene und überschaubare Fläche gesäubert und das Team Deckung für Deckung weiter geschickt, während ich das Gelände aus erhöhter Position weiter im Auge behalten habe. Dann bin ich hinterher gegangen und wurde völlig von einem Gegner überrascht, der genau an der Stelle stand, wo mein Team ca. 10 Sekunden zuvor entlang gegangen ist. Das Team löst diese Schalter offenbar nicht aus und an dieser Stelle spwant der Gegner tatsächlich aus dem Nichts mitten ins Gelände. Sonst löst man wenigstens nur durch irgendwelche Türen hereinstürmende Truppen aus. Es trübt des Spielspaß bei einem solchen Shooter doch immens, wenn man wegen solcher Ungereimtheiten kein taktisch kluges Spiel machen kann. Auch dass die Teammitglieder ständig hohl in schweren Beschuss reinlaufen und dann gerettet werden müssen, nervt. Wie oft stirbt man selber, weil man seinen Kollegen aufhelfen muss. Die meiste Zeit weise ich die Teammitglieder an, sich irgendwo hinzustellen und mir im Zweifel den Rücken frei zu halten. Erst wenn ich dann den Raum gesäubert habe, lasse ich sie nachkommen. Überschaubare Räume, in denen sich nur zwei bis vier Gegner befinden, räumen die beiden aber äußerst zuverlässig und effektiv auf. Ein Spaß, das mit der Snake-Cam durch eine andere Tür zu beobachten.

Ebenfalls eher tumb als realistisch sind die Computergegner: Da unterhalten sich zwei und stehen direkt nebeneinander, man tötet einen von ihnen und nur weil der andere einen nicht gesehen hat, passiert nichts weiter. Wenn der andere noch "Ich hab was gehört" ruft, ist das schon gut, reagieren tut er nicht. Schalldämpfer kann man sich sowieso komplett sparen: Es macht keinen Unterschied. Wichtig für die Reaktion der Gegner ist lediglich, ob man sie sehen konnte, während man geschossen hat; selbst wenn man aus hunderten von Metern mit einem schallgedämpften Scharfschützengewehr gearbeitet hat, wissen sie, woher der Schuss kam. Aber nur, solange sie im Sichtfeld waren, sonst interessieren sie sich überhaupt nicht dafür.

Ich hätte also gerne einen Shooter mit dem Movement und dem Setting von Vegas, aber mit halbwegs kluger KI, so dass das eigene Verhalten einen Unterschied ausmacht. Wenn ich schleiche und Schalldämpfer benutze, sollte etwas anderes passieren, als wenn ich mit ratterndem MG durch die Gänge renne. Und vielleicht sollten die Gegner in einem Level gar nicht spawnen, sondern sich bereits beim Betreten alle irgendwo aufhalten und auch bewegen. Momentan ist es jedenfalls recht verlässlich vorauszusagen, wo man mit Gegnern rechnen kann. Teilweise wirft man Granaten um Ecken, weil da immer zwei Typen stehen, die erst loslaufen, wenn man um die Ecke kommt. Oder man geht voll gezoomt an einer Stelle lang, um den genau dann erscheinenden Scharfschützen auf dem Dach zu erwischen, muss dann aber ganz schnell hinter eine Deckung zurücklaufen, um die aus der Tür kommenden drei Gegner zu erwischen, bevor die ihre Deckungen erreicht haben. Dann fünf Sekunden warten und den Lastwagen im Auge behalten, hinter dem gleich zwei weitere Gegner hervorkommen, während man mögliche Treffer von den jetzt erst auf der eigentlich schon kontrollierten Galerie gespawnten Gegner einsteckt. So studiert man an manchen Stellen – besonders wenn man viele Versuche benötigt – eine regelrecht ausgefuchste Choreographie ein.


Linktipp: Videospiele machen schlau und fett

25 08 2008

Thomas Knüwer weist auf ein gutes Interview zum Thema Videospiele hin. Wer offen ist für eine plausible Gegenstimme zur einseitigen, falschen, kurzsichtigen, panikmachenden und dummen "Killerspiel"-Berichterstattung von Frontal 21 und Co., der lese mal dieses Interview mit dem Kognitionspsychologen Dietrich Dörner bei der Welt Online zum Thema Computerspiele und Psychologie. Es lohnt sich, ich werde es mal meinen Eltern an die Hand geben.

P.S. Über Frontal 21 weiß ich, von den unfassbaren Killerspiel-Beiträgen abgesehen, nichts weiter. Aber ich würde diesem Magazin nichts mehr ungeprüft glauben. Ich würde gar bisher selten angezweifelte geschichtliche Ereignisse nochmal nachlesen, wenn die darüber berichten würden. Wie nur zwei Beiträge einem die Augen öffnen können gegenüber einem Fernsehmagazin, das sich offiziell investigativem Journalismus verschrieben hat, in Wirklichkeit aber höchst einseitig einen Meinungsfeldzug führt.

Nachtrag 26.08.2008: Hannah schickte mir diesen Link, wo ein Frontal 21 Beitrag zum Thema Stromtarifvergleiche einmal genau auseinandergenommen wird.


Mario Kart ist da

11 04 2008

Ich war vorhin im Media Markt und habe das heute erschienene Mario Kart gekauft. Juhu, endlich! Es gibt einen Mehrspielermodus für vier, aber leider ohne zwei Leute auf einem Kart, also Bordschütze und Fahrer und vor allem als Folge mit einem unspielbar kleinen 4er-Splitscreen. Das mochte ich immer gerne: Karin sitzt hinten, schießt mir den Weg frei, befeuert meine Drifts und ich bring die Karre fix ins Ziel. Dafür gibts aber einen Online-Modus, viele Strecken (inkl. Originalstrecken der Vorgänger) und ganz neu: Moppeds. Und natürlich das unvergleichbare Mario Kart Feeling. Ich freu mich auf mehr, konnte ja nur schnell anspielen. Besonders gespannt bin ich auf die Rainbow-Road, die bisher immer viel zu lang und langweilig war.

Nachtrag 13.04.2008: Mal wieder nervt mich der Einzelspielermodus total. Um alles freizuspielen muss man alle Cups mit Gold und wenn ich das richtig verstehe auch mit Rang A absolvieren. Was Mario Kart angeht bin ich ja kein unbeschriebenes Blatt, also sollte das kein großes Problem sein. Ist es aber doch, weil es bei einigen (und besonders bei den Retro-) Strecken von purem Glück abhängt, ob man erster wird oder 6. oder noch schlechter abschneidet. Man kann fehlerfrei fahren, alle Turbos nutzen, super driften und in der dritten Runde trifft einen unvermeidlich ein roter Panzer oder ein blauer oder ein Pow-Block oder was auch immer und das gesamte Feld zieht an einem vorbei, so das man auch mit Stern und Powerpilz nur noch bestenfalls 5. werden kann. Wer einmal steht, der kommt nicht wieder los vor lauter Panzern, Bananen und gerammt werden. Zum Kotzen ist das. Warum zwingen einem auch die besten Mehrspielerspiele ihren nervigen Einzelspielermodi auf? Ich will nicht etliche Stunden alleine vor der Konsole sitzen um den vollen Funktionsumfang (Strecken, Karren, Charektere) des Spiels im Mehrspielermodus nutzen zu können. Und das schlimmste ist: Siege hängen überhaupt nicht vom Können ab, sondern von glücklichen Fügungen, ob vielleicht vier Strecken hintereinander einen mal nicht das Schicksal in der dritten Runde fickt und man nur noch steht statt fährt. Grr. Konkret hänge ich gerade am Blatt-Cup, den ich bisher immerhin mal als zweiter abschließen konnte. Die verfickte Sandstrecke verläuft von 10 Spielen 9 mal beinahe exakt gleich, als ob der Verlauf gescriptet wäre. Naja nicht ganz, aber die Tendenz nervt schon gewaltig.

Noch mal Nachtrag: Und was ist die komische Wolke überhaupt für ein Anti Extra? Der Mist hat mir gerade den ganzen Cup versaut, weil ich nicht rechtzeitig jemanden zum abgeben erreicht habe und mal wieder das gesamte Feld an mir vorbei gezogen, während ich geschrumpft bin. Resultat: Mit Glück noch 7. geworden. Hass! Wo kann man fertige Spielstände runterladen? Ich will mit Leuten fahren und nicht alleine.

Nachtrag 22.04.2008: So, nach ein paar Tagen immenser Sucht habe ich jetzt alles freigespielt, also in allen Cups mindestens Sternrang und alle Experten-Geister (streng genommen fehlt noch ein wenig bei den 50er Cups, das darf aber Karin freispielen). Was soll ich sagen: Ich liebe Mario Kart. Dass es im Singleplayer so unfair ist, bringt mich zwar manchmal zur Weißglut, aber online ist es der Hammer und mit Leuten dabei sowieso. Ein Must-Have!


Super Smash Bros Brawl

04 04 2008

Eins meiner absoluten Lieblingsspiele geht in eine neue Runde: Super Smash Bros Brawl für die Wii kommt demnächst und verspricht wieder wunderbar unübersichtliche Massenkeilereien mit den verschiedenen Nintendo-Charakteren. Neu dabei: Wario mit üblen Blähungen als Spezialattacke und ein paar Leute, die ich gar nicht kenne. Aber Prinzessin Peachs Regenschirm und ihre reifberockten langen Beine werden sowieso wieder mal alle alle machen :)

Der Trailer zum Spiel.


Mario Party 8 hat einen ätzenden Einspielermodus

30 07 2007

Mario Party 8, wie alle seine Vorgänger ein grandioses Spiel, wenn man es zu dritt oder zu viert spielt. Gut, ich kenne kein unfaireres und willkürlicheres Spiel, aber genau das sorgt für die immense Abwechslung und die seltene Eigenschaft, dass Hardcore-Gamer und absolut blutige Anfänger oder Kinder gleichzeitig auf ihre Kosten kommen. Hut ab, auch oder gerade weil man sich ob des Pechs immer wieder schwarz ärgert; das Glück kommt auch mal wieder vorbei.

Was ich allerdings mehr denn je bemängel, ist der Einspielermodus: Total langweilig und überflüssig, aber leider eine Pflichtübung, wenn man das sechste Spielbrett und die beiden Bonuscharaktere freispielen will. Die fünf normalen Spielbretter sind schon etwas mager. Man muss sich aber erst einige Stunden alleine vor dem Spiel langweilen, damit man die sechste Karte bekommt und noch mal so lange, um den zweiten Bonuscharakter zu bekommen. Warum? Schlimm genug, dass das Spiel überhaupt so einen schlechten Einspielermodus bietet, muss man nicht auch noch unnötig Leute dazu nötigen, den zu benutzen. Mario Party war schon immer ein Party-Spiel und Partys feiert man eben nicht alleine. Obwohl der Story-Modus von Mario Party 1 gar nicht so schlecht war, aber den konnte man ja auch zu zweit absolvieren und er war nicht so unsagbar öde. Außerdem ist ein willkürliches Spiel zwar lustig, wenn man gegen Leute spielt, aber etliche Stunden umsonst gespielt zu haben nervt ganz besonders, wenn diese Willkür gerade den Computergegner völlig unfair hat gewinnen lassen.

So schaue ich mich also in einschlägigen Quellen nach einem fertigen Spielstand um, der alles schon freigespielt hat. In einigen Foren beschwert man sich zwar nicht zu Unrecht über die im Mehrspielermodus freispielbaren Charakterstimmen, die man nicht so recht kontrollieren und leider auch nie wieder los werden kann, aber das finde ich gerade witzig. So kann man in den zu langen Wartephasen während die anderen Spieler würfeln (bitte Nintendo, strafft das bei Mario Party 9 endlich wieder etwas) wenigstens irgendetwas machen, nämlich den anderen auf den Sack gehen und wie ein Irrer mit der Wii-Fernbedienung rumfuchteln.

P.S.: Dieser Eintrag entstand übrigens zur Hälfte auf meiner Wii. Ich kann nur sagen, dass das Tippen auf einer Bildschirmtastatur sehr mühselig ist, auch wenn sie so gut implementiert ist wie beim Wii Browser. Nach der ersten Hälfte hatte ich keinen Bock mehr.

Nachtrag: Bei wiisave.com bekommt man ne Menge Spielstände, u.a. auch für das europäische Mario Party 8, da ist dann alles frei gespielt. Gut so. Einfach das Original im Wii-Menü auf eine Speicherkarte kopieren und irgendwo ablegen. Die .bin-Datei kann man dann einfach einspielen und gut is.


Gute WoW Reportage

25 04 2007

In der ZDF Mediathek gibt es eine sehr gut gemachte 30min Reportage über das Phänomen World of Warcraft bzw. MMORPG. Mein Tipp, wenn man den Zeitgeist verstehen will. Gut daran ist, dass sie nicht die stereotypischen jugendlichen Gamer zeigt, sondern ganz normale Erwachsene. Endlich mal jemand, der nicht auf Klischees reitet. Ein willkommenes Gegengewicht zu "investigativem Journalismus" á la Frontal 21, der eher an den Vorstellungen seiner Zielgruppe ausgerichtet zu sein scheint, als an der Wirklichkeit. Die schlimmen Beiträge zur Killerspiel-Debatte sprechen da Bände.

Nachtrag 20.05.2009: Sorry liebe Leute, das Video ist aus der ZDF-Mediathek schon eine Weile verschwunden. Liebes ZDF, bitte das Video wieder online stellen, alleine von meiner Seite aus klicken täglich zwei Leute auf den Link dahin.


Neu bei Nintendo?

04 01 2007

Nintendo hat ja mit dem Wii neue Zielgruppen erschlossen. Das bedeutet aber gleichfalls, dass diese neuen Leute die alten Spieleperlen der Nintendo-Plattformen gar nicht kennen. So hat sich also ein Blogger die Mühe gemacht, eine Top-20 Liste der GameCube-Spiele zusammen zu stellen, die sich ein frisch gebackener Wii-Besitzer zumindest einmal anschauen sollte.

Ergänzend dazu stelle ich mal meine Liste der besten GameCube Spiele vor und warum man die Spiele haben sollte:

  • Mit einer großen Zahl an GameCube-Besitzer gehe ich wohl konform, wenn ich Super Smash Bros. Melee an den Anfang der Liste setze. Diese chaotische Klopperei ist mit großem Abstand das beste Prügelspiel ever, sogar noch vor der Street Fighter 2 Serie, auch wenn Smash Bros. nicht wirklich vergleichbar ist. Man kloppt zu vier Nintendo-Charakteren gleichzeitig aufeinander ein und versucht die anderen aus dem Level zu hauen. Wer runter fällt, verliert einen Punkt, wer einen runter haut, gewinnt einen. Wen man verdroschen wird, steigt der Schaden an und mit mehr Schaden fliegt man nach Schlägen immer weiter. Die Charaktere haben dabei individuelle Spezialattacken, die man ohne geheime Kombinationen ausführen kann und man kann lustige Gegenstände aufheben und benutzen (z.B. Pokemon-Eier). Klingt blöd, macht aber riesigen Spaß.
  • Ebenfalls ganz großer Spielspaß für vier Leute ist ganz klar Wario Ware, Inc.. Nachdem ich es für recht günstige 30€ gekauft hatte, hatte ich mich zuerst total verarscht gefühlt. Doch nach einigen Minuten ist es sofort zu meinem Lieblingsspiel avanciert. Ehrlich! Für vier (oder auch mal bis zu 16) Leute ein riesen kranker Spaß. Es wird übrigens noch mal besser, wenn man angetrunken ist, hehe. Aber man kann sich auf dem Wii demnächst das neue Wario Ware anschauen, das wird ganz sicher noch viel geiler werden, weil mit lustigen Bewegungen verbunden. Ich freu mich schon. Das abgefahrene an Wario Ware ist übrigens, dass auch alle Gastspieler nach wenigen Minuten riesigen Spaß damit hatten. Auch wenig Videospiel affine Leute.
  • In keiner Sammlung darf Mario Kart Double Dash fehlen. Wer eine Nintendo-Konsole besitzt und kein Mario Kart in irgendeiner Ausprägung besitzt, macht etwas falsch. Garantierter Spielspaß für viele viele Stunden. Mehr brauche ich wohl nicht zu sagen.
  • Die Mario Party Serie ist etwas tiefer gehender und länger als der Spaß mit Wario Ware. Das Konzept von zahlreichen Minispielen ist aber im Prinzip ähnlich. Nur muss man hier Würfeln und auf einer Karte rumrennen und am Ende jeder Runde wird ein Minispiel gespielt. Eine Partie dauert locker zwei und mehr Stunden, fesselt einen also einen Abend lang. Mich und einige meiner Freunde hat es jedenfalls schon etliche Abende gefesselt.
  • Das Gegenstück zum von mir nicht all zu sehr geschätzten Singstar auf der PS2 (ein richtiges Karaoke macht mir mehr Spaß) ist ganz sicher die Donkey Konga Serie. Man hat einen Trommelcontroller und kann links, rechts oder beide Trommeln trommeln und zusätzlich Klatschen. Dabei fliegen die passenden Noten vorbei, die man richtig treffen muss. Das ist alles. Klingt unspektakulär, ist aber ein fesselnder Spaß, vor allem wenn man mit mehreren gleichzeitig trommelt (bis zu vier, notfalls mit einem normalen Controller). Im Blumentopf-Song "Profis" kommt es ebenfalls vor: "Ich werd zum Bomben-Trommler – dank Donkey Konga – links, rechts, klatsch, klatsch, beide, nochmal".
  • Zelda. Egal wann, egal auf welchem System. Muss man dazu noch irgend ein Wort verlieren?
  • Die Mario Sport Reihe ist übrigens wieder mal eine Serie guter Spiele. Mario Golf, Mario Power Tennis und Super Smash Football sind drei actionlastige Sportspiele, die all zu tiefe Spieltiefe gegen geringe Einstiegshürden tauschen, ohne den Trainingsreiz zu verlieren. Das Fußballspiel ist übrigens recht rabiat und die Spezialattacken und Extras sorgen für viel Action, ebenfalls beim Power Tennis, bei dem alle Spieler (natürlich wie immer die Nintendo Charaktere) ihre eigenen Rettungs- und Angriffsschläge haben. Mario Golf ist dagegen fast schon bieder, aber für Golffreunde ein sehr gutes Spiel. Tennis und Golf aus dem Wii-Sports-Pack können es spielerisch mit den GameCube-Titeln nicht aufnehmen, aber bringen dafür die geile Bewegungssteuerung mit. Beide ergänzen sich prima. Smash Football steht für mich als Referenztitel im Fußball-Genre. Alle drei sind einen Blick wert.
  • Ein Geheimtipp für Speedfreaks ist F-Zero GX, das rasant und dennoch kontrollierbar ist. Irgendwie fristet es bei mir ein Nischendasein, was mir ungerecht vorkommt.
  • Ein großer Spaß für meinen Mitbewohner und mich ist immer Speed Kings gewesen. Ein hanebüchen unrealistisches Motorradspiel, bei dem man Vorteile bekommt, wenn man bei 300 Sachen einen Handstand auf dem Mopped macht oder im dichten Verkehr den "berühmten" Streiftrick provoziert. Großer Spaß für zwei.

So, das waren meine Empfehlungen für den Nintendo-Neuling. Alle oben genannten Spiele, mit Ausnahme von Zelda (alleine) und Speed Kings (zu zweit), lassen sich hervorragend zu viert spielen, was ich als Hauptvorteil der Nintendo-Konsolen ansehe. Von wegen Videospielen ist was für einsame und pickelige Teenager. Ich spiele nur mit Freunden, denn erst dann macht es richtig Spaß.


Gute Lösungsansätze - Heute: Gewaltspiele verbieten

21 11 2006

Ein wirklich schlauer Lösungsansatz für jegliche Jugendprobleme (Gewalt, Drogen und Sex und lange Haare) war schon immer ein Verbot von "Teufelszeug" für alle (Rock'n'Roll, Hasch) bzw. so zu tun, als ob es etwas gar nicht gebe. So spreche ich mich auch hier einmal öffentlich für ein sofortiges und umfassendes Verbot von Killerspielen und Handys aus. Turnusmäßig (alle paar Jahre) auftretende Irre, die an Schulen amok laufen sind ein ganz klares Warnsignal, das nicht ignoriert werden kann: Killerspiele – allen voran dieses Counter-Strike – verschlechtern eindeutig den Charakter und wer vorher schon an der Grenze operiert, übertritt diese dadurch als logische Folge. Killerspiele haben neben ihrer Wirtschaftsleistung (Steuern auf Spiele selbst und damit verbundene Aktivitäten und Steigerung des BIP) also aus gesellschaftlicher Sicht keinerlei Nutzen, sondern sind – wie Tabakprodukte – ausschließlich schädlich und müssen für alle verboten werden. Die vorgeschobene und völlig wirkungslose Altersfreigabe der Freiwilligen Selbstkontrolle kann als gescheitert angesehen werden, außerdem werden die Amokläufer einfach immer älter, so dass eine Erweiterung der Freigabeskala auf FSK25 notwendig erschiene, was gesetzlich nicht darstellbar ist.

Bei der Gelegenheit sollten auch diese kranken Sexpraktiken (in sich gefährlich und gestört), Tabak, Moselms (man weiß nie, wer von denen ein irrer Islamist ist, der Bomben baut und wer weiß was noch im Schilde führt) und ganz wichtig das Internet (unkontrollierbarer Sündenpfuhl mit allen Schlimmigkeiten der Weltengesellschaften) gleich mit verboten werden. Das geht zu weit? Das geht gegen die Grundrechte? Ach kommt, seid mal ehrlich. Die meisten Probleme unserer Gesellschaft basieren doch auf unseren viel zu laxen Grundrechten. Der ganze beschissene Datenschutz behindert doch nur die Terrorbekämpfung und das alle Menschen vor dem Gesetze gleich sind macht die Justiz auch nicht gerade leichter. Von wegen die Würde des Menschen wäre unantastbar. Wo soll das hinführen, wenn Leute, die anderen Menschen die Würde und/oder das Leben nehmen, selbige uneingeschränkt behalten dürfen? Her mit der Todesstrafe, her mit dem Sippenstrafrecht, her mit der Totalüberwachung für potenzielle Straftäter. Wer langzeitarbeitslos ist, trägt nichts mehr zur Volkswirtschaft bei und muss weg. Unsere moderne Gesellschaft kann sich keine Abweichler leisten und das Geld reicht sowieso nur noch für die, die ihren Teil zur Gesellschaft beitragen. Alle anderen sind nur Belastung.

OK, ich gebe ja zu: Ein Vergleich des Verbotes von Killerspielen mit dem Faschismus geht etwas weit und ist unsachlich und arg polemisch. Also streicht das.

Aber als langfristige Lösung der ausufernden Jugendverrohung und -gewalt kommt nun mal nur ein Verbot von Killerspielen in Frage. Die Argumentationskette ist nun mal nicht angreifbar: Counter-Strike muss weg. Und da die Grenzziehung viel zu heiß zu diskutieren ist, verbieten wir gleich alle Computer– und Videospiele. Die sind eh doof, machen dumm und fett und stehlen nur Zeit. Keine ewigen Diskussionen, ob es den Charakter verdirbt, wenn man in Autorennen mal so richtig nach Herzenslist alle Gesetze übertreten kann. Solche Diskussionen halten nur auf und führen vom eigentlichen Problem weg: Computer und Videospiele sind einfach doof, ganz besonders für die, die sie nie näher kennen gelernt haben.

Und in dem Fall stimmt sogar mein Vater einmal solchem Populismus sicher voll und ganz zu. Kaum zu glauben.


Spielemesse Nachlese

22 10 2006

Die Spielemesse war voll und hat genervt, hatte aber auch ihr gutes:

Denn ich habe Kampf um Rom und die Jubiläumsausgabe von Siedler (mit Atlantis, sehr rar!) bekommen und beide direkt von Klaus Teuber signieren lassen. Der war nämlich rein zufällig gerade für ne dreiviertel Stunde am super engen, winzigen und um so volleren Kaufhof-Stand und hat seine Spiele signiert. Hehe. Glücklicher Zufall.

Dann habe ich noch recht günstig einen Siedlerkoffer aus Holz erstanden, der wirklich super ist. Gute Wahl, habe ich mir schon immer gewünscht. Jetzt fehlt mir aber leider die Städte und Ritter Erweiterung, so dass ich mein neues Siedler gar nicht spielen kann. Blöd. Aber wer spielt schon Siedler ohne Städte und Ritter…

Beinahe hätte die Karin "Die Säulen der Erde gekauft", das sehr sehr gut aussieht und sicher mal demnächst bei uns auf den Tisch kommt. Und Elasund fehlt auch noch. Nachdem Candamir sich als so überraschend gut herausgestellt hat, liegen die Erwartungen für Elasund natürlich recht hoch.

Und ich habe für 10€ noch so ein komisches Quizspiel eingesackt: "Ten out of ten". Mal schauen. Ich glaub ja nicht dran.

Und jetzt wird erst mal gespielt.