Wahrheit oder Pflicht mit Charlotte Roche

30 04 2007

Wie geil! Ich bin ja eh schon ein großer Freund des gepflegten pubertären Spiels an sich. Aber gespielt von Charlotte Roche (bei ihr zu Hause), Ferris MC, Mieze, Kim Fisher und Roger Willemsen ist es einfach noch mal geiler. Ein großer Guckbefehl für diesen grandiosen Youtube-Vierteiler:

Teil 1, Teil 2, Teil 3, Teil 4.

Ab sofort bin ich Freund von Roger Willemsen.

(via praegnanz.de)


Sorry lieber Baum

26 04 2007

Sorry mein lieber Baum, dass ich Dir fast einen Meter abschneiden musste. Es ging nicht anders. Seit Monaten nähert sich Deine Spitze bedrohlich der Decke und in den letzten Wochen hast Du Dich, wahrscheinlich um dem auszuweichen, immer weiter zur Zimmermitte geneigt. Aber lieber Baum, Du stehst in einem Topf und würdest irgendwann einfach umfallen, wenn ich dem tatenlos zu sähe. Ich habe alles versucht: Seit bald einem Jahr habe ich Dich nicht mehr gedüngt und im Winter habe ich Dich auch kaum noch gegossen, um Dein wahnsinniges Wachstum zu stoppen. Das alles konnte jedoch Deinen Streben nicht bremsen, so dass ich nun doch zur Schere greifen musste. Nur zu Deinem besten, ehrlich!

Mal im Ernst: Es macht mich wirklich irgendwie traurig, wie ich nun mit deiner Spitze in der Hand im Zimmer stehe und es nicht übers Herz bringe, sie einfach in den Müll zu werfen. Meine Herren, bin ich verweichlicht.

Nachtrag: Mein Mitbewohner hat sich der Spitze angenommen und sie prosperiert inzwischen wieder in einem neuen Topf.


Existenzminimum

23 04 2007

Verdammt. Im letzten Beitrag habe ich drei mal erwähnt, dass ich keine Kohle habe. Und wenn ich mal mein spärliches Einkommen von nicht ganz 200€ in der Uni (ca. 5,60€/h) und die Unterstützung von meinen Eltern zusammenrechne, stelle ich mit Schrecken fest, dass mein Einkommen unter dem offiziellen Existenzminimum liegt. Gut, dass ich als Student bei meinen Eltern krankenversichert bin, immerhin. Aber Miete, Strom und Nebenkosten (und Internetanteil der WG und meine inzwischen erfreulich kleine Handyrechnung) fressen schon zwei Drittel meiner Einnahmen auf. Dazu etwas Altersvorsorge, das Auto (eine Tankfüllung etwa alle 4 Wochen), ein paar notwendige Versicherungen und zum Leben (Essen, Klamotten-Ersatzinvestitionen) bleibt nicht all zu viel. Gut, dass ich nicht rauche oder übermäßig viele Spirituosen konsumiere oder auf Markenklamotten abfahre. Gras wär auch echt teuer und erst ständiges rumhängen in Kneipen und Clubs. Oder gar Urlaube… Gut, dass ich da eh überall keinen Wert drauf lege.

Was würde ich ohne meine Eltern-Unterstützung machen? Klar: Als erstes den wirklich absolut verdammt unterbezahlten Hiwi-Job bleiben lassen, denn da zahle ich netto drauf. In der Arbeitszeit könnte ich ja locker das drei bis fünffache verdienen. Aber was solls? Das Studium ist eben eine Durststrecke, vor allem, wenn man gegen Ende kaum noch Zeit und Kopf hat, sich um Kunden Mandanten zu kümmern und außerdem die meisten davon in Anbetracht einer höheren Berufung nach dem nahenden Studienende schon frühzeitig abgegeben hat.

Wie sieht also die Zukunft aus? Wann kann auch ich mich zur digitalen Bohème zählen? Bin ich schon mitten drin? Wann schlägt mein super-web-2.0-mäßiges-internet-geschäftsmodell ein? Wann bring ich da überhaupt mal was auf den Weg? Dann ist da noch diese Thesis, die geschrieben werden muss (und die wenigstens mit dem super-web-2.0-mäßiges-internet-geschäftsmodell zu tun hat). Der Scheiß muss einfach ein Erfolg werden. 1000€ im Monat muss sowas aber erst mal abwerfen, das ist mein erstes Ziel für dieses Jahr noch. Ich will so schnell wie möglich auf eigenen Beinen stehen. Meinen Eltern auf der Tasche zu liegen kotzt mich einfach nur noch an.

Aber das ist noch Jammern auf recht hohem Niveau. Wie geht das erst Leuten, die weniger haben, keine sonderlich guten Jobaussichten, Kinder, Nikotinsucht volle Versicherungen für jeden Scheiß und all das? Und dann sitzt denen noch der Staat im Nacken mit Hartz IV und all dem Scheiß. Da steht man am Amt an und muss sich völlig offenbaren für ein paar Kröten.

Andererseits wohne ich tief genug in Flingern, dass ich auch die Leute sehe, auf die das zutrifft. Und ich muss sagen, dass es da ne Menge gibt, bei denen mich eine schwere Vermittelbarkeit nicht wundert: Auch wenn man Arm ist muss man nicht stinken, wie ein Schlot Rauchen und/oder übelst Saufen, sich total gehen lassen und generell eine beschissene Einstellung zu Leben nach Außen tragen. Hey, so jemanden würde ich auch nicht einstellen. Zum "aus der Gesellschaft ausgestoßen sein" zählt nun mal auch viel Selbstinitiative bzw. in dem Fall nicht-Initiative. Auf die Leute könnte "Fordern und Fördern" vielleicht ab und an mal positiv wirken. Aber ein Patentrezept ist das sicher nicht, nicht für die Hoffnungslosen Fälle und nicht für die Sozialleistungs-Schlawiner oder wie man die Leute nennen will und erst recht nicht für die Leute, die die HartzIV-Schikanen als würdelos empfinden und die deswegen lieber auf die ein oder andere Förderung verzichten.

Womit wir wieder beim Grundeinkommen wären. Demnächst schreibe ich mal wieder was dazu. Ein wirklich sehr interessantes Thema, zu dem ich momentan eine Menge lese.

Mal schauen.

P.S.: Ich hab mir ein neues Handy geleistet. 135€ für ein gutes altes Siemens SXG75. Dass so ein ehemaliges Edelhandy für so wenig Geld weg geht ist echt ein Jammer. Also nicht für mich. Aber schade um Siemens und schade um deren Mitarbeiter, denn deren Geräte sind noch immer meine absoluten Lieblingshandys, auch wenn man gerade die letzten Restposten kaufen kann. Aber das is ne andere Geschichte. Ich melde mich, wenn das Telefon da ist.


Komische PNs

19 04 2007

Hmm. Ich bin ja unter anderem bei Facebox (nicht Facebook!) angemeldet und bekomme da ab und an ne Nachricht, die ich dann als Spam melde. Übrigens ist Facebox als quasi StudiVZ für alle aufgestellt und hat eine Tonality für Teenager ("Wenn Dir im Chat etwas komisch vorkommt, sag Deinen Eltern bescheid" stand mal so ähnlich in einer Mail). In den sexuellen Gruppen sind aber eine erstaunliche Menge an gruseligen Leuten ab 40. Passt irgendwie nicht zusammen und deswegen werden wahrscheinlich auch diese Gruppen ständig gelöscht. Komischer Laden. Egal, ich wollte was anderes erzählen:

Gerade bekomme ich eine PN von einem Mädel, die nicht nach Fake aussieht und in etwa folgenden Text enthält:

Hallo ich bin die […] ich schaue mir gerade dein Profil an und es hat mich echt begeistert schaue dir doch auch mal meins an und wenn dir genau so gut gefählt denn melde dich hir meine Nummer 01520-[…] Lieb grüße […]

Ihr Profil sieht OK aus, das Mädel total bratzig und ich bin mir nicht sicher, ob das nun ein Fake ist oder nicht. Vielleicht bin ich auch nur selber total geprägt davon, nie Nachrichten von interessanten Mädels zu bekommen, dass ich auch jede ernst gemeinte Nachricht für einen Fake halte? Ich weiß es nicht. Was soll ich also tun? Ich antworte einfach mal nicht. Obwohl es mich schon prinzipiell reizt, ihr Profil zu "fählen". Hehe.


L[ä/u]stige Aprilscherze

01 04 2007

Immer diese halblustigen Aprilscherze. In der c't waren die früher besser, weil weniger auffällig. Dieses Jahr war mir schon vor der Lektüre des Artikels klar, dass das der Aprilscherz ist. Der Text selber ist Satz für Satz verräterisch. Schade: Früher ist mir das oft erst während des Lesens aufgefallen oder gar nicht und ich musste noch mal durchblättern. Dieses Jahr ist die Idee so selten dämlich, dass es brummt. Die Positionsbestimmung mittels der empfindlichen Festplattensensorik war richtig gut seinerzeit.

Wieder einen wirklich gelungenen Aprilscherz hat phpbb.de gebracht: Nachdem letztes Jahr eine fingierte Denic-Fehlerseite auftauchte, die gleich anbot, die Domain zu übernehmen (inkl. Userlogging, hehe), wurde dieses Jahr ein Datenbankfehler fingiert, der die Zuordnungen von Beiträgen zu den Posts vernichtet haben soll. Dafür wurde neben jedem Post ein Link eingefügt, der es erlauben sollte, die Urheberschaft des Beitrages zu übernehmen. Bestimmt wieder mit Userlogging, wer das macht. Wirklich ne witzige Idee. Letztes Jahr hätte ich fast auch die Domain übernehmen wollen. Nicht aus Gier, sondern weil ich im ersten Moment dachte, dass schnell jemand die Domain schnappen und zurückgeben sollte, bevor die Domaingrabber am Start sind. Die 4€ hätte ich ohne mit der Wimper zu zucken investiert. Domaingrabber sind das Böse!

heise.de schreibt irgendwas von Mozilla verklagt Microsoft wegen Tabbed Browsing im IE. Naja. Ich bin im ersten Moment drauf reingefallen und dachte mir, was das denn für eine Scheißidee sein soll.

planet3dnow.de hatte auch schon mal bessere Ideen als Bundesregierung plant Strafsteuer auf energieverschwendende Computer.

praegnanz.de treibt den Aprilscherz mit mehreren Blogs in Kooperation, was die Glaubwürdigkeit wegen der angegebenen Quellen deutlich erhöht. Nicht schlecht.

Alles in allem bin ich immer wieder froh, wenn der erste April vorbei ist.


Koptuch - kein Job

02 03 2007

Gerade habe ich im SPON einen Artikel über die Probleme bedeckter Frauen bei der Jobsuche gelesen. Und ich muss leider ganz ehrlich sagen, dass ich als Chef ebenfalls Probleme mit muslimischen Mitarbeiterinnen mit Kopftuch hätte, besonders bei Akademikerinnen. Neben verschiedenen Bauchgefühlen, die mich davon abhielten, ist es vor allem ein Grund: Ein zwanghaft getragenes Kopftuch ist für mich ein starkes Symbol

  • einer mangelnden Integrationswilligkeit, die ich dann wiederum auch in anderen beruflichen Bereichen erwarte. Einem Mitarbeiter soll im Job die Firma an erster Stelle stehen. Was die Leute in ihrer Freizeit tun kann mir egal sein, aber an seinen Job muss man sich anpassen. man muss sich aktiv in die Firmenabläufe integrieren und dazu gehört es, je nach Job, auch seine Freizeitkleidung und -einstellung abzulegen. Gleiches gilt für Goths, Punks, Kiffertypen oder wen auch immer und unabhängig davon, ob mir die abweichende Haltung und Kleidung sympathisch ist oder nicht.
  • eines religiösen Fanatismus, den ich nicht in meiner Firma haben wollte (das gilt für Fanatismus jeder Religion). In meinen Augen muss jeder klar denkende Mensch irgendwann auf den Trichter kommen, dass Religion der Leistungsfähigkeit des freien Menschen im Zweifel im Wege steht. Religion ist dann gut, wenn sie dem religiösen Menschen weiter hilft. Wenn sie allerdings den religiösen Menschen einschränkt, hat sie ihr Ziel verfehlt wird in dieser Form von mir vehement abgelehnt. Das meine ich mit Fanatismus.
  • einer mangelnden Abstraktionsfähigkeit, die ich gerade von Hochschulabsolventen erwarten würde. Ich würde klar denkende Mitarbeiter haben wollen, die im Zweifel völlig open-minded an die Probleme der Arbeit herangehen können. Wer sein Kopftuch oder im Zweifel auch sein Kreuz nicht ablegen möchte, signalisiert mir damit einen Mangel an geistlicher Klarheit und geistiger Trennung von Alltag/Beruf und Spiritualität. Was soll ich also mit einem studierten Mitarbeiter, der sich schon von vornherein als im Zweifel weniger klar denkend und handelnd outet? Schlimm genug, dass sich solche Eigenschaften bei manchen erst nach dem Vorstellungsgespräch zeigen.

Also bevor wir und falsch verstehen: Ich gehe nicht davon aus, dass diese Kriterien auf jede Frau mit Kopftuch zutreffen. Sicherlich kann es sein, dass sich mit der Zeit das genaue Gegenteil herausstellt. Aber das zwanghaft getragene Kopftuch trägt für mich diese Symbolik in sich und daher gehe ich erst einmal von diesen Eigenschaften aus. Wenn ich also einen in etwa gleich qualifizierten anderen Bewerber zur Hand habe oder gleich dutzende davon, fliegt die Frau mit Kopftuch in der ersten Runde des Wettbewerbs raus. Genau wie eine Glatze mit Bomberjacke, ein krasser Goth, ein Freak mit nordischem Fell, jemand mit implantierten Hörnern, jemand mit Gesichtstatoos, jemand der volles Rohr stinkt und so weiter. Ihr wisst, was ich meine: Jemand, der seine abweichende Einstellung offen zur Schau trägt und davon nicht mal bei einer Bewerbung Abstand nimmt.

Noch einmal die Frage: Was soll ich mit so jemandem anfangen, wenn ich andere Leute haben kann? Ist das unfair gegenüber solchen Leuten? Der Artikel im SPON suggeriert jedenfalls eine solche Unfairness. Nichts gegen die angesprochene Diversity, aber nicht auf Kosten der Firma.

Ich halte mich ja schon für sehr offen und liberal, aber mit einer vermummten Zahnärztin hätte ich schon Startschwierigkeiten. Da fällt mir auch die Studentin am Fachbereich Wirtschaft ein, die ein Kopftuch trägt. Sie sieht sehr nett aus, ich finde sie auch figurlich und von der Ausstrahlung her ganz süß und dumm scheint sie auch nicht zu sein. Sie wird Diplom Betriebswirtin sein, wenn sie fertig ist, strebt also wahrscheinlich eine Managementposition an. Aber ich wüsste echt nicht, in welcher angemessenen Position ich so eine Frau in einer Firma einsetzen würde. Den Eindruck der oben erwähnten Symbolik werde ich einfach nicht los. By the way: Angraben würde ich sie auch nicht. Die vorurteilsbedingte Angst vor familiären Nebenwirkungen ist bei mir bei allen muslimischen Frauen sehr groß. "Ey Arsche, Du hast meine Schwester angepackt, Du bist tot!" Wuahh gruselig. Sorry an alle Leute aus dem arabischen Kulturkreis, die nicht so drauf sind, aber Eure Landsleute füttern dieses Klischee sehr plastisch.

Dazu ein schöner kurzer Film zur humoristischen Auflockerung:


Cola Light Koffeinfrei

24 02 2007

Was mir bis gestern nicht bewusst war: Es gibt noch immer die koffeinfreie Cola Light! Auch die Antwort auf die Frage, wer sowas kauft wurde mir bei der Gelegenheit beantwortet. Wer jetzt der Meinung ist, ich solle mich mal nicht anstellen, der ist offenbar noch nie in den Genuss dieses leckeren Softdrinks gekommen. Wer Cola Light nicht mag und selbst mit der Zero-Variante oder Pepsi Max nichts anfangen kann, stelle sich das Zeugs als unendliche Steigerung der Kritikpunkte an ebendiesen Getränken vor.

Erinnert sich noch jemand an die kultige Kinder-Cola von Aldi damals? Die war viel viel leckerer!


Fotos machen

20 02 2007

Verflixt. Jetzt bin ich heute wieder mal im Sevens mit der Rolltreppen an diesem Fotoladen vorbeigekommen. Heißt Yourlook und wirkt beinahe schon unangenehm attraktiv auf mich. Hintergrund: Es existieren keine brauchbaren Fotos von mir und das nervt mich schon seit Jahren.

So werde ich also irgendwann weich sein und die Kohle in die Hand nehmen, um ein Fotoshooting zu bezahlen. Man bekommt dort eine Typberatung, Grundvisage (was auch immer das bedeutet) und das Shooting für überraschend wenig Geld (ab 40€ inkl. Abzug). Mal schauen, vielleicht schenkt mir ja auch jemand so ein Shooting mit Komplettvisage. Hehe.


Immer wenn ich viel getrunken habe…

11 02 2007

…ja, was eigentlich? Zum einen verfasse ich nachts kryptische Blogeinträge, deren Titel der Anfang eines verworrenen Buches sein könnte und die mir selber Rätsel aufgeben. Zum anderen aber wache ich fast nie verkatert auf, sondern stets gut gelaunt und vor allem früh. Frisch, fromm, fröhlich, frei. Meistens bin ich ab acht hellwach und versuche schwitzend (lästiger Nebeneffekt) im Bett zu bleiben, während die Mittrinker um mich herum gegen 12 Uhr knatschig aus ihren Betten gekrochen kommen. Ich weiß wirklich nicht, warum Alkohol solch eine Wirkung auf mich hat.


Gute Lösungsansätze - Heute: Gewaltspiele verbieten

21 11 2006

Ein wirklich schlauer Lösungsansatz für jegliche Jugendprobleme (Gewalt, Drogen und Sex und lange Haare) war schon immer ein Verbot von "Teufelszeug" für alle (Rock'n'Roll, Hasch) bzw. so zu tun, als ob es etwas gar nicht gebe. So spreche ich mich auch hier einmal öffentlich für ein sofortiges und umfassendes Verbot von Killerspielen und Handys aus. Turnusmäßig (alle paar Jahre) auftretende Irre, die an Schulen amok laufen sind ein ganz klares Warnsignal, das nicht ignoriert werden kann: Killerspiele – allen voran dieses Counter-Strike – verschlechtern eindeutig den Charakter und wer vorher schon an der Grenze operiert, übertritt diese dadurch als logische Folge. Killerspiele haben neben ihrer Wirtschaftsleistung (Steuern auf Spiele selbst und damit verbundene Aktivitäten und Steigerung des BIP) also aus gesellschaftlicher Sicht keinerlei Nutzen, sondern sind – wie Tabakprodukte – ausschließlich schädlich und müssen für alle verboten werden. Die vorgeschobene und völlig wirkungslose Altersfreigabe der Freiwilligen Selbstkontrolle kann als gescheitert angesehen werden, außerdem werden die Amokläufer einfach immer älter, so dass eine Erweiterung der Freigabeskala auf FSK25 notwendig erschiene, was gesetzlich nicht darstellbar ist.

Bei der Gelegenheit sollten auch diese kranken Sexpraktiken (in sich gefährlich und gestört), Tabak, Moselms (man weiß nie, wer von denen ein irrer Islamist ist, der Bomben baut und wer weiß was noch im Schilde führt) und ganz wichtig das Internet (unkontrollierbarer Sündenpfuhl mit allen Schlimmigkeiten der Weltengesellschaften) gleich mit verboten werden. Das geht zu weit? Das geht gegen die Grundrechte? Ach kommt, seid mal ehrlich. Die meisten Probleme unserer Gesellschaft basieren doch auf unseren viel zu laxen Grundrechten. Der ganze beschissene Datenschutz behindert doch nur die Terrorbekämpfung und das alle Menschen vor dem Gesetze gleich sind macht die Justiz auch nicht gerade leichter. Von wegen die Würde des Menschen wäre unantastbar. Wo soll das hinführen, wenn Leute, die anderen Menschen die Würde und/oder das Leben nehmen, selbige uneingeschränkt behalten dürfen? Her mit der Todesstrafe, her mit dem Sippenstrafrecht, her mit der Totalüberwachung für potenzielle Straftäter. Wer langzeitarbeitslos ist, trägt nichts mehr zur Volkswirtschaft bei und muss weg. Unsere moderne Gesellschaft kann sich keine Abweichler leisten und das Geld reicht sowieso nur noch für die, die ihren Teil zur Gesellschaft beitragen. Alle anderen sind nur Belastung.

OK, ich gebe ja zu: Ein Vergleich des Verbotes von Killerspielen mit dem Faschismus geht etwas weit und ist unsachlich und arg polemisch. Also streicht das.

Aber als langfristige Lösung der ausufernden Jugendverrohung und -gewalt kommt nun mal nur ein Verbot von Killerspielen in Frage. Die Argumentationskette ist nun mal nicht angreifbar: Counter-Strike muss weg. Und da die Grenzziehung viel zu heiß zu diskutieren ist, verbieten wir gleich alle Computer– und Videospiele. Die sind eh doof, machen dumm und fett und stehlen nur Zeit. Keine ewigen Diskussionen, ob es den Charakter verdirbt, wenn man in Autorennen mal so richtig nach Herzenslist alle Gesetze übertreten kann. Solche Diskussionen halten nur auf und führen vom eigentlichen Problem weg: Computer und Videospiele sind einfach doof, ganz besonders für die, die sie nie näher kennen gelernt haben.

Und in dem Fall stimmt sogar mein Vater einmal solchem Populismus sicher voll und ganz zu. Kaum zu glauben.