Bachelor of Arts... und jetzt?

21 12 2007

So, seit gestern bin ich also frisch gebackener Bachelor of Arts (B.A.). Juhu, ein akademischer Grad. Für meine Thesis habe ich eine 1,8 bekommen und für das Kolloquium eine 1,7, damit bin ich ziemlich zufrieden. Insgesamt ist das eine 2,01, wenn ich richtig gerechnet und alle Modulnoten korrekt eingetragen habe. Auch damit bin ich zufrieden. Aber anders, als ich immer gedacht habe, bin ich jetzt gar nicht so froh darüber, dass mein Studium vorbei ist. Komisch. Auch dass mein mies bezahlter HiWi-Job vorbei ist, stimmt mich wider Erwarten gar nicht froh. Gerade wurde es wirklich lustig da (neue Rechner, Podcast-Equipment). Blöd.

Und jetzt? In einer Agentur will ich definitiv nicht arbeiten, soviel weiß ich nach zwei Wochen Schnupperjob in einer Agentur für digitale Kommunikation. Nächster Halt Arbeitsamt? Nein, natürlich nicht. Eher Steuerberater (Freiberufler vs. Gewerbe), Finanzamt, Krankenversicherung und natürlich Kunden und Projekte. Ein fast schon unschön großer Berg spannender Herausforderungen liegt jetzt vor mir.

Und Alkanimus? Ja, das ist so ne Sache… Ein Henne-Ei-Problem, leider. Sprich: Ich muss meine Miete bezahlen und bis das Ding meine Miete tragen kann, müsste ich ne Menge Arbeit da reinstecken. Also bleibt das spannende Projekt im Hinterkopf und vorerst verdinge ich mich als freier Webmensch.

Freier Webmensch nenne ich mich also. Trifft es irgendwie noch am besten finde ich. Webdesigner, Webentwickler/Webdeveloper, Webberater/Web-Consultant finde ich scheiße, bin ja schließlich alles davon und noch etwas mehr (bzw. Designer i.e.S. bin ich ja eben nicht). Der ganzheitliche Ansatz halt, auch wenn ich das kaum schreiben mag, weil es von Buzzword-Granaten-Agenturen schon reichlich verbrannt ist.

Was noch in absehbarer Zeit kommt ist eine kräftige Überarbeitung meiner Webpräsenz: Mein Blog bekommt ein eigenes Outfit und wird um die ein oder andere statische Seite ergänzt und Visitenkarten wird es geben (gruselige Vorstellung, aber geht praktisch nicht ohne). Also seid gespannt.


Thesis benotet

27 11 2007

Kaum zu glauben aber wahr: Ich habe meine Thesisnote bekommen. 1,7 und 2,0 sorgen für eine Endnote von 1,7. Damit bin ich vollauf zufrieden, den Spagat zwischen (in meinem Fall pseudo-) Wissenschaftlichkeit und Lesbarkeit habe ich damit – glaube ich – ganz gut getroffen.

Damit trennt mich nur noch das Kolloquium im Dezember vom endgültigen Ende meiner wissenschaftlichen Laufbahn. Ich glaube das ist auch besser so.

Nachtrag 04.12.2007: Inzwischen habe ich das offizielle Schreiben bekommen mit meiner Thesisnote. Siehe da: Ich habe eine 1,8. Gerade war ich beim Prüfungsamt und die sagten mir, dass es tatsächlich im Falle der Thesis auch Zwischennoten gibt. Gut zu wissen.


Sex and Zaziki

07 10 2007

Kurz ein Linktipp (via Unicum) auf eine wirklich lustige und gut gemachte Internetserie über zwei Düsseldorfer Studenten und ihr bescheuertes Leben mit viel witziger Laberei, kranken Situationen und viel Düsseldorf zum wiedererkennen. Also zieht Euch Sex and Zaziki rein, ich hatte schon mehrere Lachflashs dabei.


Bald möchte ich es Arbeit nennen

07 09 2007

Zwei Wochen, nachdem ich meine Thesis abgegeben habe (an eine Note ist übrigens noch nicht zu denken, danke der stetigen Nachfrage) pendelt sich langsam der Ernst des Lebens ein. Sprich: Ich bin durch die wenige Erwerbsarbeit gegen Ende des Studiums doch finanziell ziemlich abgebrannt und muss mal daran denken zu arbeiten. Und mit arbeiten meine ich nicht 8 Stunden die Woche für 5,60 Euro als HiWi zu hantieren, denn von den nicht mal 200 Euro kann man leider nicht leben. Und dass meine Eltern die Miete bezahlen ist schön gewesen, aber ich bin mit dem Studium durch und muss da jetzt mal selber für sorgen.

Nun könnte ich mir einfach einen Job suchen in einer Agentur oder wo auch immer und 40 Stunden (bzw. die nächsten Monate noch 20 Stunden, bin ja noch Student bis mindestens zum Kolloquium im Dezember) arbeiten. Dem entgegen steht aber, dass ich eigentlich vor hatte als Webunternehmer tätig zu werden, es also Arbeit zu nennen, um mich mal hip und branchenüblich auszudrücken. Ich habe auch ein großes Projekt vor Augen, dass mich und ein paar Mitarbeiter auf lange Sicht gut ernähren können sollte. Ich verrate allerdings noch immer nicht öffentlich, was es damit auf sich hat.

Da mir aber jegliches Startkapital dafür fehlt und ich VC aus verschiedenen Gründen ablehne, habe ich jetzt ein Problem: Bis das Ding auch nur einen Euro abwirft, muss ich erst mal Leben und ne Firma gründen (GEZ zahlen, andere Abgaben) und mehrere Monate in die Programmierung stecken, wo ich eigentlich gar kein waschechter Programmierer bin, sondern mich eher in der Konzeption sehe. Also was tun? Lotto spielen? Mach ich zwar, hilft aber höchstwahrscheinlich nicht. 12 Stunden die Woche irgendwo jobben (20 Stunden abzüglich der 8, die ich bis Dezember an die FH gebunden bin)? Vielleicht… Aber was tun? 12 Wochenstunden sind nicht grad viel. Andere freie Arbeit? Ja klar. Aber was? Webentwicklung ist zwar gut und wird viel gesucht, aber langfristig kann ich keinen Support dafür leisten und der Berater in mir rät den Kunden, sich auf sowas nicht einzulassen. Also einmalige Auftragsarbeiten als Interimslösung. Naja, ich schau mal. Ab Montag ist bei mir jedenfalls Schluss mit After-Thesis-Faulenzen: Ab Montag wird täglich 8 Stunden gearbeitet, das Symfony-Tutorial liegt vor mir und dann eine erste Manifestierung meines Projektes.

Mal schauen was die Zeit bringt.

Nachtrag 08.09.2007 00:54: Ein Gedanke kam mir noch, als ich meine Amazon-Wunschliste aktualisiert habe. Ha! Wär doch gelacht, wenn sich mein hoffentlich inzwischen reichlich angesammeltes gutes Karma nicht in der Erfüllung des ein oder anderen Wunsches niederschlagen würde. Einfach mal was schenken, nur so. Mir hat sogar tatsächlich mal jemand etwas von meiner Wunschliste aus Dankbarkeit für meine kostenlose Hilfe bestellt. Darüber habe ich mich wirklich außerordentlich gefreut, zumal meine Hilfeleistung eigentlich nur indirekt demjenigen galt.


Thesis abgegeben

24 08 2007

Juhu, ich bin frei!1 Warum? Ich habe gerade eben meine Thesis2 persönlich beim Prüfungsamt abgegeben. Noch mal zur Erinnerung, mein Thesis-Thema lautete:

Vertrauen der User in Soziale Netzwerke - Analyse und Bewertung von Maßnahmen zur Erkennung von Fake-Usern in Erotik-Communities

Abgabetermin ist eigentlich erst der folgende Montag. Umso froher bin ich, das Ding rechtzeitig abgegeben zu haben und mich nicht noch das Wochenende stressen zu müssen. Ach ja, wer meine Thesis mal lesen möchte, dem schicke ich sie gerne zu. Vielleicht veröffentliche ich sie auch zu einem späteren Zeitpunkt hier im Blog. Wenn ich die Note habe? Mal schauen.

Und jetzt? Erst mal etwas chillen und dann frisch an Werk bei meinem neuen Projekt, das ein wenig mit dem Thema meiner Thesis gemein hat. Mehr verrate ich hier und jetzt nicht.

Mein Dank gilt übrigens den Autoren Wiechers und Pflitsch, die mir mit ihrer Studie Online-Dating-Report 2005 sehr weiter geholfen haben.


1: Das Ausrufezeichen sei hier mal erlaubt
2: Abschlussarbeit beim Bachelor und Master


Schreibblockade

01 08 2007

Ach du meine Güte! Eigentlich wollte ich die Nacht nutzen, um mal bei meiner Thesis Kapitel 4 so weit zu beschriften, dass ich es die nächsten Tage iterativ überarbeiten kann. Allerdings ist das, was da meine Tastatur verlässt so scheiße, dass ich jetzt lieber aufhöre und ins Bett gehe. Ich schreibe wirklich gerade nur oberflächliche, offensichtliche und hemdsärmelig formulierte Scheiße und selbst das strengt mich massiv an. Schnell weg hier. Andererseits: So werde ich nie fertig.


Thesiszulassung

19 06 2007

Gestern kam meine Zulassung zur Bachelor-Thesis. Ich habe nun also bis zum 27.08. Zeit, meine 50 Seiten über folgendes sehr spannende Thema zu schreiben:

"Vertrauen der User in Soziale Netzwerke - Analyse und Bewertung von Maßnahmen zur Erkennung von Fake-Usern in: Erotik-Communities"

Der überflüssige Doppelpunkt und das groß geschriebene "Soziale" sind übrigens nicht auf meinem Mist gewachsen, sondern haben sich irgendwo im Ablauf zwischen Betreuer und Prüfungsamt eingeschlichen. Der Doppelpunkt sorgt für eine etwas lästige Betonung der Erotik-Communities, die ich eigentlich vermeiden wollte. Detailprobleme.

Jetzt gehts also wirklich los. Ende der Woche geben wir unsere Präsentation für das Praxisprojekt ab und am folgenden Mittwoch wird präsentiert. Ich mag unsere Idee für ein Branded-Content-Format, mal schauen, ob die bei der Agentur auch so gut ankommt. Danach mache ich die Thesis für die nächsten Wochen zu meinem Lebensmittelpunkt, ich bin schon ganz heiß drauf. Schade, dass es dann keine Veranstaltungen in der Uni mehr gibt, über die Jahre sind mir meine Kommilitonen sehr ans Herz gewachsen. Andererseits bin ich aber froh aus dem Laden mal raus zu kommen. 11 Semester (bzw. mit Kolloquium und Wartezeit bis dahin 12 Semester) sind auch langsam mal genug.

Demnächst muss ich noch ein paar Worte zum verlangen Format verlieren, da es in weiten Teilen etwa das Gegenteil von dem verlangt, was ich eigentlich machen würde. Erst mal die 17 Seiten Formatdefinition verwursten.


Lieferservice für alles

04 05 2007

Ha! Gerade Packe ich die allcampus.de Studitüte aus, in der so brauchbare Sachen wie Deo- und Duschgel-Pröbchen sind, da fällt mir ein Werbeflyer in die Hände:

dieversorger.de Flyer aus der allcampus.de Tüte

Genau so eine Geschäftsidee habe ich mal mit ein paar Kommilitonen in irgendeiner Vorlesung als Gruppenaufgabe erstellt. Schön, dass es auch andere Leute gibt, die sich sowas ausdenken und anpacken.

Der Laden liefert ein gewisses Sortiment an Büdchen-Ware bis 3:00 Uhr nachts aus und als besonderes Gimmick bringen die Jungs für 4€ extra noch eine Bestellung MCs-Fraß oder was auch immer mit. Das war übrigens der Kern unserer damaligen Geschäftsidee.

Ich glaube zwar nicht, dass ich von dem Dienst Gebrauch machen werde, aber die ein oder andere Party ließe sich damit sicher retten. Das beste ist aber der Claim auf der rechten Seite der sehr hässlichen Website: "Nur Noobs gehen noch zur Tankstelle"

Fazit: Daumen hoch für frisches Entrepreneurship, weiter so. Einfach mal versuchen, so sieht das aus, wenn Leute ihren eigenen Laden aufziehen. Man könnte die Website nur etwas schöner machen: Die Party-People-Zielgruppe hat eigentlich eine gewisse Design-Affinität.

Nachtrag: Den Blogeintrag wollte ich ja eigentlich nur schreiben, um im Fazit folgenden Satz unter zu bringen, den ich natürlich prompt vergessen habe:

Fehlt nur noch, dass Die Jungs auch Gras liefern.


Schnelle Bibliothek

04 05 2007

Fein das. Vor ein paar Wochen habe ich eher zufällig ein sehr geiles Buch entdeckt: Wissenschaftliche Arbeiten mit OpenOffice.org 2.0. Da ich ja jetzt meine Thesis schreibe und da nicht der einzige bin, habe ich das Buch mal in den Bibliothek zur Anschaffung angeregt. Eine fatalistische Mail von der Bibliotheksleitung, deren Mittel um 20% gekürzt wurden, ließ in mir allerdings keinerlei Hoffnung wachsen, dass dieses Buch tatsächlich angeschafft würde. Weit gefehlt: Heute kam eine Mail, dass mein vorgemerktes Buch nun da sei. Cool, ich halte es schon in meinen Händen.


Der Preis ist heiß

18 04 2007

Gerade war der Justiziar von unserer betreuenden Agentur (für das Branded Content Semesterprojekt) da und hat etwas über die rechtliche Situation von Branded Content im TV erzählt. Sehr intreessant übrigens. Was ich aber eigentlich erwähnenswert finde, ist die Sendung "Der Preis ist heiß". Bin ich eigentlich der einzige Mensch, der voll darauf abgefahren ist? Vielleicht liegt es an meiner verschrobenen Art, vielleicht auch an meiner damaligen Jugend. Ich habe sogar die total geile Umsetzung für den Amiga geliebt, auch wenn ich es schade fand, dass da die realen Produkte fehlten. Das macht das Spielprinzip des Preisratens nicht gerade leichter.

Wollte ich nur kurz los werden.

Nachtrag: Es gibt eine Fanpage zur Show. Dort ist auch das Computerspiel erwähnt.